7mm Rem Mag

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#1
hi wer schiest das Kaliber,mit welchen labos, auf welches Wild?
wie sind eure Erfahrungen mit Fluchtstrecke,Entwertung,Pirschzeichen.
Fabrikmun gibt es ja genug wer läd das kaliber wieder?
hintergrund ist folgender-mir ist eine Mauser Waffe dieses Kalibers angeboten worden.
Unter 50m ist sie wohl sehr brutal.wollte die waffe für DJ und Ansitz auf HW nehmen.das gelegentliche reh sollte aber nicht mehr als bei ner 30-06 entwertet werden.
MFG
 
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#2
Hallo,

ich möchte Dir einige Erfahrungen mit einer 98er-Büchse im Kal. 7 mm RM weitergeben. Ich habe sie im Laufe einer mehr als einjährigen, intensiven Beschäftigung mit einem St.Barbara-Zivilmauser in diesem Kaliber gesammelt. Die betreffende Büchse wurde in den 70er Jahren von Frankonia vertrieben.

Ich werde nicht auf Laborierungen, Geschosse, Geschosswirkungen u.s.w. eingehen, weil es gerade im Kaliber 7 mm praktisch alles an Laborierungen, Geschosskonstruktionen und -wirkungen gibt. Dafür umso mehr auf das Zusammenspiel von Kaliber und Waffe, mit dem ich schwer beschäftigt war.

Die 7 mmRM wurde von Anfang an auch als Wettkampfpatronen für weite Entfernungen mit Erfolg eingesetzt. Sie hat aber mehrere Besonderheiten, man kann auch sagen Macken:

1. Der Übergang zwischen Patronenlager und Laufprofil ist sehr kurz. Die Geschosse müssen deshalb sehr tief gesetzt werden. Ich bin nicht über eine maximale Patronenlänge von 82 mm hinausgekommen, habe im 98er-Magazin etwa 2 mm verschenkt.
2. In den ersten Jahren wurde der Halsdurchmesser in vielen Patronenlagern sehr eng geschnitten. Wenn dies der Fall ist (wie bei meiner Büchse), dann merkt man dies daran, dass sich in einer abgeschossenen Hülse das betreffende Geschoss nur mit spürbarem Widerstand einschieben lässt. Diese Besonderheit kann zu einem starken Druckanstieg und zu schlechter Schussleistung beitragen.
3. Der Zugdurchmesser ist für die deutschen 7-mm-Patronen mit 7,24 mm etwas größer als der für die amerikanischen (7,21 mm). Entsprechend haben die Geschosse leicht unterschiedliche Durchmesser. Wenn man z. B. RWS-Geschosse in der 7 RM verwendet, mauss man die Ladung an diesen Umstand anpassen (siehe DEVA-Wiederladehandbuch, S. 289).
4. Das Innenvolumen der unterschiedlichen Hülsenfabrikate ist keineswegs gleich. Wenn man in verschiedene Wiederladehandbücher schaut, wird man feststellen, dass man sehr unterschiedliche Maximalladungen für die 7 mm RM genannt bekommt.

Mit viel Ursachenforschung und Probieren / Optimierungsmaßnahmen an Waffe und Laborierungen habe ich es geschafft, für diese Waffe eine Bestschussleistung von knapp 30 mm bei 5 Schuss zu erreichen. Es geht wahrscheinlich noch etwas besser, aber für den Jagdeinsatz bis maximal 250 m reicht es erst mal.

Wenn du die Waffe noch nicht gekauft hast, kann ich dir nur dringlich eins empfehlen: Probeschießen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn du kein Wiederlader bist, dann solltest du sie nur dann kaufen, wenn sie mit 5 Schuss Qualitätsmunition weniger als 4 cm streut (vorausgesetzt, du weist, wie man eine Jagdwaffe auf Schussleistung testet).

In der leistungsfähigkeit ist die 7 mm RM nur knapp vor der 7X64. Letztere ist viel gutmütiger und effizienter.
 
