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  1. #1

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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    Hallo zusammen,
    ein bekannter von mir möchte sich von einigen Flintentrennen. Darunter auch eine Merkel Suhl Mod. 147S die mir sehr gefallen würde.
    Die Flinte stammt noch aus GDR Fertigung. Gab es hier über die Jahre verschiedene Qualitätslevel?
    Wo kann ich mehr Informationen zu diesem Flintenmodelfinden? Z.B. ob es hier verschiedene Ausführungen gab usw.
    Auf der Seite von Merkel gibt es leider nicht sonderlichviel Informationen, zumindest habe ich nicht gefunden. Gibt es hier andereInformationsquellen?
    Führt jemand von euch eine solche Flinte und seit ihr damitzufrieden?
    Danke

  2. #2

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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    entscheidend für die Qualität ist das Baujahr. Alles ab ca. 1985 ist jedenfalls mit Vorsicht zu genießen, auch davor gab es schon Qualitätsmängel.
    Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt. (Goethe)

  3. #3

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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    Also eigentlich immer Qualitätsmängel.....?

  4. #4
    Avatar von Beowulf80
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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    Auch nicht so viel mehr als bei gleich teurer Ware aus dem goldenen Westen

    Anschauen, gut oder schlecht finden, nehmen oder lassen...

  5. #5

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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    Dann bleib ich lieber bei den vor 1945 gefertigten.....
    Danke stormarnjäger haben sich bedankt

  6. #6

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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    Überall ist es mittlerweile Mode, offen oder subtil versteckt alles schlecht zu machen.

    Jetzt mal abweichend von dieser Mode:

    Wir führen
    - Merkel Flinte Kal 16 mit BBF-WL / 16-7x57r; Beschuss 1958

    - Merkel Flinte Kal 12; Beschuss 1979

    Beide Waffen Top in Ordnung und zuverlässig.

    Vielleicht wäre zu der Zeit der Produktion Heym, Sauer oder Krieghoff "besser" gewesen (wie macht man das objektiv fest ????), aber beide Waffen tun genau das, wofür sie da sind, und das ist entscheidend.

    WMH
    TicTac
    Den Mann lernt man kennen im Spiel, bei der Buhlschaft und auf der Jagd (Martin Luther)

  7. #7
    Avatar von Wandersmann
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    Qualitätslevel Merkel Suhl Mod. 147S

    Pauschalurteile werden "Suhler Waffen" nicht gerecht, dafür sind die beteiligten Faktoren zu variabel. Hersteller, Materialverfügbarkeit (beides auch schon vor 1945 relevant), Personal-Ressourcen (sehr relevant nach Wiederaufnahme der Produktion nach Ende WKII), Zioelvorgaben, Arbeitsorganisation....
    Wenn am pauschalieren will:
    1. siehe Habermann #5
    aber: Suhls goldene Jahre litten ab Kriegsbeginn, man könnte das Jahr 45 durch "vor 1939" einschränken.
    2. Unmittelbar mit Wiederaufnahme der Produktion (zuerst für Ost-"Wiedergutmachung", dann auch gegen Westdevisen so um 1952) war die Qualität (pauschaliert) bescheiden, Teile der alten Belegschaften saßen noch in Russland ein oder flohen in den Westen, Firmenleitungen gingen "verloren", Arbeitskollektive mussten sich entwickeln, Sollvorgaben eingehalten werden, koste es was es wolle, Material lag teils noch rum (Krupp Flintenlaufstähle zu Hauf), Systeme nicht soviel, wie oft in Verkaufsanzeigen suggeriert wird, Ersatzstoffe aus Eigenproduktion mussten ran... Beschwerden häuften sich (s. u.a. Merkel-Buch v. Fritze, S.116).Warenzeichen-Streit um Markennamen kostete Energie...
    3. So ab Mitte der 50er Jahre konsolidierte sich die Produktion, Normen wurden installiert, die Beschäftigten waren motiviert, Z.B. konnte Merkel - da Devisen erwirtschaftet wurden - Qualitätsrohstoffe zukaufen (Böhler Laufstahl z.B.), die Qualität dieser Periode ist nach Beurteilung vieler älterer Büchsenmacher sehr gut (pauschalierend betrachtet). Wenn ich meine 210-250E aus 1959, egal ob als BBFl oder BFl abkippe, ist es feinsamtiges Gleiten und die Schlagstücke singen beim exakt gleichmäßigen einrasten - und natürlich arbeiten die Ejektoren so synchron, daß die Hülsen im gleichmäßigen Bogen exakt gleich weit fliegen.
    4. Ab Mitte der 70er Jahre gab es wider Engpässe, westliche Rohwaren wurden zu teuer (Devisen knapper), ESW-Stahl mit sehr unterschiedlicher Qualität trotz Normierung kam gegen Böhler & Co. nicht an, Arbeitsvorgaben wurden erhöht...Die Auswirkungen wurden immer deutlicher.
    Dazu kam der falsche Ansatz, die Qualitätskontrolle ans Ende der Produktion zu setzen, nicht als permanenten Prozess von der Planung über den Materialkauf bis zum fertigen Produkt. Als der Ausschuss zu groß wurde, wurde "gedengelt" und letztlich der Qualitätsanspruch gesenkt.
    Ein Grund, weshalb diese Produktionsstätten nach der Wende "unverkäuflich" waren.
    (Die Entwicklung der BÜHAG- und weniger "Privat-"Betriebe müßte differenziert betrachtet werden).

    Wandersmann

    Vergleichbar lief es in der Jagdoptik der einst weltweit führenden Carl-Zeiss-Jena Werke - die Schere zur Westproduktion klaffte immer weiter auseinander, trotz eines hochqualifizierten Mitarbeiterbestandes und einzigartiger Erfahrung.
    Geändert von Wandersmann (09.06.2018 um 13:40 Uhr)
    Danke Doc-Holiday, Wolfgang04, Ulli1964, hobojagd haben sich bedankt

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