Abzugsgewichte

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#1
Hallo Zusammen,

was ist der "Sinn" hoher Anzugsgewichte?

Ich vor kurzem über über "Sniperbüchse" gestolpert, deren Abzugsgewicht wurde wie folgt angeben: 1500 - 3500 gramm.

Die Sauer 404 wurde beworben ,daß man Abzugsgewicht für die Gamsjagd höher stellen kann - wieso braucht es hier für ein hohes Anzugsgewicht?

Danke schonmal

Alex
 
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#3
Bei wirklichen " Sniperbüchsen " also militärischen oder polizeilichen Präzisionsgewehrten sind die hohen Abzugsgewichte diversen Falltests die diese Waffen bestehen müssen geschuldet.
Ausserdem braucht unter den Einsatzbedingungen die dort oft vorherrschen kein Mensch irgendwelche empfindlichen Sportschützenabzüge.
 
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#4
Winkel des Kraftarms. Je spitzer der wird (Idealfall: 90°), umso höher soll das Abzugsgewicht sein, damit sich bei Stoß/Erschütterung die Stange nicht selber aus der Schlagstückrast heraushebt, was eine ungewollte Schußauslösung zur Folge hat.
Sitzt die Schlagstückfeder genau in der Winkelhalben (Idealfall: 45°) wirken die gleichen Kräfte von beiden Seiten des Kraftarmes (Stange) und heben sich somit gegenseitig auf. Dadurch sind die Abzugsgewichte noch niedriger einstellbar.
Meiserhaft gelöst beim Nimrod-Schloß der Fa. Thieme&Schlegelmilch (Patent von 1895).
 
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#8
Um welche „sniperbüchse“ handelt es sich denn? Da werden auch gern mal Druck Punkt Abzüge verbaut. Da hat man im Vorzug schon nen Großteil des Gewichts hinter sich gelassen und in der „zweiten Ebene“ nur noch ein geringes abzuggewicht.
 
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#10
Die Frage ist halt ob man mit den hohen Abzugsgewichten vor allem auf weite Entfernungen noch präzise schießen kann. Ich denke wenn es auf ein paar mm ankommt die bei weiten Entfernungen dann ein Vielfaches sind machen Abzüge mit niedrigen Abzugsgewichten durchaus Sinn. Ich habe auch nie verstanden warum Jagdbüchsen in der Regel keinen Druckpunktabzug haben und man sich vom Schuss überraschen lassen soll. Bei Druckpunktabzügen weiß ich genau wann der Schuss los bricht und habe durch den relativ langen Vorweg auch noch eine Sicherheitsreserve. Mit kalten zittrigen Händen würde ich nicht und schon gar nicht auf weite Entfernungen schießen. Da scheint ein anständiger Schuss dann reine Glücksache zu sein.
 
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#11
Das G22 der Bundeswehr z.B. hat ~ 1500g Abzugswiderstand. Anscheinend taugt es bis über 1000m ....
Soviel dazu. Sicherheit steht im Vordergrund. Wenn der militärische Druckpunktabzug eine entsprechend gut Charakteristik aufweist, ist der Widerstand unproblematisch.
 
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#12
Ich habe einer meiner R8 den Atzl Abzug drin, also leicht und schon fast zu leicht :p
Zum Präzisen Schießen, sportlich, ist der 250g natürlich super.

Auf der anderen Seite habe ich eine SIG 716 DMR mit 2 Stage Trigger, Charakteristik wie Shagmann beschreibt, um damit jagdlich zu schießen oder militärisch Mann Ziele zu bekämpfen mehr als ausreichend, dazu problemlos mit Winterhandschuhen nutzbar usw.
 
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#14
häääh, wo steht denn bitte das ich das mache?!
Dafür wurde die DMR = Designated Marksman Rifle gebaut, oder willst den Vorposter auch fragen ob er mit dem G22 schon einen Taliban auf 1000m erlegt hat ;)
 
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#15
Was ist leicht, was ist schwer?
Unter 500 Gramm ist für mich leicht, zu leicht, sowohl für die Jagd als auch die Scheibe.
Man muss den Finger deutlich und definiert an den Abzug legen können, ohne dass dieser losgeht.
Und dann muss man abziehen können, ohne dabei den Schuss zu verreißen.
Neben dem Abzugsgewicht sind hier vor allem die Charakteristik (trocken oder kratzend) und auch ein eventuelles Durchfallen des Abzugs von Bedeutung. Ein durchfallender Abzug erhöht die Gefahr, dass neben dem Abzugsfinger auch andere Teile der Hand bewegt werden - schlecht.
Das ist m.E. der größte Vorteil des Atzl-Abzugs (und anderer natürlich). Er fällt nicht durch. Das gering einstellbare Abzugsgewicht ist für mich dabei eher Spielerei.
Ab 900 Gramm aufwärts wird es für mich "schwer". Aber das ist vermutlich Trainingssache.
 
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