Ganz so einfach ist das nicht!
Und eben nicht "aus welchen Gründen auch immer!!", sondern nur aus "ethischen" Gründen.

(leider wurde diese Möglichkeit höchstrichterlich mal entschieden).
Wirklich "leider"?
Würdest Du das im umgekehrten Fall auch so sehen?
Es geht hier schließlich um einen Eingriff in das Eigentumsrecht.
Klar! Wegen übergeordneter Gründe, auf Grund eines Gesetzes, ...
Aber es bleibt ein Eingriff ins Eigentumsrecht!
Was wird hier ein Geschrei veranstaltet, wenn "wir" etwas nicht dürfen ...

Das beruht auf einem Urteil des EGMR (so weit musste das betrieben werden, da auch das BVerfG das Jagdrecht höher als die Einschränkung eines Grundrechtes ansah).

§ 6a BJG Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen
Dieser Paragraph ist rel. lang, deshalb hier nur die m.E. für diesen Fall wesentlichen Punkte:
... wenn der Grundeigentümer glaubhaft macht, dass er die Jagdausübung aus ethischen Gründen ablehnt.
...
Ethische Gründe nach Satz 1 liegen insbesondere nicht vor, wenn der Antragsteller

  1. selbst die Jagd ausübt oder die Ausübung der Jagd durch Dritte auf einem ihm gehörenden Grundstück duldet oder
  2. zum Zeitpunkt der behördlichen Entscheidung einen Jagdschein gelöst oder beantragt hat.


Die Hürden sind rel. hoch, eben genau um zu verhindern, dass die ethischen Gründe nur vorgeschoben sind (was in diesem Fall ("Stress" zw. Jagdvorsteher und Grundeigentümer) wohl zuträfe).
Der Grundeigentümer müsste also ALLE seine Flächen befrieden lassen und darf selbst nicht jagen.

Was das Gesetz leider nicht fordert ...
Wie kann jemand Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, aber selbst Schlachttiere halten, womöglich noch als Massentierhaltung ohne Freilauf, etc.?
Müsste nicht jemand, der "Tiermord" ablehnt mindestens Vegetarier sein?

Wie andere schon schrieben zuerst das Gespräch suchen, bevor man "die Keule auspackt".
ICH würde zuerst mal mit dem Jagdvorsteher (unter 4 Augen!) darüber reden was da eigentlich los ist (Wissensvorsprung schaffen), dann mit dem Grundeigentümer reden und zwar so, dass er sich weder in die Ecke gedrängt fühlt, noch "sein Gesicht verliert", wenn er nachgibt.
"Draufsatteln" kann man notfalls immer noch.


WaiHei