Älterer Desktop mit Win10: optimieren oder entsorgen?

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Die größte Umweltbelastung entsteht aber in der Regel bei der Produktion, auch wenn da recycling-Material verwendet wird. Mit diesem geringeren Verbrauch wird ja auch bei Autos und anderen Elektrogeräten gelogen. Gerade bei Autos bräuchte man aus Umweltschutzsicht keine Neuwagen-, sondern eine Uraltautobehalteprämie.
Sorry für die späte Antwort, aber das ist nicht für die ITK korrekt. Moderne Prozessoren z.B. verbrauchen sehr viel weniger Strom als ältere und das ist bzgl. Energieverbrauch ein wesentliches Kriterium in Rechenzentren. Klar, hier geht es um Kleinrechner im privaten Gebrauch, aber in der Summe kommen wir da auch auf ordentliche Einsparungen ✌️
 
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Da nicht nur die Prozessoren getauscht werden: wie lange muss denn ein neuer Prozessor laufen, damit er die mitgekaufte Hardwareumgebung bzw. den bei deren Herstellung erzeugten "ökologischen Fußabdruck" ausgeglichen hat? Die Frage ist ernst gemeint.
 
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Das war vielleicht mal zu Pentium 4 Zeiten interessant.

Mehr Rechenleistung haben neuere Generationen natürlich, aber die elektrische Leistung der Prozessoren hat sich seit Jahren sowohl unter Vollast als auch im Idle-Betrieb nicht mehr großartig geändert. Der Stromspareffekt eines neueren PCs/Laptops/Servers ist absolut vernachlässigbar.

Einzig der Wechsel von HD zu SSD bringt ein paar Watt, vor allem beim Wechsel im größeren Maßstab (FullFlash Storage), beim Austausch noch funktonierender HW wird sich auch das jedoch niemals finanziell rechnen.

Ein Austausch noch funktionierender HW rechnet sich nur in Hinblick auf Zuverlässigkeit (Verdienstausfall bei Defekt) oder wenn mehr Leistung/Kapazität notwendig wird.
Im Serverbereich kommen dann noch die nach 3-5 Jahren exorbitant steigenden Kosten für den Hersteller-Support dazu, die den Weiterbetrieb unwirschaftlich werden lassen.
 
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Deswegen rate ich schon seit einigen Jahren bei der SSD nicht zu knausern. Größe hilft einen Wechsel hinauszuschieben oder eine Zweite zu erwerben. Alte Festplatte sind super für den Nachwuchs um so Sachen wie Linux, Verschlüsselung etc zu probieren und zu verstehen.

Ist sie wirklich kaputt kann ja der Nachwuchs sie ja noch zerlegen.
 
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Da nicht nur die Prozessoren getauscht werden: wie lange muss denn ein neuer Prozessor laufen, damit er die mitgekaufte Hardwareumgebung bzw. den bei deren Herstellung erzeugten "ökologischen Fußabdruck" ausgeglichen hat? Die Frage ist ernst gemeint.
Austausch alt gegen neu macht keinen Sinn und verschwendet Ressourcen und Energie. Kann man irgendwo in der c't nachlesen. Ist auch logisch.
 
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In der professionellen IT Welt sind Server nach etwa 60 Monaten nicht mehr rentabel. Wurde ja oben genannt. Green IT spielt nach wie vor eine Rolle. Von wegen Stromkosten seien zu vernachlässigen.
 
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Da sind auch Prozessoren drin. Wenn ich mir meinen kleines Notebook anschaue, platt wie ne Flunder, ebenso der Akku, wiegt kaum was und das mit einer Leistung und grafischen Leistung, das ist nur mit Energiespareffekten möglich. Ok, kostet auch bissl was. Dafür führ ich auf der Jagd nur alten Schrott 😜
 
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Das Green IT Gelöffel ist nur dazu gut, um den Entscheidern das notwendige Budget für neues Spielzeug aus den Rippen zu leiern und damit sie bei der nächsten Sitzung was tolles präsentieren können.

Wirtschaftlich ist der Austausch aus Gründen der Energieeinsparung nie.
Nach spätestens einem Monat werden traditionell die tollen Energiespar-Optionen ausgeknipst, da Stabilität und Leistung halt doch vor 5 eingesparten kw stehen.

Und bislang hat jedes Rechenzentrum, das ich neu aufgebaut habe, mehr oder zumindest gleich viel Energie gefressen als das alte und ebensoviel Abwärme produziert, die wieder weggekühlt werden muß. Wobei natürlich auch Rechen-Leistung und Kapazität gestiegen sind. OK, mit Einführung der x86 Virtualisierung gings vor 15 Jahren kurzfristig mal etwas nach unten die Großrechenmonster gibts auch schon lange nicht mehr.

Deshalb halte ich auch die Ökobilanz für mehr als fragwürdig, denn was bringen eingesparte 20kw im Monat, die ein neues RZ bringt wenn die Herstellung der Komponenten eine Unmenge an Ressourcen verbraucht hat?

Um wieder den Bogen zum Thema des Fadens zu schlagen:
Das Ganze lässt sich auch auf die Clients und den Privatbereich übertragen.
Wer etwas neues, schickes, leistungsstarkes haben möchte, der soll es sich bitte kaufen. Aber bitte nicht sich selbst in die Tasche lügen, daß er damit etwas tolles für die Umwelt gemacht hat.

Waidmannsheil
Ratatoskr
 
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Das Green IT Gelöffel ist nur dazu gut, um den Entscheidern das notwendige Budget für neues Spielzeug aus den Rippen zu leiern und damit sie bei der nächsten Sitzung was tolles präsentieren können.

