Älgjakt 2019

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#1
Moin,

in knapp 3 Wochen geht es in Nord-Värmland los. Zunächst 4 Tage, im Oktober dann 6 Jagdtage.

Bestimmt sind noch mehr Foristi unterwegs. Wo geht es hin? Habt ihr gehört, wie es in euren Revieren mit den Elchen aussieht?

Gruß
Ringo
 
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#2
so sieht es aus auf 10.000 Hektar Värmland Nord/Nord
64 Stück 1997
48 Stück 2006
24 Stück 2018
18 Stück frei 2019
Tendenz scheint falend.
Ursache: Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf Wolf, Wolf, Wolf, Wolf*, das ist sicher.
KLima eventuell ein wenig, Rotwild noch nicht!

In Schweden unterhalb Stockholm macht Rotwild den Elch +/- warmes Wetter das Leben schwer.
Sagt man so, sehe ich so.
sca

* trotz wirklich ernsthafter Anstrengungen, dem Wolf die Verbreitung wirklich sehr schwer zu machen. Ich meine wirkliche ernsthafte Bemühungen. Das zeigt, dass man dem Wolf, läuft er denn aus dem Ruder, nicht bei zu kommen ist. (Da reichen schon Popzahlen, die z.B. D längst überschritten hat)
Nicht mit Methoden, die seit dem Mittelalter als unethisch gelten. Und auch in Schweden stirbt jeder Wolf, wenn er denn stirbt, durch Menschenhand, an der Kugel. Und das reduziert nicht ausreichend, offensichtlich.
 
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#3
Bei uns ging der Abschuss seit 2011 etwas zurück, ist aber inzwischen recht stabil bzw. wieder leicht angestiegen. Letztes Jahr waren sehr viele Kälber zu sehen. Mal sehen, ob sich der Trend dieses Jahr bestätigt.
Wolf ist Thema, aber nicht mehr so stark wie vor ein paar Jahren.
 
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#4
Hier oben in Hälsingland haben wir seit vielen Jahren auch Rotwild. Nicht allzuviel aber die stören die Elche garnicht. Der Abschuss ist seit Jahren stabil. Allerdings hat der Wolf es schwer sich hier zu etablieren. Ab und zu taucht Einer auf aber verschwindet irgendwie recht schnell. Denen scheint es hier nicht zu gefallen. Das habt Ihr in Värmland vor vielen Jahren vesäumt.
 
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#5
so sieht es aus auf 10.000 Hektar Värmland Nord/Nord
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Tendenz scheint falend.
Ursache: Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf, Wolf Wolf, Wolf, Wolf, Wolf*, das ist sicher.
KLima eventuell ein wenig, Rotwild noch nicht!

In Schweden unterhalb Stockholm macht Rotwild den Elch +/- warmes Wetter das Leben schwer.
Sagt man so, sehe ich so.
sca

* trotz wirklich ernsthafter Anstrengungen, dem Wolf die Verbreitung wirklich sehr schwer zu machen. Ich meine wirkliche ernsthafte Bemühungen. Das zeigt, dass man dem Wolf, läuft er denn aus dem Ruder, nicht bei zu kommen ist. (Da reichen schon Popzahlen, die z.B. D längst überschritten hat)
Nicht mit Methoden, die seit dem Mittelalter als unethisch gelten. Und auch in Schweden stirbt jeder Wolf, wenn er denn stirbt, durch Menschenhand, an der Kugel. Und das reduziert nicht ausreichend, offensichtlich.
..... genauso siehts aus, ich hab Freunde in der Nähe von Kristinhamn , dort sind kaum noch Elche, Problem WOLF.....
hoppel61
 
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#6
..... genauso siehts aus, ich hab Freunde in der Nähe von Kristinhamn , dort sind kaum noch Elche, Problem WOLF.....
hoppel61
Schwedische Jäger sind wir deutsche Jäger. Erst wird gejammert, es gibt keine Sauen, Rehe oder Elche mehr und dann feiert man die Strecken.

