Abweichungen von der Visierlinie (2. Bildebene/SFP)

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aber es zeugt schon von einer ganzen Menge Ignoranz bis hin zur Unverschämtheit, einen technischen Fakt schlicht zu leugnen und ständig zu behaupten, der Sachverhalt existiere nicht.
schön locker durch die lederhose atmen , entspann dich .

der sachverhalt existiert physikalisch , genauso wie die flugbahn der kugel physikalisch gesehen je nach luftdruck , aussentemperatur und höhe über meeresspiegel ( luftdichte ) leicht variiert . dazu kommen noch toleranzen bei der munition , toleranzen bei dem lauf , ist die waffe kalt oder warm uvm . ganz wichtig auch ein minimales zittern des abzugsfingers selbst bei eingespanntem gewehr .

soweit die theorie .

in der praxis ist der physikalische effekt der treffpunktverschiebung bei modernen , guten gläsern derart minimal dass er in den weiteren ebenfalls beeinflussenden o.g faktoren untergeht und damit keinerlei relevanz zeigt .

noch etwas aus der praxis :

niemand , wirklich niemand aufm stand oder der jagd guckt schweissgebadet durch die 2.be und ruft nach dem herrgott in der hoffnung er möge ihn segnen mit einem wiederholgenauem zielpunkt . die leute zielen und schiessen .

wenn du bei dem theoretischen gedanken über die 2be schon vorm computer abgehst wie zäpfchen - mit blutdruck zum autoreifen aufpumpen - wäre dein schützenfehler in real um ein vielfaches grösser als der streukreis der billigsten optik , vom markenglas brauchen wir nichtmal reden .

ich habe diesen test in real schonmal gemacht , meine rem 700 & leupold vx-3 3.5-10x50 eingespannt auf 100 meter fleck eingeschossen , dann vergrösserung von max auf min und zurück auf max gedreht und wieder eingespannt geschossen . es gab den üblichen geringen streukreis ohne dass die zweite gruppe irgendwo hin gewandert ist oder es ausreisser gab.

das mag nicht 100% repräsentativ sein weil mir zwischen der ersten und der zweiten gruppe ein heisser furz durch die lederhose ging und ich somit die druck , temperatur und geruchsverhältnisse auf der 100m bahn verändert habe , aber es war trotzdem ok und ich fuhr zufrieden heim .

nachts im revier hab ich das glas auf 6x stehen - und der fuchs liegt trotzdem .

also ruhig blut grosser !
 
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Seit die europäschen Hersteller ebenfalls auf die 2.BE gewechselt haben, wird das Ermitteln dieser Größe bei jedem Test geflissentlich unterlassen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Genauso siehts aus. Einfach nicht mehr testen, den Kunden wirds schon nicht auffallen und wenn, "hat man eben einen schlechten Tag gehabt, oder die Kanone ist dran Schuld"

Die "amerikanische Mode" kam auch zwangsweise mit Vergrößerungen jenseits der 15 fachen auf.
Da man jagdlich ja unbedingt ein 25faches Glas haben muss, braucht es eben 2. BE.
Firlefanz.
 
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Nur gut das die nächste Mode nichts mehr mit FFP und SFP zu tun hat. Sie wird digital sein.
Dann bleiben ja nur noch Kaliberdiskussiinen für so manchen Stammtischhansel und Internetprofessoten hier.
 
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Wir könnten auch uns alle treffen und dann kann jeder selbst testen ob und wieviel Abweichung es gibt.

Glaubt ihr wirklich immer alles, was euch nur gesagt wird, ohne es mal selbst getestet zu haben.

Ich weiß, dass (mindestens) MEINE OPTIK in SFP im Stande ist einen Spielhahn(nur ein Größenbeispiel) vom Baum zu holen auch auf 300 Meter egal welche Vergößerung.

Wie ich schon mal in einem Beitrag schrieb:
Schade, dass hier so viele Theoretiker und nur wenig Praktiker hier sind. :cry: :sad:

Over and out
 
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Das es bei den meisten Wildarten klappt ist ja klar, die maximale Abweichung ist auch nur teoretisch, aber bei der Krähe oder dem Hasen auf 150-200 Meter ist es halt jagdlich auch relevant.:unsure: deshalb verwende ich wenn`s um Präzision geht, die 1.BE.
Ich habe da mal eine Frage als unwissender Sportschütze.../kein Jäger...
Kann es sein, dass du bei 12facher Vergrößerung und dem damit doch recht großen Absehen beim Glas mit Absehen in der 1.BE auf 200m Distanz die Krähe gar nicht mehr hinter dem Absehen siehst? Beim auf 100m eingeschossenem Glas hats auch schon einen Geschossabfall von ca. 12cm (.308 win). Da hat die Krähe Glück...

