.308 oder .30-06 als Universalkaliber

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Und nicht vergessen die Ausschuss-Seite.
Wenn es um den klassischen Blattschuss geht, wähle ich diesen Haltepunkt,
was sich im Jagdbetrieb nicht immer so anbietet.
Schönen Tag noch.

Wer schon mehr als ein Stück im Jagdjahr geschossen hat, könnte pro Kaliber mal eine Statistik über Fluchtwege einstellen
 

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Wenn es um "Bumm-Umm" geht, lässt sich daran nix mäkeln.
Ein dort getroffenes Stück macht ab der 223 down.
Und der Unterschied wird gering bleiben, ob ein Stück mit gleichem Geschoss mit der 308 auf 100 und mit der 30-06 auf 130m beschossen wird. Jedenfalls bevorzuge ich diesen Haltepunkt NICHT.
Falsch, macht ab der Hornet down.
 
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Eine Statistik kann ich nicht anbieten aber ich schieße nach Möglichkeit immer hinters Blatt / in die Kammer. Zu 90% habe ich eine Flucht zwischen 15m u. 30m. Egal ob 308 oder 30-06, TTSX, HIT, ETX oder Teilmantel.
Gewollt Hochblatt nur in Grenznähe oder wenn 100m Brombeer Dickung in der Nähe sind ;)
 
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Das war nicht die Frage und bestimmt gibt es welche, die mit der Magnum oder lfB aus Versehen ein Stück Rehwild an den Anschuss gebannt haben.
Und wenn es sooo falsch ist, dann müssten dazu (eigene) Erfahrungen vorliegen.
Weil du so explizit 223 geschrieben hast.
Wie gesagt das tut die 222 und hornet genauso.
 
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Das war nicht die Frage und bestimmt gibt es welche, die mit der Magnum oder lfB aus Versehen ein Stück Rehwild an den Anschuss gebannt haben.
Und wenn es sooo falsch ist, dann müssten dazu (eigene) Erfahrungen vorliegen.
Hallo. Also wenn einer die sichere Handhabung seines Drillings mit ESL nicht drauf hat? So manch einer wird da schon seine eigenen Erfahrungen dazu haben. Es gibt Typen die sich sogar damit brüsten... dass sie Sauen mit der Hornet umgelegt hätten.
 
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Lass mal die "Verwechsler" beim nächsten Schießen der KJS oder KG mit der "kleinen Kugel" auf die Scheibe schießen. Nur so, wegen der Differenz vom Halte- zum Treffpunkt.
 
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Ich will ja niemandem zu nahe treten aber es schon interessant, was aus einer einfachen Kaliber-bzw. Geschossfrage für abenteuerliche Ansichten in diesem Forum kundgetan werden. Da wird das eher schwachbrüstige Modekaliber .308 als universell auf alle europäischen Wildarten einsetzbar hochgelobt und auch tatsächlich im Osten auf schweres Wild eingesetzt. Dazu wird auch noch die Verwendung von harten Geschossen empfohlen, die auf Entfernungen von 200 m plus kaum mehr ansprechen. Dann noch kurzer Lauf und Schalldämpfer, (weils gerade "in" ist), und das Malheur ist programmiert. Wer nicht imstande ist eine Magnum zu beherrschen, muß sich halt mit jagdlichen Standardsituationen bei Schussentfernungen bis 150 m begnügen. Sicherlich sind Treffer mit relativ schwachen Kalibern auch tödlich, die Frage ist aber ob ich den am Abend beschossenen Hirsch in Anschussnähe oder erst am nächsten Tag unter Zuhilfenahme eines Schweisshundes, bereits unverwertbar, finde. Es ist doch unwiderlegbar, daß massive innere Organzerstörungen mit daraus resultierendem starkem Blutverlust zu einem raschen Verenden jedweden Wildes führt, und dies am sichersten mit schnellen, nicht zu harten und schweren Geschossen erreicht wird. WmH.! St.-Wolf
 
