30-06 noch zeitgemäß?

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#92
Nach meiner Kenntnis wurde die .30-06 durch die .308 beim Militär ersetzt, weil der Wunsch zu leichteren Waffen mit weniger Rückstoß aufkam. Das 1903 Springfield (im WKI regulär und später u.a. als Scharfschützenwaffe), das Garand und das 1919er MG waren damit beispielsweise unterwegs und gerade das Garand kam damit gut zurecht, weil das Gewehr etwas schwerer war. Die 8x57IS war ja auch eigentlich zu stark für den K98 und Otto Normalschütze, darum war man auf der Suche nach einer etwas schwächeren Patrone, die zur 8x33 führte.
Und selbst die 308 ereilte das gleiche Schicksal, als sie von der .223 abgelöst wurde. Das M14 in .308 war ja auch nur eine Full-Auto-Weiterentwicklung des Garand in .30-06.

Das derzeit kleinste Bundeswehr-"Kaliber" (Geschossdurchmesser) hat 4,7mm und durchdringt sämtliche Schutzwesten auf dem Markt. Velocity kills.
Aktuelle Entwicklungen führen zum "Kaliber" 6,8mm, aber ob das mal kommt, man weiss es nicht.
Am Ende ist es wie bei den Autos: es wird vom Marketing eine Lücke entdeckt, wo keine ist, diese muss dann gefüllt werden.
Genauso wenig wie es DIE .30-06 gibt, gibt es DIE 8x57IS. Geschossart/-form, -gewicht und passende Laborierung lassen ja quasi tausende Kombinationen zu.
 
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#93
Hallo und guten Abend.
Dank des Lockdowns und der damit verbundenen Langeweile hatte ich wieder mal zuviel Zeit über Neuanschaffungen/Optimierungen nachzudenken, zu googeln und Kataloge zu durchstöbern...
Das Resultat: eine Steel Action muss her, undzwar dringend, mit absoluter Notwendigkeit!
Verwendungsszweck: 20% Drückjagd, 80% Sauenansitz. (Wechsel zwischen den Optiken mittels Dentler)
dazu natürlich ein Schalldämpfer (möchte ich nichtmehr missen)!

Nun die alles entscheidende Frage:
WELCHES KALIBER?

Bisher nutzte ich in fast all meinen Büchsen zur vollsten Zufriedenheit die 30-06 und bildete mir ein ein wenig mehr Bumms als mit .308 zu verfügung zu haben.
Da aber im bleifreien Bereich meiner Meinung nach schnellere (dh. zwangsläufig leichtere) Geschosse besser funktionieren (aufmachen) und auch nicht wirklich viele schwere Geschosse am Markt sind verliert die 30-06 zumindest bleifrei alle Vorteile gegenüber der .308
Beim durchstöbern des RWS Kataloges musste ich aber nun feststellen das die .308 der 30-06 (beide 9,0g) Leistungsmäßig ebenbürdig und als short rifle sogar überlegen ist :unsure:

Ein Paar Daten:

Evo Green Short Rifle 9,0g:
(50cm Messlauf)
.308 - V0 900 m/sek
30-06 - V0 881 m/sek

Evo Green Standart 9,0g:
(60cm Messlauf)
.308 - V0 885 m/sek
30-06 - V0 875 m/sek

Sicher sind die Angaben optimistisch, jedoch gillt das dann wohl für beide Kaliber...

Macht also im leichten/Bleifreien Bereich die 30-06 überhaupt noch sinn?
Gegen einen langen Lauf hatte ich bisher nichts einzuwenden, aber wenn die 308 aus 50cm bereits mehr bringt wäre er überflüssig... So eine Kompakte Büchse hätte schon ihre Vorteile, evtl. reicht ja sogar der 45cm Stummellauf:unsure:

Der Nächste Gedanke wäre evtl. in Richtung .270 Win zu gehen. Ein wenig leichter als die beiden .30er aber geschwindigkeitsmäßig eine nummer schneller. Genügt hier der 56er Lauf um die Vorteile der .270 auszuspielen?

Fragen über Fragen o_O
Gruß. Zupfi
Bei dem was Du im Schrank hast und bei 80% Sauen = 9,3x62 (als Gegenpol)
 
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#94
Hallo und guten Abend.
Dank des Lockdowns und der damit verbundenen Langeweile ...
Gruß. Zupfi
Langeweile hat der Themenstarter jetzt sicher nicht mehr, der hat etwas gezündelt, kann sich jetzt bei Bier und Chips locker zurücklehnen und über den Quatsch kaputtlachen, der hier seit 7 Seiten läuft...
 
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#95
Langeweile hat der Themenstarter jetzt sicher nicht mehr...
Ich finds ehrlich gesagt ziemlich langweilig.
Der Käse ist schon so oft getriggert worden, dass das ewig gleiche Antworten-Geschwurbel schon mehr Wiederholungen hat als die erfolgreichsten Fernsehserien.

Ein wenig Kreativität wär gefragt.
"Welches 30er Kaliber auf Katzen?" vielleicht.
Oder "Was lässt sich leichter reinigen, .308 oder 30-06?".
Vielleicht auch noch "Unterschiede bei der Wahl der Hunderasse in Abhängigkeit vom Jagdwaffenkaliber?" - da könnten sich dann alle gleichzeitig die Köpfe einschlagen.
 
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#96
[QUOTE="Beowulf80, post: 4454701, member: 19918"

Das derzeit kleinste Bundeswehr-"Kaliber" (Geschossdurchmesser) hat 4,7mm und durchdringt sämtliche Schutzwesten auf dem Markt. Velocity kills.
[/QUOTE]

Das stimmt, Fakt ist aber auch, das ganz schnell wieder G3 's nach Afghanistan
geschickt wurden, weil auf die Entfernungen die 223 dann doch "vom Winde" verweht " wurde.
Da war dann die 308 die bessere Wahl.
Auch als "Zwischenlösung" G3 ZF

vwko191a50e51.jpg
https://www.reddit.com/r/MilitaryPorn/comments/i0molc/german_troops_in_afghanistan_900x597/
Remy
 
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In den Zerstritten Staaten von Bananistan überlegt man die .260Rem als eine für alles... da man nur wenig tauschen muss..
 
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Ich finde es kommt auch immer auf das Gewehr an.
Hab keine 30-06, will auch keine und brauche auch keine, hab mich quasi um das Kaliber drum zu gekauft. Andere haben Spass daran nur das Kaliber zu besitzen und damit alles einigermaßen abzudecken, gerade wenn sie als Wiederlader Anpassungen vornehmen können.
Hätte aber beinahe Mal nen Ferlacher 98er gekauft, mit langem Lauf. Da war das Kaliber schon passend, in nem 98er haben 308 und 300Wm eigentlich nichts verloren.
Wenn es ne Waffe auch mit Kurzsystem gibt oder sie für SD Einsatz gedacht ist, macht die 308 mehr Sinn, wenn man ne Waffe sucht mit der man weit rauslangen will, die 300WM.
Die Eignung für lange Geschosse der 30-06 spielt meiner Meinung nach vor allem für Wiederlader ne Rolle, die können aus dem Kaliber auch noch Mal mehr rausholen, gerade wenn einem die SD Optimierung nicht wichtig ist.
Der normale Jäger wird vielleicht Katalogwerte vergleichen und meist feststellen, dass das kleine Leistungsplus der 30-06 Fabriklabos für ihn jagdpraktisch keinen Unterschied macht.
Wirklich schwachbrüstig wird die 308 erst bei sehr kurzen Läufen und/oder der Wahl besonders rückstossarmer Laborierungen. Wenn man Mal ne besonders beliebte Labor vergleicht, 165 grs Fusion z.B. ist der Unterschied bei gleicher LL marginal.
 
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Ich verstehe nicht, warum Fragen zu Mittelkalibern so pauschal als unwichtig und
gleichgültig abgetan werden.
Wenn man es genau nimmt, und das sollte man in der heutigen Zeit,
stellen sich bei der Kaliberwahl elementare Fragen, die es mit Feingefühl zu bewältigen gilt.
Schließlich lässt das geführte Kaliber tiefgreifende Schlüsse über die Psyche des Halters zu und ein gleichzeitig ein Statussymbol!

Folgende Schlüsse kann man zu den gängigen Kalibern ziehen
und 1:1 auf ihre Halter ummünzen!:

30-06 - bei den Amis beliebt = Uncool
.270 Win - in Wild Boar Fever benutzt = Viel zu Cool
.308 Win - beliebt bei Jungjägern = Peinlich
8x57 IS - Krieg verloren = Zu schwach!
9,3x62 - zu Kolonialzeiten verwendet = BLM!
7x64 - 1917 entwickelt = Ewiggestriger

Ich will mir nicht ausmalen was passiert, wenn der Threadstarter eine Steelaction in .308 Win kauft und damit bei der nächsten DJ bei seinen alten Kumpels aufkreuzt.
Da wird kurzer Hand ein weiteres Gedeck am Kindertisch aufgetragen und die Erfahrung der letzten 20 Jagdjahre aberkannt!

Der Ernst der Situation erfordert unsere volle Aufmerksamkeit und Teilnahme!

(Quellenangabe: zuverlässliche Foreninformationen !!1!)
 
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@Zupfgeigenhansel

ich kenn Deinen Waffenschrank nicht, aber wenn Du "nur" 30-06 führst,
würde ich an Deiner stelle keinen Gedanken daran verschwenden ob es eine .308 Win oder 30-06 werden soll.

Wenn Du eine brauchbare Grundausstattung hast, wäre es doch beinahe Sinnvoll
das Kaliber 9,3x62 zu wählen um den Horizont, im Rahmen eines Mittelkalibers, etwas zu erweitern. Die 9,3x62 erlaubt Dir die Verwendung von Geschossen in einer ganz anderen Gewichtsklasse.

Und das Beste daran, wenn die Frau fragt warum die neue Büchse unbedingt sein musste, zeigst Du ihr die dicke Patrone und sagst einfach, dass man in Deutschland nur damit Waidgerecht Rehe und Sauen erlegen kann ;)(Das war Ironie!)

EDIT sagt:
eben im Eingangspost nochmal gelesen, dass 20% DJ und 80% Sauenansitz der Verwendungszweck sind.
Du solltest die 9,3x62 wirklich in die Auswahl aufnehmen!
 
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