Das mit dem Terrier=Verbrauchsmaterial wird vom Wiederholen nicht wahrer. Dafür kostet ein Hund mit Papieren dann doch zu viel, auch schon im letzten Jahrhundert. Es ist unbestritten so, daß die Züchtung auf Schärfe inzwischen zurückgefahren wurde. Das bedeutet aber nicht, daß alle Hunde von jetzt auf gleich Lämmer sind. Möglicherweise hat das aber auch Auswirkungen auf die Denkfähigkeit in streßgeneigten Situationen. Wäre nicht verkehrt.

So, wie Du die Abführung Deiner Hunde beschreibst, scheint mir das der Idealfall zu sein. Man kann davon ausgehen, daß das in den meisten Fällen nicht so gelingt, und dann gilt das, was ich beschrieben habe. Es sind eben keine krassen Ausnahmen, auch wenn es sich dank der notwendigen Verallgemeinerung etwas krasser anhört, als es ist. Wenn man nur auf den ideal geführten DJT abheben würde, entstünde ein Bild, das der Wirklichkeit nicht gerecht wird.

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Insofern verstehe ich die ewige Wiederholerei alter Vorurteile über Rasseeigenschaften nicht, die seit mindestens 50 Jahren nur noch krasse Ausnahmen darstellen. Vielleicht gibt es ja hinter vorgehaltener Hand Züchter, die Verbrauchsmaterial züchten, von denen dann von entsprechend strukturierten Führern diese mit 6 Monaten auf alles und jedes losgelassen werden, aber dann liegt die Schuld eben am anderen Ende der Leine.

Wenn Du DJT vernünftig geführt hast, solltest Du auch solche Erfahrungen gemacht haben.
Wenn Du meine Posts gelesen hast, wird Dir aufgefallen sein, daß ich relativ konkret beschreibe, auf was es ankommt bei der Abführung. Aus eigener, zum Teil auch bitterer Erfahrung: einer meiner Terrier war schon etwas älter bei der Übernahme, der hatte Sachen drauf, die waren nicht schön, ziemlich sicher Ergebnis früher Prägungen. Darum kann ich auch nicht genug betonen, daß es extrem wichtig ist, den Hund möglichst früh in die gewünschte Richtung anzuleiten. Wo ich bei anderen Rassen dem Hund noch lange Zeit zum Kind sein geben kann oder vielmehr muß, ist es beim Terrier wirklich wichtig, ihm rechtzeitig zu zeigen, was sein Job ist, und was nicht. Sonst sucht der sich selber was zu tun, und das ist regelmäßig nicht das, was man brauchen kann.

Wenn man das so macht, und so, wie Du Deine Vorgehensweise beschreibst, ist das ja genau richtig, wird man einen guten Jagdhund bekommen, der auch im Alltag vom entsprechenden Führer handelbar ist. Betonung auf "wenn".