Abschuss nach Wolfsrissen soll leichter werden

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#63
In D. Legal. Du faselst nämlich nur geschwurbelten Blödsinn. Ich freu mich auf die Wolfsjagd! :giggle:
Unglaublich, dein ökologischer Jagdfreund und stellvertretender Vorsitzender Fuhr in BB hat den Wolf gerade als jagdlichen Kollegen gewertschätzt. Da solltet ihr mal auf euren Versammlungen die Meinungen abstimmen, sonst gibt's vielleicht Ärger auf der nächsten Gemeinschaftsjagd und du darfst dort nicht mehr mitspielen.

Unsere Haltung zum Wolf tut ein Übriges, er ist für uns ein Kollege der Jäger. Der ÖJV ist zwar kein Wolfsschutzverband, aber: Es gibt vielleicht 1.000 Wölfe in Deutschland und Millionen Rehe und Wildschweine – diese Populationen können die Wölfe gar nicht eindämmen.
http://www.taz.de/Interview-mit-einem-Jaeger/!5595655/
 
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#64
Nicht unbedingt. Wir haben in D Probleme mit wandernden Wölfen oft dann, wenn die in der Ausbreitungszone auf ungeschütze Schafe treffen. In den Gebieten, wo Wölfe etabliert sind und die Schafe mehr oder weniger gut geschützt sind durchziehende Wölfe m.W. nicht auffälliger als residente. Ein aktuelles Beispiel ist sogar andersrum: der durchziehende, besenderte Jährling war oft zu sehen, hat die im selben Zeitraum in dem Rudelterritorium getätigten Risse aber nachweislich nicht verursacht, Den zu schiessen (relativ auffällig) wäre kontraproduktiv gewesen, denn was man auch nicht vergessen darf: wenn man nicht denselben Fehler wie beim Rotwild machen will (genetische Verarmung durch Verinselung), dann müssen Wölfe auch zwischen eventuellen "Kerngebieten" wandern können - mit allen Konsequenzen bezüglich Herdenschutz etc.

Viele Grüße

Joe
In unseren "Ausbreitungszonen" Wolfsgebieten, Gibt es dieses Problem auch nicht! Dort gibt es naemlich keine Schafbauern mehr. Die hier so genannten "Streiftiere" sind hier das Problem. Das scheint bei euch anders zu sein, wie du glaubhaft beschreibst.
Ich (wir) sehen aber auch die Schaeden, die hier von diesen Tieren angerichtet werden. Wenn in einer Nacht ueber 100 Schafe von einem einzigen Streifwolf, ausserhalb der Wolfzone, gerissen werden, musst vielleicht sogar du zugeben, das er das nicht fuer seine Ernaehrung getan hat.
Auch wenn ich dir zustimme, dass genetische Verarmung ein Problem fuer das Verhalten der Raubtiere mitfuehren kann, so ist nach unserer Erfahrung der sofortige (innerhalb weniger Stunden) legale Abschuss des Tieres besser geeignet um Woelfe zu schuetzen. Es vermittelt den Betroffenen das Gefuehl nicht voellig hilflos zu sein. Ausserdem kann ganz sicher davon ausgegangen werden, dass Inzucht bei Woelfen nahezu nicht eksistiert. (es gibt einen sehr interessanten Bericht fuer die Isel Royal)

Um deine Erklaerung der Notwendigkeit einmal weiterzudenken:

Wolf wandert aus der Wolfzone X aus und begibt sich in das grosse schoene Norwegen auf der Suche nach einer neuen Heimat.
Wolfiline macht sich aus Wolfzone Y aus dem gleichen Grunde auf den Weg.
Ausserhalb aller Wolfszonen treffen sich der jugendliche, muskuløse Wolf und die schlanke, attraktive Wolfiline. Sie finden Gefallen aneinander und treiben ein gewaltiges Baummarderli miteinander. Weil Beide von Verhuetung noch nichts gehoert haben, wirft Wolfiline nun 8 frohliche, gesunde Welpen. Diese Kleinen sind es bald leid von Milch zu leben, so wie Romus auch, und verlangen nach frischem Fleisch.
Dieses erbeuten die Eltern, ohne zu wissen, das es verboten ist, auf der Weide von Ola Bondemann. Das ist nun nicht so klug, denn nun wird legal Jakt auf die beiden gemacht und weil, wie bekannt, die norwegischen Jeger ungewoehnlich gute Schuetzen sind, werden auch Beide erlegt.
Die Welpen ueberleben mit Sparkost an Hamster, Erdratten und Maeusen. Etwas spaeter dann jagen sie gemeinsam im Fjell die Beute, die am leichtesten zu bekommen ist. Ola`s Laemmer. Die Geschichte wiederholt sich. 8 Mal Bumm, Problem legal geloest.

