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  1. #1

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    Natursteinfugen

    Situation: Aussenbereich, nicht überdacht. Fläche wird selten befahren. Unterbau mit Frostschutz etc. ist gegeben. Porphyr, Polygonalplatten, vor ca. 20 Jahren in Trasszement gelegt und mit Trasszement gefugt. Fugen bröseln nun teilweise raus. Fläche wird selten befahren. Unterbau mit Frostschutz etc. ist gegeben.

    Plan: mit Hochdruck Fugen säubern bzw. Rest rausblasen und dann neu fugen.

    Frage: fugen wieder mit Trasszement? Geht auch Portland? Oder was anderes nehmen?

    Danke Euch.

  2. #2

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    Natursteinfugen

    Mach mal ein Foto. Wie breit sind die Fugen ?

    Dann evt abstimmen ob Elastischer Fugenfüller aus dem Fielsenbereich eine Lösung währe; wen im Belastungsbreich ab Zuschlagstoffe wie z.B Epoxidharze Zielführend sind.


    TM

  3. #3

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    Natursteinfugen

    Fugen sind ca. 1-3 cm breit und genauso tief. Die Frage ob reine Zementbasis oder mit Fertigprodukt mit Polymeren stelle ich mir ja gerade...

  4. #4
    Avatar von Doc-Holiday
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    Natursteinfugen

    Also ich würde diesen Mörtel anmischen: 1 Schaufel Portland-Zement und 4 Schaufeln Sand, ansonsten Trasszement. Bei der kleinen Fugenbreite ginge auch elastischer Fugenmörtel für Außenbereich…) Meine polnischen Freunde, die Spezialisten mit Naturstein sind, bezeichen diese Mischung als „Hitler-Beton“ und nehmen es immer. In der Anlage ein Bild eines im erdfeuchten Betonbett auf Steindrainage verlegten und dann so verfugten Natursteinbodens, seit fünf Jahren ohne Probleme bei strengen Bergwintern. Die Steine habe ich aus dem Wildbach gefischt…
    Kreuz und Hände schmerzen jetzt noch, wenn ich dran denke – aber es hat sich gelohnt.
    Der angemischte Mörtel ist mit gelbem Pigment versehen, damit es hinterher schön dezent aussieht (wie der vor 100 Jahren und älter hergestellte Mörtel. Sonst werden die Fugen zu hell.)
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    Danke Casull haben sich bedankt

  5. #5

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    Natursteinfugen

    Zitat Zitat von Doc-Holiday Beitrag anzeigen
    Also ich würde diesen Mörtel anmischen: 1 Schaufel Portland-Zement und 4 Schaufeln Sand, ansonsten Trasszement.
    Hi, was heisst denn "ansonsten Trasszement" ???

  6. #6
    Avatar von Doc-Holiday
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    Natursteinfugen

    Tja, wenn man sich nicht traut, die Mischung herzustellen, wäre fertiger Trasszement die Alternative.........

  7. #7

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    Natursteinfugen

    Zitat Zitat von Doc-Holiday Beitrag anzeigen
    Tja, wenn man sich nicht traut, die Mischung herzustellen, wäre fertiger Trasszement die Alternative.........
    mit "fertigem Trasszement" meinst Du sicherlich eine fertige Beton-/Estrichmischung mit Trasszusatz...
    Also: wenn weder "Speismaschine" noch Ahnung noch Geschick noch Platz etc. vorhanden sind, kann ich Dir tatsächlich nur zu solchen Fertigmischungen raten. Ich habe sicherlich viele Tonnen Beton/Estrich/Mörtel/... selbst gemischt; wenn ich heute was brauche, kaufe ich auch die Fertigsäcke. Vor allem spart es Sauerei.

    Zum eigentlichen Thema: bin inzwischen in der Entscheidungsfindung weitergekommen. Es wird tatsächlich Richtung hydraulisch bindender Beton mit Trass- und weiteren Zusätzen gehen.

  8. #8
    Avatar von 222Rem
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    Natursteinfugen

    Frag mal Leute, die sich auskennen, da gibt es Zuschläge, die die Fuge noch haltbarer
    und fester machen.
    Asoplast ist auch einen feine Sache.

    https://www.schomburg.com/de/de/produkte/asoplast-mz

    Remy
    Gib mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

  9. #9

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    Natursteinfugen

    Danke! Kanister steht schon zuhause... allerdings vom Wettbewerber.

  10. #10
    Avatar von Doc-Holiday
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    Natursteinfugen

    Wichtig ist die sorgfältige Verarbeitung der Fertigmischung oder selbst angerührten Mischung. Meine Natursteinspezialisten haben ca. 2 h nach dem Verfugen mit Pinsel und sparsam Wasser die Fugen schön geglättet und so auch die Ränder satt am Stein anliegend gemacht.
    Das ist das A und O für haltbaren Mörtel.


    Probleme treten auf, wenn Wasser im Winter (Schmelzwasser) in Mikrorisse einsickert und dann gefriert. Das sprengt alles.


    (So zermörsern wir auch Felsen: Mit der Hilti Löcher in den Fels bohren. Diese im Herbst mit konzentriertem Salzwasser füllen, im Winter gefriert das trotz Salz und sprengt den soliden Fels. Das Salz zieht auch immer wieder Feuchtigkeit an, so daß die Sprengwirkung bei Frost erfolgt. Im Frühjahr ist der Fels mürbe und kann abgeschlagen werden...)


    Das obige Bild des Natursteinbodens - mit meist breiten Fugen -ist auf 1.550 m Höhe . da sind schon starke Winter-Einwirkungen - aber immer noch bestens nach 12 Jahren.
    In den Rockies habe ich Vergleichbares ums Schwimmbad auf 2.900 m Höhe, auch 11 Jahre alt und immer noch intakt. Fast regelmäßig gibt es barbarische Winter mit minus 20 Grad und kälter, dazwischen heiße Sonne, große Temperaturschwankungen, welche dann feine Risse kracken lassen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  11. #11
    Avatar von Mbogo
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    Natursteinfugen

    Tipp zur Felssprengung mit Wasser:

    entscheidend für's Zermürben des Felsens ist die Zahl der Frostdurchgänge, nicht die absolute Minustemperatur. Je öfter das Wasser gefriert und sich dabei ausdehnt, desto eher bricht der Fels. Auch die Anzahl der Bohrungen ist wichtig, mehr kleine und feine sind effektiver, als eine große. Salzwasser entmischt sich beim gefrieren, die Salzlake ist unten und oben gefriert's. Daher taut es auch nicht unbedingt schneller auf, als normales Süßwasser.

    Gruß,

    Mbogo

    PS: schon mal daran gedacht, über einem Durchwurzelungsschutz einfach nur eng verlegtes Pflaster mit einer feinkörnigen Sandmischung zu verlegen / verfugen? Wenn das Gefälle nicht zu stark ist, funktioniert das gut und ohne das Problem der Frostsprengung.
    Use it, or lose it!

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