.308 oder .30-06 als Universalkaliber

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#33
#1
der ältere Jäger hat schon recht beim Thema weite Entfernung (was auch immer das sein soll) und Ausland. Wenn du da die Vorteile der 30-06 aber wirklich ausnutzen möchtest, sollte der Lauf nicht zu kurz sein. Ich sehe so 56cm als absolutes Mindestmaß.


Ja die älteren Jäger mit ihren Weis- und Wahrheiten.
Wie lange jagt der auf welches Wild wie weit??
Wie lange jagst du?
 
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#35
Um mal jemanden zu zitieren : ,, ist es denn wirklich so , dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt nur kopieren müssen ? '' 😂😂😂😂 8x57 oder 7x64 !!!! Munter bleiben 😅
 
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#38
um es mal auf der sachlichen Ebene zu belassen, bei gewünschten 800 m/s V Ziel mit 180gr wird die Schussentfernung mit den meisten Waffen und Patronen in 30-06 deutlich unter 100m liegen meistens sogar eher zwischen 50 und 70m. Dann ist die 30-06 ja auch zu klein und wir gehen nur noch mit 300er Mag los falls die deutsche Panzersau auf 105m steht.
Ich habe ganz bewusst die 800m/s gewählt - die klassische deutsche Kirrung ist in einer Entfernung von 30-40m angelegt.
BTW - nicht immer alles so ernst nehmen! An Kaliberdiskussionen nehm ich nur mit nem frisch gebrühten Kaffee und nem Teller voll Keksen teil ... ;). Gruss W.
 
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#42
Ich denke, dass du Fabrikmunition verwenden wirst. Nehmen wir nun einmal das 150gr. TTSX in beiden Patronen als Beispiel und vertrauen den Angaben der Hersteller.

.308 Win.:
Auf 300m hat das TTSX eine Auftreffgeschwindigkeit von 684m/s

.30-06:
Auf 300m hat das TTSX eine Vziel von 711m/s. Eine Auftreffgeschwindigkeit von 684m/s wird bei ca. 330m erzielt.

Mit der .30-06 kannst du in diesem Beispiel ungefähr 30m weiter schießen um die gleiche Wirkung, wie bei der .308 zu erhalten (!gleicher Treffersitz vorausgesetzt!), aber auf die gleiche Entfernung wirst du kaum bis keine Unterschiede in der Wirkung erkennen (bei gleichem Geschoss). Ähnliches bei Bleigeschossen, z.B. die CDP, bei der .308 Win hat die Mumpel eine Vziel auf 250m (V250) von 614m/s, mit der .30-06 wird die Geschwindigkeit bei 280m erreicht (Differenz erneut 30m). Es gibt jedoch auch Laborierungen, bei denen beläuft sich die Differenz auf um die 50m (z.B. 165gr SST).

Du musst dir aber bewusst machen, dass diese Werte mit Messläufen gemessen wurden und meist mit ein wenig Vorsicht zu genießen sind.


Gruß
Bock
 
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#43
Die Kurzlauftauglichkeit der .308 gegenüber der 3006 ist wissenschaftlich nicht zu halten.
eine 308 Win Hülse hat einen effektiven Brennraum von Ca. 2,927cm3, eine 30-06 von Ca. 3,792cm3 also rund 25% größeren effektiven Brennraum. Dieser ist um das Hülsenvolumen auszunutzen nahezu vollständig mit Pulver gefüllt. Dieses Pulver wird / soll dann beim Schuss im Idealfall vollständig im Lauf verbrennen. Ohne jetzt noch die Abbrand Geschwindigkeit und Druckentwicklung des Pulvers heranziehen zu wollen, kann aber eine größere Menge Pulver nicht genauso schnell wie eine kleinere Menge im Lauf verbrennen. Natürlich kann man durch Handladungen alles annähern, aber nicht vollständig angleichen. Ein Thema ist dann das Mündungsfeuer das andere Thema der Mündungsgasdruck wenn es um Dämpfung geht.

Wenn es also wirklich zu belegen wäre, wären ja auch viele 30-06 Waffen mit 50cm Lauf auf dem Markt. Da dies aber eher das Gegenteil ist, vermute ich mal das es wohl nicht so ist.

Einzig und allein die zu erreichende Mündungsgeschwindigkeit kann mit einer 30-06 der 300WM bei gleicher (kurzer z.B. 50cm) Lauflänge sogar höher sein als mit der 308 Win. Dies wird dann aber durch massive Nachteile wie Mündungsfeuer, Schussknall, Rückstoß und schlechtere Dämpfbarkeit erreicht. Kurzlauftauglich ist dann was anderes.
 
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