Welche Loesung haelst du fuer besser?
a) Einen Streifwolf schiessen, der Schaeden verursacht?
Oder:
b) Die genetische Vielfalt erhoffen und 10 Woelfe schiessen?

Wir haben uns fuer Loesung "a" entschieden und bisher funktioniert es.

tømrer
 
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#65
Die genetische Vielfalt erhoffen und 10 Woelfe schiessen?
Das mit der genetischen Vielfalt ist ein weiteres Thema, das eigentlich im Vorfeld nochmal auf die Agenda gehörte. Zur unantastbaren Begründung für alles und jedes verkommen. Wieviel davon braucht eine Art überhaupt? Wieviel Adaption wird schon über epigenetische Mechanismen geleistet? Wölfe paaren sich mit Hunden, ein Teil der Nachkommen reproduziert. Die Definition der Art ist schon schwammig. Der der Population noch schwammiger. Ab wann will man eine Reproduktionsgemeinschaft annehmen oder ausschließen? Es genügt ein erfolgreich verpaartes Individuum, um die Gene auf zig Generationen weiterzugeben.

Diese ganzen Vorschriften und Richtlinien hören sich immer so klar an, dabei basieren sie auf höchst unscharfen Begriffen. Wir haben keine besseren, und wer ehrlich damit umgeht, ist sich der Mängel bewußt und kommuniziert diese auch. Es ist unredlich, die Unschärfen für ideologische Zwecke auszunützen.
 
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In unseren "Ausbreitungszonen" Wolfsgebieten, Gibt es dieses Problem auch nicht! Dort gibt es naemlich keine Schafbauern mehr. Die hier so genannten "Streiftiere" sind hier das Problem. Das scheint bei euch anders zu sein, wie du glaubhaft beschreibst.
Ich (wir) sehen aber auch die Schaeden, die hier von diesen Tieren angerichtet werden. Wenn in einer Nacht ueber 100 Schafe von einem einzigen Streifwolf, ausserhalb der Wolfzone, gerissen werden, musst vielleicht sogar du zugeben, das er das nicht fuer seine Ernaehrung getan hat.
Auch wenn ich dir zustimme, dass genetische Verarmung ein Problem fuer das Verhalten der Raubtiere mitfuehren kann, so ist nach unserer Erfahrung der sofortige (innerhalb weniger Stunden) legale Abschuss des Tieres besser geeignet um Woelfe zu schuetzen. Es vermittelt den Betroffenen das Gefuehl nicht voellig hilflos zu sein. Ausserdem kann ganz sicher davon ausgegangen werden, dass Inzucht bei Woelfen nahezu nicht eksistiert. (es gibt einen sehr interessanten Bericht fuer die Isel Royal)

Um deine Erklaerung der Notwendigkeit einmal weiterzudenken:

Wolf wandert aus der Wolfzone X aus und begibt sich in das grosse schoene Norwegen auf der Suche nach einer neuen Heimat.
Wolfiline macht sich aus Wolfzone Y aus dem gleichen Grunde auf den Weg.
Ausserhalb aller Wolfszonen treffen sich der jugendliche, muskuløse Wolf und die schlanke, attraktive Wolfiline. Sie finden Gefallen aneinander und treiben ein gewaltiges Baummarderli miteinander. Weil Beide von Verhuetung noch nichts gehoert haben, wirft Wolfiline nun 8 frohliche, gesunde Welpen. Diese Kleinen sind es bald leid von Milch zu leben, so wie Romus auch, und verlangen nach frischem Fleisch.
Dieses erbeuten die Eltern, ohne zu wissen, das es verboten ist, auf der Weide von Ola Bondemann. Das ist nun nicht so klug, denn nun wird legal Jakt auf die beiden gemacht und weil, wie bekannt, die norwegischen Jeger ungewoehnlich gute Schuetzen sind, werden auch Beide erlegt.
Die Welpen ueberleben mit Sparkost an Hamster, Erdratten und Maeusen. Etwas spaeter dann jagen sie gemeinsam im Fjell die Beute, die am leichtesten zu bekommen ist. Ola`s Laemmer. Die Geschichte wiederholt sich. 8 Mal Bumm, Problem legal geloest.

Welche Loesung haelst du fuer besser?
a) Einen Streifwolf schiessen, der Schaeden verursacht?
Oder:
b) Die genetische Vielfalt erhoffen und 10 Woelfe schiessen?

