Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 45 von 47
  1. #31

    Registriert seit
    Jan 2005
    Beiträge
    21.272
    Danke (erhalten)
    986

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Ganz so einfach ist das nicht!
    Und eben nicht "aus welchen Gründen auch immer!!", sondern nur aus "ethischen" Gründen.

    (leider wurde diese Möglichkeit höchstrichterlich mal entschieden).
    Wirklich "leider"?
    Würdest Du das im umgekehrten Fall auch so sehen?
    Es geht hier schließlich um einen Eingriff in das Eigentumsrecht.
    Klar! Wegen übergeordneter Gründe, auf Grund eines Gesetzes, ...
    Aber es bleibt ein Eingriff ins Eigentumsrecht!
    Was wird hier ein Geschrei veranstaltet, wenn "wir" etwas nicht dürfen ...

    Das beruht auf einem Urteil des EGMR (so weit musste das betrieben werden, da auch das BVerfG das Jagdrecht höher als die Einschränkung eines Grundrechtes ansah).

    § 6a BJG Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen
    Dieser Paragraph ist rel. lang, deshalb hier nur die m.E. für diesen Fall wesentlichen Punkte:
    ... wenn der Grundeigentümer glaubhaft macht, dass er die Jagdausübung aus ethischen Gründen ablehnt.
    ...
    Ethische Gründe nach Satz 1 liegen insbesondere nicht vor, wenn der Antragsteller

    1. selbst die Jagd ausübt oder die Ausübung der Jagd durch Dritte auf einem ihm gehörenden Grundstück duldet oder
    2. zum Zeitpunkt der behördlichen Entscheidung einen Jagdschein gelöst oder beantragt hat.


    Die Hürden sind rel. hoch, eben genau um zu verhindern, dass die ethischen Gründe nur vorgeschoben sind (was in diesem Fall ("Stress" zw. Jagdvorsteher und Grundeigentümer) wohl zuträfe).
    Der Grundeigentümer müsste also ALLE seine Flächen befrieden lassen und darf selbst nicht jagen.

    Was das Gesetz leider nicht fordert ...
    Wie kann jemand Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, aber selbst Schlachttiere halten, womöglich noch als Massentierhaltung ohne Freilauf, etc.?
    Müsste nicht jemand, der "Tiermord" ablehnt mindestens Vegetarier sein?

    Wie andere schon schrieben zuerst das Gespräch suchen, bevor man "die Keule auspackt".
    ICH würde zuerst mal mit dem Jagdvorsteher (unter 4 Augen!) darüber reden was da eigentlich los ist (Wissensvorsprung schaffen), dann mit dem Grundeigentümer reden und zwar so, dass er sich weder in die Ecke gedrängt fühlt, noch "sein Gesicht verliert", wenn er nachgibt.
    "Draufsatteln" kann man notfalls immer noch.


    WaiHei
    JMB
    Danke Mohawk, hypsilon haben sich bedankt

  2. #32
    Avatar von Duckdichundwech
    Registriert seit
    Nov 2008
    Beiträge
    5.082
    Danke (erhalten)
    57

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    JMB haste fein geschrieben...nur die Praxis bedeutet "Stress" für Jagdeigentümer; Jagdpächter und auch Jagdbehörde...
    ..eine gute Aussage gegenüber Flächenaussteigern ist die Erklärung, dass alle Wildschäden (verursacht von Wild aus seinem künftigen jagdfreiem Grundstück) von ihm als Grundstückseigentümer auch bezahlt werden müssen.....diese Aussage bringt manchen Verwirrten wieder in eine normale Gedankenwelt
    Alimente sind Erzeugerpreise,die der Mann bezahlen muss.

  3. #33

    Registriert seit
    Mar 2010
    Beiträge
    700
    Danke (erhalten)
    1

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Duckdichundwech

    ..eine gute Aussage gegenüber Flächenaussteigern ist die Erklärung, dass alle Wildschäden (verursacht von Wild aus seinem künftigen jagdfreiem Grundstück) von ihm als Grundstückseigentümer auch bezahlt werden müssen.....diese Aussage bringt manchen Verwirrten wieder in eine normale Gedankenwelt

    Musst dich aber nicht wundern, wenn er dir ob dieser Aussage ins Gesicht lacht - und dir eine gewisse Verwirrtheit unterstellt.
    quidquid agis, prudenter agas et respice finem

  4. #34

    Registriert seit
    Jan 2005
    Beiträge
    21.272
    Danke (erhalten)
    986

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Nach BJG habt Ihr beide ein bisschen Recht:

    § 6a Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen
    ...
    (6) Wildschäden an Grundstücken, die zum gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören, hat der Grundeigentümer der befriedeten Grundfläche nach dem Verhältnis des Flächenanteils seiner Grundfläche an der Gesamtfläche des gemeinschaftlichen Jagdbezirks anteilig zu ersetzen. Dies gilt nicht, sofern das schädigende Wild auf der befriedeten Grundfläche nicht vorkommt oder der Schaden auch ohne die Befriedung der Grundfläche eingetreten wäre.
    (7) Der Grundeigentümer der befriedeten Fläche hat keinen Anspruch auf Ersatz von Wildschäden.

    Während Absatz 7 eindeutig ist, dürfte es bei Absatz 6 regelmäßig zu "Diskussionen" kommen.


    WaiHei
    JMB

  5. #35

    Registriert seit
    Aug 2003
    Beiträge
    831
    Danke (erhalten)
    12

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von Dagobertreiten Beitrag anzeigen
    Der Grundstücksbesitzer kann verlangen dass der Hochsitz entfernt wird, aber er muss dir einen neuen Standort
    für den Hochsitz bewilligen (§22Jagdgesetz Hessen), sollte Einvernehmlich sein sonst habt ihr ein Problem.
    Auf Brachflächen braucht man den Eigentümer nicht zu fragen.
    Zur Zeit darf er die Bäume gar nicht Fällen, Naturschutzgesetz- Verboten von 01.03-30.09
    Kirren/ Füttern kann er nicht verbieten
    Hi Dagobertreiten, zu Deiner o.g. Aussage in fett: Das steht wo geschrieben bzw. kann man woraus genau ableiten?

    Danke Dir, ist wirklich von Interesse für mich!

    Gruß und WH

    h.

  6. #36

    Registriert seit
    Feb 2010
    Wohnort
    Wiesbaden
    Beiträge
    358
    Danke (erhalten)
    67

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    In dem Buch Der Jäger und sein Recht bzw. Untere Jagdbehörde

  7. #37

    Registriert seit
    Mar 2010
    Beiträge
    700
    Danke (erhalten)
    1

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von JMB Beitrag anzeigen
    Nach BJG habt Ihr beide ein bisschen Recht:

    § 6a Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen
    ...
    (6) Wildschäden an Grundstücken, die zum gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören, hat der Grundeigentümer der befriedeten Grundfläche nach dem Verhältnis des Flächenanteils seiner Grundfläche an der Gesamtfläche des gemeinschaftlichen Jagdbezirks anteilig zu ersetzen. Dies gilt nicht, sofern das schädigende Wild auf der befriedeten Grundfläche nicht vorkommt oder der Schaden auch ohne die Befriedung der Grundfläche eingetreten wäre.
    (7) Der Grundeigentümer der befriedeten Fläche hat keinen Anspruch auf Ersatz von Wildschäden.

    Während Absatz 7 eindeutig ist, dürfte es bei Absatz 6 regelmäßig zu "Diskussionen" kommen.


    WaiHei
    Das hast du sehr freundlich, m.E. aber nicht ganz zutreffend formuliert. Denn der gute Duckdichundwech - wieso höre ich von ihm eigentlich nix zum Thema? - liegt fast komplett daneben.

    Also ich als Grundbesitzer würde dem Revierinhaber, der, so wie Duckdichundwech, behauptet, ich müsse den Wildschaden allein zahlen (er schrieb: „…alle Wildschäden (verursacht von Wild aus seinem künftigen jagdfreiem Grundstück) von ihm als Grundstückseigentümer auch bezahlt werden müssen…“) immer noch ins Gesicht lachen. Und auch etwaigen „Diskussionen“ würde ich gelassen entgegen sehen.

