Abzugsgewichte

Mitglied seit
1 Mai 2016
Beiträge
1.532
Gefällt mir
1.667
Von welcher Definition reden wir? Wikipedia schreibt:

Im Gegensatz zum Direktabzug wird beim Druckpunktabzug die Fingerkraft nicht gleich auf die Schlageinrichtung übertragen. Erst muss das Vorzugsgewicht überwunden und der Abzug einen kurzen Vorzugsweg bis zum Druckpunkt zurückgezogen werden. Dann muss das höhere Druckpunktgewicht überwunden werden.

Meiner Meinung nach ist „das höhere“ unglücklich gewählt. „Zusätzlich“ wäre besser.
 
Mitglied seit
11 Jun 2009
Beiträge
2.990
Gefällt mir
1.927
Die Definition bezieht sich auf das was wir seit Jahrzehnten unter Druckpunktabzug verstehen. Die erste Stufe war immer von sehr niedrigem Widerstand im Vergleich zur zweiten. Man hat immer eine Pause gemacht vor diesem Punkt bevor man abgedrückt hat. Ich habe sogar noch eine Büchse Kaliber 300 H&H Magnum die einen solchen Abzug hat.

Der moderne Zweistufen Abzug vom dem hier gesprochen wird muss sich ganz anders anfühlen. Ich habe so viel diverse moderne Präzision und Halbautomatische Waffen geschossen das sicher mehrere dabei waren die so einen Abzug hatten. Da bei vielen Waffen die Abzüge sehr unterschiedlich sind ist mir nichts besonderes aufgefallen. Das Gefühl einen richtigen Druckpunktabzug zu betätigen hatte ich aber nie.
 
Mitglied seit
20 Jan 2012
Beiträge
821
Gefällt mir
324
Natürlich gibt es Abzüge die einen relativ harten Vorzug und einen leichten Druckpunkt haben nach dem dann der Schuss ausgelöst wird. Und diesen Punkt merkt man sehr wohl.
Das kann man nennen wie man will für mich ist das ein Druckpunktabzug.
Zum Beispiel bei 300 Meter Standardgewehr Wettkämpfen. Dort sind 1500 gramm Abzugsgewicht vorgeschrieben es wird am Anfang ein Gewicht an den Abzug gehängt und die Waffe darf nicht auslösen.
Das Gesamtabzugsewicht teilt man dann auf ca. 1100-1200 Gramm Vorzug und 300-400 Gramm Druckpunkt auf je nach Vorlieben des Schützen.Konstruktiv kann man das lösen indem z.B. ein federbelasteter Bolzen nach einem gewissen Abzugsweg zusätzlich an einer Fläche anliegt , bis zu diesen Punkt zieht der geübte Schütze dann den Abzug und schiesst dann praktisch mit 4000 gramm Abzugsgewicht.
 
Mitglied seit
18 Sep 2015
Beiträge
5.736
Gefällt mir
11.688
Von welcher Definition reden wir? Wikipedia schreibt:

Im Gegensatz zum Direktabzug wird beim Druckpunktabzug die Fingerkraft nicht gleich auf die Schlageinrichtung übertragen. Erst muss das Vorzugsgewicht überwunden und der Abzug einen kurzen Vorzugsweg bis zum Druckpunkt zurückgezogen werden. Dann muss das höhere Druckpunktgewicht überwunden werden.

Meiner Meinung nach ist „das höhere“ unglücklich gewählt. „Zusätzlich“ wäre besser.
Dann korrigiere es bei Wikipedia
 
Mitglied seit
28 Nov 2014
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.100
Man macht dort eben die gleichen Fehler, die hier vielen auch geschehen.
Das Abzugsgewicht ist ein Kenngröße, für die Überwindung es einer definierten Kraft bedarf.
Kennzeichen der Kraft ist aber eben auch der Weg. Wir haben einen Vorzugsweg, über den eine Kraft aufgewendet werden muss.
Dann kommt ein Druckpunkt, der ebenfalls mit einer Kraft überwunden werden muss.
Man verrichte im physikalischen Sinn Arbeit.
Jetzt den Blick auf die Formel gerichtet und schon fällt es wie Schuppen von den Augen.
 
Mitglied seit
28 Nov 2014
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.100
Die Definition bezieht sich auf das was wir seit Jahrzehnten unter Druckpunktabzug verstehen. Die erste Stufe war immer von sehr niedrigem Widerstand im Vergleich zur zweiten. Man hat immer eine Pause gemacht vor diesem Punkt bevor man abgedrückt hat. Ich habe sogar noch eine Büchse Kaliber 300 H&H Magnum die einen solchen Abzug hat.

