Aggressiver DD - Junghund?

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Hast Du den Hund als Welpen bekommen? Ist er ein souveräner Hund oder eher mißtrauisch bis unsicher (wie verhält er sich z.B. beim Spazierengehen wenn auf der täglichen Route sich etwas verändert hat, z.B. auf der Wiese ein großer Gegenstand liegt, der gestern noch nicht da war? Bellt er den an? Umschlägt er ihn, nimmt Witterung, hebt dann sein Bein?).

Oder ist das Verhalten Aufforderung zum Spiel? Blaue Flecken statt Bißwunden könnten ein Hinweis darauf sein. Anspringen dito.

Wenn es das ist mach‘ erst mal Unterordnung. „Down“, Trillerpfiff, Hund mit der Hand auf seiner Schulter in die Bauchlage drücken! Wenn er dabei schnappt an Hals/Ohr fest packen, schütteln, „Aus“! Das wiederholen Du und Deine Frau während des Spaziergangs ein paar Mal. Meist kapieren die Hunde das sehr schnell. Wenn er sich ablegt kommt „bleib“ mit Handzeichen. Steht er auf, wieder hingehen, ihn dort ablegen lassen wo er soll, wieder weggehen, Hund zunächst dabei ansehen.Usw. ...

Parallel bei Fuß gehen, gleich mit Stachelwürger, Stachel mit der Feile schärfen.

„Komm“ Übungen, an der Feldleine. Stachelwürger mit bequemer Reepschnur 8 mm oder dicker. Ablegen, bleib. Pfiff, Doppelpfiff, das übliche Programm. Jede Anordnung durchsetzen, SOFORT!

All das täglich, aber nicht alles direkt nacheinander und nicht immer an denselben Stellen. In die Spaziergänge integrieren, verschiedene Reihenfolge, wechselnde Orte.

Dabei den Hund mit ruhiger, fester Stimme ansprechen, nicht brüllen, scharfe Kommandos nur wenn absolut notwendig - laute Jäger haben schwerhörige Hunde.

Daheim im Körbchen ablegen, Hund nicht am Eßtisch liegen lassen, demonstrativ Futter, wenn ihr die Tafel aufhebt. Dabei muss er vor dem Napf sitzen und auf Erlaubnis warten. Wenn er euch anspringt SOFORT auf die Hinterfüße treten, das soll weh tun. Man kann ihn auch in den Behang kneifen, SOFORT.

Versuch das Mal, wenn das nicht schnell Erfolg bringt, braucht ihr einen anderen Hund.

Gruß,

Mbogo
Diese Ratschläge könnten speziell für diesen HF recht gefährlich werden. Wenn er bis jetzt noch nicht richtig zu gebissen hat, dann könnte es dabei zu einer echten Beissattacke kommen.
 
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Kurz und knapp:
Das ist ein Rudeltier.
So wie er sich verhält denkt er, er könne es sich aufgrund seiner Stellung (Rang) im Rudel erlauben.

Dieses Selbstbild muss korrigiert werden.
Das geht nicht mit Stuhlkreis oder damit, dass der Hundeführer seinen Namen gender-gerecht tanzt.
Das geht aber nur mit wirklich kompetenter Hilfestellung.
 
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Hallo, vielleicht kannmir von euch jemand weiterhelfen?
Mein 8 Monate alter DD wird immer "aggresiver" und wir wissen langsam keinen Rat mehr. Es fängt bereits morgens an, dass er an uns hoch springt, beißt und knurrt. Ignorieren, festhalten usw. bringt, wenn überhaupt, nur ganz kurz etwas. Selbst den Raum verlassen wird schwer, da er auch von hinten kommt und in Beine oder Rücken beißt. Wir sind mittlerweile übersäät mit blauen Flecken.
Wir haben keine Ahnung warum er das tut noch wissen wir, wie wir reagieren sollen. Ich versuche immer ganz ruhig auf ihn einzuwirken aber dann dreht er noch mehr auf.
Das passiert bspw auch im Freilauf. Von der einen auf die andere Sekunde nimmt er Anlauf und springt einen an/beißt zu. An der Leine tut er es genauso... Im Haus das gleiche Spiel.

Ich habe das Gefühl, dass er uns nicht Ernst nimmt. Er kommt an wenn man auf der Couch sitzt und beißt zu, zerrt und knurrt.

Ich kann mich auch mit ihm "anlegen"... Bringt aber nicht wirklich etwas.

Erstmal ruhig durchatmen, keinen neuen Frust entstehen lassen.
Verzweiflung und Frust sind in der Situation zwar total nachvollziehbar, aber bringen nicht weiter.

