Ahorn-Sterben und Auenwälder

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#1
Heute mittag kamen zwei gute Beiträge auf SWR2, einmal Thema Auenwälder der Zukunft und einmal etwas,
von dem ich bisher nix wusste, was aber erschreckende Dimensionen annimmt: die Rußrindenkrankheit.

In Hessen mussten zB hier 20ha kranker Wald gefällt werden.

Der Redakteur des SWR2 fragt natürlich zu recht, welche Baumarten den gesunden Mischwald von morgen bilden können.
 
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#3
Die Frage stellt sich jetzt schon, da Auwälder ja zu den FFH- Lebensraumtypen gehören und da auch nur fFH -lebensraumtypengerechte Baumarten rein dürfen, die aber weiter ausfallen werden, wird man wohl lernen müssen zu verzichten.

Der Käseglockennaturschutz hat hier der Forstwirtschaft mal wieder einen Bärendienst erwiesen und seine Kompetenz unter Beweis gestellt. Wir sollen abwechlungsreiche, klimaangepasste und trotzdem wirtschaftliche Bestände aufbauen, gleichzeitig schwindet das Baumartenrepertoire.

Die Zahl der Schaderreger wird hingegen wachsen. Früher oder später wird man sich dann entscheiden müssen was man will - Wald in irgendeiner Form oder keinen Wald mehr.

Wie ich die Idioten hier kenne fällt die Entscheidung zu spät.


CdB
 
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#5
Ich kenne ein Revier an der Oder, da besteht das Odervorland aus Auwäldern. Es gibt Fotografien aus früheren Tagen, wo das Vorland voller alter Bäume steht. Diese Flächen sind Naturschutzgebiet. Ziel: Auwald

Und dann kam der Biber. Ratz fatz waren auch noch die letzten alten Bäume geschreddert. Da die Freiflächen aus Naturschutzgründen beweidet werden, wächst auch nichts nach. So geht Auwald.
 
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#9
... Da die Freiflächen aus Naturschutzgründen beweidet werden, wächst auch nichts nach. So geht Auwald.
Dann ist das in dem Fall eben die falsche Art von "Naturschutzgründen".
Aber das lässt sich ja leicht nachjustieren. In dem Fall eben Biber statt Rinder und Pferde.

Der Pilz zeigt wieder mal das enorme Risiko des Importes von florenfremden Baumarten aus anderen Kontinenten, aber manche wollen es scheinbar nie lernen.
 
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#10
Schwach wurden sie durch den Klimawandel, laut Artikel.
Die einfachen Antworten sind doch immer die besten. Das das eigene Konsumverhalten, das Grundübel verursacht, würde nur zu unnötigem Kopfzerbrechen der Leser führen.

Eine Schwächung verursacht nicht der Klimawandel, ein heißer Sommer ist auch nicht der Klimawandel. Die lange Trockenheit kann Ausdruck des Kimawandels sein. Im vorliegenden Fall kann die anhaltende Wetterlage des letzten Jahres zu Stress bei den Bäumen geführt haben, was das Schadpotential des Pilzes befördert hat. Es hätte aber auch ein anderer Stressfaktor dazu führen können, oder die Kombination verschiedener Faktoren.

In diesem Artikel
In Hessen mussten zB hier 20ha kranker Wald gefällt werden.
steht auch ausdrücklich "der trockene Sommer" und nicht der Klimawandel als Auslöser.
Dieser Beitrag nennt ebenfalls den trockenen Sommer als Ursache.

Lausch nochmal rein.

CdB
 
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#11
Ich kenne ein Revier an der Oder, da besteht das Odervorland aus Auwäldern. Es gibt Fotografien aus früheren Tagen, wo das Vorland voller alter Bäume steht. Diese Flächen sind Naturschutzgebiet. Ziel: Auwald

Und dann kam der Biber. Ratz fatz waren auch noch die letzten alten Bäume geschreddert. Da die Freiflächen aus Naturschutzgründen beweidet werden, wächst auch nichts nach. So geht Auwald.
Biber fressen alte Baeume:unsure:
Hier sind Weiden, Pappeln und manchmal Erlen die Hauptnahrung fuer Biber. Allerdings nur kleinere Baeume, bis ca. 25 cm Durchmesser. Von diesen holen sie sich die Zweige zum fressen und bauen.

tømrer
 
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#13
Was der Biber nicht direkt schädigt, wird u.U. durch Aufstauen alter Entwässerungsgräben unter Wasser gesetzt; ich sah im Biosphärenreservat Schorfheide einmal einen ganzen Lbh-Bestand dürr im Wasser stehen : Bibers Werk !!
...grad nochs Bild gefunden aus 2010
IMG_2872_6_1.JPG
das Tier ist der rundschwänzige Wessi-Biber, der nagt aber nicht ...:LOL:
 
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#14
Die legen alles um was nicht ins Konzept passt. Alte Eichen werden geringelt, sodass sie absterben.

CdB
So ist das. Irgendwo hab ich auch noch Fotos, muß mal schaun. Ganze Alteichenbestände. Man glaubt es nicht. Auch Buche, Bergahorn, alles jenseits der 30 cm. Größenwahnsinnige Jungbiber, die ihre Kaumuskeln spielen lassen?
 
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