    §6a (6) BJG sagt lediglich dass ich, obwohl meine Fläche befriedet ist, weiter an der Wildschadensregulierung beteiligt bin (anders das LJG RLP, dort „befriedeter Bezirk – nicht Mitglied JG – keine Verpflichtung zum Schadensersatz).
    Beteiligt aber nur anteilig meiner (befriedeten) Fläche an der Gesamtfläche des Jagdreviers, also so, als ob meine Fläche nicht befriedet wäre.
    Und das auch nur, falls die Befriedung ursächlich für den Wildschaden war.

    Unsere JG hat grob 1.200 ha bei rund 100 Jagdgenossen. Wald-Feld-Verteilung rund ein Drittel zu rund zwei Drittel. Macht im Schnitt 12 ha je Jagdgenossen, 4 ha Wald, 8 ha Feld. Die hängen i.d.R. aber nicht zusammen, sondern sind schrotschussartig übers Revier verteilt. In meinem Fall auf 10 Flurnummern. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass er beweisen kann, dass ein Wildschaden ohne die Befriedung der Grundfläche nicht eingetreten wäre?
    Und selbst wenn der Beweis geführt werden könnte, dann wäre ich mit sagenhaften 1% an der Regulierung beteiligt. Immer unter der Prämisse, dass die JG den Wildschaden zu bezahlen hat.

    Jetzt nehme ich mal an, dass, wie in den allermeisten Fällen, der Jagdpächter den Wildschaden per JPV übernommen hat (bei uns vollständig):
    Dann wird Duckdichundwechs kecke Behauptung kein bisschen glaubwürdiger. So lange der Jagdpächter mir nicht nachweisen kann, dass ich auf einer meiner Eigentumsflächen sagen wir eine Sauenzuchtanstalt oder eine Auffangstation für mutterlose Rehkitze und Rotwildkälber betreibe, wird er auf den Wildschäden sitzen bleiben.

    Nicht falsch verstehen, ich will nicht einer Befriedung das Wort reden. Allerdings halte ich auch überhaupt nichts davon, wenn von Jägerseite den Jagdgenossen mit, freundlich formuliert, Halbwahrheiten versucht wird ein X für ein U vorzumachen. Nicht alle Jagdgenossen sind ahnungslos, so ein überheblicher Ansatz kann gewaltig nach hinten losgehen.
    quidquid agis, prudenter agas et respice finem

  8. #38

    Registriert seit
    Jan 2005
    Beiträge
    21.272
    Danke (erhalten)
    986

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von HirschHorn Beitrag anzeigen
    Das hast du sehr freundlich, m.E. aber nicht ganz zutreffend formuliert.
    Das war ich nicht, "das war das Auto" - Äh - der Gesetzgeber (fahre ja gar keinen Ford ).
    Aber wo war das nicht ganz zutreffend?
    Du schreibst doch auch "Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass er beweisen kann, dass ein Wildschaden ohne die Befriedung der Grundfläche nicht eingetreten wäre?"
    Genau das meinte ich mit "Diskussion".
    Ansonsten stimme ich Dir zu.


    Zitat Zitat von HirschHorn Beitrag anzeigen
    Jetzt nehme ich mal an, dass, wie in den allermeisten Fällen, der Jagdpächter den Wildschaden per JPV übernommen hat (bei uns vollständig)
    Da scheint, im Zuge der "Mais- und Sauenschwemme", gerade ein Wandel einzutreten: "Volle Übernahme" gibt es bei Neuverträgen hier kaum noch.
    Entweder Pauschale (die dann aber unabhängig von eingetretenem Schaden zu zahlen ist), Deckelung bei XXX €, Halbe-Halbe (bis (dann i.d.R. höherem) Deckelungsbetrag), ...


