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  1. #61

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    Auswahl Jagdhunde / Fehler und Problemhunde

    Zitat Zitat von hypsilon Beitrag anzeigen
    Ich denk mal, der gute mbogo meint, dass man nicht weitere Spezialisten mit Universaleigenschaften versaut, sondern das "bereits versaute" nutzt. Im Endeffekt ist ja das in Deutschland so begehrte Universalistentum ein Drahtseilakt, das zumeist zum Leidwesen einer der vielen geforderten Eigenschaften geht. Der englische Terrierführer konzentriert sich auf eine fein abgestimmte Dosis Schärfe. Er hat hohe Ansprüche daran, dass der Hund zwar ordentlich Schneid hat, aber nicht permanent durch Verletzungen ausfällt. Ihm ist aber wurscht, ob der Hund ins Wasser geht, ob er den Hasen laut 500m jagt und ob er vom Stand stöbert. Dafür soll er halt sauber in der Birne sein. Quetsch ich dann solche Hunde - weil sie so in Wesen und Schärfe beeindrucken - in das deutsche multiple-purpose-System, weil sie so viel besser sind, und versuch dann noch ein bisschen Laut und Nase rein zu bringen geht meistens schief, und ich fahr in der Regel besser, mir eine Linie beim DJT zu suchen, welche die gewünschten Eigenschaften hat.
    Mag sein, dass das der gedankliche Ansatz von mbogo war. Was Du zum englischen Terrierführer schreibst ist sehr treffend und auch ich verzichte gerne auf die Eigenschaften die zum multiple-purpose-Hund fehlen. Ich komme mit dem Patterdale für meinen Einsatzbereich sehr gut klar und ein extrem kurzjagender Brombeerspezialist mit weniger als 10kg Kampfgewicht braucht auch keinen sicheren Spurlaut, da ihm die Grundvoraussetzungen zur Hetzte einfach fehlen. Meine Nachsuchen mache ich meist mit meinem Patterdalemädel, nicht weil sie eine bessere Nase hätte als meine Bracke, aber ich kann sie halt besser „lesen“ und im Team sind wir dann das erfolgreichere Gespann . Ich habe mich vom Universalisten verabschiedet. Suche mir geziehlt die Hunde die zu meiner Art zu jagen passen und bin dabei nicht abgeneigt mal etwas Neues auszuprobieren. Letztendlich kann und will ich nur für mich sprechen, aber manchmal frage ich mich schon wie viel Hund das deutsche Durschschnittsrevier benötigt. Profis für’s Niederwild und die Wasserarbeit? Stöber- oder Nachsuchespezialisten? So genannte Vollgebraushunde? Oder einfach ein leichtführiger , wesensfester Hund mit dem man gelegentlich mal ein paar hundert Meter Nachsuche absolvieren kann.

    Gruss mcmilan

  2. #62

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    Auswahl Jagdhunde / Fehler und Problemhunde

    Ich hatte @mbogo so verstanden, daß es darum geht, eine rasse zu führen, weil sie für die ausgeübten jagdarten taugt, und nicht wegen ihres besonderen flairs.

    Gilt dann so auch für einheimische und jghv rassen. Gern genommene beispiele wk und bgs.
    Denn wie die Dogg entkoppelt mit Geheul in das Geweih des Hirsches fällt: der Jäger
    Erfüllt von Sorge, lockt und ruft sie ab, jedoch verbissen in des Prachttiers Nacken,
    tanzt sie durch Berge neben ihm und Ströme fern in des Waldes Nacht hinein.
    Kleist, Penthesilea

  3. #63

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    Zitat Zitat von z/7 Beitrag anzeigen
    Ich hatte @mbogo so verstanden, daß es darum geht, eine rasse zu führen, weil sie für die ausgeübten jagdarten taugt, und nicht wegen ihres besonderen flairs.

    Gilt dann so auch für einheimische und jghv rassen. Gern genommene beispiele wk und bgs.
    So könnte man den Post von mbogo auch verstehen. Dass ein WK nicht zur Baujagd taugt und der BGS meist nicht zur Wasserarbeit ist offensichtlich, aber bei anderen Jagdarten wie zB der Stöberarbeit wird es schon schwieriger rassebezogene Aussagen zu treffen. Wer einen Spurlauten Vorsteher hat und ihn mangels Niederwild zum Stöbern auf SW ausbildet und erfolgreich einsetzt wird es relativ egal sein, dass die Stöberjagd nicht unbedingt zu den Kernaufgaben der Rasse gehört. Was anders ist es, wenn man vorsätzlich seinen stummen WK auf der DJ schnallt damit der Hund auch mal etwas Spass haben kann.

    Gruss mcmilan

  4. #64
    Avatar von Mbogo
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    Zitat Zitat von mcmilan Beitrag anzeigen
    Im Grunde bin ich bei Dir, aber was sind für Dich, unabhängig, von der Eitelkeit des Führers exotische Rassen und wie definierst Du das genetische Potential das Du erhalten möchtest? Wenn ich mir den erfolgreichsten Terrier anschaue welcher das „Deutsch“ im Namen führt, dann würde es ihn ohne das Jaghundewesen unserer europäischen Nachbarn gar nicht geben. Wenn Du das zu erhaltende genetische Potential nicht nur auf die heimischen Rassen beziehst hast Du meine volle Zustimmung, wenn nicht wäre mir der Wurf zu kurz geraten.

    Gruss mcmilan
    Den DJT gibt es,

    weil nachlässige Zucht in Deutschland den Fox versaut hat. Seit 1926 der Verein von erfahrenen Jägern und Kynologen gegründet wurde, die durch sorgfältige Auswahl und Kreuzung die Eigenschaften entwickelten, die jagdpraktisch erwünscht waren: Spurlaut, Wildschärfe, Hochläufigkeit, Bautauglichkeit, Führerbezogenheit, Nasenleistung, Härte. Seither wurden diverse Linien entwickelt, die am Ende gute Hunde ergeben, die im Rahmen der DJ und Baujagden erstklassig und jagdpraktisch gut arbeiten. Weil er passioniert jagt, kann man auch Ente mit ihm machen, sogar ganz ausgezeichnet, muss dann aber aufpassen, das keine Gänse dabei sind und das er sich bezüglich der Aufenthaltsdauer im herbstlichen Wasser nicht übernimmt.

    Die kleinen englischen Terrier waren nur zur Bau- und Rattenjagd gezüchtet, da durften sie getrost geruchsblind sein. Für die Jagdbedingungen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert waren eben weitere Eigenschaften gewünscht, ohne gleich einen Komplettallrounder zu züchten.

    Und mit exotisch meine ich z.B. Ridgebacks oder Möpse (kein Witz, so einen sehen wir hier zur Saujagd) oder Mitbringsel aus Urlauben am Mittelmeer, die dann z.B. Podenco heißen, oder Spezialisten für die Rothuhnjagd. Sind in ihren Ländern sicher brauchbar, aber die Zustände einer typischen Montería möchte hier niemand haben und es wäre sehr bald das Ende der Bewegungsjagden in Deutschland.

    Und Hundeeinsätze wie beim schottischen Roughshooting oder auf Grey Partridge mit vielen Spezialisten -wunderbahre Jagd!- bekommt man im deutschen Jagdwesen kaum hin, von anderen Bewirtschaftungsweisen mal abgesehen. Dafür haben die Insulaner kein nennenswertes Schweißhundewesen.

    Gruß,

    Mbogo
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  5. #65

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    Zitat Zitat von Mbogo Beitrag anzeigen

    Die kleinen englischen Terrier waren nur zur Bau- und Rattenjagd gezüchtet, da durften sie getrost geruchsblind sein.
    Mir sind ja schon ein paar fragwürdige Kandidaten auf der Bewegungsjagd begegnet, aber der Mops ist unschlagbar

    Mit den „geruchsblinden“ Terriern meinst Du aber nicht den Welsh und den ursprünglichen rauhaarigen englischen Terrier. Die würden doch beide in die „Fox-Basis“ eingekreuzt.

    Gruss mcmilan

  6. #66
    Avatar von hypsilon
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    Zitat Zitat von mcmilan Beitrag anzeigen
    den Welsh und den ursprünglichen rauhaarigen englischen Terrier.

    Gruss mcmilan
    Der Welsh entstammt allenfalls dem ursprünglichen rauhaarigen Terrier...

    übrigens legen die Briten schon wird auf Nase. Die Messlatte liegt vielleicht nicht beim Hasenjagen, aber der Vorteil mit guter Nase in verzweigten Bauten sicher zu finden ist auch den Briten genehm.
    Danke mcmilan haben sich bedankt

  7. #67
    Avatar von Baffi2003
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    @Mbogo: Kann es sein, dass es dieser Mops sogar in die "Jagd in Bayern" geschafft hat? Da bin ich heute über einen Artikel zur Rotwildjagd gestolpert: http://www.jagd-bayern.de/fileadmin/...twild_Wolf.pdf

    Guckt mal auf Seite 3/6, wer da dem Stück am Spiegel schnüffelt!?
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    Der schlechteste Jagdtag ist immer noch besser als der beste Arbeitstag!

