@waldameise
Schön das du weißt von welchen Arten ich noch nichts gehört habe.
Die genannten Arten in deinem Text kommen alle auch ohne Meister Bockert bei uns im Revier vor und die von dir zitierten Arbeiten besagen mit Verlaub nur das diese Arten dort vorkommen aber nicht ob sie erst mit dem Biber dort aufgetaucht sind oder ob sie vorher schon da waren.
"39 Arten profitieren sicher oder wahrscheinlich von den Biberaktivitäten" sagt im Grunde überhaupt nicht's aus, es ist eine Mutmaßung.
Ganz hervorragend das du aus der Ferne so tolle Tips für ein Revier gibst was du nicht kennst. Aber scheint ja bei allen "Naturverstehern" Mode zu sein.
Der "Hasendraht" ist nicht Bibersicher, kannst gern bei Obstbauern um Dessau nachfragen.
Außerdem beträfe das hier und in den umliegenden Revieren so etwa 3000-4000 Bäume, da der Durchmessser der Bäume beim Biber keine Rolle spielt.
Und ja auch die Weiden sind gefährdet, es gibt hier hunderte Kopfweiden die ein ganz wichtiger Bestandteil der Landschaft sind. Und ich kann Bilder einstellen von Weiden wo nichts mehr austreibt nach nem Biberfraß.
Zu den Blühflächen, was meinst du hätten Fasan, Rebhuhn, Hase, Kiebitz, Feldlerche sowie unzählige Insekten einschließlich der Ameisen lieber. Sehr artenreiche Blühflächen mit großem Nahrungsangebot und vielen trockenen, bewuchsfreien Stellen darin und mehr Deckung im Winter oder eine abgesoffene Wiese? Ganz zu schweigen von den Hunderten von Singvögeln die in großen Schwärmen im Winter in die Sonnenblumen einfallen. Und die waren VOR den Blüflächen DEFINITIV noch nicht dort.
Genauso wie zig Insektenarten die dort in großer Vielfalt vorkommen und das auch Dank der Landwirte ohne die das nicht möglich gewesen wäre.
Aber lassen wir das, nimm dein Bestimmungsbuch und setz dich an den Damm, ich nehm die 12er und geh an den Raps wegen den Jungfüchse, der Artenvielfalt wegen, sonst brauch man auch kein Bestimmungsbuch.

In diesem Sinne,
Weidmannsheil, Fuhnejäger.