8,5x55 von ….

Mitglied seit
2 Apr 2017
Beiträge
1.387
Gefällt mir
1.094
Ist bestimmt ein tolles Hobby, aber vermutlich nur wirtschaftlich zu betreiben wenn man sehr viel verbraucht und/oder mehr als eine seltene Patrone benötigt
So blöd das jetzt klingt. Es lohnt sich sogar bei der .308.
Es gibt Sachen die sind unbezahlbar, Präzision.
Mit Eigenbau-Präzisionsladungen steigt die Chance auf Titel und Platzierungen um ein Vielfaches. Wenn der Unterschied zwischen Platz 1 und 4 ein Innenzehner ist schießt man keine Kaufmunition mehr.

Bei Jagdladungen kommen noch Faktoren wie zusammen schießende Ladungen, Mündungsfeuer/-gasdruck und Energie dazu die sportlich nicht ganz so wichtig sind.
Evtl. will man auch nur ein Geschoss das es nicht als Fabrikpatrone gibt.

bei Kalibern außer .308Win., .30-06, 8x57JS, immer noch deutl. günstiger als Fabrikmuni.
Das Prinzip funktioniert aber auch bei billigen Trainingspatronen.
Auch wieder 308. Kaufmunition ab -,60 Cent.
Brauchbare Munition, mit der man Schützenfehler auch sicher dem Schützen zuschreiben kann, deutlich über 1,- €

Eigenbau bei Großmengenabnahme:
Hülse Norma -,05 Cent (1,-€ 20x verwenden)
Zünder Federal -,04 Cent
Pulver N140 -,30 Cent
Geschoss Speer HPBT 168gn -,30 Cent
Ergibt -,09 Cent mehr als billige Kaufmunition.

Stückzahlen meist hoch dreistellig (2-3,5kg Pulver), dann fällt die Rüstzeit nicht ins Gewicht.
Da ich die Hülsen nicht wirklich reinigen muss und nur den Hals kalibriere hält sich der Aufwand in Grenzen. Gekürzt, falls nötig, wird mit Elektrowerkzeugen und das Pulverfüllen geht mit einem angepassten Schöpfmaß.
Zeit pro Patrone deutlich unter einer Minute.
Wenn wir jetzt von einer Minute Arbeitszeit pro Patrone ausgehen würden käme ich bei 30,- € Stundenlohn in etwa auf den Preis der Hornady Match 168gn oder der RWS Target Elite.
Die kommen leider nicht an die Präzision meiner Trainigsladung ran. Der Lauf wird damit heißer und es flimmert schneller.

Wiederladen ist ein Hobby im Hobby.
Beim Ansitzen rechne ich die Zeit auch nicht pro Abschuss.
Ziel ist der Erfolg am Ende. Der Aufwand dahin ist jedem seine eigene Sache.
 
Mitglied seit
5 Aug 2013
Beiträge
8.208
Gefällt mir
6.067
Hatte er wahrscheinl. noch von ´ner geplatzten Bestellung irgendwo im Regal rumfliegen gehabt. :sneaky:
 
Mitglied seit
13 Mrz 2009
Beiträge
7.205
Gefällt mir
3.136
.....wer die Arbeitszeit beim Wiederladen mitrechnet, der kann gleich auf geben. Wiederladen ist im Grunde eine Erweiterung des Hobbys. Mit ein paar positiven Nebeneffekten. Meine .308Match lad ich für 13€/20Schuß, mit Rottweil Pulver. Grob die Hälfte, was Fabrikpatronen kosten. Als ich meine Dillon 650 gekauft hab, ist mein Munitonsverbrauch bei KW gut 50% gestiegen. Ich hab mehr geschossen, mehr geübt und bin damals auch wieder viel besser geworden. Mittlerweile machen meine Augen nicht mehr so mit.... Weshalb ich in das KW-Schießen auf kurz oder lang nichts mehr investieren werde.
Bei vielen Kalibern gibt es nix anderes, wie wiedergeladene. Meine .38-55 z.B. Oder meine .45-70 die ich auf die maximal zulässige Energie von 2500 Joule auf unserem Schießstand entsprechend zu geschnitten hab.
Und was soll man denn sonst machen, wenn die Familie "beschäftigt" ist und in der Glotze eh nur Mist kommt.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
25 Dez 2018
Beiträge
4.539
Gefällt mir
6.827
Ich will den Machern von Fabrikmun nicht zu nahe treten, aber meine derzeitige .308-Labo hab ich bewusst nicht "nur" auf den Lauf abgestimmt, sondern auch mit dem Ziel, dass sie sich schießt "wie Spielzeug".
Und das tut sie auch. :giggle:
 
Mitglied seit
18 Sep 2015
Beiträge
6.074
Gefällt mir
13.495
Wie bei jedem Hobby darf man die Zeit nicht rechnen, aber runtergebrochen brauche ich um 5 Minuten pro LW- Patrone. Bei KW und entsprechender Presse deutlich unter 1 Minute mit allen Nebenbeschäftigungen wie Reinigen usw. Ohne brauch ich für 100 Schuss 9mmPara um 6 Minuten auf der Dillon 1050 mit automatisierter Geschoßzuführung.