Wir haben uns fuer Loesung "a" entschieden und bisher funktioniert es.

tømrer


Wird bei Euch jeder Wanderwolf geschossen? Überall? Oder nur in bestimmten Gebieten? Nur wenn er Nutztiere reisst?
 
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#69
Dort wo der Wolf legal bejagt wird, denke ich wird es in erster Reihe die Solisten treffen. Reproduziert wird in den abgelegenen, schwer bejagbaren Gebieten. Was dann wandert landet entweder irgendwann am Luder der Jagdanbieter oder endet wie auch immer im Zuge des Nutztierschutzes, wobei man Gift nicht vergessen sollte. Hab selten gehört das sich dort am Luder ein größeres Rudel einstellt.
 
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#70
Ich könnt reden soviel ihr wollt, nur wer den Wolf konsequent bejagt, kann den Wolf kontrollieren - und ja der Mensch hat das Recht, wenn er schon nicht die Pflicht hätte, den Wolf zu bejagen.
Das deutsche Wolfszuchtprogramm ist und bleibt eine Frechheit verblendeter Minderheiten mit Machtanspruch, gegenüber der Mehrheit und gegenüber denen, die die Suppe löffeln müssen.
Das ist brutale Diktatur demokratisch gewählten Minderheiten.
sca
 
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#73
Wir schiessen nicht jeden Streifwolf. Wie @Coureur de Bois schon schrieb, nur wenn er Nutztiere reisst. Die wenigen Vilttiere, die er sich auf seinen Wanderungen holt, interessieren hier kaum jemanden.

tømrer


Und da kommt das Problem an der Sache: Ich hab noch keinen gehört, der den Wolf inflagranti erwischt hat. Also wird das eher höchst selten passieren, das der Hobbyschafhalter den Wolf bei seiner Tat eine drüber brät - waffenrechtliche Erlaubnis vorausgesetzt etc.
Somit ergibt sich folgendes Szenario: Es werden Nutztiere in einer Region gerissen - Jäger im Gebiet xy bekommen Schießerlaubnis.
a) Wolf kommt Jäger xy, wird geschossen, alles gut...
b)Wolf lässt sich ein halbes Jahr nicht mehr blicken, is längst woandersRisse tauchen auch keine auf; Dafür jetzt in Region Z, 50km weiter... dort noch keine Genehmigung, Schafe ungeschütz etc... alles wie vorher
c) Wolf weg, k.a. wo, überfahren, anderer, unauffälliger Wolf kommt, wird stattdessen erlegt... kein Schaden, aber auch kein nutzen... Gut, mit dem Schaden kann man etwas relativieren... Wo ein Rudel sein Revier hat, werden Wanderwölfe nicht geduldet. Hat man ein "braves Rudel", so kann das durchaus von Vorteil sein. Sprich - wenn man einen unauffälligen Wolf erlegt, so erhöht man die Gefahr, dass ein auffälliger Wolf nachrückt. Auch wenn man das Risiko, dass der unauffällige auffälligf wird natürlich ausgeschaltet hat.

Ergebnis: Es führt kein Weg am vernünftigen Herdenschutz vorbei, Abschuss und Reduktion hin oder her.
Außer man erklärt den Wolf für vogelfrei und rottet ihn wieder aus.
 
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Die gegenwärtigen Regelungen sind genau so Augenwischerei wie die angedachten. Sie bedienen nur unterschiedliche Klientel.
 
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#75
@hypsilon
Ich weiss nicht wie oft du deine Weidetiere kontrolierst. Meine, mehrfach taeglich. Zwischen Riss und Erteilung der Abschussgenehmigung vergehen wenige Stunden! Wenn wir einen Wolf sehen, waehrend er Weidetiere reisst, wird erst geschossen und dann der lokale Raubviltkontakt geholt. Auch das ist legal. Warum, meinst du, haben sonst viele Bauern eine Waffe dabei?
So funktioniert es hier bei uns. Nicht immer perfekt aber gut genug.
Wenn ich mir vorstelle wie gruendlich ihr alles untersucht und durch alle moeglichen Instanzen pruefen løasst, damit nur niemand Verantwortung traegt, ja dann gebe ich dir recht. So wie es bei euch gemacht wird, funktioniert es nicht.
Lies ruhig noch einmal den Beitrag:
https://forum.wildundhund.de/thread...ssen-soll-leichter-werden.121959/post-3995794
mit den Augen eines Weidetierhalters und "Nichtwolfsfeind"

tømrer
 
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