A

anonym

Guest
#4
Elmar hat gesagt.:
Hallo,in der leistungsfähigkeit ist die 7 mm RM nur knapp vor der 7X64. Letztere ist viel gutmütiger und effizienter.
guter Beitrag. Welches Geschoss verwendest Du?Welches Wild hast Du hiermit erlegen können..?
Hast Du einmal Deine load gemessen...?
Auf folgende Gegebenheit möchte ich verweisen: 99 % aller Jäger sind von den Außenmaßen der Patrone begeistert. Aber, Vorsicht viele Hersteller fertigen eine Art "Mogelpackung". Besonders Fabr.-Munition made in US sind dermaßen Leistung schwach, dass von Magnum nicht`s mehr übrig bleibt.Solche US Munition ist oft Leistungsschwächer als unsere vorzügliche 7x64 von Altmeister Brenneke, Leipzig.

Gruss Richard aus Hollywald
 
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#5
hatte mit den 11,5g TIG beste Erfolge,
Sauen mit 60kg, 80kg und 90kg lagen u.a. auf der DJ im Knall,
bei nicht nennenswerter Entwertung.
Bei leichtem Wild war die Wirkung ganz unterschiedlich, ein 20kg Frili ging mal noch 15m, wobei ich ihn quer durchschossen hatten, alles innerlich geplatz war.

Im Bezug zur Wildbretentwertung ist der Treffersitz entscheident, solange man "auf den Rippen" bleibt, ists ok, sobald aber eine Schulter, ein Gelenk, Pansen o.ä. dazwischen kommt, siehts teilweise richtig übel aus.

Rehe schieß ich damit ungern, aber wenn man nicht aufm Blatt anhält, ists auch nicht schlimmer wie ne .30-06

Ein Kumpel verwendet derzeit das Vulkan, ist ebenfalls sehr zufrieden damit.

Damit mein Geldbeutel durch RWS nicht zum Zwiebelleder wird, bei dessen Inhalt einem das Heulen kommt, hab mir jetzt ne Charge S&B SPCE in 11,2g zugelegt. Die sind aber deutlich schwächer gestopft, fliegen jedoch bei mir sehr präzisen. Jagdliche Erfahrungen damit fehlen bisher!

Wenn viel im Wald oder auf kurze Entfernung (70m sind für die 7mmRM nicht weit) damit jagst, verwende ein schweres Geschoss, macht erfahrungsgemäß weniger Entwertungen.

Grüße
 
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#6
Ich schieße die 7 mm Rem seit rd. 20 Jahren. Damals kam ich zu dem Kaliber nicht als Ergänzung meiner Standard-BBF in 7x65 R, sondern ähnlich wie Du jetzt über ein Schnäppchen beim Waffenkauf, ein Repetierer mit echtem Linkssystem, damals noch selten auf dem Gebrauchtwaffenmarkt.

Ich bin eigentlich recht angetan von dem Kaliber, ist es das Idealkaliber für unser Rotwild hier (Hirsch bis max 150 kg). Bei Rehen habe ich unabhängig von den Laborierungen schlechtere Erfahrungen, da selbst bei Ein- und Ausschüssen hinter dem Blatt die Einblutungen sehr großflächig sind. Sauen soweit auch ok.

Ich habe anfangs ca. 70 Stück Wild mit dem 9,4 gr TMS von RWS geschossen, meine Erfahrungen auf Rotwild gut, ab 80 kg fehlte auf Entfernungen größer 150 m oft der Ausschuss aber die Wirkung war gut (schlagartiges Zusammenbrechen am Anschuss).

Mit dem 10,5 gr KS von RWS, auf das ich umschoß wegen der beschädigten Geschossspitzen im Magazin (ich schieße in der 7x65 R auch das 8gr KS), hatte ich da schlechte Erfahrungen sammeln können, wobei das auch mit zwei negativen eigenverschuldeten Dingen zusammenhing, jedenfalls war ich nach 10 Stücken Wild so weit, dass ich wieder wechselte.

