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Thema: Südafrika

  1. #121

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    Südafrika

    Zitat Zitat von Woodleigh Beitrag anzeigen
    Naja, das ist in Deutschland nicht viel anders. Allein im Jahr 2016 verlegten 281.000 Bundesbürger ihren Wohnsitz ins Ausland. Ich gehe davon aus, dass diese Zahl weiter steigen wird, Gründe dafür gibt es zahlreiche...

    https://www.welt.de/politik/deutschl...-das-Land.html
    Total daneben.Sorry.
    Kaum ein deutscher Student wird das Land hier verlassen weil er keine Zukunft in D sieht.
    Weil er keine Rechtsicherheit und keine wirtschaftlichen Aussichten hier hätte.
    Das ist der Punkt.
    Und wenn Spätaussiedler(der Löwenanteil Deiner Zahlen)Deutschland den Rücken wieder kehren ,hat das nichts vergleichbares mit der politischen Düsternis in RSA zu tun .
    Nun ist die andere Farbe am Drücker.
    KF
    Danke Doc-Holiday, ReinerW haben sich bedankt

  2. #122
    Avatar von Mohawk
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    Südafrika

    Moin!

    Zitat Zitat von katzenfutter Beitrag anzeigen
    Kaum ein deutscher Student wird das Land hier verlassen weil er keine Zukunft in D sieht.
    Weil er keine Rechtsicherheit und keine wirtschaftlichen Aussichten hier hätte.
    Sorry, aber ganz so einfach ist das nicht und die Wahrheit liegt wohl wieder mal in der Mitte. "Keine wirtschaftlichen Aussichten" ist natürlich nicht äquivalent zu "keine Aussichten" in RSA, aber viele MEINER Kommilitonen z. B. haben jetzt fachfremde Jobs, nur als Beispiel. Viele Akademiker sind auch durch HRG-Änderungen etc. quasi ins Ausland getrieben worden. Das ist dann immer noch besser als Taxi fahren oder Burger braten als "wirtschaftliche Zukunft".

    Und wenn Spätaussiedler(der Löwenanteil Deiner Zahlen)Deutschland den Rücken wieder kehren ,hat das nichts vergleichbares mit der politischen Düsternis in RSA zu tun .
    Auch nur bedingt. Dass gut ausgebildete, voll integrierte Personen mit Migrationshintergrund in der Heimat ihrer Eltern / Großeltern bessere Jobmöglichkeiten haben als in D ist zum Teil auch eine Form von Rassismus und Intoleranz - und zwar hier in D.

    Davon ab kenne ich auch n ur eine Person, die nach RSA ausgewandert war und jetzt m.W. der Kinder wegen wieder hier ist ...

    Viele Grüße

    Joe
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  3. #123
    Avatar von Yumitori
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    Südafrika

    Mahlzeit zusammen,

    viele meiner Kommilitonen haben sich das Juristendasein Mitte der achtziger Jahre leichter vorgestellt, als es war. Und viele wären gerne ausgewandert, hatten aber den Mumm nicht. Ich habe in der Wirtschaft Fuß gefasst, aber beinahe hätte ich auch die Flagge gestrichen.
    Einen meiner besten Studienfreunde habe ich tatsächlich vor ein paar Monaten als Taxifahrer gesehen, er kommt mit zwei Kindern gerade so rum.
    Zu den versteckten Hinweisen auf Rassismus hier äußere ich mich nicht.
    Das Leben ist nirgendwo ein Ponyhof - aber hier sicher mit mehr Heu und Sägemehl im Auslauf als in RSA.
    Respektvoll mit
    Waidmannsheil

    Y u m i t o r i
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    "Suum cuique" - jedem das, was ihm zusteht...
    Danke Doc-Holiday, Coureur de Bois, ReinerW, tømrer haben sich bedankt

  4. #124
    Avatar von PipeHitter
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    Südafrika