Wie im Thread genannt: Sofort einen Profi heranziehen, kein Alleingang.

Bis dahin rate ich Folgendes: Entscheidet euch bewusst für eine rote Linie, die der Hund nicht mehr überschreiten darf.

Der Hund ist pubertär, da sind sie Arschlöcher, aber da scheint mehr im Argen. Also auf zum Profi und zwar gestern.

Hier ein Beispiel von unserem rüden seinerzeit im gleichen Alter:

Mein DW hat ähnliche Anwandlungen gegenüber meiner Frau entwickelt, wenn ich nicht anwesend war. Ich war dann zugegen als er anfing bei ihr zu spinnen und er hatte dann nach ihr geschnappt.... der hund hat dann umgehend die gleiche Erfahrung gemacht, die jedes andere Lebewesen gemacht hätte, wenn es auf meine Frau losgeht: Eine überzeugende Nahtoderfahrung. Seitdem ist das Thema vom Tisch.
Es gibt Grenzen die nicht zu überschreiten sind, auch wenn man es noch so gut mit dem Hund meint.
 
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Na und?

Was habe ich anderes gesagt?

Deine restlichen Betrachtungen sind irrelevant, weil es eben kein Welpe mehr ist und JETZT nachgebessert werden muss. Wenn Du sachdienlich beitragen möchtest, anstatt rumzupöbeln, dann ergänze das, was ich gesagt habe und schwafel nicht zusammen, was man vor 10 Monaten hätte tun sollen.

Wenn das Kind in den Teich gefallen ist und ertrinkt, sollte man es erst mal aus dem Wasser ziehen, anstatt am Rand zu stehen und den Eltern Vorwürfe zu machen, warum sie ihm nicht vorher nahegelegt haben, das Seepferdchen zu machen.

Gruß,

ambogo
Weder pöbel ich, im Gegensatz zu Dir, noch schwafel ich.
Fühl Dich wohl auf meiner Ignoreliste, Du mega Hundetrainer 🙈😂
 

GSS

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Vorausgesetzt, die Fragen des Threadstarters waren ernst gemeint und der Kerl ist nicht irgendwie "komisch" wie schon vermutet wurde, will ich meinen Senf dazugeben.

Ich bin kein großer Hundeführer. Ich widme meinem Hund weder die Zeit noch die Hingabe wie es eigentlich richtig wäre. Schlichtweg, weil mir eben auch die Zeit dazu fehlt. Das ist aber kein Grund, sich keinen Hund zu halten. Das Leben besteht aus Kompromissen. Auch im Umgang mit dem Hund. Und deshalb kann dennoch etwas Vernünftiges dabei herauskommen. Das zu den Kommentatoren die einen Hundeanfänger bestimmt entmutigen.

Ich habe jetzt meinen 2. Drahthaar mit 7 Monaten wie manche von meinen Bildern im Rassethread wissen. Ich bin ein großer Fan dieser Rasse. Sowohl optisch wie vom Wesen. Insbesondere ihre Führigkeit und Gelehrigkeit nehmen mich für sie ein. Insofern erstmal Glückwunsch zur Rassewahl.

Ohne ein großer Hundeführer zu sein bin ich ein Hundemensch durch und durch. Wir hatten immer Hunde. Und sie waren immer Familienmitglied. Den Hund zu lesen und zu verstehen ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit. Und als Führer lesbar zu sein für den Hund. Das ist genauso wichtig.

Mir will nicht in den Kopf, das ein Drahthaar mit 8 Monaten nichts taugen soll. Das kann doch eigentlich gar nicht sein. Man sollte nicht zu verkopft an die Sache rangehen (genausowenig wie bei der Kindererziehung). Man darf seinen negativen Emotionen (wenn einen der Hund beißt) durchaus seinen Lauf lassen. Denn das kann der Hund verstehen. Als mich mein junger Hund beim Wegnehmen einer Maus frühmorgends (mit einem Bademantel bekleidet) so in die Hand biß, dass sie blutete wollte ich ihn zur Unterordnung zwingen. Er nahm Reißaus. Schimpfend und krakeelend bin ich hinter ihm her, mit dem (weichen) Gürtel des Bademantels auf ihn einschlagend. Schließlich saß er mit hängendem Kopf unter meinem Schreibtisch und tat mir leid. Ich reichte ihm zur Versöhnung einen Keks. Der ansonsten extrem verfressene Kerl nahm ihn mit dem Fang und ließ ihn fallen. Ein jämmerliches Bild. Es wurde dann schwer geschmust und jetzt kann ich ihm alles wegnehmen.