    Zitat Zitat von HirschHorn Beitrag anzeigen
    (anders das LJG RLP, dort „befriedeter Bezirk – nicht Mitglied JG – keine Verpflichtung zum Schadensersatz).
    Wird in RLP nicht unterschieden in "normalen" und "aus ethischen Gründen" Befriedeten Bezirk?
    Hat man das im LJG so aufgenommen ("Befriedete Bezirke nach §6a BJG werden behandelt wie solche nach §6" o.ä.) oder schließt man/Du das aus der "alten Regelung" "befriedeter Bezirk – nicht Mitglied JG – keine Verpflichtung zum Schadensersatz"?


    WaiHei
    Geändert von JMB (24.07.2017 um 22:28 Uhr)
    JMB

  9. #39

    Registriert seit
    Mar 2010
    Beiträge
    700
    Danke (erhalten)
    1

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von JMB Beitrag anzeigen
    Das war ich nicht, "das war das Auto" - Äh - der Gesetzgeber (fahre ja gar keinen Ford ).
    Aber wo war das nicht ganz zutreffend?
    Du schreibst doch auch "Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass er beweisen kann, dass ein Wildschaden ohne die Befriedung der Grundfläche nicht eingetreten wäre?"
    Genau das meinte ich mit "Diskussion".
    Das "nicht ganz zutreffend" war auf das "beide ein bisschen recht" gemünzt. Ich glaube ich habe deutlich gemacht, dass Duckdichundwech fast komplett daneben liegt. Bezüglich der "Diskussionen" stimme ich dir zu.

    Zitat Zitat von JMB Beitrag anzeigen
    Wird in RLP nicht unterschieden in "normalen" und "aus ethischen Gründen" Befriedeten Bezirk?
    Hat man das im LJG so aufgenommen ("Befriedete Bezirke nach §6a BJG werden behandelt wie solche nach §6" o.ä.) oder schließt man/Du das aus der "alten Regelung" "befriedeter Bezirk – nicht Mitglied JG – keine Verpflichtung zum Schadensersatz"?
    Ich schließe das schlicht aus dem LJG und der dazu gehörigen Verordnung, die ich im Netz gefunden habe (Stand 2013). Meines Wissens wurde der §6a Ende 2013 ins BJG eingefügt. Ob die Rheinland-Pfälzer darauf hin ihr LJG geändert haben weiß ich nicht. Die Gesetzgebung ehemaliger Provinzen interessiert mich nur am Rande.
    Nach Duckdichundwechs Post ("..in RLP aber nicht...!!!....erst denken dann schreiben!") bin ich davon ausgegangen, er könnte etwas Substantielles zum Thema beitragen. War aber wohl der berühmte Satz mit X...
    quidquid agis, prudenter agas et respice finem

  10. #40

    Registriert seit
    Jan 2010
    Beiträge
    243
    Danke (erhalten)
    16

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    ohne mir alle Antworten durchzulesen...
    Als Jäger/Pächter sollte man nicht vergessen wem die Fläche GEHÖRT! Pacht hin oder her...
    Wenn bei mir einer kommt und will auf MEINEM Grund kirren, Bau graben, Sitz bauen, Enten füttern etc. und ich will das nicht (aus welchem Grund auch immer), dann hat der das gefälligst zu lassen! Gesetz hin oder her. Mein Land-ich bestimme ob da Enten gefüttert werden!

    Man sollte darüber reden, fragen warum er das nicht will...vielleicht gibt's ´ne einfache Lösung. Wenn nicht werden eben keine Enten gefüttert! Fertig!

    Eine Bejagung sollte natürlich weiterhin möglich sein, aber wenn um eine bestimmte Unterlassung gebeten wird, dann sollte das echt kein Problem sein.