    Zitat Zitat von katzenfutter Beitrag anzeigen
    Total daneben.Sorry.
    Kaum ein deutscher Student wird das Land hier verlassen weil er keine Zukunft in D sieht.
    Weil er keine Rechtsicherheit und keine wirtschaftlichen Aussichten hier hätte.
    Das ist der Punkt.
    Und wenn Spätaussiedler(der Löwenanteil Deiner Zahlen)Deutschland den Rücken wieder kehren ,hat das nichts vergleichbares mit der politischen Düsternis in RSA zu tun .
    Nun ist die andere Farbe am Drücker.
    KF
    Lieber katzenfutter,

    dem möchte ich höflich widersprechen. Meine Frau & ich haben beide das Land verlassen weil wir dort keine Zukunft sehen. Wir haben beide einen akademischen Grad, sind in Spitzenpositionen beschäftigt, jagen und sind es leid mit unseren (Spitzen-)steuerlichen Beiträgen die Minderheiten orientierte Politik dieses Staats und dessen Ausverkauf zu unterstützen. Auch sehen wir uns in einem Land das Legalwaffen Besitzer mehr und mehr diskriminiert und kriminalisiert, dafür aber nicht mehr fähig ist seine eigenen Bürger vor mentalitäts und kulturell religiös geprägten Übergriffen zu schützen nicht mehr heimisch. In unserem Umfeld auch aufgrund der leitenden Funktionen die wir beide in unseren Berufen inne haben sind sehr viele junge Akademiker. Viele sind davon auch aus Deutschland und fühlen sich hier wirtschaftlich und gesellschaftlich pudelwohl. Es sind genau diese hochqualifizierten Spitzenkräfte um die angeblich die deutsche Wirtschaft buhlt und sie nun mit fraglich qualifizierten Zuwanderen aufzufüllen versucht.

    Ich habe in Süd Afrika gelebt und gearbeitet und zwar vor und nach dem Ende der Apartheid Unrechts Staates. Und nein es war früher nicht alles gut! Aber die Chance es nach dem Wandel besser zu machen wurde kläglich vertan... der Begriff der "reverse apartheid" prägte und prägt bis heute das System. Koruption, Quote, Vetterwirschaft, Machtbessenheit gepaart mit skrupelloser Dummheit prägen bis heute und weiterhin die gesellschaftliche und politischen Führungskader des gebeutelten Landes.
    Wenn einem jungen Menschen (egal welcher Hautfarbe) gewahr wird, dass egal welche Qualifikation er hat, keine Chance auf eine adequate Stelle besteht, wandert er ab. Ich habe erleben müssen wie ein universitärer Lehrstuhl und die Rektoren Position einer der renomiertesten Universitäten von Süd Afrika nicht von einem habillitierten Professor mit internationalem Ruf besetzt wurde sondern von einem diplomierten Stammesangehörigen. Dessen einzige Qualifikation war dass er von einer bestimmten Familie aus der Zulu Volksgruppe stammte, seine Master Arbeit war fragwürdig und ein Plagiat.
    Zum Schluss möchte ich nochmal eine Passage aus dem in den voherigen Posts zitierten Artikel aus der Welt (und nein dies ist wohl kein rechtskonservative Zeitung..) anfügen:

    "Auf dem Weg zur Migrationsgesellschaft

    Durch die im internationalen Vergleich starke Zuwanderung – Deutschland nahm seit den 60er-Jahren mehr Zuwanderer auf als das klassische Einwanderungsland USA – entwickelt sich das Land schnell zur Migrationsgesellschaft. Inzwischen haben rund 23 Prozent der Bevölkerung von 82 Millionen einen Migrationshintergrund. Das ergab eine Auswertung des Mikrozensus für das Jahr 2016 durch das Statistische Bundesamt.
    Wie rasch sich dieser Wandel vollzieht, zeigt der Blick auf die verschiedenen Generationen: Während nur jeder zehnte Senior (über 65 Jahre) eine Wanderungsgeschichte hat, sind es bei den Kindern (unter sechs Jahren) schon 38 Prozent; in Westdeutschland (inklusive Berlin) kommen 42 Prozent der Kinder aus einer Einwandererfamilie."

    Und damit erklärt sich wohl warum auch wir abgewandert / migriert sind......

    WaiHei PipeHitter
    Geändert von PipeHitter (11.06.2018 um 16:42 Uhr)
    Danke spitz44, Rheinblitz, Bausaujäger haben sich bedankt

  5. #125
    Avatar von Wandersmann
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    Südafrika



    @ Yumotori & Mohawk:

    Die von Euch angeführten Zustände in (vielen!) akademischen Berufen mit frustrierten Auswanderungswilligen, berufsfremd Lebenden etc. hat ganz einfache Ursachen:
    Die Akademikerschwemme, insbesondere in BWL und Iuristerei, aber auch bei Berufen, deren Zugang durch Emotion und Esoterik gesucht wurde: von der "Tierstreichlerin" mit alternativem Touch bis zum Studenten der Mittelalterlichen Chinesischen Sozialethik in der Originalsprache. Sie führte zu einer gegenüber dem Bedarf etwa doppelter Besetzungsmöglichkeit offener Stellen
    Diese Schwemme war politisch gewollt - noch heute wird von OECD und anderen Heilsbringern, auch den Promotoren der HRGs, eine dramatische Erhöhung der Studentenzahlen in Deutschland gefordert! Cui bono?
    Die Duale Ausbildung (Handwerk mit Fortbildungsmöglichkeit) wurde als minderwertig abgetan, Grundschulen sind eine Katastrophe und Inklusion und "Integration" schaffen den Rest. Heute kann man mit Akademikern mit Abbruch, mit Bachelor oder mit gerade eben Master die Straße pflastern, wenn man noch ordentliche Pflasterer findet. Handwerksberufe suchen händeringend nach Fachkräften!
    Und auf das Anforderungsprofil:
    "Gesuch wird Akademiker mit Promotion, 2 Fremdsprachen fließend, 3 jährigem Auslandserfahrung und nachweislicher Führungserfahrung; Höchstalter 23"
    kommt dann das 32 -jährige Bübchen mit Leggins und Pferdeschwänzchen, von Mutti bis zum Vorstellungsort gefahren; eine Bewährungsrunde auf der Gesamtschule in Essen Kupferdreh, Englisch vor der Oberstufe abgewählt und durch Reiki-Kurs ersetzt - 2 Studienfachwechsel in 24 Semestern Uni Bremen und auf der Suche für 'nen elternhausnahen Halbtagsjob.

    Leute, die Ihre Berufsausbildung zielgerichtet und mit klaren Vorstellungen durchziehen, bereit sind, heutige Angebote zu Auslandssemester anzunehmen, möglichst einen Studiengang mit Diplom (-ing., chem., kfm etc.) und Promoition oder PhD bei guten Noten abzuschließen und über vernünftiges Auftreten verfügen bekommen einen adäquaten Job. Hier bei uns - oder abroad - angeboten! Mit Garantie!

    Wandersmann
    Geändert von Wandersmann (11.06.2018 um 16:45 Uhr)

  6. #126
    Avatar von Mohawk
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    Zitat Zitat von Wandersmann Beitrag anzeigen


    @ Yumotori & Mohawk:

    Die von Euch angeführten Zustände in (vielen!) akademischen Berufen mit frustrierten Auswanderungswilligen, berufsfremd Lebenden etc. hat ganz einfache Ursachen:
    Die Akademikerschwemme,
    Ich rede bei Akademikern nur von MINT-Absolventen und z. B. Medizinern, nicht Orchideenfächlern.


    Leute, die Ihre Berufsausbildung zielgerichtet und mit klaren Vorstellungen durchziehen, bereit sind, heutige Angebote zu Auslandssemester anzunehmen, möglichst einen Studiengang mit Diplom (-ing., chem., kfm etc.) und Promoition oder PhD bei guten Noten abzuschließen und über vernünftiges Auftreten verfügen bekommen einen adäquaten Job. Hier bei uns - oder abroad - angeboten! Mit Garantie!

    Wandersmann
    Diplomstudiengänge wirst Du in D nicht mehr finden, jedenfalls keine irgendwie relevanten - ist jetzt alles Bachelor und Master. Und selbst wenn die Situation in manchen Bereichen besser aussieht als vor 10, 15 Jahren: der damals verursachte "brain drain" fällt uns heute ganz gewaltig auf die Füße.

    Viele Grüße

    Joe
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  7. #127
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    Südafrika

    Zitat Zitat von Wandersmann Beitrag anzeigen


    @ Yumotori & Mohawk:

    Die von Euch angeführten Zustände in (vielen!) akademischen Berufen mit frustrierten Auswanderungswilligen, berufsfremd Lebenden etc. hat ganz einfache Ursachen:
    Die Akademikerschwemme, insbesondere in BWL und Iuristerei, aber auch bei Berufen, deren Zugang durch Emotion und Esoterik gesucht wurde: von der "Tierstreichlerin" mit alternativem Touch bis zum Studenten der Mittelalterlichen Chinesischen Sozialethik in der Originalsprache. Sie führte zu einer gegenüber dem Bedarf etwa doppelter Besetzungsmöglichkeit offener Stellen
    Diese Schwemme war politisch gewollt - noch heute wird von OECD und anderen Heilsbringern, auch den Promotoren der HRGs, eine dramatische Erhöhung der Studentenzahlen in Deutschland gefordert! Cui bono?
    kann ............
    .................................Und auf das Anforderungsprofil:
    "Gesuch wird Akademiker mit Promotion, 2 Fremdsprachen fließend, 3 jährigem Auslandserfahrung und nachweislicher Führungserfahrung; Höchstalter 23"
    kommt dann das 32 -jährige Bübchen mit Leggins und Pferdeschwänzchen, von Mutti bis zum Vorstellungsort gefahren; eine Bewährungsrunde auf der Gesamtschule in Essen Kupferdreh, Englisch vor der Oberstufe abgewählt und durch Reiki-Kurs ersetzt - 2 Studienfachwechsel in 24 Semestern Uni Bremen und auf der Suche für 'nen elternhausnahen Halbtagsjob.

    Leute, die Ihre Berufsausbildung zielgerichtet und mit klaren Vorstellungen durchziehen, bereit sind, heutige Angebote zu Auslandssemester anzunehmen, möglichst einen Studiengang mit Diplom (-ing., chem., kfm etc.) und Promoition oder PhD bei guten Noten abzuschließen und über vernünftiges Auftreten verfügen bekommen einen adäquaten Job. Hier bei uns - oder abroad - angeboten! Mit Garantie!

    Wandersmann
    Zum Gruße,

    stimmt alles - theoretisch, denn in unseren Schulen/Gymnasien wird "zielgerichtet und mit klaren Vorstellungen" aberzogen, soweit ich das bei einigen Abiturienten sehen durfte.
    Letzthin wurde von Bayer. Rundfunk eine Umfrage ausgestrahlt, was die Schüler/innennach dem Abi machen wollen:

    "Weiß nich', irgendwas studieren oder so...." habe ich mehr als nur einmal gehört... - Du hast recht- und wenn es Dir gelingt oder bereits gelungen ist, Kinder zu zielgerichteten und durchdachten Entscheidungen zu bringen, dass auch was durchgezogen wird - auch, wenn's mal weh tut, dann steigt mein ohnehin sehr großer Respekt vor Dir noch mehr.
    Ob ich Pessimist bin?
    Nicht immer, aber immer öfter....
    Respektvoll mit
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  8. #128

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    Zitat Zitat von PipeHitter Beitrag anzeigen
    Lieber katzenfutter,

    dem möchte ich höflich widersprechen. Meine Frau & ich haben beide das Land verlassen weil wir dort keine Zukunft sehen. Wir haben beide einen akademischen Grad, sind in Spitzenpositionen beschäftigt, jagen und sind es leid mit unseren (Spitzen-)steuerlichen Beiträgen die Minderheiten orientierte Politik dieses Staats und dessen Ausverkauf zu unterstützen. Auch sehen wir uns in einem Land das Legalwaffen Besitzer mehr und mehr diskriminiert und kriminalisiert, dafür aber nicht mehr fähig ist seine eigenen Bürger vor mentalitäts und kulturell religiös geprägten Übergriffen zu schützen nicht mehr heimisch. In unserem Umfeld auch aufgrund der leitenden Funktionen die wir beide in unseren Berufen inne haben sind sehr viele junge Akademiker. Viele sind davon auch aus Deutschland und fühlen sich hier wirtschaftlich und gesellschaftlich pudelwohl. Es sind genau diese hochqualifizierten Spitzenkräfte um die angeblich die deutsche Wirtschaft buhlt und sie nun mit fraglich qualifizierten Zuwanderen aufzufüllen versucht.

    Ich habe in Süd Afrika gelebt und gearbeitet und zwar vor und nach dem Ende der Apartheid Unrechts Staates. Und nein es war früher nicht alles gut! Aber die Chance es nach dem Wandel besser zu machen wurde kläglich vertan... der Begriff der "reverse apartheid" prägte und prägt bis heute das System. Koruption, Quote, Vetterwirschaft, Machtbessenheit gepaart mit skrupelloser Dummheit prägen bis heute und weiterhin die gesellschaftliche und politischen Führungskader des gebeutelten Landes.
    Wenn einem jungen Menschen (egal welcher Hautfarbe) gewahr wird, dass egal welche Qualifikation er hat, keine Chance auf eine adequate Stelle besteht, wandert er ab. Ich habe erleben müssen wie ein universitärer Lehrstuhl und die Rektoren Position einer der renomiertesten Universitäten von Süd Afrika nicht von einem habillitierten Professor mit internationalem Ruf besetzt wurde sondern von einem diplomierten Stammesangehörigen. Dessen einzige Qualifikation war dass er von einer bestimmten Familie aus der Zulu Volksgruppe stammte, seine Master Arbeit war fragwürdig und ein Plagiat.
    Zum Schluss möchte ich nochmal eine Passage aus dem in den voherigen Posts zitierten Artikel aus der Welt (und nein dies ist wohl kein rechtskonservative Zeitung..) anfügen:

    "Auf dem Weg zur Migrationsgesellschaft

    Durch die im internationalen Vergleich starke Zuwanderung – Deutschland nahm seit den 60er-Jahren mehr Zuwanderer auf als das klassische Einwanderungsland USA – entwickelt sich das Land schnell zur Migrationsgesellschaft. Inzwischen haben rund 23 Prozent der Bevölkerung von 82 Millionen einen Migrationshintergrund. Das ergab eine Auswertung des Mikrozensus für das Jahr 2016 durch das Statistische Bundesamt.
    Wie rasch sich dieser Wandel vollzieht, zeigt der Blick auf die verschiedenen Generationen: Während nur jeder zehnte Senior (über 65 Jahre) eine Wanderungsgeschichte hat, sind es bei den Kindern (unter sechs Jahren) schon 38 Prozent; in Westdeutschland (inklusive Berlin) kommen 42 Prozent der Kinder aus einer Einwandererfamilie."

    Und damit erklärt sich wohl warum auch wir abgewandert / migriert sind......