Bis heute schieße ich sehr zufrieden das 9,1 gr Nosler von Hirtenberger und bin glücklich mit der hohen Präzision (Streukreis 7 cm auf 300 m aus dem Schießgestell). Für meine Verhältnisse ist dieses Geschoss ideal und muss wahrscheinlich als Nicht-Wiederlader nur bald wieder wechseln, da es Hirtenberger Munition so nicht mehr gibt. Dann wird es - trotz der beschädigten Geschoßspitzen (das übrigens auch beim Nosler) - wieder das RWS TMS.
 
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#7
Schieße dieses Kaliber als "Bergwaffe" in einer Ruger No 1 Varmint seit vielen Jahren auf Gams, Steinbock, Ziegen und Schafen in 3 Kontinenten. Gute Wirkung erzielt bei mir das Norma Oryx 10.1 g auf jagdliche Entfernungen bis etwas über 400 m.
5´er Trefferbilder unter 50 mm / 300 m
10,5 KS ging auch ganz gut!
 
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#8
Hallo !


brauche mal meinungen zu 7mm rem mag oder erfahrungen...
Möchte mir ein Browning blr in diesem kaliber zu legen für die drückjagd auf sauen da ich linksschütze bin und mir keine SLB kaufen möchte soll es jetzt ein Unterhebelrepitierer werden aber halt in 7mm rem mag. taugt mir das kaliber wenn ich so grob 80% Sauen 10% Hochwild und jeweils 5% auf Raub und Rehwild damit bejage ? Liegen die sauen auch wenn sie aus 50m beschoßen werden oder is das echt nur was für über 100 meter ? Würde damit auf drückjagden in unseren breiten mit 50% wald und 50% feld anteil gehen wollen so im durchschnitt. Würd mich freuen wenn mir jemand was dazu sagen könnte der das kaliber auch führt und mir zu meinem vorhaben seine meinung geben könnte und oder dazu raten oder halt eben nicht.

danke schon mal WMH
 
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#9
Brenner hat gesagt.:
Möchte mir ein Browning blr in diesem kaliber zu legen für die drückjagd auf sauen da ich linksschütze bin und mir keine SLB kaufen möchte soll es jetzt ein Unterhebelrepitierer werden aber halt in 7mm rem mag.
Eine 7mm Rem Mag taugt genauso wie die 7x64 oder andere Kaliber in 7mm für die Drückjagd.
Nimm ein gutes Geschoß wie TOG, Partition, A-Frame, Accubond, TSX usw... und die Sache wird passen. Ob die Sauen liegt wird vom Treffersitz abhängen.
Wenn es die Browning auch in 7x64 gibt würde ich diese bevorzugen wegen billiger Übungsmunition und das gesparte Geld ins Schießkino investieren.
 
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#10
Mal ne Anfängerfrage.
Ich hab schon immer 308 geschossen und bin natürlich auch zufrieden damit.

wenn man aber jetzt über Weitschusskaliber wie diese hier diskutiert. Auf dem Papier unterscheiden die sich ja kaum zu den leichten 308 Kupfergeschossen (130grs. TTSX, 150grs. Trophy Copper).

kann mir das jemand verständlich erklären, warum man solche Kaliber wirklich benötigt oder besser gesagt, wie äußern sich die Unterschiede in der Praxis?

gibt es da irgendwie eine Streckengrenze, wo die 308 dann schlechter abschneidet als Beispiel 7mm rm?

danke und viele grüsse

PS: reiner Gedankenaustausch. Ich hab auf Wild noch nicht weiter als 150m geschossen und werde es auch erstmal nicht.
 
