Ab welchem Alter mit Hund Fahrrad fahren?

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#1
Hallo zusammen,

mein kleiner Münsterländer ist jetzt etwas über drei Monate und hat einen phasenweise sehr hohen Bewegungsdrang.

Ab welchem Alter kann man mit dem Hund Fahrrad fahren ohne diesen zu schädigen? Es geht mir nicht um Langstrecken, oder darum, dass der Hund mich durch die Gegend ziehen soll.

Es geht mir um langsames Radfahren. Der Hund soll Schritttempo laufen!

Im Internet ist zwar einiges zu lesen, mir kommt es aber so vor, als ob da häufig einer vom nächsten abgeschrieben hat…

Vielen Dank
 
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#2
Bei unseren Labradors haben wir uns an der "Fünf-Minuten-Regel" orientiert. Nicht hart mit der Stoppuhr und wird haben die Zeit auch mal überschritten. Das hat bei bislang drei Welpen gut geklappt. Ich habe keinen Vergleich im Sinne von "Wir haben das nie anders gemacht", deshalb würde das deshalb auch nicht als die ultimative Lösung verkaufen.
Vermutlich ist es das, was Du überall im Netz gefunden hast.
 
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#3
Hab noch nie im Netz gefragt. Sobald der Hund einigermaßen gehorcht, bekommt er ein Geschirr an und wird ans Rad gewöhnt. Das heißt erstmal, ich schiebe und Hund geht Fuß. Alter egal. Tempo bestimmt der Hund. Die haben genug rechts und links zu entdecken, daß es nicht zu einseitig wird, auch wenn man mal nen Renn-Flash hat.

Betonung bei dem Ganzen auf "gehorcht". Mit drei Monaten ist das regelmäßig noch nicht der Fall. In dem Alter sind sie bei mir überwiegend noch gar nicht an der Leine und können ihren Bewegungsdrang ungehindert loswerden, nur wo's zu gefährlich ist, muß Strick dran. Das heißt, öffentliche Straßen sind tabu.

Einen Hund in KLM Größe volle Kanne laufenlassen am Rad erfordert durchgearbeiteten Gehorsam. Sonst machst Du schneller nen Abgang als Dir lieb ist. Alternativ (ohne Leine) ist der Hund über alle Berge. Wenn der in die Botanik flitzt, schaust Du alt aus, trotz Rad.
 
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#4
Ich fahre kein Fahrad ( aus gesundh. Gründen ), ich lasse meine Dackels aus dem Auto und fahre dann in Schrittgeschwindigkeit weiter, die Hunde können dann am Wegesrand markieren und Zeitung lesen und ich kann auch erkunden, was links und rechts auf den Feldern los ist. Wenn die Hunde dann nicht mehr laufen wollen/können, zeigen die mir das an, dann geht die Tür auf und gut ist es, das ganze dauert manchmal eine Stunde.
Bei dem Wetter z.Z. mache ich das natürlich nicht!
D.T.
 
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#5
Ich habe mit bei meinem mit ca. 6 Monaten angefangen ihn langsam ans Rad zu gewöhnen. Dazu auf einen großen Parkplatz, zuerst immer nur ein paar Minuten, beim täglichen Gassi gehen auch mal das Fahrrad nebenher schieben. Auf dem großen Platz dann kurven üben, besonders die wo der Hund auf der Innenseite ist. Wenn Kurven gut funktionieren ein paar Leckerlis auslegen und mit dem Hund langsam dran vorbei oder diese als Pilonen nutzen. Er soll garnicht erst lernen einfach so anzuhalten. Wenn er ohne Stop dran vorbei kommt ein paar Meter später anhalten und anfangs ruhig mal seine Lieblingsbelohnung geben. Da viele Radwege an hochfrequentierten Straßen entlang führen auch mal dort üben, auch mal an einen Weg fahren der entlang von Bahnschienen verläuft. So ein LKW macht schon enormen Wind und Krach.
Die eigentlichen Strecken habe ich erst mit 13 bis 15 Monaten angefangen. Gerade jetzt im Hochsommer ist das Rad eine für beide angenehme Möglichkeit sich auszupowern. Bedeutet zwar das man die Zeit um den Sonnenaufgang nutzen muss, aber besser als wenn er überschüssige Energie hat und nicht weiß wohin damit. Die Leine habe ich dabei immer um die Hüfte um für den Fall der Fälle noch genügend Gegengewicht aufbringen zu können. Zumal er nur während der Brut- und Setzzeit und an Straßen die Leine um hat.
 
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#6
Hallo Ufra-Jager,

ich selbst habe einen KLM und fahre regelmäßig mit ihm Rad.
Begonnen hat das ganze mit 18Monaten. Absolut wichtig ist das richtige Zuggeschirr + Halterung am Rad + 20cm rückfederndes Leinenstück.

Alles unter 18 Monaten ist aus gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen und da schließe ich mich den Vorrednern an -> Fahrrad schieben und Hund daneben ( Gehorsam , Richtungswechsel , Halt, etc) .
Aber mit 3 Monaten hat man den kurzzeitigen Bewegungsdrang mit 15-20min auf dem Feld schnell abgekühlt 😄.
 