    WaiHei PipeHitter
    jener Südafrikaner den ich oben erwähnte, ging aus Angst vor den neuen Herrschenden,weil er(und seine Kommilitonen)
    sich als Afrika(a)ner -anders als hierzulande-niemand Illusionen über schwarz-afrikanische Herrschaft macht und deren Perspektive für Weiße.
    Keiner von denen ging aus Sorge vor kommenden quälenden Spitzensteuersätzen.
    Nix für ungut
    KF










    j

  9. #129
    Avatar von Woodleigh
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    Südafrika

    Zitat Zitat von katzenfutter Beitrag anzeigen
    Total daneben.Sorry. Kaum ein deutscher Student wird das Land hier verlassen weil er keine Zukunft in D sieht.
    Da liegst DU daneben, an Studenten hatte ich überhaupt nicht gedacht, steht doch auch nichts über sie in dem Artikel, oder? Wollte nur erwähnen, dass sehr viele Personen Deutschland verlassen.
    Danke PipeHitter haben sich bedankt

  10. #130
    Avatar von PipeHitter
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    [QUOTE=katzenfutter;2781026]jener Südafrikaner den ich oben erwähnte, ging aus Angst vor den neuen Herrschenden,weil er(und seine Kommilitonen)
    sich als Afrika(a)ner -anders als hierzulande-niemand Illusionen über schwarz-afrikanische Herrschaft macht und deren Perspektive für Weiße.
    Keiner von denen ging aus Sorge vor kommenden quälenden Spitzensteuersätzen.
    Nix für ungut
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    Sehr geehrter Katzenfutter,

    gut kann ich verstehen dass man als junger Süd Afrikaner das Land aus wirtschaftlichen und die Lebenssicherheit betreffenden Aspekten verlässt. ....." Wenn einem jungen Menschen (egal welcher Hautfarbe) gewahr wird, dass egal welche Qualifikation er hat, keine Chance auf eine adequate Stelle besteht, wandert er ab."..... Dies habe ich in als Lehrstuhlinhaber an der Johannesburger Witwatersrand Universität selbst erlebt! Selbst die tägliche kurze Autofahrt von Auckland Park zum Campus barg enorme Risiken und konnte ohne geeignete Selbstschutzmassnahmen nicht unternommen werden. Früher bin ich dies gejoggt!
    .... "Keiner von denen ging aus Sorge vor kommenden quälenden Spitzensteuersätzen".... Ich weiss nicht was Sie damit ev. mir und meiner Frau unterstellen wollen ? Meine Frau lebt seit 17, ich seit 10 Jahren nicht mehr in Deutschland. Und dies nicht aus steuerlichen Gründen sondern weil man dort seine Steuern zahlen sollte wo man sein Salär verdient. Unsere Motivation uns nicht mehr in Deutschland anzusiedeln habe ich klar ausgedrückt:
    ....."und sind es leid mit unseren (Spitzen-)steuerlichen Beiträgen die Minderheiten orientierte Politik dieses Staats und dessen Ausverkauf zu unterstützen. Auch sehen wir uns in einem Land das Legalwaffen Besitzer mehr und mehr diskriminiert und kriminalisiert, dafür aber nicht mehr fähig ist seine eigenen Bürger vor mentalitäts und kulturell religiös geprägten Übergriffen zu schützen nicht mehr heimisch".......
    Szenen wie in der Kölner Sylvester Nacht, das schon tägliche/wöchentliche inflationäre Messerstechen als Konfliktlösung oder aus sexueller Frustration, die "no go areas" auch inmitten der Hauptstadt Berlin, Gewaltexzesse gegen Staatsorgane sowie deren Scheitern und vieles mehr lassen uns an der Schutzzusage des Staates an seine Bevölkerung zweifeln.

    Zitat von katzenfutter
    Total daneben.Sorry. Kaum ein deutscher Student wird das Land hier verlassen weil er keine Zukunft in D sieht.

    "Antwort von Woodleigh"
    Da liegst DU daneben, an Studenten hatte ich überhaupt nicht gedacht, steht doch auch nichts über sie in dem Artikel, oder? Wollte nur erwähnen, dass sehr viele Personen Deutschland verlassen.

    Wie schon gesagt: Artikel lesen - Artikel verstehen ! Richtig ?

    https://www.welt.de/politik/deutschl...-das-Land.html

    Ich möchte allerdings meine eigene Meinung beifügen und zittiere aus meinem eigenen post: ...." In unserem Umfeld auch aufgrund der leitenden Funktionen die wir beide in unseren Berufen inne haben sind sehr viele junge Akademiker. Viele sind davon auch aus Deutschland und fühlen sich hier wirtschaftlich und gesellschaftlich pudelwohl. Es sind genau diese hochqualifizierten Spitzenkräfte um die angeblich die deutsche Wirtschaft buhlt und sie nun mit fraglich qualifizierten Zuwanderen aufzufüllen versucht ".....

    Bei vielen dieser jungen Menschen (Postgraduates) am Anfang ihrer beruflichen Karriere spielen zwar auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Dennoch sind auch die Suche nach Stabilität, Lebenssicherheit, Zukunftserwartungen der noch zu zeugenden Kinder ("in Westdeutschland (inklusive Berlin) kommen 42 Prozent der Kinder aus einer Einwandererfamilie.") eine grosse Motivation für ihre Wahl. Dies durften wir aus manigfachen Gesprächen erfahren.
    Principiis obsta - wehret den Anfängen

    nix für ungut & WaiHei

    PipeHitter

  11. #131

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    Südafrika

    Zitat Zitat von wernerzwo Beitrag anzeigen
    Da ich davon ausgehe, daß Du die JF noch nie gelesen hast, ...
    Doch, habe ich!
    Zwar kein Abo und auch nur wenige Ausgaben/Artikel, dafür kannte ich aber einen der Beitragsschreiber persönlich ...

    Kann mir also schon ein Bild machen was das für eine Zeitung ist.


    WaiHei
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  12. #132
    Avatar von ReinerW
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    Südafrika

    Selektives Geschichtsverständnis

    Der Reiter muss weg und alle deutsche Denkmäler sowie die Straßennamen, die an „Kolonialisten“ erinnern, inklusive dieser Bösewichte wie Wagner, Bach, Mozart, Pasteur, Schönlein und irgendwann auch Röntgen. Aber die Hans-Dietrich-Genscher-Straße, die darf ruhig bleiben, denn der Mann war in Ordnung!

    Aber auch die Kreuzkap-Stele aus dem Jahr 1486, als Diego Cão als erster Europäer die Landspitze am heutigen Kreuzkap betrat und ein Padrão errichtete, ist etwas anderes. Heute weilt es in einem Berliner Museum, nachdem es von Deutschen abmontiert und nach Deutschland verschifft worden war. Soll dies Kreuz nun zurück nach Namibia? Na klar, denn es ist Teil unserer Landesgeschichte und gehört dahin, wo es auch etwas bedeutet!

    Allerdings staunt der Beobachter über den namibischen Staat, der die Stele zurückfordert, weil es ein integraler Bestandteil der namibischen Geschichte ist und den Zeitpunkt festhält, als nachweislich Namibia und Europa erstmals zusammentrafen.

    Aber wie jetzt? Wann ist uns die Geschichte Namibias lieb und wann nicht? Wer entscheidet momentan, dass Geschichte überhaupt war? Denn wenn wir unsere Geschichte oder Teile davon verleugnen und uns von ihr abwenden, hat sie ja theoretisch nie stattgefunden, bzw. hat sie keinen nennenswerten Einfluss auf unsere Landesgeschichte gehabt. Wenn man zielgerecht versucht einen Teil der Landesgeschichte aus dem Gedächtnis zu löschen, wird es den Tag geben, an dem sich auch die Kinder der selbst-hochstilisierten „Historiker“ und „Korrektur-Anbringer“ mit der überlieferten, umgedichteten Geschichte nichts mehr anzustellen wissen werden, da sie nichts aussagt.

    Genau wie alles andere unserer Landesgeschichte (soweit wir zurückdenken können), gehört auch das Kreuzkap und die deutsche Kolonialgeschichte zu unserer Geschichte, die uns geprägt hat - ob gut oder weniger gut. Sie hat uns unwiderruflich zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Das können wir uns nicht aussuchen wie und wann es uns gerade passt!

    Von Frank Steffen
    Allgemeine Zeitung Namibia

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