.375 H&H - Kurzer Lauf, Schalldämpfer und Fabrikmunition

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#1
Hallo,

ich weiß, das klingt nach einem Giftcocktail und ist in unseren Breitengraden unnötig.
Dennoch quält mich der Gedanke und ich möchte gerne in die Runde fragen,
was Ihr von folgender Idee haltet.

Es wird mir eine R93 Safari in 375 H&H zum Freundschaftspreis angeboten.
Um die Büchse für mich interessant zu machen, möchte ich sie dämpfen (Stalon XE 108 - .375).
Dazu muss ein Gewinde auf den Lauf, wobei ich ihn gleich kürzen lassen kann.
Ich dachte an +- 50 cm und denke, da der Dämpfer den Mündungsknall frisst, dass die dadurch verlorene Leistung
keine Rolle spielt - ob statt 6000 Joule 5500 im Ziel ankommen.
Dennoch bin ich nicht sicher, ob der kurze Lauf das Geschoss noch ausreichend stabilisieren kann?

Da ich kein Wiederlader bin, muss Fabrikmunition herhalten.
Ich habe in den letzten Tagen alle zu Geschoss- und Munitionswahl in 375 H&H gelesen, was zu finden war.
Da weich genug und gut verfügbar, sind die günstigen Privi Partizan 300 grs. SP RN eine interessante Wahl.
Es darf natürlich auch teurer sein, da ich die Büchse jagdlich einsetze und die Wirkung im Vordergrund steht.
Vielleicht hat ja wer eine Empfehlung.

Erreichen möchte ich mit dieser "Schöpfung", eine Kanone für die Nachtjagd auf Sauen zu kreieren,
die sich nicht von kleinen Ästen, Getreide o.ä. beeindrucken lässt und, treffen wie immer vorausgesetzt, die stücke an den Platz bannt.
Grenznahe Waldjagd, Sumpf und Rapsfelder sind bei mir Gang und Gäbe und selbst kurze Totsuchen sehr mühsam.
Besonders bei kleinen Ausschüssen, die unsere feisten Sauen im Notlaufprogramm mit Weissem verstopfen = keine Pirschzeichen.

Ich freue mich auf einen konstruktiven Meinungsaustausch und Eure Beträge.

Schöne Ostern
 
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#3
Sicher ist Leistungsverlust bei 60 cm auf 50 cm da, aber gerade in Europa sollte das egal sein.
Problematischer finde ich, dass man kaum Munition findet, die wirklich für europäisches Wild taugt. Am ehesten noch das 300grs Oryx. Die PRVI ist vom Preis her interessant, hatte in meiner Win70 Safari leider grottige Streukreise (>5 cm) gemacht.
Wenn man einen Wiederlader findet - die 260grs Accubond sind super.

Grüße,
PS
 
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#4
Ich würde auch keine Büchse Kaliber 375 H&H Magnum verunstalten und ihr ein Teil ihres Potential nehmen. Wer weiß ob du sie doch nicht einmal einsetzen wirst da wo diese Patrone heutzutage doch meistens benutzt wird.

Es werden auch gleich einige sagen das das Lauf kürzen die Leistung kaum beeinträchtig. Das mag zum Teil stimmen , aber nur für die leichte Geschosse dieses Kalibers , nicht für die schweren die du vielleicht mal für etwas anderes brauchst.

Deswegen , und von mir aus , mach nur die Dose vor den Lauf und fertig.
 
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#5
@Powerslave
die Privi würde ich erst testen. Sollte die Präzision passen, denke ich dass die weichen Geschosse ihren Zweck gut erfüllen.
Alternativ die Oryx, die dann ggf. sogar bei Rehwild noch vertretbar wäre...

@grandveneur
ja der Gedanke ist gut.
Daher wäre es wirklich interessant zu wissen, ob es ggf. eine "goldene Mitte" gibt,
mit der ich die gewünschte Führigkeit habe und dennoch das Potential der 375 H&H
nicht gänzlich vernichte und sie mal für Ihren ursprünglichen Zweck einsetzen kann.
 
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#6
Ich glaube das die Lauflänge bei der R93 um die 25 Zoll liegt so das eventuell eine Kürzung des Laufes bis 60cm nach meiner Meinung noch vertretbar wäre. Ich würde aber bei dieser Patrone nicht die 60cm Grenze unterschreiten. Die meisten Büchsen dieses Kaliber wurden , und werden immer noch , überwiegend mit 26 Zoll Läufe und sogar noch mehr angeboten.
 
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#7
Da weich genug und gut verfügbar, sind die günstigen Privi Partizan 300 grs. SP RN eine interessante Wahl.
Keine gute Wahl ! Bei stärkeren Stücken oft kein Ausschuss, also das Gegenteil von dem, was du suchst. Auch beim 260 gr AB hatte ich schon "Stecker" bei Schwarzwild der 100 kg + Klasse. Hornady DGX lässt da keine Wünsche offen …….

WTO
 
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#8
und ich würde unabhängig von der Lauflänge keine zu weichen Geschosse verwenden.
Viele reden immer davon dass die Geschosse für heimisches Wild zu hart wären um zu wirken.
Vollmanteleffekt und so. Ich konnte das nicht feststellen.
Jetzt verwende ich Barnes TTSX (die ja auch nicht grade weich sind) und es funktioniert bestens von Reh bis Hirsch.
Billige, weiche Murmeln zeigten auch starke Wirkung, aber so richtig schön war das nicht.
 
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#9
Lies den Bericht über die .375 Ruger bei Jagen-Schießen-Wiederladen.
Der hat verschiedene Geschosse auf Belastung geprüft. Einige sind durchgefallen.
 
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#12
Hab zwar keine R93 in dem Kaliber aber eine CZ550 in .375WbyMag. Die wird - wenns wieder möglich ist - auch auf 56cm plus Gewinde gekürzt. Den Verlust an Energie und GEE halte ich für vernachlässigbar, macht aber die Waffe im Endeffekt universeller.
 
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#14
Lies den Bericht über die .375 Ruger bei Jagen-Schießen-Wiederladen.
Der hat verschiedene Geschosse auf Belastung geprüft. Einige sind durchgefallen.
JASW - ich dachte ich kenne die Seite auswendig, aber manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
Sehr interessant - Danke für den Tipp.
Nachdem ich den Test gelesen habe, kommt das Barnes TTSX Mit 250 grs in die Auswahlliste. Wobei ich befürchte, dass ein leichteres, rasantes Geschoss mir etwas von der sehr gewünschten Unempfindlichkeit gegenüber Hindernissen in der Flugbahn nimmt.

Zwecks Lauflänge.
Wenn ich mir meibe R8 mit +- 10 cm längerem Lauf vorstelle und die 10,8 cm Schalldämpfer dazu addiere, bin ich wirklich noch im angenehmen Bereich.
Was leider in jedem Fall ab muss, ist der Kornsattel - etwas kürzer wird es also eh.

Was denkt Ihr zum Thema Schalldämpfer.
Ist ein Standad Schalli dem Druck so einer Patrone gewachsen?

Grüße vom Ansitz, der bisher leider sehr ruhig ist.
 
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#15
Hindernistreue anhand Rasanz oder Geschoßaufbau ist ein Lotteriespiel. Ok, 3,2g aus der .223 im Vergleich zu 19,5g aus der .375 da ist wohl ein Unterschied zu erwarten.
Aber 19,5g vs. 16,2g aus der .375? Hängt viel mehr vom Hindernis ab als vom Geschoss oder Geschwindigkeit.
 
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