    Kann auch bestimmte Gründe dafür geben. z.B. habe ich bei mir einige Biotope angelegt/anlegen lassen. Im Vertrag über diese Maßnahmen steht z.B. Jagdliche Einrichtungen sind verboten! Rastende Gänse sind zu dulden. Füttern von Wild-verboten! Blablabla....Umweltministerium!
    Da würd ich auch ein Schriftstück aufsetzen und Enten kirren untersagen, weil wenns dann doch gemacht wird und es kommt eine Amtliche Kontrolle kann man immer noch den Zettel hinhalten!
    hase-baum-hase-baum-hase-bumm!....Baum!!!!!!!
    Gefällt mir nicht! Baummarder1106, Dagobertreiten gefällt der Beitrag nicht

  11. #41

    Registriert seit
    Mar 2016
    Wohnort
    Bayern
    Beiträge
    449
    Danke (erhalten)
    192

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von zigarillo Beitrag anzeigen
    ohne mir alle Antworten durchzulesen...
    Als Jäger/Pächter sollte man nicht vergessen wem die Fläche GEHÖRT! Pacht hin oder her...
    Wenn bei mir einer kommt und will auf MEINEM Grund kirren, Bau graben, Sitz bauen, Enten füttern etc. und ich will das nicht (aus welchem Grund auch immer), dann hat der das gefälligst zu lassen! Gesetz hin oder her. Mein Land-ich bestimme ob da Enten gefüttert werden!

    Du bestimmst das nicht, denn Enten kirren fällt eindeutig unter jagdliche Tätigkeiten. Und das Jagdausübungsrecht wenn verpachtet ist, dann geht dich das auch nichts mehr an, solange du keinen unnötigen Schaden davon hast.


    Wäre das gleiche, wenn ein Vermieter seinem Mieter vorschreibt: Mittagessen muss jeden Tag zwischen 12 und 13 Uhr gekocht werden, am Fernseh darf kein Programm XY geschaut werden...


    Warum ich irgendjemanden jeden x-beliebigen Schrieb unterschreiben soll - nee
    Danke Baummarder1106 haben sich bedankt

  12. #42
    Avatar von BAL
    Registriert seit
    Jan 2016
    Beiträge
    138
    Danke (erhalten)
    147

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von zigarillo Beitrag anzeigen
    [...]
    Kann auch bestimmte Gründe dafür geben. z.B. habe ich bei mir einige Biotope angelegt/anlegen lassen. Im Vertrag über diese Maßnahmen steht z.B. Jagdliche Einrichtungen sind verboten! Rastende Gänse sind zu dulden. Füttern von Wild-verboten! Blablabla....Umweltministerium!
    [...]
    ... und für den Puff hast Du einen Pächter gefunden? Der muß schwer masochistisch veranlagt sein, das liest sich ja wie "50 Shades of Green" von Claudia Roth

  13. #43

    Registriert seit
    Feb 2010
    Wohnort
    Wiesbaden
    Beiträge
    358
    Danke (erhalten)
    67

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Zitat Zitat von zigarillo Beitrag anzeigen
    ohne mir alle Antworten durchzulesen...
    Als Jäger/Pächter sollte man nicht vergessen wem die Fläche GEHÖRT! Pacht hin oder her...
    Wenn bei mir einer kommt und will auf MEINEM Grund kirren, Bau graben, Sitz bauen, Enten füttern etc. und ich will das nicht (aus welchem Grund auch immer), dann hat der das gefälligst zu lassen! Gesetz hin oder her. Mein Land-ich bestimme ob da Enten gefüttert werden!

    Man sollte darüber reden, fragen warum er das nicht will...vielleicht gibt's ´ne einfache Lösung. Wenn nicht werden eben keine Enten gefüttert! Fertig!

    Eine Bejagung sollte natürlich weiterhin möglich sein, aber wenn um eine bestimmte Unterlassung gebeten wird, dann sollte das echt kein Problem sein.

    Kann auch bestimmte Gründe dafür geben. z.B. habe ich bei mir einige Biotope angelegt/anlegen lassen. Im Vertrag über diese Maßnahmen steht z.B. Jagdliche Einrichtungen sind verboten! Rastende Gänse sind zu dulden. Füttern von Wild-verboten! Blablabla....Umweltministerium!
    Da würd ich auch ein Schriftstück aufsetzen und Enten kirren untersagen, weil wenns dann doch gemacht wird und es kommt eine Amtliche Kontrolle kann man immer noch den Zettel hinhalten!

    Ist schon Interessant was manche einem so gerne Vorschreiben würden was sie tun und lassen sollen, würden sie mal in das Gesetz schauen dann würden sich viele Streitigkeiten schon von selbst erledigen. Ebenso würden sie ihre Grundstücke sauber halten wäre dies auch von Vorteil.
    Danke Baummarder1106 haben sich bedankt

  14. #44

    Registriert seit
    Nov 2014
    Beiträge
    3.910
    Danke (erhalten)
    2037

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Ich hatte mal so einen Vermieter der wollte meinem Kind damals 2 verbieten von 12 bis 15 Uhr in der Wohnung zu spielen und am besten auch nicht gehen das wäre ihm zu laut!
    Er wohnte unter uns und trotz dessen das wir schon darauf geachtet haben das es in der Zeit nicht besonders laut wird war im das nicht genug er wollte dann das ich unterschreibe, das die Lütte in der Zeit nur noch auf dem Sofa sitzen darf und um 18Uhr ins Bett gebracht wird
    Den Zettel habe ich vor seinen Augen in den Müll gesteckt!
    Da ist er beinahe ausgeflippt weil der Zettel in der Schwarzentonne und nicht im Papiermüll ( grün) gelandet ist
    Es gibt schon kranke Freaks auf dieser Welt und ich bin Heilfroh da nicht mehr zu wohnen!
    Tontauben? Nein danke sind mir zu trocken!

    Mett Gottes Entschuldigung für Salat
    Danke Honigkuchenpferd, Dagobertreiten haben sich bedankt

  15. #45
    Avatar von rocsta
    Registriert seit
    Sep 2013
    Beiträge
    1.910
    Danke (erhalten)
    1134

    Verbote von Jagdgenosse zulässig?

    Das Problem ist bei erfolgreichen Entenkirrungen die Gefahr der Eutrophierung und der Entendermatitis. Eines oder beides, je nach Gewässergröße.
    Das sind zwei Argumente, die der Jagdgenosse immer bringen kann und ich befürchte, dass er damit auch durchkäme.
    Diese Argumente kennt er noch nicht, aber wenn er sich aufschlaut und nach Argumenten sucht oder durch seinen Anwalt suchen lässt, ist die Entenkirrung irgendwann für ihn unzumutbar und es hilft da auch keine wie auch immer geartete Entschädigung.

    Bisher ist ihm nur "Verbiss" eingefallen... aber wenn es eskaliert, fällt ihm noch mehr ein.
    Beispielsweise spätestens im Winter, dass die Kirrung die Verbreitung der Geflügelpest begünstigt.

    Insofern würde ich hier nicht auf Konfrontation gehen, sondern ihm beispielsweise (gerupfte) Enten anbieten als Ausgleich für "sein Ungemach".

    ist ja auch ein wenig ähnlich wie Ackerpacht:
    natürlich hat man das Jagdrecht gepachtet, und natürlich muss grundsätzlich der Eigentümer eine jagdliche Einrichtung dulden und natürlich hat er Anspruch auf eine Entschädigung, aber natürlich nur insoweit dies zumutbar und die sonstige Nutzung auch nicht gefährdet ist.
    Wenn er nun argumentiert, dass durch die Eutrophierung der See umkippen könnte und das Badegewässer für seine Kinder, Enkel, Nichten, Neffen, ... nicht mehr nutzbar ist wegen der Entendermatitis,ist die sonstige, nicht jagdliche Nutzung nicht mehr möglich.

    Insofern wäre auch noch eine idee, wenn ihr an der Entenbejagung hängt, ihm den See abzupachten.
    So habe ich es gemacht. 2 meiner vier Seen habe ich von der Gemeinde gepachtet. Da redet mir keiner mehr wegen Kirrungen rein. Der dritte gehört der Vorpächterin, die kann nichts dagegen haben und der vierte gehört der Gemeinde.
    Geändert von rocsta (29.08.2017 um 08:36 Uhr)
    "Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht." Einstein
    "Um dauerhaft die Kurve zu kriegen, ist der beste Kurs geradlinig." Karl-Heinz Karius

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •