Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Avatar von Parabuteo
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    Hundeführerschein; die tausendste

    Moin,
    da der Landtag es ja nicht auf die Schaufel kriegt seine Gesetze verständlich zu verfassen hab ich mal n paar Fragen.

    1)In dem Haufen Schmierpapier der sich "Gesetz zur Hundehaltung"(oder so) nennt gibt es folgenden Passus:



    "Die nach Absatz 1 Satz 1 erforderliche Sachkunde besitzt

    auch, wer nachweislich

    1. innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Aufnahme

    der Hundehaltung oder Betreuung
    für eine juristische Person über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren

    ununterbrochen einen Hund gehalten oder für eine juristische Person betreut hat,"

    Fall ich da drunter wenn es auf dem Hof immer einen Hund gegeben hat?

    2)Man ist als Jäger ja von diesem Bürokratischen Mehraufwand verschont wenn man zusätzlich zum Jagdschein eine Brauchbarkeitsprüfung ablegt. Wie soll das funktionieren? Kriegt man den Fiffi erst zur Probe und legt dann mit ihm die Brauchbarkeit ab, oder leiht man sich den Hund eines Mitjägers und macht mit dem die Prüfung? Oder wie stellen die sich das vor?
    Vielleicht spricht hier ja jemand fließend Amt oder hat den Blödsinn hinter sich und kann mir Helfen.
    Horrrido


    Jeder Horst denkt mit einem Zitat eines wichtigen Schriftstellers unter seinem Beitrag wird was er schreibt automatisch Literatur. Oft sind die auch noch falsch zugeordnet" -- HERMANN LÖNS

  2. #2

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Fall ich da drunter wenn es auf dem Hof immer einen Hund gegeben hat?

    1. ja wenn Du die Steuern bezahlt hast, sonst eben nicht.

    2. Jäger, die die Brauchbarkeit mit dem Hund machen, erfüllen und haben die Bedingungen erfüllt. Punktum. Und bis dahin darf der Hund bessen werden, weil der ja gerade den Führerschein bewirkt.

    3. gerade Jäger sollten den schlafenden Bären nicht wecken, dann beisst der auch nicht.

    4. Ansonsten ist der Führchterschein für den Arsch, weil eben 99,9 % aller bekloppten, meist weiblichen Hundebesitzer, den Hund nicht im Griff haben und leider nie einen Schein machen müssen.

    5. Früher hatten Jäger, Blinde, Bundeswehr, Polizei und Bauern einen Hund, der Rest der Bevölkerung hatte keinen - und das war auch gut so. (ich weiss, dass die Bauernhunde ein blödes Dasein gefristet haben, oft, aber das hat sich geändert)
    sca


    Danke äsungsfläche haben sich bedankt

  3. #3

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Magst Du das"früher" mal definieren?

    Meines Wissens gab's Schoß- und Begleithunde bereits in der Antike.
    Denn wie die Dogg entkoppelt mit Geheul in das Geweih des Hirsches fällt: der Jäger
    Erfüllt von Sorge, lockt und ruft sie ab, jedoch verbissen in des Prachttiers Nacken,
    tanzt sie durch Berge neben ihm und Ströme fern in des Waldes Nacht hinein.
    Kleist, Penthesilea

  4. #4

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Zitat Zitat von Parabuteo;2780324[SIZE=3
    ][/SIZE]
    2)Man ist als Jäger ja von diesem Bürokratischen Mehraufwand verschont wenn man zusätzlich zum Jagdschein eine Brauchbarkeitsprüfung ablegt. Wie soll das funktionieren?

    Südheide ist ja wohl Niedersachsen und ich finde, das ist recht eindeutig formuliert

    NHundG
    § 3 Sachkunde
    >>>
    Abs. 1
    Wer einen Hund hält, muss die dafür erforderliche Sachkunde besitzen.
    ....
    Die theoretische Prüfung ist vor Aufnahme der Hundehaltung, die praktische Prüfung innerhalb des ersten Jahres der Hundehaltung abzulegen.

    Abs. 6
    Die nach Absatz 1 Satz 1 erforderliche Sachkunde besitzt auch, wer nachweislich
    ....
    Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde abnimmt oder eine solche Prüfung mit einem
    Hund erfolgreich abgelegt hat.
    <<<

  5. #5

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Ok, und wie ist nun geregelt daß ich jetzt einen Welpen kaufen und später mit ihm die Brauchbarkeitsprüfung ablegen möchte? Darf ich als alternative für die theoretische Sachkundeprüfung meinen Windsurf-Schein volegen?
    Wird die Brauchbarkeitsprüfung in einen allgemeinen und einen Jagdlichen Teil getrent, so daß ich im jagdlichen Teil durchfallen aber trotzdem noch den Hundeführerschei bekommen kann?
    Geändert von peng (10.06.2018 um 11:28 Uhr)
    Grizzly bear shit has bells in it and smells like pepper.

