.410 Schrot

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Hallo FlintenschützenInnen,
ich habe beim Stöbern in einschlägigen Katalogen einen Winchester UHR im Kal. .410, 2 1/2 (Länge ca. 64mm?) mit glattem Lauf gefunden. Modell 9410. Hat jemand damit Erfahrungen? Ich wüsste auch gerne, ob das Kal .410 auf Tauben zu gebrauchen ist. Wo gibt es dafür Munition? In meinen Katalogen waren die Angebote eher dürftig.
Waidmannsheil Günni.
 
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Morgen Fuhrmann,
das sehe ich anders.
Ich kenne jemand, der die .410 hervorragend in einer schönen Querflinte geführt hat.
Taube, Hase, Fasan, kein Problem, mann muss nur eine Distanz von 20-25m einhalten.
Ansonsten ist es genauso wie mit einer 12er, 20er oder 16er - wenn du drauf bist, triffst du auch!
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Hallo,
ich habe aus einem Nachlass eine 410/22WMR Kipplauf BBF für DM 300,- erworben.
Der Verstorbene war Jagdaufseher und hatte die Waffe beim Kirren "für alle Fälle" mitgeführt. Leicht und Robust, er konnte mit dem Fahrrad sein Revier abfahren.
Nachdem ich die Waffe erworben hatte, probierte ich sie aus.
Ergebnis: Schuß auf Pappe 1m x 1m auf 20 Schritt, ergab sehr gute Deckung.
Ich glaube, für den oben geschilderten Zweck ist sie sehr praktisch.
Jagdlich möchte ich sie nicht führen.

Gruß und WMH, jannis

PS: Als Schrotpatronen und FLG habe ich "Fedderal" gewählt.
Frankonia bietet sie auch im Katalog an.

Gruß und WMH, jannis

[ 04. November 2002: Beitrag editiert von: Jannis2002 ]
 
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Ich habe als Junge meine ersten Tauben mit einer alten Hahnflinte Kal. 32 geschossen.
Im Prinzip geht es natürlich, aber trotzdem, die paar Schrote, die da drin sind ...
Und .410 ist noch kleiner.
Es reicht natürlich, eine Ringeltaube aus einem Baum zu holen, aber mehr? Tauben streichen gern hoch.
Mit dem Spielzeug ist auch der UHR gemeint, als Flinte kann ich mir den nicht so recht vorstellen.
Mein Rat: die normale Jagdflinte nehmen und Patronen, die vom Tontaubenstand übrig sind.

Gruss,
Fuhrmann
 
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Heidihei,
also ich schieße seit Jahren mit einer spanischen Querflinte (Richland Arms oder so) im Kaliber 36/76 oder .410 alles Niederwild. Ich vergleiche das mal mit dem Kaliber 20/70 was in unseren Breiten (Münsterland) zwar nicht üblich ist aber immerhin von einigen Spezialisten geführt wird. Kaliber 20 hat eine Vorlage je nach Munitionsfabrikat von ca 25-28 Gramm Schrot. Kaliber 36/76 hat eine maximale Vorlage von 21 Gramm Schrot. Das ist kein gewaltiger Unterschied! Versuche auf der großen 16 Felderscheibe meinerseits haben ergeben, das die Deckung von Schrot Nummer 6 auf 25m durchaus noch reicht. Die größte erhältliche Schrotgröße ist Nummer 4. Mehr macht dann auch wenig Sinn, denn dann geht die Anzahl der Schrote rapide nach unten. Ich benutze diese Flinte jährlich auf mehreren Niederwildjagden und merke damit keinen Unterschied zu den 12er- Schützen, jedenfalls was den Erfolg angeht. Man muß sich natürlich mit den Entfernungen etwas bescheiden. Die berühmten 45 oder gar 50 Meter Schüsse mit den 40 Gramm Patronen kann ich nur beschmunzeln. Meistens wird nicht weiter als 20 Meter geschossen. Ein Hase braucht auf 20 m etwa zehn gut verteilte Treffer. Ob jetzt 250 Schrote zusätzlich nutzlos in der Gegend verballert werden oder 350, ist dem Hasen egal. Abschließend behaupte ich, das man mit Kaliber 36 genausogut jagen kann wie mit 12. Wenn man die maximalen Weitschussentfernungen der verschiedenen Schrotgrößen halbiert. Schösse ich nur noch mit Kaliber 12, würde mir die dauernde Jagdkönigswürde bei den Schüsseltreiben zu teuer
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Bis dahin
Leo
 
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Bei uns in der Nachbarjagd nutzt auch jemand eine bockflinte im Kaliber .410 , und das mit bestem Erfolg.

Der nimmt die Flinte sogar bei der Fuchsjagd mit.
Wichtig ist eben die max. Schussentfernung. Der Jäger ist auch meistens Durchgehschütze, wo die Schussentfernungen weitaus geringer sind
 
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Hallo, die Antworten zu Schrotpatronen haben mich jetzt schon ein bisschen aufhorchen lassen da das Kal. .410 ja eigendlich nicht so einen guten Ruf geniest. Mich würde jetzt sehr eure Erfahrung mit Flintenlaufgeschossen interessieren. Jetzt schon herzlichen Dank für eure Antworten.
Gruß steinkauz
 
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Leo, Jochen,

Dass ca. 20 Gramm Schrot noch brauchbar wirken leuchtet mir ein, schliesslich schiesse ich mittlerweile auch aus Kal. 12 auf Tontauben 24 Gramm, und es funktioniert.
Ich könnte also genau so mit Kal. 20 oder 24 antreten.

Allerdings braucht es für die 20 Gramm .410/76 Hülsen, und günni spricht von 2 1/2", 65er Hülsen. Da passen nur 14 Gramm Schrot oder weniger rein.
Wo man die beziehen kann, weiss ich auch nicht.

Persönlich würde ich das Geld für diesen UHR lieber als Anzahlung für eine gute Doppelflinte Kal. 20/70 verwenden (nicht 20/76, da kann ich gleich bei 12 bleiben).

Fuhrmann
 
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Auf der website von Sellier & Bellot finde ich gerade:
.410 / 63.5 mm, Schrotgewicht 12.4 Gramm

Fuhrmann
 
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Hallo,
danke für Eure Meinungen. Resultat: UHR ist gestorben, aber DFl in .410 (76mm) kocht auf kleiner Flamme weiter.
Waidmannsheil Günni
 
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