.270 Win oder .270 WSM

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Ich möchte fast darauf wetten, dass ein 6,5 CM Lauf von Atzl oder einem derer stammt, die 'Drittlösungen' anbieten.
Das ist gut möglich.
Und selbst wenn Blaser den Lauf anbieten würde, hätte der vermutlich den gleichen Drall wie in der R8 (220 mm), und der wäre mir definitiv zu lang. Der aus meiner Sicht herausragendste Merkmal (neben der inhärent guten Präzision und dem geringen Rückstoß) der 6.5 Creedmoor ist die Fähigkeit, sehr lange Geschosse mit herausragenden BC auf passable Geschwindigkeiten (ca. 850 m/s) zu bringen, ohne dass die überlangen Geschosse zu viel Pulverraum fressen; darauf ist die Patrone konstruktiv ausgelegt.
Nicht optimal aus meiner Sicht ist, wenn man diesen Vorteil dann wieder durch einen zu langen Drall zunichtemacht.

So ein Atzl-Lauf ist aber auch nicht zu verachten. Und wie wir ja wissen, ist ein rostfreier Lauf (obwohl weicher) in Bezug auf Erosion nicht unbedingt schlechter als ein Lauf aus unlegiertem Stahl: Geringere Benetzung mit anderen Metallen (O-Ton: Tombak-Ablagerungen beginnen später, wenn überhaupt) und die Wärmeleitfähigkeit ist deutlich geringer als bei nicht legiertem Stahl, was sich positiv auf die Lauflebensdauer auswirkt.
 
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Der Lauf wird nicht ausgeschossen, sondern ausgebrannt !
Kann aber auch. Immerhin hatte ich mal bei Frankonia in Berlin (damals noch im EG des Kempinskis) in den 90er Jahren eine C96 Bolomauser in den Händen, in deren Lauf wirklich keine Züge/Felder mehr erkenntlich waren, der "glatt" wie ein Schrotlauf war.
Keine Ahnung wieviele Schuß da aus der damals etwa 75-jährigen Waffe herrauswaren. Tippe aber mal, in Anbetracht des Laufinneren, das die Anzahl wohl im mittleren bis oberen 6-stelligen Bereich gelegen haben wird.
Narben waren allerdings keine drin, noch nicht mal "rauhe" Stellen. Der Lauf war blitzeblank.
Äußerlich sah man ihr den regen Gebrauch auch an (fleckig, abgegriffen, vermackt), allerdings war der Verschlußmechanismus immer noch straff gängig. Spricht für den hohen, damaligen Fertigungsstandard (selbst in der direkten Nachkriegszeit um 1920) bei Mauser/Oberndorf.
 
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Kann aber auch. Immerhin hatte ich mal bei Frankonia in Berlin (damals noch im EG des Kempinskis) in den 90er Jahren eine C96 Bolomauser in den Händen, in deren Lauf wirklich keine Züge/Felder mehr erkenntlich waren, der "glatt" wie ein Schrotlauf war.
Vorausgesetzt, man ist mit der Präzision zufrieden, kann man einen Lauf natürlich mit ausgebranntem Übergang solange weiterschießen, bis irgendwann auch die Felder abgenutzt sind.
 
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@kreuz
Ich gehe davon aus, dass früher oder später die 6.5 CM auch für die K95 direkt von Blaser angeboten wird.
 
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wenn du einen Opferlauf mitbringst, macht er auch K95.
Einfacher geht es bei Prinz, da braucht es den Opferlauf nicht. Preis inkl. Gewinde unterscheidet sich kaum von Blaser Standardläufen.

Ich habe einmal den Umweg über Atzl gemacht, würde es heute nicht mehr tun, auch wenn es technisch eine hervorragende Arbeit ist.
 
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@kreuz
Ich gehe davon aus, dass früher oder später die 6.5 CM auch für die K95 direkt von Blaser angeboten wird.
Ja, kann ich mir auch vorstellen, die Patrone scheint sich ja zunehmend großer Beliebtheit zu erfreuen.

Ich habe mich von den 'besonderen' Kalibern weitestgehend entfernt und bin, mit Ausnahme der 8,6x63, im langweiligen Segment der etablierten Mittelkaliber angekommen bzw. geblieben. Für mich ist die .270 Win auch in der K95 ein sehr komfortables Kaliber mit breiter Abdeckung. Den Rückstoß empfinde ich auch aus der leichten Waffe als sehr verträglich und die Leistung der Patrone - je nach Laborierung - deckt meine jagdlichen Ambitionen sehr gut ab.

Das heiß aber keinesfalls, dass es mich nicht irgendwann beißt und ich dann doch mal wieder einen Exkurs unternehme und mir z.B., wenn verfügbar, einen 6,5 CM Lauf für die K95 kaufe.


grosso
 
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Einfacher geht es bei Prinz, da braucht es den Opferlauf nicht. Preis inkl. Gewinde unterscheidet sich kaum von Blaser Standardläufen.

Ich habe einmal den Umweg über Atzl gemacht, würde es heute nicht mehr tun, auch wenn es technisch eine hervorragende Arbeit ist.
Atzl hat ja hinsichtlich seiner R8 Läufe einen ausgeprägten Anspruch bzgl. der erreichbaren Präzision. Darf man Herrn Prinz und seine K95 Läufe auch in dieses 'Präzisions Segment' packen?

Vielleicht muss ich ja doch über einen 6,5 CM Lauf nachdenken :giggle::giggle::giggle:


grosso
 
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Ja, kann ich mir auch vorstellen, die Patrone scheint sich ja zunehmend großer Beliebtheit zu erfreuen.

Ich habe mich von den 'besonderen' Kalibern weitestgehend entfernt und bin, mit Ausnahme der 8,6x63, im langweiligen Segment der etablierten Mittelkaliber angekommen bzw. geblieben. Für mich ist die .270 Win auch in der K95 ein sehr komfortables Kaliber mit breiter Abdeckung. Den Rückstoß empfinde ich auch aus der leichten Waffe als sehr verträglich und die Leistung der Patrone - je nach Laborierung - deckt meine jagdlichen Ambitionen sehr gut ab.

Das heiß aber keinesfalls, dass es mich nicht irgendwann beißt und ich dann doch mal wieder einen Exkurs unternehme und mir z.B., wenn verfügbar, einen 6,5 CM Lauf für die K95 kaufe.


grosso
Hi,
sehe ich auch so, da ich mich ja schon länger mit dem Gedanken beschäftige,
eine KLB anzuschaffen und die gleichen Bedenken wegen des Rückstoßes hatte,
hab ich voriges Jahr zum Pokalschießen mal einen älteren Mitstreiter gefragt,
ob ich mit seiner K95 mal schießen darf, Kaliber 7x65R mit Swarovski Z6i,
hat zwar schon etwas geschoben, aber wenn man sich dann kennt.....:giggle:
denke ich ist es okay, wobei die 7x65R mit schwereren Geschossen geladen wird,
als die .270win

HG.
 
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Ich habe mich von den 'besonderen' Kalibern weitestgehend entfernt und bin, mit Ausnahme der 8,6x63, im langweiligen Segment der etablierten Mittelkaliber angekommen bzw. geblieben. Für mich ist die .270 Win auch in der K95 ein sehr komfortables Kaliber mit breiter Abdeckung. Den Rückstoß empfinde ich auch aus der leichten Waffe als sehr verträglich und die Leistung der Patrone - je nach Laborierung - deckt meine jagdlichen Ambitionen sehr gut ab.
Mit der Wahl einer .308 oder .270 Win macht man auch in einer leichten Jagdbüchse sicherlich nichts falsch.
Ich finde aber auch die 6.5 CM als geradezu prädestiniert für eine einschüssige, sehr leichte Büchse, bei der der Fokus auf den wohlüberlegten, präzisen Einzelschuss aus guter Position liegt. Die Gründe habe ich bereits erläutert ...

Außerdem scheint sich auch die 6.5 CM durchaus in Richtung Standardkaliber zu mausern.
Selbst die eher innovationsfaule Fa. RWS hat zwei Laborierungen im Portfolio.
Auch bei Frankonia findet der Nichtwiederlader durchaus einige ganz passable Laborierungen.

Unten aufgeführt habe ich noch einen Vergleich zwischen der .308 Win (Blaser CDC/160 gn) und 6.5 CM (Hornady ELD-X/143 gn). Wie man unschwer erkennen kann, liegen beide energiemäßig gar nicht so weit auseinander.
Vergleich_308_65cm.png
 

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