  6. #6

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Zitat Zitat von peng Beitrag anzeigen
    Darf ich als alternative für die theoretische Sachkundeprüfung meinen Windsurf-Schein volegen?
    Nein.


    Zitat Zitat von peng Beitrag anzeigen
    Wird die Brauchbarkeitsprüfung in einen allgemeinen und einen Jagdlichen Teil getrent, so daß ich im jagdlichen Teil durchfallen aber trotzdem noch den Hundeführerschei bekommen kann?
    Nein.

  7. #7

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Meine Oma würde einen Hundeführerschein nicht mehr packen - dennoch käme sie mit einem ebenfalls senilen Hund prima klar; der asozialen Zielgruppe für den Schein wird dieser so egal wie Führerschein und Waffenschein sein...

    Zu den "Bauernhunden": Ich sollte echt mal langsam eine Fotoserie machen - die hiesigen sind deutlich entspannter als manche Vollzeit bespasste Töle aus dem Hundetanzkurs.
    Viele laufen frei, 1/3 sind oft an der Kette (nicht toll, aber besser als Totgefahren) - denk die haben es oft besser als manche Meutehunde...
    Danke Geläut haben sich bedankt

  8. #8
    Avatar von Jäger
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    Hundeführerschein; die tausendste

    Ich denke, wer in DE die Jägerprüfung bzw. den Kurs zur Jägerprüfung erfolgreich bestanden hat, hat durch das Sachgebiet Hundewesen schon 300 Prozent mehr Sachkunde als der einfache durchschnittliche deutsche Mitbürger.

    Im Prinzip finde ich die Idee eines Allgemeinen Hundeführerscheines für "Hundeanfänger" nicht schlecht. Schade, dass vorhersehbar ist, dass es nur wieder auf Beutelschneiderei hinausläuft.


    wmh

    Jäger
    Geändert von Jäger (12.06.2018 um 12:20 Uhr)
    Verstand ist das einzige auf der Welt, was offensichtlich gerecht verteilt wurde;
    Jeder sagt, er habe genug davon !

  9. #9
    Avatar von Mbogo
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    Hundeführerschein; die tausendste

    Zitat Zitat von z/7 Beitrag anzeigen
    Magst Du das"früher" mal definieren?

    Meines Wissens gab's Schoß- und Begleithunde bereits in der Antike.
    Die Hundesteuer ist für Städte

    eingeführt worden, im Kaiserreich (also schon ziemlich früher), um die Stadtbewohner davon abzuhalten, zu viele Hunde zu halten.

    Gruß,

    Mbogo
    Use it, or lose it!

  10. #10
    Avatar von Beowulf80
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    Hundeführerschein; die tausendste

    Der Hofhund in unserem Reitstall hat ein Leben, wie ich es mir als Pensionär wünschen würde: keine Leine/Kette/Zwinger, er kann überall hin (ist kastriert).

    Irgendein **** (meist ich) wirft immer mal nen Ball

  11. #11
    Avatar von hajowa
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    Hundeführerschein; die tausendste

    ...und ihm wird dauernd der Bauch gekrault
    Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  12. #12

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    Hundeführerschein; die tausendste

    Zitat Zitat von Mbogo Beitrag anzeigen
    Die Hundesteuer ist für Städte

    eingeführt worden, im Kaiserreich (also schon ziemlich früher), um die Stadtbewohner davon abzuhalten, zu viele Hunde zu halten.
    Dann hat sich also nix geändert, wir leben immer noch im "früher" .
    Denn wie die Dogg entkoppelt mit Geheul in das Geweih des Hirsches fällt: der Jäger
    Erfüllt von Sorge, lockt und ruft sie ab, jedoch verbissen in des Prachttiers Nacken,
    tanzt sie durch Berge neben ihm und Ströme fern in des Waldes Nacht hinein.
    Kleist, Penthesilea

  13. #13
    Avatar von Mönchengladbach
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    Hundeführerschein; die tausendste

    Man kann das Rad nicht neu erfinden!
    Geändert von Mönchengladbach (12.06.2018 um 17:40 Uhr)
    DRAHTHAAR
    Gute Hunde will ich führen,
    nehm ich Rucksack und Gewehr,
    nicht ein einzig Stück verlieren,
    ist das Waidmanns Jägerehr.

  14. #14
    Avatar von Claas
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    Hundeführerschein; die tausendste

    Zitat Zitat von scaver Beitrag anzeigen


    4. Ansonsten ist der Führchterschein für den Arsch, weil eben 99,9 % aller bekloppten, meist weiblichen Hundebesitzer, den Hund nicht im Griff haben und leider nie einen Schein machen müssen.

    Ich halte Hundebesitzer ob weibliche oder männlich nicht für bekloppt.

    Übrigens sind so weit ich das sehen kann 80 bis 90 % die den Hundeführerschein machen weiblich.
    Danke Geläut haben sich bedankt

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