9.3x62 im Vergleich zur .35 Whelen

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anonym

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Harras du hast gesagt zwei Kaliber, die Geschosse mit gleichem BC Wert vergleichen, du schreibst doch immer Pipi Langstrumpt das ist genau die Theorie. Wenn man zwei Kaliber richtig vergleichen will, dann muss man mit der Warheit umgehen; das heisst ( ballistisch gesehen ) die maximale Leistung und Präzision von jedem Kaliber in Betracht zunehmen ( Gasdruck, Hülsenvolumen, Komponenteverbrauch.... ) dann ist alles geklärt kurz und bündig.

Gruss - 8,5mm M.M.
 
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Darüber hinaus die Frage an dich, warum sollte sich bei rund 1000 Joule Differenz zwischen 9,3x62 und 3006 der Punch groß auswirken?
Weil es 25% mehr sind? 25% sind definitiv signifikant!


Mehr als der Punch in des Schützen Schulter kommt nie an, das sind Hollywoodmythen.
Aha. Also wirken Geschosse aus leichten Blockbüchsen viel besser als die gleichen Geschosse aus schweren Selbstladebüchsen? Denn erstere kicken ja viel stärker...


Richtig ist natürlich, dass die Energie unterwegs nur abnehmen, nicht aber mehr werden kann.
Aber durch Rückstossdämpfer (von der einfachen Gummikappe bis zu Magnaport usf.) und dem Eigengewicht der Waffe sowie der richtigen Körperhaltung kann der Schütze durchaus um einiges weniger Rückstoss abbekommen wie das beschossene Wild.


Hinzu kommt noch der Überraschungseffekt, da die Motorik des Bären/... nicht darauf trainiert ist, sich bei einem grellen Blitz ein klein wenig in dessen Richtung zu beugen...




Waidmannsheil Maresi
 
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Harras du hast gesagt zwei Kaliber, die Geschosse mit gleichem BC Wert vergleichen, du schreibst doch immer Pipi Langstrumpt das ist genau die Theorie. Wenn man zwei Kaliber richtig vergleichen will, dann muss man mit der Warheit umgehen; das heisst ( ballistisch gesehen ) die maximale Leistung und Präzision von jedem Kaliber in Betracht zunehmen ( Gasdruck, Hülsenvolumen, Komponenteverbrauch.... ) dann ist alles geklärt kurz und bündig.

Gruss - 8,5mm M.M.
Ja da sind wir dann wieder bei dem.Thema das du nicht verstehst was ich geschrieben hab
 
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(Die 8x68S hingegen hat auf kurze Distanz bei SW schon mehrfach nicht ausgeschossen da sich die einfachen "Bleikern-Geschosse" im Wildkörper zerlegt haben.) Dabei lagen die Wildgewichte zwischen ca 3,5 und 100kg
Habe ich das richtig verstanden, eine 8x68S liefert bei einem Wildgewicht von 3,5 KG keinen Ausschuss????? Wow!!!! :unbelievable:
 
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the way,Ich seh gerade dass ich nur 91 Beitraege im Forum habe.....hoffe trotzdem Aussagekraeftig genug zu sein?!

Rainer
Kräm dich nicht, Rainer! Ich lese deine Beiträge eines echten "Jagd-Cowboys" aus dem fernen Kanada gerne! :thumbup:

Und es sollte doch in den wichtigen Dingen des Lebens das Motto "Qualität vor Quantität" gelten:

Bei der Jagd, bei Frauen, bei Hunden, bei der Arbeit und beim "Geld-Verdienen" ...:-D
 
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Habe ich das richtig verstanden, eine 8x68S liefert bei einem Wildgewicht von 3,5 KG keinen Ausschuss????? Wow!!!! :unbelievable:
...problematisch wird's erst, wenn das Geschossgewicht höher als das Wildbretgewicht wird...:twisted:

Manchmal frage ich mich wirklich, was die Leute für Sauen in ihren Revieren haben.

Ich hab zwar noch nicht so viele Sauen mit der 8x68S geschossen, aber bisher gabs jedes mal Ausschuss und eine am Anschuss liegende, komplett tote Sau.


Gruß

HWL
 
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@ HWL & Bench

3,5kg und 8*68 was meint ihr, wenn bei jedem Schuss ca.5500J im Stück bleiben, wie oft muß man nachschiessen, das es durchgegart ist?
:bye:
Bear
 
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Meine bescheidene, aber unerfreuliche Erfahrung mit dicken Kalibern, die schwere feste Geschosse mit niedrigen Geschwindigkeiten verschießen, ist deren häufig enger Wundkanal und insbes. bei ausbleibenden Knochentreffern oder reinen Lungendurchschüssen mangelhafte Energieabgabe. Das kann das um wenige Millimeter größere Einschussloch bei weitem nicht kompensieren und dann nützt auch die hohe Tiefenleistung wenig, wenn das Projektil weit mehr als die Hälfte seiner kinetischen Energie hinter dem Ausschuss im Gelände verteilt.

Oft habe ich den Eindruck, so wie Seamaster es andeutete, dass diese Vorliebe für dicke Kaliber, wo sie wegen überaus starkem Wild (Afrika) nicht zwingend erforderlich sind, eher mit transportierten Traumvorstellungen, ballistischem Irrglaube und vor allem Machogehabe zu tun haben, als mit tatsächlich statistisch abgesichertem Wirkungsvorteil für die meisten Jagdverhältnisse. Jedenfalls habe ich nach einigen Jahren Verwendung die 9,3x62 wieder aufgegeben, weil sie eben keine Leistungsvorteile auf heimisches Wild gegenüber z. B. .30-06 verzeichnen konnte.
Ein veritables Premiumposting von Stoeberjaeger. Kurze Anmerkung meinerseits, obwohl das aus dem Jungjägerkurs eigentlich weithin bekannt sein müsste:

Es ist in der Tat verfehlt von dickerem Geschoss auf höhere „Tötungswirkung“ zu schließen, also dem „Viel hilft viel“ und „Bigger is better“ zu huldigen. Immerhin gibt es neben der direkten Geschosswirkung auch die indirekte. Jeder Praktiker weiß um die viel höhere Bedeutung der indirekten Geschosswirkung. Sie wird stärker von der Geschossgeschwindigkeit determiniert als von Kaliber (bzw. Stempelfläche) und Geschossmasse.

Die Geschossgeschwindigkeit ist die (grundsätzlich) viel maßgeblichere Einflussgröße der Energieabgabe im Wildkörper. Je schneller das Geschoss, desto härter wird das Zielmedium, d.h. das Zielmedium setzt einem schnellen Geschoss mehr Zielwiderstand entgegen und ermöglicht somit höhere Energieabgabe, verzehrt quasi mehr Energie. Ein schnelleres Geschoss kleineren Kalibers kann also durchaus mehr Energie im Wildkörper abgeben als ein langsameres Geschoss größeren Kalibers und besser „wirken“, jedenfalls in einem nicht allzu weit gesteckten Rahmen wie bei einem Vergleich von .30-06 und 9,3x62 und bei vorausgesetzt adäquatem Geschossaufbau.

Im Zusammenhang mit der Abgabe von kinetischer Energie an den Wildkörper ist weiterhin zu bedenken, dass (sofern ich recht erinnere) die abgegebene Energiemenge proportional der zweiten Potenz der Geschossgeschwindigkeit ist. Die Geschwindigkeit der Energieabgabe (laienhaft formuliert der an den Wildkörper abgegebene Impuls, umgangssprachlich Schock) allerdings ist proportional der dritten Potenz der Geschossgeschwindigkeit. Man denke diese Erkenntnis im Zusammenhang mit Gewebezerstörung, temporärer Wundhöhle und dem Unterschied der Zielgeschwindigkeiten von .30-06 und 9,3x62 bitte eigenständig durch.

Fazit: Die Bedeutung des größeren Kalibers wird deutlich überbewertet. Der Einfluss eines „dickeren“ Geschosses lässt sich durch die höhere Geschwindigkeit eines „kleineren“ Geschosses leicht überkompensieren, sofern mittels Geschossmasse und Geschossaufbau die nötigen Voraussetzungen geschaffen sind. Eine .30-06 kann damit einer 9,3x62 als Brown Bear Medicine leicht ebenbürtig und unter Hinzuziehung weiterer Entscheidungsparameter sogar überlegen sein.

Elmer Keith was wrong, Jack O’Connor was right. Und übrigens auch Roy Weatherby, auch wenn dieser den Einfluss der Geschossgeschwindigkeit doch etwas zu optimistisch einschätzte.
 
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9.3x62 im Vergleich zur .35 Whelen...

das ist wie .270Win zu 7x64

wie .30-06 zur 8x64s



Das Amikaliber ist jeweils der schwule Zwilling des deutschen Kalibers.


Kaum ein Unterschied und nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für Wiederlader ist das Eine, für Fabrikuser das Andere interessanter..
 
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Habe ich das richtig verstanden, eine 8x68S liefert bei einem Wildgewicht von 3,5 KG keinen Ausschuss????? Wow!!!! :unbelievable:
Hallo,
nein, die 8x68S hat nicht bei 3,5 kg keinen Ausschuß geschafft, das war schon etwas stärkeres SW bei Schüssen von spitz vorne. Da hatten die 9,3er jedoch nie Schwierigkeiten - so wars gemeint. Ach ja vielleicht sollte ich noch dazuschreiben, daß ich in der 8x68S am Anfang meiner Wiederladertätigkeit Norma Vulkan Geschosse verladen hatte und diese auf kurze Entfernung nicht immer ausgeschossen haben. Unter der Schwarte auf der Seite wo der Ausschuß sein sollte hing dann öfter mal nur eine leere Geschoßpelle und der Kern hatte sich mehr oder weniger in Wohlgefallen aufgelöst. Wie Füchse oder ähnlich kleines Wid ausgesehen hat brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Nachdem ich dann auf Kupferbolzen umgestellt hatte waren die Ergebnisse ganz anders, es gibt seit dem auch immer Ausschuß mit der 8x68S und deutlich weniger Zerschossenes.
Entschuldigung für die etwas holprige Formulierung.
Gruß und Weidmannsheil
 
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Bei dem Bild handelt es sich nicht um einen bekannten W&H Foristen

:lol:
an wen dachtest Du dabei............

tar hat gesagt.:
Jedenfalls stellen wir fest, dass die Fabrikmunition in 9,3x62 mit 325 gr Oryx Verbundgeschoss eine initiale (amerikanische) SD von 0,347 hat, die 30-06 in 200 grain kommt bei Norma auf 0,301 und die 35 Whelen in 250 gr auf nur 0,279.
Äpfel mit Birnen...................

Cal. 30 für die 30-06 mit dem woodleigh 240 grainer Jagdgeschoss bringt einen satten SD von 0.361
Geschosslänge 1.428 "......:roll:

Das 300 grainer in .35 Whelen = SD .346

Wieder ein Beweis, dass die 35 Whelen der 9,3x62 ebenbürtig ist...................

WmH R-M
 
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an wen dachtest Du dabei............



Äpfel mit Birnen...................

Cal. 30 für die 30-06 mit dem woodleigh 240 grainer Jagdgeschoss bringt einen satten SD von 0.361
Geschosslänge 1.428 "......:roll:

Das 300 grainer in .35 Whelen = SD .346

Wieder ein Beweis, dass die 35 Whelen der 9,3x62 ebenbürtig ist...................

WmH R-M
Rechne doch mal bitte vor. Ich komme bei der 30er nur auf 0,321 und der 35er auf 0.293.
Völlig daneben, allein auf einen hohen QB Wert abzustellen.
Die V wird von dir auch gar nicht erwähnt.
Nur Herumgeblöke.:thumbdown:
 
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Kal. 30 / 308 mit 240 grs. SD .361
Kla. 35 mit 310 grs. = SD . 346

Selbstverständlich kann die SD nicht als alleinstehende Größe gewertet werden.
Die Zahlenangaben beziehen sich daruf, dass Äpfel mit Äpfel und Birnen mit Birnen verglichen werden.
Nicht Apfel mit Birnen..............

Also Cal. 30-06 mit 240 grs. und einer Vziel von 650 m/sec.
Cal. 35 Whelen mit 310 grs. und Cal. 9,3x62 mit 320 grs.

Alle drei Geschosse werden ein überaus hohes Pentrationsvermögen verursachen.
Es wird um Millimeter sich unterscheiden.....................


WmH R-M
 
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