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#8
Ich würde beim besten willen nicht zu früh anfangen nur weil Hundi Bewegungsdrang zeigt!
Vor allem produziert man sich damit eine Rennmaschine. Es gehört ein gehöriges Mittelmaß und Augenmaß dazu einen Hund am Fahrrad laufen zu lassen. Ich hatte zeitweilig 3 Hunde an der Leine mit dem Fahrrad und es hat ihnen immer Spaß gemacht zu laufen und sich auszupowern.
Nur übertreiben sollte man dies nicht! Vor allem bei der jetzigen Hitze nicht. Da ist schnell der Hitzeschlag vorprogramiert. Man sollte auch immer bedenken das der Hund auf Asphalt oder Steinen läuft! Ich lasse mitlerweile nur noch einen am Rad laufen. Die anderen beiden, obwohl sie es möchten, lasse ich aus Altersgründen nicht mehr daran rennen.
 
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#9
Ich denke, man sollte unterscheiden, ob man das Rad nimmt, um der Geschwindigkeit des Hundes zeitweise besser gerecht zu werden, oder weil man mit dem Hund Kondition aufbauen will. Letzteres sollte imho erst mit dem ausgewachsenen Hund intensiv betrieben werden. Da sind 18 Monate bei großen Rassen fast noch zu früh. Auf jeden Fall langsam angehen.
 
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#11
... mal zum Vergleich : Mindestalter eines Hundes bei CaniCross Wettbewerben 12Monate. Bei Dogscooter/Bikejöring 18 Monate
 
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#12
Ich fahre kein Fahrad ( aus gesundh. Gründen ), ich lasse meine Dackels aus dem Auto und fahre dann in Schrittgeschwindigkeit weiter, die Hunde können dann am Wegesrand markieren und Zeitung lesen und ich kann auch erkunden, was links und rechts auf den Feldern los ist. Wenn die Hunde dann nicht mehr laufen wollen/können, zeigen die mir das an, dann geht die Tür auf und gut ist es, das ganze dauert manchmal eine Stunde.
Bei dem Wetter z.Z. mache ich das natürlich nicht!
D.T.
zum Thema „Hund hinter Auto herlaufen lassen fragte eine Dame bei Tasso nach:
„Antwort von Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries
Diese immer wieder zu betrachtende Verhalten einiger Hundehalter ist verboten. In § 28 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist geregelt, dass das Führen eines Hundes vom Auto aus, verboten ist. Sie können daher eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Sie sollten mögliche Zeugen benennen und sich Datum und Uhrzeit genau notieren. Ein Verstoß wird in der Regel mit einem Verwarngeld in Höhe von 35,- € geahndet. Sobald aber die Grenze zur Tierquälerei überschritten ist, droht eine Geldbuße bis 25.000,- € oder im Extremfall eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Zum Schutz des Tieres ist es nämlich gemäß § 3 Nr. 1 Tierschutzgesetz verboten –von Notfällen abgesehen- einem Tier Leistungen abzuverlangen, denen es offensichtlich nicht gewachsen ist oder seine Kräfte übersteigen.“

mich selbst habe das auf den letzten 500 m zu meiner Jagdhütte auf übersichtlichem Feld früher auch öfter gemacht. Bis zu dem Tag, an dem ich von einem Urteil gegen einen Jäger las, der wegen exakt sowas bestraft wurde. Das finde ich momentan nicht im Netz.
Aber : egal wie schlecht Du zu Fuß sein magst: lass das lieber bleiben.

gruss,

Martin
 
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#13
Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft - auch mit Hund. Ich gehe mit meinen Hunden und ich laufe mit meinen Hunden. Kann nicht den Hauch von Sinnhaftigkeit darin finden, mit dem Hund am Rad zu fahren - die Sache mit dem Auto will ich lieber garnicht kommentieren.

Mit dem Hund zu laufen hat ggf. auch den Nebeneffekt, dass der BMI des Führers nicht allzu sehr negativ von dem des Hundes abweicht.
 
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#14
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Weder ist man verpflichtet, ausschließlich mit dem Rad zu fahren, noch ist es gut, immer nur zu laufen. Weder für den Hund noch für den Menschen.

Und wenn man eine Strecke ohnehin mit dem Auto fahren muß, kann man dem Hund das Vergnügen doch gönnen? Mein alter zeigt mir gerne, wo es Wechsel hat oder grade was gesprungen ist, gelegentlich sehen wir uns das dann auch gemeinsam an.
 
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#15
Kann nicht den Hauch von Sinnhaftigkeit darin finden, mit dem Hund am Rad zu fahren
—Waidmanns E-bike —
Spaß bei Seite , es muss klar unterschieden werden ob der Hund am Rad läuft oder ob der Hund soweit konditioniert wird das er das ganze Gespann zieht. Letzteres wirkt sich auch positiv auf das Zusammenspiel während der Jagd ab. Desweiteren haben arbeitsfreudige Hunde eine Aufgabe die auch mal ohne Jagd erledigt werden kann.
Gruß
 
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