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So ist es
Dann noch kurzer Lauf und Schalldämpfer, (weils gerade "in" ist), und das Malheur ist programmiert. Wer nicht imstande ist eine Magnum zu beherrschen, muß sich halt mit jagdlichen Standardsituationen bei Schussentfernungen bis 150 m begnügen. Sicherlich sind Treffer mit relativ schwachen Kalibern auch tödlich, die Frage ist aber ob ich den am Abend beschossenen Hirsch in Anschussnähe oder erst am nächsten Tag unter Zuhilfenahme eines Schweisshundes, bereits unverwertbar, finde.
Und ich sage dir das hier der Treffersitz mehr Rolle spielt als die Geschoßart, Kaliber, joule und V-Ziel Gedöns....
 
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Ich will ja niemandem zu nahe treten aber es schon interessant, was aus einer einfachen Kaliber-bzw. Geschossfrage für abenteuerliche Ansichten in diesem Forum kundgetan werden. Da wird das eher schwachbrüstige Modekaliber .308 als universell auf alle europäischen Wildarten einsetzbar hochgelobt und auch tatsächlich im Osten auf schweres Wild eingesetzt. Dazu wird auch noch die Verwendung von harten Geschossen empfohlen, die auf Entfernungen von 200 m plus kaum mehr ansprechen. Dann noch kurzer Lauf und Schalldämpfer, (weils gerade "in" ist), und das Malheur ist programmiert. Wer nicht imstande ist eine Magnum zu beherrschen, muß sich halt mit jagdlichen Standardsituationen bei Schussentfernungen bis 150 m begnügen. Sicherlich sind Treffer mit relativ schwachen Kalibern auch tödlich, die Frage ist aber ob ich den am Abend beschossenen Hirsch in Anschussnähe oder erst am nächsten Tag unter Zuhilfenahme eines Schweisshundes, bereits unverwertbar, finde. Es ist doch unwiderlegbar, daß massive innere Organzerstörungen mit daraus resultierendem starkem Blutverlust zu einem raschen Verenden jedweden Wildes führt, und dies am sichersten mit schnellen, nicht zu harten und schweren Geschossen erreicht wird. WmH.! St.-Wolf
Manmanman:rolleyes:
Seit 1970 ist man doch eigentlich schon ein wenig voran gekommen. Kein Mensch braucht ne Magnum für irgendeinen Cervus elaphus auf 200m. Da braucht man, wie bereits oben erwähnt, Wissen. Aber es war ja immer schon so. Wem Wissen fehlt, ersetzt das gerne durch Muskeln.
Ich möchte jetzt echt nicht schon wieder von vorne beginnen. Ich schlage vor, nochmal bei Seite 1 mit der aufmerksamen Lektüre zu beginnen, sich danach mit modernen Geschosskonstruktionen und deren Wirkweise auseinander zu setzen. Ohne Dir persönlich zu nahe treten zu wollen.

Wenn ich möchte, dass der Recke im Osten, da liegt wo er liegen soll, dann zimmere ich dem eins Hochblatt drauf, und zwar mit einem "harten" (kein Solid) Geschoss, damit dieses Geschoss eben nicht einfach zerböselt, sondern damit alles was dem Geschoss in die Quere kommt zerbröselt wird und so Sekundärsplitter erzeugt. Dabei wird noch der Bewegungsapparat nachhaltig Beschädigt, das ZNS bekommt durch die Nähe der Wirbelsäule auch noch mächtig eins mit. Die Lunge hat links und rechts ein Loch, die großen Gefäße sind zerfetzt. Da halten sich die fluchten sehr in Grenzen.

Das ist mein Küchenschuss. Ich sitze dann nämlich früher in der Küche beim kühlen Bier und muss nicht ewig nachsuchen weil ich dem Stück einen reinen Herzschuss oder, noch langwieriger, den Schuss 2 Fingerbreit hinters Blatt angetragen habe.
 
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Und nicht vergessen die Ausschuss-Seite.
Wenn es um den klassischen Blattschuss geht, wähle ich diesen Haltepunkt,
was sich im Jagdbetrieb nicht immer so anbietet.
Schönen Tag noch.

Wer schon mehr als ein Stück im Jagdjahr geschossen hat, könnte pro Kaliber mal eine Statistik über Fluchtwege einstellen
Mit dem Schuss, rennt das Stück wie von der Tarantel gestochen, weil das schmerzempfindliche Herz bzw. die Herzkranzgefäße getroffen wurden.
Ich persönlich schieße da in die Körpermitte bzw. ein bisschen höher und da liegen sie dann am Anschuss ...
Mir persönlich ist das wichtig, damit das Stück Wild nicht länger leiden muss, als unbedingt nötig. Da ist Wildpretverlust zweitrangig, außerdem wer isst schon gerne Fleisch, das voller Adrenalin ist.
Sorry für off topic.
 
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Wäre schön wenn jeder vor Abgabe eines Schusses auf Hochwild seine Waffe, seine Nerven, das Jagdfieber und daraus resultierend sein Abkommen am Wildkörper so 100%ig im Griff hat wie Du. Ich kanns heute noch nicht. In Wahrheit dürften die meisten ( Hirsch) -Jäger aus obigen Gründen bestrebt sein, mitte der Kammer abzukommen , da dies ein absolut tödlicher Schuss ist und geringere Abweichungen keine schwerwiegenden Auswirkungen haben. Kommt zum waffenseitig bedingten Hochschuss dann noch besagte emotional bedingte Schützenstreuung hinzu, ist beim von dir empfohlenen hochblatt angetragenen Schuss schnell der Ziemer uns somit ein Krellschuss im Bereich des Möglichen. Grundsätzlich wirft sich mir die Frage auf, warum man bei der Jagd auf schusshartes Wild in der gerade noch brauchbaren Kalibergruppe herumexperimentiert. Ich gebe zu, auf dem Gebiet der Ballistik kein so grosser Experte, wie einige hier im Forum sind, zu sein. Meine Beiträge beruhen auf selbst gemachten oder vor Ort wahrgenommenen reichlichen Erfahrungen. Habe aber auch schon hier einiges Wissenswertes gelernt. WmH.! St.-Wolf
 
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Vermutlich kommt beim Schießen mit einem Magnum Kaliber neben dem genannten Jagdfieber bei manchem noch ein gesundes Mucken dazu, weil man nicht mit dem Gewehr zu recht kommt und schon ist die beste Ausgangslage für schlechte Schüsse gegeben, aber man kann es ja relativieren wg. Magnum und so. o_O

Da kommen ggf. die besten Faktoren zusammen.

Am besten noch als Empfehlung für den Jungjäger. (y)

Über die böse Laufkürzung und den Schalldämpfer, der dem Schützen noch mehr Vorteile im Schuss bietet mag ich lieber nicht schreiben. Was ein Frevel, wenn nicht jeder Schuss über 200 m liegt. :LOL:

Treffersitz, Treffersitz und nochmal Treffersitz ist ein wesentlicher Faktor.

Auch schlecht mit der Magnum geschossen ist Mist.

Manchmal bin ich froh, das der Gesetzgeber definiert hat, was hochwildtauglich ist.
 
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Zu der ganzen Diskussion vielleicht mal folgende Überlegung:

Die .308Win hat auf 100m roundabout 3000J, das entspricht der Energie, die in einem Gewicht von 300kg in 1m Höhe steckt. Diese Energie wird auf einer Fläche von ca. 60-80qmm in ca 1ms an den Wildkörper abgegeben.
Meint da jemand wirklich ernsthaft, dass da 30kg eine entscheidende Rolle spielen.

Ich gebe aber gerne zu, dass die .308Win in einer Reihe mit 7x57, 8x57 und .30-06 schon ein wenig "lütt" wirkt.
 
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