Was ich damit sagen will: Wenn Du wütend bist dann handele auch so. Und dass Du wütend bist wenn Du gebissen wirst, davon gehe ich bei normaler Polung erst einmal aus. Der Hund wirds schon verstehen. Mir hilft bei schwierigen Hunden (was Drahthaare nach meinem Dafürhalten nicht sind) ein beherzter Griff in die Lefzen. Ein fester Druck der Lefzen gegen die Zähne des Oberkiefer vom Hund welcher sich verstärkt wenn der Hund die Kiefer schließt kann auch dem renitentesten Hund zeigen wer der Chef ist. Eine gute Methode zur Disziplinierung. Wenn der Hund mir auf dem Sofa blöd kommt dann wird Klammmergriff erst gelöst wenn der Hund "aufgibt". Der Vorteil ist die direkte Unterordnung durch engen körperlichen Kontakt. Nicht so abstrakt wie durch eine Gerte die auch erstmal zur Hand sein muß.

Allerdings sind solche Mätzchen bei klarer Kommunikation mit dem Hund höchstselten notwendig, denn der Hund versteht und lernt. Stell mal ein Bild deines Hundes ein und gib grob deinen Standort an. Das macht den Thread glaubwürdiger und vielleicht erbarmt sich einer der Spezialisten zu ein paar Trainingsstunden. Das wäre doch gelacht. Solch ein toller Hund wie ein Drahthaar muss doch hinzubekommen sein.
 
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Hast Du den Hund als Welpen bekommen? Ist er ein souveräner Hund oder eher mißtrauisch bis unsicher (wie verhält er sich z.B. beim Spazierengehen wenn auf der täglichen Route sich etwas verändert hat, z.B. auf der Wiese ein großer Gegenstand liegt, der gestern noch nicht da war? Bellt er den an? Umschlägt er ihn, nimmt Witterung, hebt dann sein Bein?).

Oder ist das Verhalten Aufforderung zum Spiel? Blaue Flecken statt Bißwunden könnten ein Hinweis darauf sein. Anspringen dito.

Wenn es das ist mach‘ erst mal Unterordnung. „Down“, Trillerpfiff, Hund mit der Hand auf seiner Schulter in die Bauchlage drücken! Wenn er dabei schnappt an Hals/Ohr fest packen, schütteln, „Aus“! Das wiederholen Du und Deine Frau während des Spaziergangs ein paar Mal. Meist kapieren die Hunde das sehr schnell. Wenn er sich ablegt kommt „bleib“ mit Handzeichen. Steht er auf, wieder hingehen, ihn dort ablegen lassen wo er soll, wieder weggehen, Hund zunächst dabei ansehen.Usw. ...

Parallel bei Fuß gehen, gleich mit Stachelwürger, Stachel mit der Feile schärfen.

„Komm“ Übungen, an der Feldleine. Stachelwürger mit bequemer Reepschnur 8 mm oder dicker. Ablegen, bleib. Pfiff, Doppelpfiff, das übliche Programm. Jede Anordnung durchsetzen, SOFORT!

All das täglich, aber nicht alles direkt nacheinander und nicht immer an denselben Stellen. In die Spaziergänge integrieren, verschiedene Reihenfolge, wechselnde Orte.

Dabei den Hund mit ruhiger, fester Stimme ansprechen, nicht brüllen, scharfe Kommandos nur wenn absolut notwendig - laute Jäger haben schwerhörige Hunde.

Daheim im Körbchen ablegen, Hund nicht am Eßtisch liegen lassen, demonstrativ Futter, wenn ihr die Tafel aufhebt. Dabei muss er vor dem Napf sitzen und auf Erlaubnis warten. Wenn er euch anspringt SOFORT auf die Hinterfüße treten, das soll weh tun. Man kann ihn auch in den Behang kneifen, SOFORT.

Versuch das Mal, wenn das nicht schnell Erfolg bringt, braucht ihr einen anderen Hund.

Gruß,

Mbogo


Eine Antwort, die jeder selbsternannte Anti-Jagd Aktivist und Tierschützer gern ausschlachten wird.

Leute, überlegt doch bitte mal, was Ihr in ein öffentliches Forum schreibt.

Mal ganz abgesehen davon, daß solche „Tipps“ für Leute, die ganz offensichtlich mit Hundeausbildung nur marginal tangiert wurden reines Gift sind.

Sich professionelle Hilfe zu suchen wurde doch schon erwähnt. Einen besseren Rat kann der BW-Förster nicht bekommen.

Wobei ich mich wundere, daß Themen wie Welpengruppe bei KJV oder DD Ortsgruppen nicht erwähnt wurden. Wäre ja das naheliegendste. Immerhin ist bald VJP.
 
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20 Jan 2016
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Gerade Emotionen sind in dieser Situation völlig fehl am Platz...
Hundekurse sind abhängig vom jeweiligen Gesundheitsamt.... Und nicht jede KJS hat Ausbilder mit Erfahrung...
 
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15 Okt 2017
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Danke, für die Antworten. Ich nehme es mir zu Herzen und werde mir einen Jagdhundetrainer holen. Es sieht ganz so aus als hätte ich Fehler in der Welpenzeit gemacht. Nicht nur der Hund braucht training sondern auch ich im Umgang mit dem Hund.

Genau so.
Es kann auf die Entfernung schlicht nicht beurteilt werden, was da los ist. Man muss sich euer Verhalten dem Hund gegenüber anschauen und beurteilen, wie euer ganzer Verband funktioniert.

Der Hund pubertiert und fordert dich heraus. Er sucht Grenzen und die muss er so gezeigt bekommen, dass er sie versteht...

Was mir Sorgen macht ist die ungenügend ausgebildete Beißhemmung, wie ich das jetzt lese...
 
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28 Feb 2016
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Du lässt Dich von Deinem eigenen Hund beissen und verlangst ernsthaft Tipps? Schade um das Tier, wenn man so wenig Ahnung von Tierhaltung hat, sollte man es besser lassen. Du kannst ja mal drüber nachdenken, seit wann Du das schon tolerierst und wie weit das noch gehen soll. So was kommt, wenn man nur kuschelt und spielt, anstatt ernsthaft mit einem Tier zu arbeiten, und zu Anfang der Beziehung versäumt hat, die Rangordnung festzulegen.
.......genau, sogar beim Dackelchen gelingt Erziehung , auch wenn viele sich das nicht antun wollen (macht schließlich Arbeit 😖)....hier scheint eher Grundschulpädagogik anstatt Klarheit, Erziehung ,und Konsequez am Werke gewesen zu sein .......das wird jetzt zeitintensiv und ggf teuer werden......ich redete mir oft den Mund fusselig bei Leuten mit Hunden (meist große) und Brustgeschirr, bringt für Führung , bzw die Komunikation über "Leine" = Null , aber den Hund nicht halten können, mittlerweile ist es mir egal .....
zum DD kann ich nur sagen, man kann jeden Hund jeden Alters erziehen......wenn mans auch macht ....!
Grüße +WMH Olli
 
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7 Jul 2020
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Ich bin kein großer Hundeführer. Ich widme meinem Hund weder die Zeit noch die Hingabe wie es eigentlich richtig wäre. Schlichtweg, weil mir eben auch die Zeit dazu fehlt. Das ist aber kein Grund, sich keinen Hund zu halten. Das Leben besteht aus Kompromissen. Auch im Umgang mit dem Hund. Und deshalb kann dennoch etwas Vernünftiges dabei herauskommen. Das zu den Kommentatoren die einen Hundeanfänger bestimmt entmutigen.


Ohne ein großer Hundeführer zu sein bin ich ein Hundemensch durch und durch. Wir hatten immer Hunde. Und sie waren immer Familienmitglied. Den Hund zu lesen und zu verstehen ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit. Und als Führer lesbar zu sein für den Hund. Das ist genauso wichtig.

Mir will nicht in den Kopf, das ein Drahthaar mit 8 Monaten nichts taugen soll. Das kann doch eigentlich gar nicht sein. Man sollte nicht zu verkopft an die Sache rangehen (genausowenig wie bei der Kindererziehung). Man darf seinen negativen Emotionen (wenn einen der Hund beißt) durchaus seinen Lauf lassen. Denn das kann der Hund verstehen. Als mich mein junger Hund beim Wegnehmen einer Maus frühmorgends (mit einem Bademantel bekleidet) so in die Hand biß, dass sie blutete wollte ich ihn zur Unterordnung zwingen. Er nahm Reißaus. Schimpfend und krakeelend bin ich hinter ihm her, mit dem (weichen) Gürtel des Bademantels auf ihn einschlagend. Schließlich saß er mit hängendem Kopf unter meinem Schreibtisch und tat mir leid. Ich reichte ihm zur Versöhnung einen Keks. Der ansonsten extrem verfressene Kerl nahm ihn mit dem Fang und ließ ihn fallen. Ein jämmerliches Bild. Es wurde dann schwer geschmust und jetzt kann ich ihm alles wegnehmen.

Was ich damit sagen will: Wenn Du wütend bist dann handele auch so. Und dass Du wütend bist wenn Du gebissen wirst, davon gehe ich bei normaler Polung erst einmal aus. Der Hund wirds schon verstehen. Mir hilft bei schwierigen Hunden (was Drahthaare nach meinem Dafürhalten nicht sind) ein beherzter Griff in die Lefzen. Ein fester Druck der Lefzen gegen die Zähne des Oberkiefer vom Hund welcher sich verstärkt wenn der Hund die Kiefer schließt kann auch dem renitentesten Hund zeigen wer der Chef ist. Eine gute Methode zur Disziplinierung. Wenn der Hund mir auf dem Sofa blöd kommt dann wird Klammmergriff erst gelöst wenn der Hund "aufgibt". Der Vorteil ist die direkte Unterordnung durch engen körperlichen Kontakt. Nicht so abstrakt wie durch eine Gerte die auch erstmal zur Hand sein muß.
Erstmal, wenn ich rekapituliere, was ich bislang von Dir gelesen habe, solltest Du dein Licht nicht so unter den Scheffel stellen.
In einem Punkt habe ich allerdings eine andere Meinung.
Emotional darf man dem Tier gegenüber nur nach außen werden, innerlich muss nach Möglichkeit immer Ruhe herrschen.
Aufregung ohne Blutdruckanstieg. Ich hoffe man versteht, was ich meine.
Man darf scharf und konsequent werden, ohne dass man einen Groll spürt. Spürt man den, muss man versuchen aus der Nummer rauszukommen ohne den Hund zu erziehen. Das muss man in Ruhe machen. Auch mir fällt das oft schwer.
Es kann natürlich auch sein, dass das auch anders funktioniert, ich bin da vielleicht vom Reiten geprägt, und ich habe mich in meiner Jugend mit einigen Sautieren rumgeärgert, die andere versaut haben, mit Überschlagen und allem was dazugehört. Beim Pferd funktioniert das nicht, wenn man emotional wird, selbst wenn man sich gerade mit ihm rückwärts aufs Pflaster gelegt hat, und ich denke beim Hund ist das auch einfacher, wenn der Kopf klar ist.
 
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18 Feb 2013
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Beim Pferd funktioniert das nicht, wenn man emotional wird, selbst wenn man sich gerade mit ihm rückwärts aufs Pflaster gelegt hat, und ich denke beim Hund ist das auch einfacher, wenn der Kopf klar ist.

Da ist sicher was dran und ich bin selbst hin- und hergerissen. Vielleicht ist das auch eine sehr individuelle Entscheidung: Als sanftmütige Person :cool: tu ich mich zum Beispiel schwer damit, Schärfe zu „simulieren“ wenn ich nicht tatsächlich sauer bin. Da kann es hilfreich sein, Emotionen einfließen zu lassen wenn es mal „knallen“ muss.

Zwei DD-Rüden und einer Terrierhündin hat es nicht geschadet...und der nächste große Rüde ist in Planung.

Vielleicht tun sich Hunde ein bisschen leichter mit der Interpretation menschlicher Emotion als Pferde weil sie aus Platzgründen tendenziell die letzten 20.000 Jahre doch etwas näher an uns dran waren? :unsure:

Spannendes Thema, ich hoffe @BW-Förster hält uns auf dem Laufenden!
 
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10 Aug 2010
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Danke, für die Hilfestellungen/Tipps und auch die vielen PMs.
Wie schon geschrieben werde ich einen Jagdhundetrainer aufsuchen.
Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich mit dem Hund fleißig am trainieren bin und auch zur vjp antreten werde. Es ging mir lediglich um diese Beissattacken.
Mit euren Tipps wurde mir einiges klar, Danke dafür und ich werde euch auf dem laufenden halten.
 
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17 Jun 2019
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gleich mit Stachelwürger, Stachel mit der Feile schärfen

Geschärfte Koralle bei einem 8 Monate alten Hund? Damit disqualifizierst du dich völlig. Das ist brutale Scheiße sowas und völlig deplaziert bei einem Hundeführer der offensichtlich Hilfe braucht , aber bestimmt nicht solche Methoden anwenden kann. 8 Monate alter Hund und angeschärfte Koralle, Schweinerei sowas, damit lass dich nie von mir erwischen irgendwo. Sowas ist völlig unnötig, gib ihm lieber den einzig sinnvollen Rat sich einen Trainer zu suchen.
 
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