Alaska Elch

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Du schießt "weit" weil du es geil findest. Einfach mal ehrlich sein. Genau die wie Briten mit ihren hohen Fasanen.
Das Erlegen von Wild mit einer Schusswaffe dürfte für nahezu jeden Jäger einen wesentlichen Teil der Jagdfreude ausmachen. Und wenn wir beim Thema Ehrlichkeit sind, dann dürfte sich das auch für nahezu jeden Jäger erfüllender anfühlen, wenn es dabei einen gewissen Schwierigkeitsgrad zu bewältigen gilt. Die Briten nennen die schwierigen Schüsse auf schnelle hohe Fasane "good sport" und das ist für mich ein Ausdruck von Ehrlichkeit. Weniger schön daran finde ich, dass es oft nur für diesen Zweck gezüchtete Fasane sind, die als Kanonenfutter dienen.
Wer dagegen seine eigene Weidgerechtigkeit wie einen "Heiligenschein" präsentiert, macht auf mich aber keinen ehrlicheren Eindruck.

Wer auf große Distanz sicher treffen kann, weil er es intensiv trainiert hat, hat meinen Respekt ebenso, wie ein Jäger, der flüchtiges Wild sicher treffen kann, weil er es trainiert hat. Das erweitert die Optionen, tierschutzgerecht Beute zu machen und es ist selbstverständlich auch ein Grund für besondere Freude bei der Jagd. Daran sehe ich nichts Verwerfliches, so lange man sich nicht überschätzt.
 
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...Jagdgäste aus den USA (in erster Linie US - Soldaten) und habe mich sehr viel mit ihnen unterhalten. Viele von ihnen entwickelten sich zu begeisterten „Lodenjockel“...
Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen (Raum Idar-Oberstein/Baumholder/Rammstein/Landstuhl).
Erst vergangene DJ-Saison in Glan-Münchweiler (Nordpfalz) so einen als Standnachbarn gehabt:
Dunkelgrüne Hose, dunkelgrünes Hemd, Jagdhut, Krico 700 Stutzen in 7x64 mit Schwenkmontage und Zeiss Diavari-VM 2,5-10x50T* (unbeleuchtet) drauf, konnte aber kein Wort deutsch.
Die DJ-Saison davor, gleiches Revier: junger, farbiger Ami in "Vollgrün" mit Lodenhut/Lodenweste und grüner Cordhose.
Unser ehem. Kreis-Schießobmann: retired Airforce-MSG (= pensionierter Hauptfeldwebel bei der US-Luftwaffe), seit Ende des Vietnamkrieges in Rammstein stationiert gewesen und weitere 30 Jahre hier geblieben, auch hier gestorben und begraben worden.
Ich kannte Jim nur in "deutsch-jagdgrün" mit Lodenhut auf und dicker Zigarre im Mundwinkel.
Auf der Jagd führte er eine Rem. 3200 (Krieghoff K80-Abklatsch, aber ein guter) und einen 98er-Umbau (Fischkistenschaft, Dt. Stecher) in 8x57JS mit Schwenkmontage und 3-12x50 SuB.
Auf einer DJ nahe Kusel mit einem Ami (ü70) in "Voll-Loden" gejagt, der seine niegelnagelneue Borovnik-BDB in 9,3x74R (zum Preis sagte er: "mehr als 30.000"; was hätte er sich da können in USA an Tactical-Sniper-Waffen in Übermagnumkaliber bauen lassen) im staunenden Publikum rumgehen ließ.

Wenn einem auf einer DJ/TJ im Raum Baumholder also ein Mitjäger in Grün und Loden mit "Normalo-Bewaffnung" begegnet, ist die Wahrscheinlichkeit, daß es ein Ami ist (oder das ich es bin:LOL:), sehr hoch.
 
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Also ich oute mich jetzt auch mal als Fleischjäger.
Macht mir einfach mehr Freude etwas wunderbares zu essen als mir nen Knochen an der der Wand anzuschauen. Wobei ich eine kapitale Trophäe durchaus zu schätzen weiß.

Bin ich jetzt kein "Jäger in unserem Sinn"? :unsure:
Da gibts nix zu outen, finde ich eine top Einstellung.
Mir sagt das Gewicht aufgebrochen auch mehr zu, als das Gewicht aufgehängt.
Jeder wie er will 👍🏻
 
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Ihr habt dummerweise nicht verstanden, zu welchem Zweck in Deutschland die Jagd noch erlaubt ist.
 
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Lächerlich zu sagen, dass man nur wegen des Wildbrets jagt! Ich esse auch sehr gerne und sehr viel Wildbret, aber wenn ich nur für den Eigenbedarf jagen würde, könnte ich nicht sehr viel jagen!
 
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Fleischjäger kenne ich aus Schweden, die packen während der Elchjagdsaison eine Woche mal die Büchse aus und vielleicht noch einige wenige Male zur Rehwildbejagung.
Fertig.
 
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Ihr habt dummerweise nicht verstanden, zu welchem Zweck in Deutschland die Jagd noch erlaubt ist.
Ich wollte sicherlich keine rechtliche Beleuchtung vom Zaun brechen.
Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht weshalb du das anführst und den Spalter mimst. Hege, Tierschutz und auch Kulturpflege etc PP sind natürlich eine tragende Säule der dt Jagd. Zweifellos

Aber okay, mal Butter bei die Fische.
Was passiert denn mit nem Brunfthirsch oder nem rauschigen Keiler?

100kg Wilpret eines gesunden Stückes zu verwerfen kann ich nicht mit meiner Jagdethik in Einklang bringen. Deshalb lasse ich es. Gesundes Schalenwild wird erlegt wenn es auch verwertbar ist.

Das ist meine Definition von "Fleischjäger".
 
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Du mimst den Spalter in dem du dich zum vermeintlichen Besserjäger wegen Fleischgewinnung erhebst und angebliche Trophäenjäger verurteilst.
Ich gehe weder wegen dem einen, noch dem anderen auf die Jagd.
 
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Nö gar nicht. Da inzerpretierst du etwas hinein. Ich schrieb mehrfach "Ich" und "meine". Ich bin ein recht toleranter Mensch, jeder soll tun was er will, solange er niemandem damit schadet.

Ich wollte lediglich klarstellen was für mich der schwammige Begriff "Fleischjäger" bedeutet. Du hattest ja wieder mit deinen Schweden angefangen und FSK wieder von den pösen Amis....

Nur wenn sog. Jäger abwertend auf sog. Fleischjäger herunter blicken (was ein paar Zeilen weiter oben geschah) kriege ich Kotzanfälle. Da sollte dringend der moralische Kompass neu kalibriert werden.

Auch mit der Auslandstrophäenjagd habe ich überhaupt keine Probleme, wir wissen ja mittlerweile wie sinnvoll bzgl der Artenschutz diese ist. Use it or loose it.

PS: Man kann Hirsche auch vor der Brunft schießen. Dann haben die eine Trophäe und man kann sie essen. Das ist dann auch Jagd, weil die Tiere dann nicht vollkommen blöd sind und einem geradezu vor die Büchse laufen. Am Brunftplatz rumlungerm ist jetzt nicht das Anspruchvollste Unterfangen der Welt.
 
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Fleischjäger sind Fleischjäger.
Der Grund für dieselben auf die Jagd zu gehen ist die Ernährung, ich nehme mal an, daß du andere Beweggründe hast und das Fleisch nur als willkommenes Nebenprodukt bewertest.

Fleischjäger gehen auf die Jagd wenn die Kühltruhe leer ist und sie Hunger haben.


Diese Fleischjägerschxxx dient doch nur dem Besserjäger zur Verbrämung seiner wirklichen Motivation Tiere tot zuschießen, Spaß.
 
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Nö gar nicht. Da inzerpretierst du etwas hinein. Ich schrieb mehrfach "Ich" und "meine". Ich bin ein recht toleranter Mensch, jeder soll tun was er will, solange er niemandem damit schadet.

Ich wollte lediglich klarstellen was für mich der schwammige Begriff "Fleischjäger" bedeutet. Du hattest ja wieder mit deinen Schweden angefangen und FSK wieder von den pösen Amis....

Nur wenn sog. Jäger abwertend auf sog. Fleischjäger herunter blicken (was ein paar Zeilen weiter oben geschah) kriege ich Kotzanfälle. Da sollte dringend der moralische Kompass neu kalibriert werden.

Auch mit der Auslandstrophäenjagd habe ich überhaupt keine Probleme, wir wissen ja mittlerweile wie sinnvoll bzgl der Artenschutz diese ist. Use it or loose it.

PS: Man kann Hirsche auch vor der Brunft schießen. Dann haben die eine Trophäe und man kann sie essen. Das ist dann auch Jagd, weil die Tiere dann nicht vollkommen blöd sind und einem geradezu vor die Büchse laufen. Am Brunftplatz rumlungerm ist jetzt nicht das Anspruchvollste Unterfangen der Welt.
Hat Papi Dich noch keinen Hirsch in der Brunft schießen lassen?
Wer abfällig von der Jagd auf Brunfthirsche redet, hat wohl noch nie eine guteBrunft erlebt!
 
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Fleischjäger kenne ich aus Schweden, die packen während der Elchjagdsaison eine Woche mal die Büchse aus und vielleicht noch einige wenige Male zur Rehwildbejagung
Fleischjäger gehen auf die Jagd wenn die Kühltruhe leer ist und sie Hunger haben.
Na, die sind aber genügsam die Schweden, essen nur wenige Male im Jahr:ROFLMAO:

Meine Meinung: Wenn es nicht ab und zu Fleisch gäbe, würde ich nicht jagen und den Nervenkitzel den reinen Totschießern oder Balance-Jonglierern überlassen. Aber das ist hypothetischer Quatsch, denn zum Glück gibt es bei uns die Jagd mit all ihren Facetten. Zumindest noch...
Nie vergessen, dass Veganer mitlesen, die freuen sich, wenn ihr euch selbst zerhackt:sick:.
Ich bin heute Abend wieder am Weizen, hoffentlich gibt es auch Wildbret:giggle:
 
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