Der moderne Zweistufen Abzug vom dem hier gesprochen wird muss sich ganz anders anfühlen. Ich habe so viel diverse moderne Präzision und Halbautomatische Waffen geschossen das sicher mehrere dabei waren die so einen Abzug hatten. Da bei vielen Waffen die Abzüge sehr unterschiedlich sind ist mir nichts besonders aufgefallen. Das Gefühl einen richtigen Druckpunktabzug zu betätigen hatte ich aber nie.
Es fühlt sich ganz genauso an.
Es ist nur ein anderer Widerstand.
Einfach mal ausprobieren.
Abstrakt kann sich anscheinend niemand hieneinversetzen.
 
Mitglied seit
28 Nov 2014
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.100
Die lassen nur nicht so einfach Korrekturen zu ;)
Ich habs aufgegeben mit diesem Sauhaufen. Der Aufwand um da einem zu gefallen, ist zu hoch für das Interesse an der Qualität mitzuwirken.
Wikipedia ist gut, um Quellen zu suchen.
Für mehr taugt es nicht. Natürlich ist nicht alles falsch, aber eben doch vieles.
So findet man teils drastische Unterschiede allein in mehreren Sprachen zum gleichen Sachverhalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
18 Sep 2015
Beiträge
5.736
Gefällt mir
11.688
Die Definition bezieht sich auf das was wir seit Jahrzehnten unter Druckpunktabzug verstehen. Die erste Stufe war immer von sehr niedrigem Widerstand im Vergleich zur zweiten. Man hat immer eine Pause gemacht vor diesem Punkt bevor man abgedrückt hat. Ich habe sogar noch eine Büchse Kaliber 300 H&H Magnum die einen solchen Abzug hat.

Der moderne Zweistufen Abzug vom dem hier gesprochen wird muss sich ganz anders anfühlen. Ich habe so viel diverse moderne Präzision und Halbautomatische Waffen geschossen das sicher mehrere dabei waren die so einen Abzug hatten. Da bei vielen Waffen die Abzüge sehr unterschiedlich sind ist mir nichts besonderes aufgefallen. Das Gefühl einen richtigen Druckpunktabzug zu betätigen hatte ich aber nie.
Je höher der Unterschied zwischen Vorweg und Druckpunkt ist, um so besser merkt man es als untrainierter Schütze. Aber egal wie eingestellt, es bleibt technisch immer der gleiche Druckpunkt- oder Two-Stage- Abzug
 
Mitglied seit
26 Jul 2015
Beiträge
472
Gefällt mir
697
In dem Video ist zu erkennen, dass der Abzug in zwei Rasten erfolgt. Der mir bekannte DP Abzug hat das nicht. Hier ziehe ich gegen einen leichten Federzug bis zum Druckpunkt, der zu überwinden ist, um den Schuss auszulösen. HH
 
Mitglied seit
18 Sep 2015
Beiträge
5.736
Gefällt mir
11.688
In dem Video ist zu erkennen, dass der Abzug in zwei Rasten erfolgt. Der mir bekannte DP Abzug hat das nicht. Hier ziehe ich gegen einen leichten Federzug bis zum Druckpunkt, der zu überwinden ist, um den Schuss auszulösen. HH
Das hängt wiederum daran, wie das technisch umgesetzt wurde. Die Definition für einen Druckpunktabzug ist immer gleich > man hat 2 Stufen im Abzugsgewicht

Weder die Höher der beiden Kräfte noch die technische Umsetzung ist weiter spezifiziert
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
11 Jun 2009
Beiträge
2.990
Gefällt mir
1.927
Wir bleiben bei dem Begriff Zweistufenabzug.

Nach der Einstellung werden manche den Druckpunkt spüren , andere die schon ein wenig abgestumpft sind , so wie ich , werden gar nichts spüren.
 
Mitglied seit
28 Nov 2014
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.100
Es gibt eben eine sehr große Vielfalt in der technischen Umsetzung des Druckpunktabzugsprinzips.
 
Mitglied seit
28 Nov 2014
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.100
Wir bleiben bei dem Begriff Zweistufenabzug.

Nach der Einstellung werden manche den Druckpunkt spüren , andere die schon ein wenig abgestumpft sind , so wie ich , werden gar nichts spüren.
Der Druckpunkt ist sehr deutlich definiert. Man müsste den Abzug komplett durchreissen, um den Punkt nicht wahrzunehmen.
Der tatsächlich sprübare Unterschied ist nur ein anderer Abzugswiderstand. Ansonsten zieht man wie gewohnt, bis an den Druckpunkt, den es dann zu überwinden gilt.

Ob man den Druckpunktabzug nun Zweistufenabzug nennen möchte oder nicht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben