Ärger im BJV?

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Es gibt hier nicht nur die strafrechtliche Komponente sondern ganz klar auch die moralische Komponente, Stichwort Dienstfahrzeug etc. Dazu ist es auch spannend, wer sich plötzlich nicht mehr "Erinnern" kann.

Ich weiß, die Aussage jetzt wird auf wenig "Gegenliebe" stoßen etc.: Wenn man mit Leuten spricht, die extrem nah dran sind und die auch in der damaligen Zeit entsprechend Druck im Verband ausgeübt haben um aufzuklären, bekommt man ein gänzlich anderes Bild als in der Presse steht. Das würde jetzt aber zu weit führen bzw. gehört hier nicht hin. Ich habe mir meine Meinung dadurch bilden können und bin nicht nur aus Zeitungsartikel angewiesen.
 
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Es gibt hier nicht nur die strafrechtliche Komponente sondern ganz klar auch die moralische Komponente, Stichwort Dienstfahrzeug etc. ...
Der Posten ist ja wohl zu arbeitsintensiv um ihn "nebenbei" als Ehrenamt ausfüllen zu können.
Warum sollte dann ein fest zugewiesenes Dienstfahrzeug oder ein Fuhrpark zu viel sein?

Ich kannte mal einen Ausbilder einer Kreisgruppe. Der hat sich 1x durchgerechnet was er an Pauschalbetrag kriegt und was er für die diversen Termine nur an Sprit verfährt.
Danach hat er aufgehört.
Man wird wohl kaum von einem Verbandshäuptling verlangen können dass er seine Arbeit aus eigenen Mitteln finanziert.
 
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Da bin ich ja auch grundsätzlich bei Dir. Aber muss es 14 Monate vor Ablauf der Amtszeit ein Fahrzeug für weit über 80.000 Euro sein? Und bitte, wir reden hier über ein langjähriges Landtagsmitglied a.D. mit entsprechender Pension etc.

Ich sage damit nicht, dass die Leute es komplett für lau machen sollen. Aber die Grenzen des guten Geschmackes ("Moral") definiert halt jeder für sich anders. Dazu weiß ich, auf was ich mich bei der Wahl einlasse, sind ja nicht in Nordkorea.
 
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Die Frage ist ja wo das Fahrzeug nach den 14 Monaten weiter genutzt worden wäre.
Und da wird im Nachhinein jeder erzählen was er für "am besten zu verkaufen" halten wird.

Wenn der Baggerfahrer XY noch 14 Monate vor seiner Rente einen neuen Bagger zum Arbeiten kriegt wird ja auch keiner davon ausgehen, dass er den dann später mit nach Hause kriegt und die Firma für seinen Nachfolger nochmal einen neuen kauft. ;)

Vielleicht hab ich das im Threadverlauf oder in der Presse einfach verpasst. Aber ich würde davon ausgehen dass die Fahrzeuge auf den Verband laufen.
Ich persönlich halte es schon für "entlastend" dass Ermittlungen die Schadenssumme als so niedrig wie in der vorherigen Threadseite genannt einstufen. Was natürlich nichts dran ändert, dass mit den Geldern der Mitglieder sorgsam umgegangen werden muss!
 
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@Forestgump
Aus Augsburger Allgemeine 20.03.2020
Die mögliche Schadenssumme ist im Zuge der Ermittlungen der Kripo auf weniger als 1800 Euro geschrumpft. Dem stehen beim Jagdverband Kosten für die Kassenprüfung durch verschiedene Gutachter im Umfang von rund 75.000 Euro gegenüber.
...und ein fehlendes Fahrtenbuch, konnte man Vocke konkret anlasten...und ein patriarchalischer Führungsstil dürfte vielen nicht mehr gepasst haben...
Die Kripo interessiert hier ja nur die Gelder die strafrechtlich relevant sind. Laut der Gutachten sind hier noch andere Summen im Spiel. Diese müssen aber vom Verband eingefordert werden.
Wobei ich mich wundere, dass bei einem Prof des Steuerrechts eine strafrechtlich relevante Summe von 1800€ mit einem Schulterzucken abgetan wird. Die kleine Kassiererin im Supermarkt um die Ecke wäre bei der Summe ihren Job los.... :mad:

Und: Eine Kassenprüfung durch eine unabhängige Stelle ist bei einer Übergabe im Schatzmeisteramt eine durchaus legitime Sache. Insbesonders wenn Unstimmigkeiten bestehen.
Dass dabei was ans Licht kam hat bestätigt die Entscheidung.
 
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Die Kripo interessiert hier ja nur die Gelder die strafrechtlich relevant sind. Laut der Gutachten sind hier noch andere Summen im Spiel. Diese müssen aber vom Verband eingefordert werden.
Wobei ich mich wundere, dass bei einem Prof des Steuerrechts eine strafrechtlich relevante Summe von 1800€ mit einem Schulterzucken abgetan wird. Die kleine Kassiererin im Supermarkt um die Ecke wäre bei der Summe ihren Job los.... :mad:

Und: Eine Kassenprüfung durch eine unabhängige Stelle ist bei einer Übergabe im Schatzmeisteramt eine durchaus legitime Sache. Insbesonders wenn Unstimmigkeiten bestehen.
Dass dabei was ans Licht kam hat bestätigt die Entscheidung.
Nochmal zur Erinnerung und ich sage das als Kritiker von J. Vocke in seinen letzten Amtsjahren:
1.800 EUR ist nicht der Betrag, den er sich in irgendwie "eingesteckt" hat sondern die Summe von drei? Teilbeträgen, von Aufwändungen, die jetzt im Nachinein im Verdacht stehen, zu Unrecht abgerechnet worden zu sein.

Gegen eine "Kassenprüfung" ist abgesehen davon, dass sie Geld kostet und deshalb begründet sein sollte, nichts einzuwenden.
Interessant ist beim Thema "Prüfung" aber, dass die Prüfer ursprünglich wegen eines ganz anderen Themas angeheuert wurden, das sich aber sehr schnell hat klären lassen...

Insgesamt ist die ganze Geschichte mit den Prüfungen ein äußerst (!) kostspieliges Abenteuer gewesen.
Inwiefern das Konsequenzen für die entsprechenden Personen haben wird, wird sich zeigen, wenn dann mal irgendwie gewählt werden darf...
 
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Also aus deiner Sicht: Maul halten und weitermachen? Oder wie sollte sich hier deiner Meinung nach ein neu gewählter Schatzmeister verhalten, der eine recht intransparente Buchhaltung übergeben bekommen hat? Letztendlich muss der Schatzmeister haften. Da würde ich den Teufel tun und weitermachen als wenn nichts wäre.
 
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Dass Vorwürfe aufgeklärt werden müssen ist klar. Und wenn man externe Prüfer braucht, muss man sie bezahlen. Aber man muss das Ergebnis akzeptieren, auch wenn Vocke dann nicht in den Bau muß... :p
 
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Korrekt, deswegen beziehe ich mich ja nur auf das Ergebnis der Prüfer und nicht der Kripo. Das sind zweierlei Stiefel.
 
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Es geht doch auch um Relationen.
Ein Dienstwagen aud Vereinsgeldern muss kein X5 sein.
Da reicht eun X3 oder X1.
Für ein Ehrenamt 5000€ Steuerfrei im Monat einzustreichen ist ein Witz. Aber kein guter.
Da reichen auch 3000.
Ich habe keinen Bock mit meinem Geld deren Luxus/Größenwahn zu finanzieren.
 
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xxxx
xxx. Die kleine Kassiererin im Supermarkt um die Ecke wäre bei der Summe ihren Job los.... :mad:

xxx.
wenn die Leergutaufräumer "im Supermarkt um die Ecke" mit Betriebseinnahmen eine Geburtstagsparty für "die kleine Kassiererin" organisieren und "die kleine Kassiererin" weiß nichts davon, wer wird dann den "Job los"?
Wenn zudem die Leergutaufräumer den "Job" der "kleinen Kassiererin" haben wollen...
 
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Es geht doch auch um Relationen.
Ein Dienstwagen aud Vereinsgeldern muss kein X5 sein.
Da reicht eun X3 oder X1.
Für ein Ehrenamt 5000€ Steuerfrei im Monat einzustreichen ist ein Witz. Aber kein guter.
Da reichen auch 3000.
Ich habe keinen Bock mit meinem Geld deren Luxus/Größenwahn zu finanzieren.

wie kommst du auf steuerfrei?
 
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Also aus deiner Sicht: Maul halten und weitermachen? Oder wie sollte sich hier deiner Meinung nach ein neu gewählter Schatzmeister verhalten, der eine recht intransparente Buchhaltung übergeben bekommen hat? Letztendlich muss der Schatzmeister haften. Da würde ich den Teufel tun und weitermachen als wenn nichts wäre.
Naja, wenn die damals neu gewählte Schatzmeisterin mit ihrem Vorgänger Dinge zu klären gehabt hätte, hätte sie das ja bei einem der vielen folgenden Treffen tun können. Schließlich beschäftigt sie die Kanzlei Schiefer ja im Namen des BJV weiter... ;-)
 
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xxxxx

,,,
Inwiefern das Konsequenzen für die entsprechenden Personen haben wird, wird sich zeigen, wenn dann mal irgendwie gewählt werden darf...
Wählen täten sie schon lassen dürfen, nur können lassen sie nicht... wegen der Gesundheit, sagen sie... :coffee:;)
siehe auch §5 "Corona-Gesetz" :rolleyes:
 
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