Wirtschaftlich ist der Austausch aus Gründen der Energieeinsparung nie.
Nach spätestens einem Monat werden traditionell die tollen Energiespar-Optionen ausgeknipst, da Stabilität und Leistung halt doch vor 5 eingesparten kw stehen.

Und bislang hat jedes Rechenzentrum, das ich neu aufgebaut habe, mehr oder zumindest gleich viel Energie gefressen als das alte und ebensoviel Abwärme produziert, die wieder weggekühlt werden muß. Wobei natürlich auch Rechen-Leistung und Kapazität gestiegen sind. OK, mit Einführung der x86 Virtualisierung gings vor 15 Jahren kurzfristig mal etwas nach unten die Großrechenmonster gibts auch schon lange nicht mehr.

Deshalb halte ich auch die Ökobilanz für mehr als fragwürdig, denn was bringen eingesparte 20kw im Monat, die ein neues RZ bringt wenn die Herstellung der Komponenten eine Unmenge an Ressourcen verbraucht hat?

Um wieder den Bogen zum Thema des Fadens zu schlagen:
Das Ganze lässt sich auch auf die Clients und den Privatbereich übertragen.
Wer etwas neues, schickes, leistungsstarkes haben möchte, der soll es sich bitte kaufen. Aber bitte nicht sich selbst in die Tasche lügen, daß er damit etwas tolles für die Umwelt gemacht hat.

Waidmannsheil
Ratatoskr

Da sind auch Prozessoren drin. Wenn ich mir meinen kleines Notebook anschaue, platt wie ne Flunder, ebenso der Akku, wiegt kaum was und das mit einer Leistung und grafischen Leistung, das ist nur mit Energiespareffekten möglich. Ok, kostet auch bissl was. Dafür führ ich auf der Jagd nur alten Schrott 😜


Mir mag als harwarebegeisterter Nicht-IT-ler der letzte Einblick fehlen, aber sind private Officerechner und ein Rechenzentrum vom Usecase her nicht zwei verschiedene paar Schuhe?
Ich meine, selbst bei reichlich veranschlagten 8-10 Stunden täglich Officekram machen und Katzenvideos kucken langweilt sich die CPU doch 98% der Zeit....
Ich kümmer mich bei einigen Bekannten (ihr hauptamtlichen IT-ler kennt das Phänomen sicher noch besser) um die PCs - und muss sagen : Für das was der Durchschnittsuser macht, ist er doch mit einem i5/i7 des letzten Jahrzehnts und einer ausreichend großen SSD als Systemplatte vollkommen ausreichend motorisiert.


Ich finde im Endkundenbereich und bei KMU waren die SSD und seit kurzem die Threadripper/Ryzenprozessoren die beiden krassesten Änderungen in den letzten 10-15 Jahren. Jetzt bootet ein Rechner in Sekunden staat Minuten. Und dank AMD hat man mehr als 4 echte Kerne. Davor hat Intel doch im Grunde nur jedes Jahr die (zugegebenermaßen gute) Sandybridge-Baureihe neu aufgelegt und sich einen neuen Sockel dazu ausgedacht...

Wenn es sich in irgendeinem Land (als Privatperson!) aufgrund der Stromkosten lohnen würde/könnte, einen neuen Prozessor oder PC anzuschaffen, dann hier - aber selbst hier ist es doch für die Umwelt und den Geldbeutel besser (_wenn_ man die Zuverlässigkeit nicht priorisieren muss und nicht irgendwelche neuen Befehlssätze etc... hardwareseitig braucht), man benutzt, sofern SSD vorhanden, den Rechner einfach, so lange es eben geht und er sich (mittels Biosupdate etc...) sicher betreiben lässt. Kurzes Rechenbeispiel (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege):
Selbst wenn man von einer imho unrealistischen Ersparnis von 50W/Stunde ausgeht hast Du pro 8-Stunden-Tag bei 30 Cent Stromkosten exakt 12 Cent gespart...Da muss der neue Rechner ne Weile laufen, bis das wieder drin ist.

Etwas OT sei hoffentlich gestattet: Was sich bei uns in der Familie in Kanzlei /Apotheke / Praxis deutlich bemerkbar machte und rasch amortisierte war die Umstellung von konventioneller auf LED-Beleuchtung. Bei ohnehin turnusmäßig beschaffter IT, bei der ich extra nach Stromsparprozessoren schaute, hielt sich der Effekt dank Stromkostensteigerung doch stark in Grenzen. Zumal Stromsparprozessor und normaler Prozessor im Standby fast identisch verbrauchen...aber wem erzähl ich das :)
 
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Ich finde im Endkundenbereich und bei KMU waren die SSD und seit kurzem die Threadripper/Ryzenprozessoren die beiden krassesten Änderungen in den letzten 10-15 Jahren. Jetzt bootet ein Rechner in Sekunden staat Minuten. Und dank AMD hat man mehr als 4 echte Kerne.

Die schnellen Bootvorgänge haben sicherlich in der Praxis bei Manchen zu häufigeren Abschalten geführt. In Summe weltweit sicherlich vieles wert. In den Praxen läuft die Mittelklasse von 2011 plus SSD immer noch Top.

Die Nutzung langlebiger Tablets als wird auch seinen Teil dazu beitragen. Die Kombi von iPad und Tastatur ist für vieles erstaunlich praktisch und die Surface habe sich ja im mobile Officedienst ja schon länger bewährt. Nutze alte Smartphones ja auch als mobiles Radio etc

Habe mir auch mal die neuen M12 von Apple angeschaut und glaube es war wirklich ein großer Wurf. Erwarte mir auch im Desktopbereich vermehrt ein High-Low Paket an CPUs, also mehrere Schnelle und mehrere Energiesparende im Verbund. Bei den Schleppis sowieso.

Server sind ein Eigenes Thema...
 
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