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    Danke Carlos_Spary, Jon, mcmilan haben sich bedankt

  8. #68

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    Alter Vatter, 3 Labbi und ein Mops. Hauptsache Fiffi hat Spass oder wie soll man das verstehen? Der einzige für die Bewegungsjagd taugliche Hund auf dem Bild ist der Springer links, dass war es dann aber auch.
    A.
    Gloria fortis miles adversor et admorsus

  9. #69

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    Oh man, das kann ja wohl nicht wahr sein...
    Ich hoffe, da hat sich der Redakteur nur einen Spass erlaubt oder das Thema wurde aus der April-Ausgabe nach hinten verlegt ohne das Bild zu tauschen...
    Wen nicht die Sehnsucht treibt,
    wer's nicht im Blute spürt,
    der soll die Hand vom edlen Waidwerk lassen. Denn was den Waidmann an der Seele rührt, lässt sich nur fühlen,
    aber nicht in Worte fassen.

  10. #70

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    Wirkliche Kenner von Jagdhundearbeit sind in der schreibenden Zunft immer weniger geworden, weil gute Jagdhundearbeit die verantwortlichen Redakteure und Herausgeber nicht mehr wirklich interessiert. Die haben es in der Hand, aber die Wild und Hund ist ja ein genau so gutes Beispiel dafür.
    Des Jägers Hund ist hinter Wild, des Herrn getreues Spiegelbild.

    Gruß

    Michael
    Danke Jon haben sich bedankt

  11. #71
    Avatar von Baffi2003
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    Vor dem kurzhaarigen Deutschen Jagdmops kommt das Rotwild sehr langsam, oftmals verhofft es und/oder krümmt sich vor Lachen. In diesen Situationen kann es ideal erlegt werden. Zusätzlich ersetzen schwere Atemgeräusche des Hundes den Spurlaut!
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    Danke mcmilan, Anhalter, z/7, Tz99, grosso, Terzel13 haben sich bedankt

  12. #72
    Avatar von Kaiserhund
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    Hallo zusammen!

    Zum ersten Mal hab ich über verschiedene Jagdhunderassen in Wikipedia gelesen. Da gibt es eine volle Liste mit verschiedenen Jagdhundrassen und ihren kurzen Beschreibungen. Und die Webseite http://www.vdh.de/welpen/welche-rasse-passt-zu-mir hilft eine passende Hunderasse für sich selbst zu wählen. Ist vielleicht nicht immer hundertprozentig richtig, aber schon interessant.

  13. #73

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    Sozusagen der Wahl-O-Mat des Jagdhundewesens... Fragen beantworten und am Ende sagt einem die Maschine was für mich das Beste wäre...

    Ich versteh den letzten Post mal etwas sarkastisch und mit viiiiiiel Ironie.
    Wen nicht die Sehnsucht treibt,
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    der soll die Hand vom edlen Waidwerk lassen. Denn was den Waidmann an der Seele rührt, lässt sich nur fühlen,
    aber nicht in Worte fassen.

  14. #74
    Avatar von Mbogo
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    Der Jagdmops

    kam bei mir vorbei, fährtenlaut. Er versetzt Wild auf Grund seiner Größe und des Fährtenlauts nicht in Panik, er ist relativ langsam und er passt auch in die Brombeeren. Wenn er jetzt noch Schärfe hat (konnte ich nicht beurteilen) ist er für mich als Stöberhund ok. Drahthaar und Co., die das Wild stumm in Panik versetzen und nicht in die Brombeeren reinkommen (was ich öfters sehe) sind dritte Wahl zum Stöbern. Dackel, Wachtel, Bracken, DJT sind für mich die geeignete Wahl.

    Und da ich ab und an mal Enten schieße, Hasen jage und Karnickel apportiert haben möchte und dazu verpflichtet bin, einen brauchbaren Hund zu haben, mir aber nicht weitere Spezialisten halten kann und möchte, bin ich mit dem DJT gut bedient. Überschärfe mag es geben, ich persönlich habe sie noch nicht erlebt. Meine DJT Hündin ist in 13 Jahren zwei mal ernsthaft gebissen worden im Bau (1 mal durch meinen Fehler), als ihre Zähne abgeschliffen waren, woraufhin ich die Baujagd mit ihr aufgegeben habe. Der Nachfolger macht einen guten Eindruck, kommt mir aber vor 11/2 Jahren nicht in den Bau oder an Sauen außerhalb des Gatters.

    Enten und Karnickel darf er vorher.

    Gruß,

    Mbogo
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