.300 WSM Übertrieben oder nicht?

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Ob WM oder WSM ist GeschmackSache, beide sind jagdlich universell und sehr gut, ich bin ein Fan der moderneren Konstruktion.

Die 300WSM ist in Nordamerika bereits gut etabliert, daher ist die Versorgung sichergestellt…
 
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Wenn ich bei einem bekannten Online-Händler (der TO möchte nicht Wiederladen!!) in der Kategorie Büchsenmunition die unten angeführten Suchkriterien eingebe, erhalte ich folgendes Ergebnis:

300 WSM + Bleifrei = 4 Treffer
300 Win Mag + Bleifrei = 26 Treffer

Noch Fragen? ;) (ganz abgesehen von den verfügbaren Labos mit 180gr in 300 WSM :rolleyes:)

Gruss W.
 
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P.S.: Ich komm nicht drumrum der 300 Win. Mag. einige Vorteile gegenüber der Konkurrenz anzurechnen - auch wenn ich kein Fan von Gürtelpatronen bin.
Einer ihrer Vorteile ist, dass es einige Fabrikladungen gibt, die sie quasi zur .30-06 machen (z.B. von S&B) und man somit - ganz nebenbei - ein paar Nahkampflaborierungen "gratis" erhält ;).
 
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Werter Schueka-

Lassen Sie bitte den Kopf nicht hängen, denn die 300WSM ist schon eine von den ganz Vorderen.

Capricchio:

In meiner Heimat lebt ein kleiner Kreis Büchsenschützen, welcher sich einer sehr komplexen Disziplin des Sports verschrieben hat.
Dafür wird die Patrone 300WSM aus an Wallbüchsen erinnernde Waffen verschossen,
welche bereits bei der Herstellung auf eine maximale Masse von 9980g berechnet werden,
um das zulässige Gesamtgewicht von 10000g (für Schützen aus Ländern mit metrischem Maß)
nicht zu überschreiten. Die Masse wird in Läufen von 30,5mm Durchmesser und Längen von
32"/813mm investiert. Als Basis dienen Einzellader-Systeme extrem fester Bauart und entsprechender Sicherheit von solch namhaften Herstellern wie Gottfried Prechtl (GOL)
oder Andreas Schuler (AS.H) und anderen, im Sport hochgeachteten Meistern.
Das ist auch bitter nötig, denn es wird die Patrone bis auf das Letzte ausgereizt-
die Geschosse von Berger zu 200gr werden mit weit über dem Durchschnitt liegenden Drücken auf enorme Geschwindigkeit beschleunigt.
Dieser Aufwand dient dem Ziel in (zumeist) 914m, wo bei halbwegs brauchbaren Bedingungen ein Streukreis von 20 (Zwanzig!) Schuß zu 127mm erreichbar ist.
Und selbst das garantiert nicht den "Endsieg", die stursten Schützen - welche oft schlimme
Phlegmatiker sind- müssen dann "Ausschießen", bis völlige Klarheit herrscht.

Wie Sie sehen, hat mein Bericht wirklich nicht das geringste mit der Jagd zu tun,
sehr wohl aber etwas mit Ihnen persönlich.

Wollen Sie nicht doch amal für Ihre Wunschbüchse und Ihre Wunschpatrone den Wiederladeschein angehen?
Hocken Sie sich hin, erledigen Sie den Papierkrieg, beginnen Sie das Studium der Materie,
holen Sie sich schrittweise das Werkzeug und innerhalb Jahresfrist gehen Sie mit einem feisten
Grinsen vom Stand.
Genießen Sie das Vertrauen in die Präzision und die Leistung Ihrer eigenen Arbeit
und vergessen Sie alle Zweifel.
Die 300WSM zwingt den Burschen schon in die Knie, todsicher.


"De DreiNullAcht is a subber Scheimbaddron."
Magnum-Martin, der Bayerwald-Brummbär, vormaliger Schießlehrer seiner Kreisgruppe

derTschud, mit der 7x62x57mm im Bereich der 300WSM-Fabriklaborierungen
 
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Ich habe 2 Sako Finlight, eine in 300 WSM und eine in 308. die 300WSM hat mich das Mucken wieder gelernt. Dann habe ich einen befreundeten Long Range Schützen um Rat gefragt. Der sagte mir dass das alles eine Frage des BC Wertes ist. Der hat mir dann meine 308 mit Geschossen geladen, gebondet mit gutem BC Wert. Hier die Werte aus einem 55cm Lauf mit Schalldämpfer.
Da brauch ich keine 300WSM da auf 300 Meter immer noch 2333 Joule vorhanden sind bei der 308. Da macht die 300 WSM keinen Sinn mehr!
Auf 300 Meter langen auch 2333Joule um eine Sau flach zu legen. Aber wer schiesst schon so weit? Ich normalerweise nicht! 250 Meter ist für mich schon grenzwertig!
Die Mündungsgeschwindigkeit habe ich pbrigens nachgemessen. Die stimmt 100%

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Das Gewicht einer Waffe spielt sicher eine Rolle, aber das Mücken liegt vor allem am Schütze. Man kann es sich abgewöhnen, aber leider auch nicht immer. Wenn es nicht so wäre würde ja kaum einer eine Waffe größeren Kalibers präzis schiessen können. Man kann die Waffen bei Zunahme des Kalibers nicht kontinuierlich schwerer machen. Es ist ja keine Schande, aber es begrenzt die Verwendung einiger Patronen. Ich glaube wir hatten schon einige Diskussionen zum Thema.

Ich kenne die Patrone 300 WSM nicht, habe aber in den Siebziger und Achtziger eine Büchse Kaliber 300 Win Mag geführt. Ich vermute das der Rückstoß der Patrone 300 WSM vergleichbar ist.
 
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Der gefühlte Rückstoß hängt von einigen Faktoren ab, wesentlich vom Waffen- und Geschossgewicht, Schaftform usw.
Im Allgemeinen ist die WSM sicher angenehmer zu schießen als die WM, was sicher ua mit der geringeren Pulvermenge zu tun hat…

Jagdlich bin ich jahrelang mit der 300WM im R93 gut zurecht gekommen, allerdings am Stand waren mehrere Schüsse nicht angenehm.
Nun bin ich mit der 300WSM in der schwereren R8 sehr zufrieden, mit Schussverhalten auch bei mehreren Schüssen am Stand, Präzision usw. Die Leistungen ist praktisch gleich…

Andererseits kenne ich aber auch Förster, die mit der 300WM jedes Jahr viele Rehe, Gams und Hirsch zur vollen Zufriedenheit schießen.
Das Angebot an Fabriksmunition ist natürlich deutlich besser, was für mich als Wiederlader nicht so wichtig ist.
 
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Ich fand die WM300 vom Rückstoss her wesentlich unangenehmer als die 300 WSM.
BEIDE aus einer R 93 mit Kick Stop geschossen.
Daher 300 WSM in meiner R93 mit Kick Stop 🤣
 
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Sicher braucht man in Deutschland keine Patrone 300 WSM oder 300 Win Mag.

Es kommt aber immer darauf an was man in seinem Leben noch vor hat. Ich habe irgendwo anders geschrieben das es immer besser ist eine Waffe zu besitzen mit etwas mehr Potential, eine Waffe die man zwar nicht absolut braucht aber mit der man bestens gerüstet ist wenn es mal im Ausland auf was größeres als üblich geht. Auch braucht man dann nicht auf dem Forum fragen ob seine Patrone 308 Winchester doch nicht für diese Auslandsjagd reichen würde.
 
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Absolut, aus dem Grund hab ich ja auch nicht nur eine Waffe im Schrank. Und wenn er die 308Win behalten will, ist eine der vielen 300er Magnums durchaus eine Überlegung. Dann aber nicht bei der LL sparen.

Ich hab nur Bedenken bei der WSM und würde auch eher eine 300Winni oder die H&H empfehlen. Nicht alle Systeme verkraften die kurze und dicke Patrone und haben als Folge Zuführprobleme. Von daher würde ich nicht erst die Waffe aussuchen und dann das Kaliber. Sondern bei der 300WSM erst mal ein System suchen, dass diese sicher zuführt und danach kaufen.
 
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Die Patrone 300 H&H Magnum ist sicher auch eine gute Wahl, aber eher was für den Liebhaber von traditionellen Waffen. Außerdem sollte man Wiederlader sein, Komponenten sind zwar verfügbar, aber Fabrikladungen relativ selten.
 
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Die Patrone 300 H&H Magnum ist sicher auch eine gute Wahl, aber eher was für den Liebhaber von traditionellen Waffen.
Endlich wurde das auch mal gesagt, ich habs mir nicht getraut!!

In Deutschland reicht eine .308 W für alles..... außer das "will haben" setzt sich durch, dann muss nachgerüstet werden.

Von einer WSM würde ich die Finger lassen, das Kurzpatronen-repetierproblem wurde ja schon angesprochen.

Sowas braucht kein Mensch....

In Afrika wäre die .300 Win-Mag in jedem besser sortierten Negerkral zu erwerben, was aus meiner Sicht beruhigend ist.

Der Traditionalist greift natürlich zu .300 H&H Magnum, alle Munitionsversorgungsalbträume negierend.

;)


Gruß

HWL
 
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Meine Sako repetiert die 300WSM tadellos. Aber der Rückstoss ist schon heftig, auch mit Schalldämpfer! Ich habe heute ein Stück Damwild geschossen mit der 308. Bum-Um mit Ausschuss auf 160 Meter. Ging sehr gut! Laut weiter oben gezeigten Schusstabelle habe ich ihr auf 160 Meter 2893 Joule angetragen. Das dürfte reichen! Warum also eine 300WSM? Ausser zum Haben-Wollen. Ich hatte mir die 300WSM gerade für Dammwild auf grössere Entfernungen angeschafft. Brauche sie aber nicht mehr seit ich selbstgestrikte Patronen von meinem Long Range Kumpel habe! Werde sie wohl irgendwann bei EGun verticken wenn ich mich dazu entschlossen habe! Bin aber noch nicht entschlossen.

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