.45 Blaser & Schalldämpfer

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#17
Dr. Neitzel behauptet (für Kal. 50)
hier ab ca. 1:46:30
so ziemlich das genaue Gegenteil…
Neitzel hat mir, anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung, auf die Frage ob Unterschallpatronen jagdlich einsetzbar sind geantwortet, das gehe überhaupt nicht,.... was ein vollkommener Blödsinn ist.

Wenn man sich den politischen Hintergrund anschaut wird das klar.

Es ging damals darum, politische Entscheidungsträger dazu zu bewegen, Schalldämpfer überhaupt zu erlauben.

Darum wurde argumentiert, den wirklich leisen Unterschallschuss wird's nicht geben, es geht nur um eine Geräuschreduzierung aus "gesundheitlichen" Gründen.

Unfähige Politiker haben sich, wie das in unserem Land üblich ist, von Lobbyisten übern Tisch ziehen lassen.

Schalldämpfer sind jetzt in jedermanns Händen, und jetzt wird selbstverständlich ausprobiert, was tatsächlich geht.

Die .45 Blaser ist ein schönes Beispiel dafür, lediglich durch das Wechseln der Laborierung ist vom wirksamen Unterschallschuss bis zur afrikatauglichen Magnum alles möglich.

Lediglich an der ASV drehen, und ab dafür...


Gruß

HWL
 
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#18
Einfach mal bei Herrn Romey anrufen, der gibt dir detailliert zu all deinen Fragen kompetente Auskunft.
Gibt's den noch?
War doch einige Zeit erstaunlich ruhig.

D.h. Romey hat die .45 Blaser entwickelt UND das war eine Entwicklung für ein Subsonic-"Behördenkaliber"?


Ich hab bisher die Geschossgewichte 250, 300, 350 und 400 gr probiert und bin sehr angetan von der Leistung (Präzision).
Präzision ist das eine ...
480er und 500er sind der nächste Schritt - von Barnes gibt es auch ein 600 gr.
... die erforderliche Energie für den legalen Schuss auf Schalenwild das andere.
Eben mal kurz mit Quickload / -target gespielt, alles ohne Gewähr :
Wenn man das 600 gr Barnes mit 344 m/s (=2306 J) losschickt, kommen auf 100 m 322 m/s (=2021 J) an.
Damit wäre man aber (je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit) im Überschallbereich und - was wohl noch kritischer ist - man kommt im Laufe der Flugbahn in den transsonischen Bereich, der ja ganz besonders zu unerwünschten Effekten führen soll (weswegen Long-Range-Schützen den "meiden, wie die Pest").


WaiHei
 
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#19
Ohne Präzision geht gar nichts, sie ist die Voraussetzung für alles in diesem Geschäft.

Sie wird um so wichtiger, je weniger Energie ins Ziel gebracht werden kann.

Fürs Rehwild langts schon mal dicke, am Rest wird gearbeitet.

Zur Not (der Lebenskeiler erscheint unangemeldet) bietet die .45 Blaser die Möglichkeit eine Überschallpatrone reinzuschieben und am ASV zu drehen, wie in #17 beschrieben.

Zum transonischen Bereich .... Leute die selber nie was ausprobieren, versuchen Angelesenes als Wahrheiten zu etablieren....

Grad Sportschützenunfug wird ja immer wieder gern versucht, ungeprüft auf die Jagd zu übertragen.

Es ist etwas vollkommen anderes, ob ein Geschoss aus der .308 bei 800 oder 1000 m unter die Schallgeschwindigkeit fällt, und dann noch ein paar hundert Meter präzise fliegen soll, oder ob versucht wird mit einem .458er Geschoss zwischen 20 und 80 m einen Treffer zu erzielen.

Sowas kann man nur ausprobieren,.... selber,... dann muss man nichts glauben/befürchten.

Im übrigen prophezeie ich hier mal, dass Blaser sein ungeliebtes .45er-Kind wieder aufleben lassen wird!


Gruß

HWL
 
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#20
Ohne Präzision geht gar nichts, sie ist die Voraussetzung für alles in diesem Geschäft.
Definiere "Präzision"!
Ob ein Geschoss (dieser Gewichtsklasse) 5 cm weiter "hier oder da" einschlägt dürfte kaum einen Unterschied machen.


Zum transonischen Bereich .... Leute die selber nie was ausprobieren, versuchen Angelesenes als Wahrheiten zu etablieren....
Du wirst natürlich all Dein Wissen selbst erarbeitet haben, bzw. zumindest ALLES selbst überprüft haben.


Grad Sportschützenunfug wird ja immer wieder gern versucht, ungeprüft auf die Jagd zu übertragen.
Ja, ja, die Sportschützen, die machen ja nur Unfug und erzählen den ganzen Tag B.lödsinn ...
Woran erkennt die Physik eigentlich, ob ein Geschoss jetzt von einem Sportschützen oder bei der Jagd abgegeben wurde?


Es ist etwas vollkommen anderes, ob ein Geschoss aus der .308 bei 800 oder 1000 m unter die Schallgeschwindigkeit fällt, und dann noch ein paar hundert Meter präzise fliegen soll, oder ob versucht wird mit einem .458er Geschoss zwischen 20 und 80 m einen Treffer zu erzielen.
Da hast Du allerdings Recht.