Nimmt man nicht deshalb auf kleine Ziele eher lieber ein Glas mit Absehen in der 2.BE, wo man ein Schußpflaster auf 100m noch (mit der Optik) vierteln kann?

Bernd.
 
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Ich habe da mal eine Frage als unwissender Sportschütze.../kein Jäger...
Kann es sein, dass du bei 12facher Vergrößerung und dem damit doch recht großen Absehen beim Glas mit Absehen in der 1.BE auf 200m Distanz die Krähe gar nicht mehr hinter dem Absehen siehst? Beim auf 100m eingeschossenem Glas hats auch schon einen Geschossabfall von ca. 12cm (.308 win). Da hat die Krähe Glück...

Nimmt man nicht deshalb auf kleine Ziele eher lieber ein Glas mit Absehen in der 2.BE, wo man ein Schußpflaster auf 100m noch (mit der Optik) vierteln kann?

Bernd.
Das Ziel vergroessert sich im Verhaeltniss zum Absehen in der 1 BE. mit.
Es deckt also bei 2,5x genau soviel ab wie bei 10x. Vice versa

tømrer
 
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Ich habe da mal eine Frage als unwissender Sportschütze.../kein Jäger...
Kann es sein, dass du bei 12facher Vergrößerung und dem damit doch recht großen Absehen beim Glas mit Absehen in der 1.BE auf 200m Distanz die Krähe gar nicht mehr hinter dem Absehen siehst? Beim auf 100m eingeschossenem Glas hats auch schon einen Geschossabfall von ca. 12cm (.308 win). Da hat die Krähe Glück...

Nimmt man nicht deshalb auf kleine Ziele eher lieber ein Glas mit Absehen in der 2.BE, wo man ein Schußpflaster auf 100m noch (mit der Optik) vierteln kann?

Bernd.
Nun, bei Schüssen auf kleine Ziele muß man ab einer gewissen Entfernung ( bei mir>80m) den Geschossabfall genau kennen. Dies bedingt natürlich auch die Entfernung zum Ziel genau zu kennen, entweder durch ausmessen von Fixpunkten im Zielgebiet, oder durch messen vor dem Schuß.
Desweiteren muß natürlich das Absehen für den Zweck geeignet, in diesem Fall fein genug sein, da bietet der Markt dank LP durchaus vernunftige Produkte deren Feinheit ausreicht um mit 30 facher Vergrößerung auf >300 Meter (wenn auch ich mich auf derart kleine Ziele bei ca 150m beschränke) noch eine Krähe anzuvisieren.
 
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Kann es sein, dass du bei 12facher Vergrößerung und dem damit doch recht großen Absehen beim Glas mit Absehen in der 1.BE auf 200m Distanz die Krähe gar nicht mehr hinter dem Absehen siehst?
1. s. tömrer und
2. SuB FD 7 mit ASV (und natürlich Kenntnis der Labo) kombiniert...... geht schon.....
 
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Kann es sein, dass du bei 12facher Vergrößerung und dem damit doch recht großen Absehen beim Glas mit Absehen in der 1.BE auf 200m Distanz die Krähe gar nicht mehr hinter dem Absehen siehst?
Es gibt ZF mit 1. BE da verdeckt das Absehen 4mm auf 100m. Sind dann 8mm auf 200m.
Beispiel K624i...
Oder anderes ZF mit 1. BE verdeckt das Absehen 5mm auf 100m. Ergo 10mm auf 200m.
Beispiel S&B 3-20x50 PM2 Ultra Short

Die Abdeckung, Maße sind unabhängig von der Vergrößerungseinstellung am ZF, bleiben gleich bei 1. BE

Beide oben genannte ZF habe ich... Eine Krähe könnte sich dahinter nicht verstecken...

Und Geschossabfall sollte man generell kennen wenn man weiter raus langen will... unabhängig von ZF und 1. oder 2. BE
 
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Lasst doch das mit den verstellbaren ZF's einfach, dann spielt es gar keine Rolle, ob 1. oder 2. BE.
Wir haben doch fast alle den Schrank voller Büchsen, da kann man sich schon mal festlegen. Wer geht schon mit der .22-250 auf Drückjagd? Und wer mit der .375 HH auf Krähen...??
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