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#11
Mal ne Anfängerfrage.
Ich hab schon immer 308 geschossen und bin natürlich auch zufrieden damit.

wenn man aber jetzt über Weitschusskaliber wie diese hier diskutiert. Auf dem Papier unterscheiden die sich ja kaum zu den leichten 308 Kupfergeschossen (130grs. TTSX, 150grs. Trophy Copper).

kann mir das jemand verständlich erklären, warum man solche Kaliber wirklich benötigt oder besser gesagt, wie äußern sich die Unterschiede in der Praxis?

gibt es da irgendwie eine Streckengrenze, wo die 308 dann schlechter abschneidet als Beispiel 7mm rm?

danke und viele grüsse

PS: reiner Gedankenaustausch. Ich hab auf Wild noch nicht weiter als 150m geschossen und werde es auch erstmal nicht.
Für das Warum:
wenn wir mal das 150gr. TTSX in .308 und 7mm Rem. Mag. nehmen, dann kommen wir auf eine V0 (60cm LL) von max. ca.
- 870m/s bei der .308 Win.
- 960m/s bei der 7mm Rem. Mag.
Damit liegen wir bei 180m GEE und auf 300m ca. -280mm bei der .308. Mit der 7mm Rem. Mag haben wir eine GEE von rund 200m und auf 300m ca. -180mm. Hinzu kommt, dass die 7mm Rem. Mag. auch eine größere Reichweite (angemessene Vziel, damit das Geschoss gut aufmacht) aufweist.
Außerdem haben die 7mm Geschosse bei gleichem Gewicht (und gleiches Geschoss) einen höheren BC (mal mehr oder weniger Unterschied), das kommt der Vziel ebenfalls zugute.

Für die Praxis bedeutet das, dass man mit den solchen Weitschusskalibern es einfacher hat auf Entfernung zu "arbeiten", da weniger Geschossabfall (10cm ist sind zu vernachlässigen), weniger Winddrift, höhere Auftreffgeschwindigkeiten und damit stärkere Wirkung usw.
Aber natürlich bringt es auch gewisse Nachteile mit sich, da eine hohe V0 auf kürzere Entfernungen nicht immer gut ist und man sollte schon einen langen Lauf verwenden womit die Büchse länger wird.


Gruß
Bock
 
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#12
Für das Warum:
wenn wir mal das 150gr. TTSX in .308 und 7mm Rem. Mag. nehmen, dann kommen wir auf eine V0 (60cm LL) von max. ca.
- 870m/s bei der .308 Win.
- 960m/s bei der 7mm Rem. Mag.
Damit liegen wir bei 180m GEE und auf 300m ca. -280mm bei der .308. Mit der 7mm Rem. Mag haben wir eine GEE von rund 200m und auf 300m ca. -180mm. Hinzu kommt, dass die 7mm Rem. Mag. auch eine größere Reichweite (angemessene Vziel, damit das Geschoss gut aufmacht) aufweist.
Außerdem haben die 7mm Geschosse bei gleichem Gewicht (und gleiches Geschoss) einen höheren BC (mal mehr oder weniger Unterschied), das kommt der Vziel ebenfalls zugute.

Für die Praxis bedeutet das, dass man mit den solchen Weitschusskalibern es einfacher hat auf Entfernung zu "arbeiten", da weniger Geschossabfall (10cm ist sind zu vernachlässigen), weniger Winddrift, höhere Auftreffgeschwindigkeiten und damit stärkere Wirkung usw.
Aber natürlich bringt es auch gewisse Nachteile mit sich, da eine hohe V0 auf kürzere Entfernungen nicht immer gut ist und man sollte schon einen langen Lauf verwenden womit die Büchse länger wird.


Gruß
Bock

danke für Deine kompetente Antwort. Genau die Antwort, die ich erhofft habe.
Gruss
 
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#13
Habe diese Patrone in einem Mauser 98 bei drei Jagdreisen in Alaska und einmal bei einer vierwöchigen Jagd auf Gams-und Thar auf der neuseeländischen Südinsel geführt. War damals ein Billigmodell (aber sehr robust) mit Zastavalauf, der aber vorzüglich schoss. Verwendet habe ich das Norma Vulkan und das RWS Kegelspitz, welche trotz mancher heutigen Unkenrufe recht gut gewirkt haben. Beide Elche brauchten allerdings mehrere gute Blattschüsse bis sie umfielen. Ist bei diesen Kolossen aber nicht ungewöhnlich, egal womit du triffst. Grizzly, Dallwidder und Karibus, Gams und Thar sowieso, fielen schnell. Verloren habe ich damals kein Stück. Als problematisch, wenn nicht sogar gefährlich, stellte sich bei diesem Mauser die Gürtelhülse heraus. Beim raschen repetieren glitt der Gürtel der leeren Hülse über jenen der vollen Patrone, wodurch sich diese soweit querstellte, dass sie beim Vorwärtsschieben der Kammer oft unbemerkt seitlich zu Boden fiel. Nun hatte man nur mehr ein vermeintlich geladenes Gewehr in den Händen. Soll aber nur bei 98er Modellen vorkommen, welche mit Sicherheit niemals für die Verwendung von Gürtelhülsen angedacht waren. Vielleicht wars aber nur bei meinem Schiessprügel so. WmH.! St.-Wolf
 
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#14
ich sehe die 7mm RemmiDemmi prädestiniert für mittelschweres Wild auf weiter raus - 160gr Geschosse z.B. lassen sich flott (auf über 900m/s) beschleunigen und auf Grund des günstigen BC kommt dann die Energie dann auch an.

Auf schweres Wild würde ich mich auf 100m wohler fühlen als mit der .308 - aber da wäre mir die .30-06 mit 180gr oder 200gr noch lieber.

Die 7mm ist in unseren Gefilden eher ein Spezialist. Im Gebirge mit den oft weiteren Entfernungen macht sie da weiter,wo eine flotte 6,5 aufhört. Vlt. auch in Afrika ganz sinnvoll auf einige Wildarten.

Auf jeden Fall ist die Schnittmenge zu einer .308 eher klein; dafür unterscheiden sie sich schon deutlich.

.... im 98er funktioniert die breite Hülse mit der steilen Schulter bei der kurzen Magazinlänge eher hakelig und man muss tiefer setzen, als es grundsätzlich mit der Patrone sein müsste. Zudem möchte sie lange Läufe, hat einen deutlichen Rückstoß und ist sehr, sehr pulverhungrig.
 
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#15
Die div. Kaliber-Diskussionen irritieren mich immer wieder.
(Erst recht, wenn sie nach Jahren wieder aktiviert werden ;))
Meistens reicht es doch die technischen Datenblätter anzuschauen, um ein Bild zu bekommen.

Ein Kaliber wie die 7mm REM ist prädestiniert für weite Entfernungen.
Einsatz-Szenario ist z.B. im Gebirge oder ein Feldrevier mit Schussdistanzen jenseits der 200m.
Auf kurze Entfernungen neigen schnelle Kaliber deutlich eher zu Hämatomen.
Für Ereignisse wie eine Drückjagd würde ich daher eine andere Kaliber-Varianten bevorzugen.
Zumindest die Murmel sollte man mit Bedacht wählen.

Meine primären Arbeitsgeräte arbeiten mit einer 7x64.
Das Kaliber gibt es bei mir in einer BBF, einer SLB oder einem Repetierer.
Im Feldrevier als 7,5g - 9,1g Variante, für die Drückjagd mit mind. 10,5g, meistens 11,5g.
Funktioniert unauffällig.
Solange ich aber überwiegend im Wald gejagt habe, nutzte ich primäre die 7x57R.
Beim Rehwild optimal, insbesondere in Bezug auf Wildbret.
Beim Schwarzwild völlig ausreichend, wenn man nicht auf die Keulen hält.
Vor über 2 Jahrzehnten habe ich das Revier gewechselt, Feld- statt Waldrevier.
Damit kam die 7x64 erstmalig bzw. regelmäßig zum Einsatz.

An den Thread-Starter und seine Intention - subjektiv ist ein Umstieg von einer 30.06 auf
eine 7mm REM eher wenig zielführend, wenn man dabei an eine Drückjagd denkt.
Ich mag die 30.06 eher weniger, aber auf der Drückjagd macht sie eigentlich einen guten Job.
30er-Kaliber, eine schwerere Murmel und dann sollte es unauffällig funktionieren.
 
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