älgjakt stat1.png

Unter folgenden Link ja jeder für seine Region, jaktområde oder Län die Streckenzahlen und Streckenentwicklung nachlesen. Einen allgemeinen Zusammenhang mit dem Wolf zu vermuten, obwohl der Wolfsbestand auf dem niedrigsten Wert seit einigen Jahren ist und scaver den "praktischen" Umgang der schwedischen Landbevölkerung mit dem Wolf hier ja sonst gern feiert, klappt wohl nur regional.

Wie man aus dem Norden hört, gehen einigen Regionen wegen der Landflucht und Überalterung auch immer mehr die Jäger aus.

https://rapport.viltdata.se/statistik/

P.S.
Solche recht detaillierten und öffentlichen Statistiken würde ich mir auch für Deutschland wünschen. Vermutlich hat es aber seinen Grund, daß man das hier gar nicht so genau aufgeschlüsselt veröffentlichen will.
 
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#7
Man muss sich schonmal die Mühe machen, die Wolfsgegenden mit den Strecken zu matchen. Es wird ja auch gar nicht gejammert, nur festgestellt.
sca
 
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#8
@ Freischütz. Wann hast Du jemals einen Schweden jammern hören, dass es keine Sauen mehr giebt? Du kannst hier 2 mal in der Woche die Bauern jammern hören, dass sich die Sauen so vermehren und niemand die schiessen will. Die jammern gross aber verlangen 100 Euro für ein Wochende, wenn man ihnen helfen will der Sauen Herr zu werden. Bei den Rehen jammere ich auch. Unser Abschuss ist nurnoch ein Zehntel von dem ehe der Luchs kam.
 
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#9
Vielleicht sollten wir jetzt nicht die Länder durcheinander werfen. Ich sprach von der Gleicheit der Jäger in beiden Ländern, die natürlich überall so viel wie möglich Strecke machen wollen. das war einfach ein allgemeines Gleichnis.

Ob du mit „hier“ nun Schweden oder Deutschland meinst, verstehe ich gerade nicht. Bei meinen Schweden stehen die Sauen extrem hoch im Kurs, 5000Sek für einen Abschuss als Gast. Elch ist fast billiger. es wird gefüttert was das Zeug hält, 1000l Kirrtonne kein Problem. die Bauern jammern zwar, aber es gibt keine Wildschadenersatzpflicht in Schweden und Sauen eben nur im Süden und da ist Jagd überlaufen und teuer.
 
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#10
Bei den Rehen jammere ich auch. Unser Abschuss ist nurnoch ein Zehntel von dem ehe der Luchs kam
Tut mir leid, wirklich und ohne Ironie. Freut aber vermutlich eure Waldbesitzer. Das ist halt das Ying und Yang der Jagd, einer gewinnt, einer verliert und wenn man auf das Gesamtbild schaut bleibt so etwa alles unverändert. Deshalb schrieb ich ja schon oben, so eine detaillierte Auflistung wie es die Schweden machen UND veröffentlichen finde ich toll. Dann würden auch alle sehen, was beispielsweise das Wald-Feld-Revier oder das Feldrevier und der Forst direkt daneben so wirklich erlegen und wie sich die Strecke der Region, des Landkreises oder des Landes wirklich auf die Reviere und die Flächen verteilt, ob vielleicht nur wenige Reviere die absoluten Zahlen herausreissen, während beim Rest tote Hose und Trauer ist.

Ist vermutlich mit den Elchen, Wölfen und dem RW nicht anders. In Schweden kommt ja beim Elch auch noch die vorgegebene Quote dazu, die sich eben nicht nur nach dem Bestand richtet. Wenn man letztes Jahr noch 6 Elche frei hatte und jetzt nur 3 bekommt, dann ist eben auch die Strecke in 2 Tagen erfüllt und bleibt bei 3 stehen.
 
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#11
Die Quote beim Elch ist schon immer das Ergebnis heftiger Diskussionen. Jedenfalls bei uns im Revier. Der Waldbesitzer will sie jedes Jahr wieder nach oben treiben und will unbedingt mehr Kühe in der Quote. Im Jaktlag geht die Tendenz eher Richtung Beibehaltung der Strecke. Es ist in den letzten 2 Jahren - nach eheblichen Streckeneinbrüchen durch den Wolf in den Vorjahren -wieder ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Insbesondere was die Sichtung von Kühen und Kälbern angeht. Da wünschen wir uns (im Sinne einer nachhaltigen Jagd und mit Blick auf die kommenden Jagdjahre) natürlich etwas dezente Zurückhaltung.
So dürfte es wohl in den meisten Revieren aussehen. Die Waldbesitzer halten so ziemlich gar nichts von Elchen und die Jäger wollen nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Einfach die Quote nicht zu erfüllen ist aber eben auch keine Lösung, da man ja auch weiterhin dort jagen und nicht durch ein "schießwütigeres" Team ersetz werden möchte.
 
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#12
Ich bin ja 350 km nördlich von Stockholm und Rehe hatten wir vor dem Luchs ca 60 St Bestand auf 4500 ha. Den Waldbesitzern machten die nichts aus. Aber jetzt haben wir beim kleinen Rest der Rehe nur einen Abschuss von2-3 St. Nur Bock, die weiblichen werden dringend gebraucht, sonst sterben sie ganz aus. Ich hab erst vor einem halben Jahr zwei Bauern, die mit einem Freund bekannt sind angeboten mit 3 Freunden runter zu kommen und ihm ein paar Tage mit den Sauen zu helfen. Er hat grossen Wildschaden und jammert viel. Er schrieb zurück, dass er pro Mann 1000 Kronen haben will für 3 Tage Jagd. Ich antwortete er kann sich seine Sauen selber schiessen, aber dann bitte mit der Jammerei aufzuhören, wenn er keine Hilfe will. Solange die Bauern im Süden an der Jagd mer verdienen wollen als sie durch die Sauen verlieren, kann man nur hoffen dass sie ordentlich Wildschaden bekommen.
 
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#13
Im Süden werden die Preise für Sauenjagd von den vielen gutverdienenden Jägern aus den schwedischen Ballungsräumen und Dänemark und Norwegen hochgetrieben, die sonst dafür nach Deutschland oder Polen gefahren sind. Die sagen sich, umgerechnet 500€ in Schweden für eine Sau ist immer noch preiswerter als ins Ausland fahren.
 
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#14
Ich bin ja 350 km nördlich von Stockholm und Rehe hatten wir vor dem Luchs ca 60 St Bestand auf 4500 ha. Den Waldbesitzern machten die nichts aus. Aber jetzt haben wir beim kleinen Rest der Rehe nur einen Abschuss von2-3 St. Nur Bock, die weiblichen werden dringend gebraucht, sonst sterben sie ganz aus.
Glaubst du wirklich, dass Luchs und Jäger zusammen es schaffen würden, die Rehe auszurotten? In Deutschland heisst es von den Reh-Intensivjägern ja immer, das wäre nicht zu befürchten, zumindest nicht durch die Jagd alleine. In Schweden, mit anderem Klima, Vegetation, Prädatoren, Jagdmethoden ist das vielleicht anders...

Ernstgemeinte, interessierte Frage - keine Provokation.
 
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#15
Wir haben im Wiinter solche Schneemassen, dass Rehe überhapt nur durch unsere Fütterung über den Winter kommen. Dadurch haben wir auch die Möglichkeit sehr genau zu wisssen, wieviele es giebt. Vorigen Winter hatten wir 28 Rehe an unseren Fütterungen in der Aussenkante der 2 Dörfer, die es giebt. Die ersten 2Jjahre nache der Ankunft des Luchses gieng der Bestand von etwas über 80 Rehen runter bis 10 St. Der Luchs wartete an den Fütterungen. Dann kamen wir drauf ein " Wegenetz" zu den Fütterungen mit dem Schneemobil zu fahren. Jetzt haben die Rehe viele Möglichkeiten dorthin zu kommen ohne den Luchs, der auf dem einzigen Pass dorthin wartet. Auch haben wir inzwischen Lizensjagd auf die Katze. Einige verschwanden auch auf andere Weise. Nun hat sich der Rehwildbestand etwas erhöht, aber wird wohl leider niemer werden wie es war Ende der 80 ziger. In dem strengen Winter vor 2 Jahren verloren wir 10 Rehe. Du siehst, der Bestand ist eigentlich wirklich der Ausrottung nahe. Danke Luchs.
 
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