.300 WSM Übertrieben oder nicht?

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Werter Schueka-

Da die Heym-Büchsen für die 30er Patronen stärker als .308Win mit DL 1-255mm/1-10"
kommen, haben Sie eigentlich eine recht brauchbare Auswahl an möglichen Geschossen.

Leider sieht es mit den Farbiklaborierungen für 300WSM -eine sehr gute Konstruktion,
die ich sehr schätze- nicht ganz so rosig aus, ganz wie unsere werten Foristen schon erwähnt haben.

Waffenseitig könnte die Büchse Kupferdefomatoren bis etwa 190gr sicher zwingen-
für die es etwa bei Barnes natürlich keine Fabriklaborierung in 300WSM gibt.
Angeboten werden dort Laborierungen bis 165gr mit 950m/s, das ist schon allerhand.
Schwerere Geschosse würden bei der begrenzten PAtronengesamtlänge nur unnötig viel
Pulverraum besetzen, das sind eben die Nachteile der an die CIP gebundenen Falbriklaborierungen.

Eine erstzunehmende Alternative wäre das SAKO Powerhead Blade 170gr, welches natürlich nicht in der 300WSM angeboten wird, dafür aber in der .300WinMag.

Ohne weitere Kontrolle vermute ich schon jetzt, daß sich dieser rote Faden durch die ganze Branche zieht- es gibt viele Fabriklaborierungen mit 150gr, welche aber schon sehr flott werden und entsprechend auf Reh unter 100m wirken, nämlich grantig.

Es bleibt also die Wahl einer Patrone mit höherer Verfügbarkeit, also die .300WinMag,
oder der gewerbliche Wiederlader, der bezahlt werden will.

Immerhin hätte der Gewerbliche den Vorteil, daß er Ihnen eine Versuchsserie mit allen möglichen Komponenten erstellen kann, haarfein abgestimmt auf Ihre persönliche Waffe.
Das wäre auch bei den recht kurzen Läufen der Heyms vorteilhaft, es können Blitz und Knall
bei der abgestimmten Laborierung auf das Minimum reduziert werden.

Ziehen Sie bitte bei der Wahl der Patrone 300WSM auch das Geschoß AERO SB 165gr des
Herrn Ingenieur Mayerl in Betracht- diese Konstruktion ist sehr einfach auf erschütternde Präzision zu laden, mit einem weiten Fenster an nutzbarer Entfernung, ohne besondere Entwertung bei leichtem Wild.

derTschud
 
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Bei der Wahl zwischen 300 Win Mag und der 300 WSM habe ich mich damals für die WSM entschieden und es nie bereut.
Ich verschieße das AB, auch auf Rehwild und kurze Entfernungen und hatte keine Probleme mit großer Entwertung.
Aber eine 300 WSM kauft man für weite Schüsse.
 
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Ich würde auch aus den schon zitierten Gründen eher zu der Patrone 300 Win Mag raten, aber bei einer Waffe mit kurzem Lauf und SD bleibt die Patrone 300 WSM doch eine bessere Wahl.

Ich weiß das das Thema kontrovers diskutiert wird, aber in unserem Falle wünscht sich der TS deutlich mehr Leistung im Vergleich zu der Patrone 308 Winchester, und das auch auf einer relativen größeren Distanz. Da sollte man schon das Potential der Patrone 300 Win Mag und den schweren und langen Geschossen dieser Kaliberklasse durch entsprechender Lauflänge voll ausnutzen.
 
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Hm - persönlich und als Nicht-Wiederlader
* 300WinMag o. 7x64 o. 30.06
* 338FED o. 8x57IS
Je nachdem, was ich sonst noch im Schrank habe.
 
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Hallo Zusammen. Ich gehe aktuell mit dem Gedanken schwanger mir eine Heym SR21 zuzulegen.

Kurz zum Hintergrund. ...
Sowohl in meiner Ansitz- und Drückjagdwaffe schieße ich das Hit Short Rifle. Mit diesem hatte ich zweimal bei Rotwild >70kg keinen Ausschuss. ... Allerdings bin ich auf der Suche nach einem Kaliber wo ich sicher Ausschuss erwarten kann und auch ein bleifreier Deformator noch zuverlässig auf Entfernungen jenseits der 200m aufmacht. ...
Ich erlege das meiste Wild im Bereich <100m. Allerdings traue ich mir bei guten Bedingungen und perfekter Auflage ein Schuss auf Größe eines Rehs bis 200m zu. Auf Rotwild auch bis 250m und ein wenig weiter. Aus dem Grund suche ich ein gut wirkendes Kaliber welches bis 300m seinen Dienst tut ...
Liest sich für mich so als wärst Du der Mode der Kurzläufigkeit auf den Leim gegangen.
Mit welchen Lauflängen hattest Du Deine unschönen Erlebnisse?
 
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Jo, also zu schwache Patrone aus einem zu kurzen Lauf, das muss ja in die Hose gehen.
Ich hab auch so Kurzlaufgeschichten im Arsenal, aber da ist bei 150m+- Schluß, sind auch alle auf die Entfernugn Fleck eingschossen.
Kein Wiederlader: voll doof, da kann man auch nix für die Kurzen anpassen(hab ich gemacht).

Bleiben halt nur die Sachen, die es in ausreichneder Zahl an Fabrikladungen hat.
.300WM???
Muss ja nun nicht sein, viel Peng, lang, schwer.
Wenn man die .30er Dämfer weiternutzen will: die gute, alte 7x64!!!!!!!!!
Ich hab auf der kurzen 7x57 und der langen 7x64 auch einen .30er Drauf, geht 1A!
Und Gute Waffen in 7x64 bekommt man allerorten.
Ich hatte das große Glück, eine SAKO L61R günstigst zu finden. Da kann der Wiederlader schön spielen, Magnumsytem, Bleifeipillen weiiiiiit raus.
Machen auch genug gewerblich was für, wenn man das brauch.
 
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Mit der Lauflänge verhält es sich wie mit Hubraum der ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Hubraum😉 Ich habe zu beginn auch den fehler gemacht und eine Waffe geführt mit 45cm lauf. Grade jadschein den rest kann man sich ja denken. Jetzt habe ich eine BDB 8x57irs sehr führig mit 55cm Lauf und das gleiche hat der gradezug. 308 und dort merke ich den unterschied doch schon zu dem stummellauf.
 
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Dieses elendige Lauflängenthema, eine meiner 308 hat auch die 45cm. Und trotzdem liegt das Wild, auch jenseits der 200m, gelastert nicht gefühlt. Die wissen gar nicht das die Experten hier sagen das geht gar nicht..
Hat jemand praktische Erfahrungen zum Thema 300WSM? Bei mir steht wahrscheinlich im kommenden Jahr die Anschaffung einer Büchse mit ähnlichem Leistungsprofil an und daher interessiert mich auch der praktische Nutzen und die Erfahrung!
 
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Jetzt warten wir erstmal auf eine Antwort. Ist ja nur ein Verdacht von mir. :rolleyes:
Aber so oft wie ich hier schon "Gegenwind" gekriegt habe wenn ich über die unsägliche Mode der "Kurzlauferitis" geschimpft habe - wundern würds mich nicht.

Ich muss zur Ehrenrettung aller Kurzläufigen (nein, keine Dackel, die Besitzer kurzläufiger Waffen sind gemeint :LOL: ) sagen, dass ich selber eine Labo mit 130 grs Geschoss aus nur 50 cm Lauflänge in der .308 schieße.
Bei uns hast aber in aller Regel ohne eine Kirrung weder Chancen auf eine Sau noch auf ein Stück Rotwild. Womit dann auch klar wäre, dass sich das zu 99,9 % immer unter 100 m abspielen wird.

Für eine einigermaßen sichere Aussage bin ich immer auf QL angewiesen. Mir ist klar, dass andere Wiederlader damit oft nur so viel anfangen können wie ein Indianer im tiefsten Regenwald mit einem Handy. Aber ich les darin wie in einem Buch. Und oft mehr als in Büchern zu finden wäre.
Meine Meinung:
Eine 30-06 mit einer Lauflänge von mindestens(!) 56 cm und am besten noch darüber. Und dazu ein gutes Geschoss von ca. 150 grs. Das sollte so viel Energie auf/bis 300 m bringen wie manche Stummelchen in der Realität auf 100 m.
 
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Stummel geht, aber eher nur als Wiederlader, der auch die Geschwindigkeit seine Laborate ermitteln kann, real, nicht mit QL oder GRT.
Ich betreibe eine 39cm 308(selten) und eine 49cm 7x57.
Geht beides, aber 200m würde ich mir mit meinen Möglichkeiten NICHT trauen, obwohl es das Revier hergeben würde. Ich versuche, nicht ü150m raus zu schießen, wenn ich mich mal um 10..20m vertue, macht das auch noch nix. Aber bewusst, 200m, nein, das kann ICH nicht, was die Waffe kann, ist mir da auch egal.

Die RWS shortbarrel hat deutlich zu wenig Bumms, ÜL ohne Auschschuss bei 42cm Lauf beim Kollegen war öfter.
Anderer Kamerad nutzt die S&B SPCE 180grn in der 308, jaja, Pissbogen, aber bisher lag alles bei ihm damit, er hat halt immer fleißig geübt und kennt die Limits.
 
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Naja, die RWS Hit Short Rifle geht aus nem 50cm Lauf mit ungefähr 850ms, das ist schon ganz ordentlich. Damit ist man auf 200m auf gar keinen Fall untermototisiert. 😂🌿
 
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Ohne den Faden jetzt weiter zu zerpflücken decke ich das Anforderungsprofil mit der guten alten 3006 ab, mit strammer ttsx komme ich auf 400m mit ausreichenden 600m/s ins Ziel :unsure:
Mit der schwach geladenen Geco plus entwerte ich Rehe von 30-200m nicht über Gebühr.
Solch pragmatische Lösungen wollte hier doch niemand hören ;)

Und jetzt folgede jagdlich relevante Fragen im Ernst:

1) Mit "strammer ttsx" meinst Du eine über den (historisch bedingt niedrig angesetzten) CIP-Druck geladene Patrone, die auch ein gewerblicher Wiederlader so nicht liefern dürfte?
2) Hast Du bei der Jagd dann beide Patronen dabei und stellst das ZF entsprechend um oder du korrigierst die Haltepunkte über das Absehen, oder schießen die Patronen zufällig ausreichend gut "zusammen"?
 

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