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Thema: Cyberjäger

  1. #16

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    Cyberjäger

    Zitat Zitat von Venator14 Beitrag anzeigen
    Nein ist es nicht. Es ist z.B auch ein Vorteil, wenn ein Anwärter selbst schon einige Stücke aufgebrochen hat, statt nur mal dabei zu zusehen, wie der Jagdschullehrer, das bei einem Stück Fallwild gemacht hat. Ein weiterer Vorteil ist, wenn man mehr Zeit und Muni hatte, das Schießen zu lernen, als mit den abgezählten ( und genau kalkulierten) 6 Patronen, die einem dort zur Verfügung stehen. usw usf. Das man sich beim Jagdleiter bedankt, wenn man zu einer Jagd eingeladen wurde, wird einem dort, nach meiner Erfahrung, auch nicht beigebracht. Ist mir jetzt schon öfter aufgefallen. Nie irgendwo vorher mal mitgelaufen, man kennt die Abläufe nicht und steht rum wie bestellt und nicht abgeholt.
    Fakt bleibt aber, wer etwas taugt und sich einbringt, egal woher, der kommt unter. Die anderen stellen dann die Karteileichen in den Hegeringen.
    ...und das sind nicht Wenige. Ich brauchte als Beständer einige Jahre,bis ich den kostenlosen Begehungsschein an einen JJ vergeben konnte. Das,was sich meldete,und z.T. schon woanders jagen war,gings in erster Linie ums Schießen. Handwerkliche Kenntnisse waren z.T. nur rudimentär vorhanden. einer ,den ich dann probeweise nahm,hielt sich nicht an Absprachen und verwertete tatsächlich eine Bache nachdem die schon aufgedunsten war ,angeblich vorbeigeschossen.Den hab ich achtkantig rausgefeuert und dann hat er mir bei Neumond die Kanzeln zugenagelt .Wie der seinen Schein bekam,fragt sich eigentlich jeder. Untergekommen ist er dann bei 2 Privatrevieren,aber nur für kurze Zeit. Heute treibt der sein Unwesen beim Forst und ich wette,da verschwindet manch Stück Wild ! Aber solche Ganoven sind nicht die Regel, Bei meinen Begehern achte ich mehr auf Kameradschaft und jagdl. Können. Wer von meinen Jungs beim Kumpel mal einen Hirsch strecken möchte,hat gefälligst wildbiologisches Wissen und vor allem Ansprechkönnen auf dem Papier nachzuweisen. Dann darf er auch mal ran ,dann gibts auch kein Limit.Hier zumindest ist es auffällig(ich hatte es schon mal geschrieben),daß die jungen Jäger beim Landesforst sehr oft Defizite haben. Die Krönung war ein JJ im 2. JJ ,der Rehwild als Rotwild betitulierte und ansprach,obwohl er in einem Rotwildrevier jagte !!! Ich dachte,ich bin im falschen Film.Ein Anderer meinte ,er hätte ein ZF mit Infrarot,es war ein billiges Noname 56er mit LEUCHTPUNKT ! Beide hatten den Crashkurs absolviert.

  2. #17

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    Cyberjäger

    Zitat Zitat von Venator14 Beitrag anzeigen
    Nein ist es nicht. Es ist z.B auch ein Vorteil, wenn ein Anwärter selbst schon einige Stücke aufgebrochen hat, statt nur mal dabei zu zusehen, wie der Jagdschullehrer, das bei einem Stück Fallwild gemacht hat. Ein weiterer Vorteil ist, wenn man mehr Zeit und Muni hatte, das Schießen zu lernen, als mit den abgezählten ( und genau kalkulierten) 6 Patronen, die einem dort zur Verfügung stehen. usw usf. Das man sich beim Jagdleiter bedankt, wenn man zu einer Jagd eingeladen wurde, wird einem dort, nach meiner Erfahrung, auch nicht beigebracht. Ist mir jetzt schon öfter aufgefallen. Nie irgendwo vorher mal mitgelaufen, man kennt die Abläufe nicht und steht rum wie bestellt und nicht abgeholt.
    Fakt bleibt aber, wer etwas taugt und sich einbringt, egal woher, der kommt unter. Die anderen stellen dann die Karteileichen in den Hegeringen.
    Guten Morgen Venator,

    grundsätzlich hast du recht. Aber auch hier kommt es wieder auf den Schüler an! Ich habe, obwohl mein Kurs erst in einem Monat beginnt z.B. schon meine Pflichttauben komplett beschossen. Damit ich während des Kurses mehr Zeit für praktische Teile habe als die Samstage beim Schießen zu verbringen. Aufgebrochen habe ich mangels Gelegenheit bisher nicht, aber bereits Rehe und eine Sau mit zerwirkt. Wer in der Ausbildung zu wenig schießt ist, sorry, selber schuld. Wenn ich meine nicht genügend geschossen zu haben und mich unsicher fühle dann kläre ich das mit meiner Schule. Die sind schließlich Dienstleister und zur Not nehme ich halt nochmal ein paar Taler in die Hand. Ich gehe dieses WE mit einem Jäger, den ich über die nicht ganz einfache Suche in Foren und vor Ort kennengelernt habe, zum Schießen. Ob ich da selber auch schießen darf? Keine Ahnung, aber es hilft mir Kontakte zu knüpfen. Genau wie mich am Donnerstag abends spontan bei strömenden Regen als Treiber mehrfach durch ein Maisfeld zu quählen. Dies kam auch nur zu stande weil ich mich jedem Kontakt immer als Hilfe anbiete! Egal wofür. Dafür bin ich jetzt bei dem Pächter auch schon im Handy gespeichert.

    Auch wenn man in einer Jagdschule eine Dienstleistung kauft befreit einen dies nicht von einem gewissen Maß an Eigeninitiative. Aber leider wird diese ja bereits in der Schule aberzogen, also woher soll sie kommen??!!??!!

    Bedanken bei einer Einladung, egal wo hin und wozu, hat nichts mit Jäger, Jagdschule usw zu tun sondern gaaaaanz einfach mit der Kinderstube! Daran ändert, wie oben geschrieben, auch ein langer Kurs nicht grundsätzlich etwas. Zumindest ab einem gewissen Alter der Jagdschüler. Und wenn ein Jäger z.B. bei einer Treibjagd unsicher rumsteht und nicht wirklich weiß was er machen soll ist es in meinen Augen Aufgabe des "Leitenden" diesen zur Seite zu nehmen und dies zu klären. Im Zweifel geht der halt als weiterer Treiber mit und das ohne Waffe. Bis er/sie weiß wie es funktioniert. Ich bin mir sicher, dass auch keiner der Jäger darüber lachen wird sondern es eher positiv zur Kenntniss nehmen wird.

    Um es kurz zu machen: Bei deinem letzten Satz sind wir definitiv 100% beisammen und auch sonst nicht soo weit auseinander

    Gruß
    Jan
    Geändert von heu20 (14.08.2017 um 09:10 Uhr)
    Kay: "Ein Mensch ist intelligent. Aber ein Haufen Menschen sind dumme, hysterische, gefährliche Tiere"

    "Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche" Gustav Mahler

    Der Trend geht vom mündigen Staatsbürger zur Biomasse mit Internetanschluss

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