Sowas kann man nur ausprobieren,.... selber,... dann muss man nichts glauben/befürchten.
Die wenigsten werden alles, was irgendwer propagiert selbst "ausprobieren".
Gerade bei der Jagd lehne ich es ab jeden m.o.w. offensichtlichen Unsinn (den Schuh musst Du Dir nicht anziehen, das meine ich allgemein!) selbst "auszuprobieren".


Im übrigen prophezeie ich hier mal, dass Blaser sein ungeliebtes .45er-Kind wieder aufleben lassen wird!
Bevor oder nachdem die neue "Super-Blaser" 8,5x55 untergegangen ist?

ICH halte die .458 WinMag da für die wesentlich geeignetere Ausgangsbasis:
Waffen von vielen Herstellern und in mehreren Systemen verfügbar, Hülsen von vielen Herstellern, Matrizen, ...
Vor etlichen Jahren las ich mal einen Artikel über die "one for all .458":
Von der Blei-Rundkugel zum "plinken" bis zur Großwild-Labo sei alles machbar ...

Schon wieder so ein Ding, das ich nicht selbst ausprobiert habe ...


WaiHei
 
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#21
Neitzel hat mir, anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung, auf die Frage ob Unterschallpatronen jagdlich einsetzbar sind geantwortet, das gehe überhaupt nicht,.... was ein vollkommener Blödsinn ist.

....

Lediglich an der ASV drehen, und ab dafür...

Gruß

HWL
zur 458 SOCOM gibt es einige Videos, z.B.


Zur Tauglichkeit subsonic und supersonic kann ich "nur" etwas zur 8,5 sagen, beides geht dort...
 
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#23
Zur Tauglichkeit subsonic und supersonic kann ich "nur" etwas zur 8,5 sagen, beides geht dort...
Die 8,5 hat halt subsonic den Nachteil dass sie mit maximal 300 gr Geschossmasse (zu) wenig Energie transportiert.

Bei einer feststehenden, maximalen Vo von sagen wir 330 m/s kannst du dir die notwendige Energie nur über die Geschossmasse holen.

Und da is 600 gr schon knapp bemessen.

Gruß

HWL
 
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#24
Definiere "Präzision"!

Ob ein Geschoss (dieser Gewichtsklasse) 5 cm weiter "hier oder da" einschlägt dürfte kaum einen Unterschied machen.

WaiHei
Je weniger Energie du zur Verfügung hast, und je gekrümmter die Flugbahn ist, desto wichtiger wird es, dass das Geschoss exakt dort einschlagt, wo du es haben willst.

Ich hab mit 300 und 400 gr Geschossen auf 50 m mehrmals mit 5 Schuss ein Loch erzeugt.

Das gibt Sicherheit.

"5 cm hier oder da" is da m. E. einfach zu viel.

Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Gruß

HWL
 
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#25
Die 8,5 hat halt subsonic den Nachteil dass sie mit maximal 300 gr Geschossmasse (zu) wenig Energie transportiert.

Bei einer feststehenden, maximalen Vo von sagen wir 330 m/s kannst du dir die notwendige Energie nur über die Geschossmasse holen.

Und da is 600 gr schon knapp bemessen.

Gruß

HWL
Das ist was ich mit meiner groben Berechnung sagen wollte. Wenn E=1/2m*v^2 und v bei Unterschall feststeht, muss m im Bereich von 600 gr sein, um die E100 Forderung zu erfüllen.
 
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#26
Ich hab mit 300 und 400 gr Geschossen auf 50 m mehrmals mit 5 Schuss ein Loch erzeugt.
Und wofür sind die gedacht?
Welche E100 erreichst Du damit?


"5 cm hier oder da" is da m. E. einfach zu viel.
Da es ja auch um Mindestenergie ging gehe ich von Schalenwild aus und wo ist da der tödliche Bereich kleiner als 10 cm?
Es sei denn Du wolltest "Streifenhörnchen" ins Gehirn schießen, was ICH aber ablehne (generell, auch bei stärkeren Stücken).


WaiHei
 
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#27
Und wofür sind die gedacht?
Welche E100 erreichst Du damit?


Da es ja auch um Mindestenergie ging gehe ich von Schalenwild aus und wo ist da der tödliche Bereich kleiner als 10 cm?
Es sei denn Du wolltest "Streifenhörnchen" ins Gehirn schießen, was ICH aber ablehne (generell, auch bei stärkeren Stücken).


WaiHei
Ich möchte mit dem teil gern bei möglichst hoher Präzision die maximale Energie unterschall ins Ziel zu kriegen.

Dabei ist Streifenhörnchenpräzision kein Hindernis.

Ausrechnen kannst du dir das alles selbst mit QL, ob es tatsächlich funktioniert kann man nur sehen, wenn man es ausprobiert.

Knackpunkt scheint zu sein, welches Geschossgewicht (präziser Geschosslänge) kann im Unterschallbereich noch stabilisiert werden.

Ganz um Schluss kann man sehen, in welchem Land welche gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden müssen.

Für einen Wiederlader eine Spielwiese - jagdlich mag ichs ehrlicher weise am liebsten wenns möglichst laut kracht.


Gruß

HWL
 
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