Grundsätzlich muss man sich klar sein, das bei Kaufpatronen etwa 60 bis 70% des Preises für die Hülse ist. Und je exotischer die Patrone, um so lukrativer wird das WL. Sehe es bei meiner .375WbyMag, da schlägt alleine die Hülse mit 16€ zu
 
Mitglied seit
15 Nov 2015
Beiträge
809
Gefällt mir
643
Ich habe erst später mit dem Wiederladen angefangen. Im Grunde erst mit der gesetzlichen Einführung der bleifrein Büchsenmunition in NRW. An Geld sparen habe ich bei meinem "Allerweltskaliber" 30-06 am allerletzen gedacht. Ich war mit Barnes nicht so zufrieden und alle anderen Patronen mussten erst immer mühsam bestellt werden da nie vorrätig. Es gab halt noch nicht so viel Auswahl beim Büxner für bleifrei.
Alles in allen war das WL ein Schritt den ich schon viel eher hätte machen sollen. Seine für sich "maßgeschneiderte" Munition zu laden hat viele Vorteile und wie schon vorher geschrieben, es ist ein Hobby im Hobby.
 
Mitglied seit
25 Mrz 2019
Beiträge
666
Gefällt mir
574
Wenn ich da natürl. den Lohn inkl. Boni eines Siemens- oder Bahn-AG Vorstandes rechne, oder zumind. Beamtentarif A11, verheiratet, 3 Kinder, rentiert es sich nicht
.....wer die Arbeitszeit beim Wiederladen mitrechnet, der kann gleich auf geben
Genau darauf wollte ich hinaus, es ging ja in die Richtung das es günstiger ist - wenn ich meine Zeit aber damit verbringe und da nicht primär Bock drauf habe weil ich mir spezielle Munition baue dann muss ich die Zeit rechnen. Und meine Freizeit würde ich sogar noch höher bepreisen als die 38 Stunden jede Woche die mein Chef bezahlt :D

Früher oder später werde ich das noch mal aus dem Blickwinkel des Technikers und Bastlers betrachten, dann ist die Zeit egal. Hobby im Hobby und exotische Patronen sind durchaus gute Argumente !
 
Mitglied seit
15 Jan 2010
Beiträge
4.638
Gefällt mir
3.671
Alles in allen war das WL ein Schritt den ich schon viel eher hätte machen sollen. Seine für sich "maßgeschneiderte" Munition zu laden hat viele Vorteile und wie schon vorher geschrieben, es ist ein Hobby im Hobby.
.., wie ich immer bei solchen Diskussionen sage.... eine selbst bearbeitete und mit äußerster Sorgfalt laborierte Patrone im Lager, das Ziel anvisiert und man ist sich bereits vor dem brechen des Schusses sicher zu treffen, und ausreichend Wirkung dabei zu generieren.
Das Ganze wird einfach planbarer/vorhersehbarer und nimmt einem Last von der Schulter.
(außerdem ist man öfter am Stand und übt dabei)
 
Mitglied seit
15 Nov 2015
Beiträge
809
Gefällt mir
643
Früher oder später werde ich das noch mal aus dem Blickwinkel des Technikers und Bastlers betrachten, dann ist die Zeit egal. Hobby im Hobby und exotische Patronen sind durchaus gute Argumente !
Und man verbringt mehr Zeit auf dem Schießstand. Das übt ungemein und trägt zur Routine bei, im positiven Sinne.
 
Mitglied seit
13 Mrz 2009
Beiträge
7.205
Gefällt mir
3.136
....vielleicht muss man auch bisserl rein wachsen. Ich hab ab 14 Jahren rum mit meinem Vater .44Magnum für seinen 94er UHR im Keller geladen. Noch richtig mühselig. Ich hab allein die Hülsen vorbereitet, mit ihm dann gezündert und auf der 10-10 das Pulver einzeln abgewogen. Meist immer 50 Schuß. Hat ewig gedauert.
Und am Samstag dann in der halben Stunde war die Hälfte wieder verschossen...
Mittlerweile bin ich bei, meiner Meinung und für meine Ansprüche, der optimalsten Effizienz angekommen. Klar, auch ich hatte paar Fehlkäufe in Sachen Ausrüstung. Aber gut. Gehört zum Lernprozess.
Das kann man bei KW ins fast unendliche treiben. Hab welche im Verein die auch IPSC schießen. Die haben eine Mark7 laufen, PC gesteuert... Die laden da 1500 Patronen in der Stunde, überwiegend .40S&W.
Das geht auch mit .223 oder .308 und was so ähnlich ist. Hab die Creedmoor auf der Dillon mit Kugelpulver geladen. Ich hab keinen Unterschied zu mit Wilson Matrize geladenen Patronen gehabt. Beides um 1/2MOA.
Aber wie gesagt, je nach finanziellem Aufwand kann man Arbeitszeiten optimieren.
100 Schuß .44Magnum lad ich heute in 30-40 Minuten, inkl. Hülsen kalibrieren auf der Einstationenpresse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben