9,3x62 Welches Geschoss?

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#1
Hallo und WMH zusammen,


ich schieße nun schon seit ein paar Jahren die 9,3x62 in meiner Merkel SR1 Basic.

Eingesetzt wurde die Waffe eigentlich nur an der Sauenkirrung und auf Drückjagd.

Geschossen hab ich die normale Geco TM.


Vor ein paar Tagen hab ich damit einen Bock erlegt, der Ausschuss war schon ernorm und die Widbretentwertung war auch nicht gerade gering.


Da ich die Waffe gerne führe und an der Saukirre auch immer Rehwild kommen kann, möchte ich auf ein anderes Geschoss wechseln.


Mein Wunsch wäre möglichst wenig Entwertung, weite Fluchstrecken wären nicht so schlimm, da keine Grenze in der Nähe ist und brauchbare Jagdhunde vorhanden sind.

Vielleicht ein schweres hartes Geschoss? (Bin Wiederlader)


Hat von euch jemand Erfahrungen mit dem Kaliber und Rehwild?







Grüße
 
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#2
Nosler Partition, etwas anderes kommt mir nicht in den Sinn. Bleifrei müßt ihr nicht verwenden?
 
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#4
Hasler Ariete 205gr erweitert den Einsatzbereich und reicht für alles Wild in D.
 
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#6
Zum Bleizeiten mit dem 250grs Accubond zufrieden gewesen, jetzt da bleifrei Pflicht das 180grs,oder hat es 185grs, HDB.

Werde auch noch mal die neuen von PRVI testen in der DJ Saison.


A.
 
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#7
Brenneke TOG.
Relativ geringe Wildbretentwertung bei Rehwild aber trotzdem ausreichende Stoppwirkung bei Sauen :thumbup:
 
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#8
Hallo,

in der stärkeren 9,3x64 habe ich das 16,7g HMK (H-Mantel) auf ca. 815m/s (ca. 5550Joule) geladen. Bei Rehwild 10-15kg hoch angehalten, zwei Finger breit hinters Blatt und Schußentfernungen zw. 60 und 100m kein Wildpretverlußt (auch bei Ausschuß durch die Blattschaufel), sogar das Herz war noch verwertbar, und schlagartiges zusammenbrechen.
In der 9,3x62 gibt´s das 16,7g HMK sogar als Fabriklabo.

Grüße
Sirius
 
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#10
das funktioniert sogar mit der x74R genau so.
Nur, Ein.- und Ausschuss dürfen die Blattschaufel nicht treffen, sondern nur die Rippen.
Dann nimmt das Geschoss aber auch noch 80 % seiner Leistung/Energie mit zum Ausschuss hinaus...
 
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#11
Hallo,

Was hast Du bei Rehwild über 15kg verwendet?
12,5g Sellier&Bellot TMF aus der 9,3x72R auf 625m/s geladen. Genausowenig zerschossen, Fluchtstrecke auch 0m. Selbst beim 5kg Kitz im Herbst.
Kaliber 9,3mm bietet wirklich alles. Von der "Auerhahnpatrone" 9,3x38R/.360kurz bis zur 9,3x70DWM. Man darf halt bei den >9,3x57 nur nicht so Rückstoßängstlich sein.;-)
Aber mit ´ner anständigen Waffe klappt´s. :biggrin:

Grüße
Sirius
 
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#12
Hallo,

das funktioniert sogar mit der x74R genau so.
Nur, Ein.- und Ausschuss dürfen die Blattschaufel nicht treffen, sondern nur die Rippen.
Dann nimmt das Geschoss aber auch noch 80 % seiner Leistung/Energie mit zum Ausschuss hinaus...
wie gesagt, Blattschaufel auf 60m voll mittig durchschossen. Was wird das 16,7g HMK da bei einer Vo von 815m/s noch gehabt haben (780m/s - 5080Joule)? Da es ´ne Doublette war und ich das zweite Stück zuerst aufgebrochen hatten, hatte ich´s gar nicht erst gesehen. War im November Abends um 17:30Uhr und das besagte Stück konnte ich eher "nach Gefühl" als nach "Sicht" aufbrechen. Erst in der Metzgerei des Wildperthändlers (Pächter) hab ich´s dann gesehen, daß der Ausschuß in 2€-Größe mittig durchs Blatt ging (Einschuß war kalibergroß). Herz war rechter Vorhof und Aorta und gr. Vene zerschossen, der Rest unversehrt. Lunge war wie roter Wackelpudding, kein Fitzelchen "Grün" in der Bauchhöhle.
Kann´s nicht ändern. Bis letzten Sommer dachte ich auch H-Mantel wäre ´ne "Splitterbombe".
Da sah Rehwild in den letzten 40 Jahren mit Blatttreffern in .223Rem., .243Win., div. 6,5er und 7mm-Kalibern aber deutlich anderst aus.
Das furchtbarste war 8g TMR von Norma (gedacht für die 7,62x39Kalaschn.) in der 7,65x53Arg. meines Vaters auf ein 60m entfernt stehendes Kitz. Da fehlte bis auf die erste Rippe der komplette Rippenbogen inkl. Blatt auf der Ausschußseite. Da konnte man zwei Fäuste durchstecken.

Ich würde die 9,3x64 jetzt nicht als das ideale Rehwildkaliber empfehlen, hatte sie nur in der Revierecke mit, weil mir am 01.Sept. Abends ein Alttier mit Kalb und 1/2Std. später auf knapp 60m ein "Klavier" von einem Keiler kam und ich mit der 5,6x57 nur nachgucken konnte und der Pächter durch das positive Erlebnis mit dem 9,3x64 HMK auf die Rehdoublette wollte, daß ich auch das andere Rehwild damit schieße.


Grüße
Sirius
 
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#14
Wenn man eine leistungsstarke Patrone wie die 9,3x62 auf "zerbrechliches" Wild wie unser Rehwild benutzt, muss man mit unangenehmen Überraschungen bezügl. der Wildbretzerstörung immer mal rechnen! Klar kann man damit Rehe schießen, aber optimal ist sie dafür nicht!
Mir empfahl mal ein recht erfahrener Jäger in der 9,3x64 das 19g TUG - man sollte nur immer min. eine Handbreit hinter dem Blatt abkommen! Bock, 80m, gesagt getan - Ein - und Ausschuss mittendrauf (also min. eine Handbreit hinter dem Blatt), aus dem Ausschuss hatte es den kompletten Pansen heraus gehauen! Gleiches erlebte ich auf einer DJ mit dem 270grs TR von Hornady in der .375 H&H!

Ich schieße jetzt aus der 9,3x62 das 14,2g FOX und aus der 9,3x74R das 10g SAX-KJG! Es klappt, aber bei Rehen muss man immer mit unliebsamen Überraschungen rechnen! Es sind keine Rehpatronen!
 
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#15
Frank, da hast Du wohl recht. Aber ein Reh sieht mit 30-06, 8x57IS oder 7x64 auch nicht besser aus. Wenn man da "sanfter" unterwegs sein möchte würde ich 7x57 oder 6,5MS nutzen, da man heutzutage immer mit ner Sau rechnen muss.

A.
 
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