ALDI pusht Vegan

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Dass der genannte rechtskräftig verurteilt wurde, kann jeder, der möchte, überall nachlesen. Deshalb habe ich da kein Problem. Ich hab ja nicht geschrieben, dass Du mit rechtskräftig verurteilten zur Treibjagd gehst, dass wußte bis zu Deinem Outing niemand;)

Die Betroffenen

haben auch Familie. Darum geht‘s.

Mbogo
 
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Richtig,

corn fed beef ist die US Bezeichnung dafür. Die bekommen 3 Monate Mast und werden danach geschlachtet - bloß davor haben die Freilandrinder eben weder Soja noch Getreide gefressen. Deshalb weise ich darauf hin, ist nämlich ein gern verbreitetes Ökomärchen, dass man für die Rinder den Urwald abholzt, und nicht etwa zur Herstellung von Ökodiesel. Oder Ökosprit aus Zuckerrohr.

Gruß,

Mbogo

Das so tolle Fleisch aus der Pampa, mit Freilauf und qualitativ hochwertig bekommt offenbar langsam die Presse die es tatsächlich verdient! Ich behaupte mal, daß deutsches Rindfleisch mit zu den besten der Welt gehört - sowohl qualitativ, aus Umweltgesichtspunkten als auch von der Hygiene. Gilt genauso für deutsches Schweinefleisch...
Aber da wo der Pfennig geschlagen wird, gilt er nichts!

https://www.travelbook.de/weltspeis...ere-wahrheit-ueber-argentinisches-rindfleisch

Und wer jetzt auf die Idee kommt, der Sojaanbau geschieht ja nur wegen der Tierhaltung der sollte einfach mal die Frage stellen, wo das wertvolle Sojaöl hin verschwindet! Das Öl (Primärprodukt) ist monetär wertvoller als der Sojaschrot (Rest bei Erzeugung des Primärprodukts) in der Tierfütterung, was nur die ausgepresste Sojabohne ist.
 
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Das so tolle Fleisch aus der Pampa, mit Freilauf und qualitativ hochwertig bekommt offenbar langsam die Presse die es tatsächlich verdient! Ich behaupte mal, daß deutsches Rindfleisch mit zu den besten der Welt gehört - sowohl qualitativ, aus Umweltgesichtspunkten als auch von der Hygiene. Gilt genauso für deutsches Schweinefleisch...
Aber da wo der Pfennig geschlagen wird, gilt er nichts!

https://www.travelbook.de/weltspeis...ere-wahrheit-ueber-argentinisches-rindfleisch

Und wer jetzt auf die Idee kommt, der Sojaanbau geschieht ja nur wegen der Tierhaltung der sollte einfach mal die Frage stellen, wo das wertvolle Sojaöl hin verschwindet! Das Öl (Primärprodukt) ist monetär wertvoller als der Sojaschrot (Rest bei Erzeugung des Primärprodukts) in der Tierfütterung, was nur die ausgepresste Sojabohne ist.
Danke für den interessanten Artikel. Hinsichtlich der Sojanutzung und des Grundes für den Sojaanbau lese ich als Hauptgrund aber schon den Futtermittelbedarf heraus.
 
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Wie gesagt, der Sojaschrot ist Abfall der Ölgewinnung!

Und davon hört man nie etwas - könnte ja das mediale Opferlamm Landwirtschaft aus der Schusslinie nehmen...
 
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Wie gesagt, der Sojaschrot ist Abfall der Ölgewinnung!

Und davon hört man nie etwas - könnte ja das mediale Opferlamm Landwirtschaft aus der Schusslinie nehmen...
Hast Du da bitte mal Quellen dazu? Das würde mich wirklich sehr interessieren. Gerade dieser Zusammenhang zwischen Ölgewinnung und „Abfall Sojaschrot“ ist mir nicht klar. Ich finde das so nicht, kann aber am Suchen liegen. Hier eine kleine Auswahl, wobei ich weiß, dass bei diesem Thema alles mit Vorsicht zu genießen ist.
https://www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/umwelt/soja-nahrungsmittel-fuer-tier-und-mensch

https://de.statista.com/themen/6916/soja-und-sojaprodukte/

https://www.wwf.de/themen-projekte/...soja-wunderbohne-mit-riskanten-nebenwirkungen

https://www.nzz.ch/panorama/montags...echlich-fuer-tierfutter-produziert-1.18335485
 
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Danke für den interessanten Artikel. Hinsichtlich der Sojanutzung und des Grundes für den Sojaanbau lese ich als Hauptgrund aber schon den Futtermittelbedarf heraus.
Das ist aus einem ganz praktischen Grund nicht der Fall. Das Öl ist das Produkt, was relativ schnell schlecht wird, das Extraktionsschrot ist relativ lange haltbar, deshalb wird nie mehr Öl geschlagen, als verkauft ist. Damit bestimmt der Ölabsatz die Produktion.
 
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Das ist aus einem ganz praktischen Grund nicht der Fall. Das Öl ist das Produkt, was relativ schnell schlecht wird, das Extraktionsschrot ist relativ lange haltbar, deshalb wird nie mehr Öl geschlagen, als verkauft ist. Damit bestimmt der Ölabsatz die Produktion.
Liest sich in den von mir direkt über Dir #290 verlinkten Artikeln aber anders, wenn ich Deinen Kommentar so verstehe, dass das Öl der Treiber ist. Da steht überall, dass 80-90 % für Tierfutter verwendet werden. Mir geht es überhaupt nicht um „Recht haben“, ich würde es gerne verstehen, weil es mich sehr interessiert. Ernährung und die damit verbundenen Zusammenhänge sind immer ein Thema bei uns.
 
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Liest sich in den von mir direkt über Dir #290 verlinkten Artikeln aber anders, wenn ich Deinen Kommentar so verstehe, dass das Öl der Treiber ist. Da steht überall, dass 80-90 % für Tierfutter verwendet werden. Mir geht es überhaupt nicht um „Recht haben“, ich würde es gerne verstehen, weil es mich sehr interessiert. Ernährung und die damit verbundenen Zusammenhänge sind immer ein Thema bei uns.
Soja verfügt über einen Ölgehalt von 20% deshalb gehen tatsächlich 80% in die Tierhaltung. Nichtsdestotrotz ist Soja eine Ölpflanze, die wegen des Öls angebaut wird. Zuckerrohr hat einen Zuckeranteil von 10-15%, Niemand kommt deshalb auf die Idee, das Zucker nicht das Hauptprodukt sei. Es geht nicht um den Anteil sondern um die Verwertung.
Für die Rentabilität einer Ölmühle in Brasilien sind die Verkäufe des Schrots und des Öls ungefähr pari/pari.
Das Öl ist aber wie geschrieben nicht gut lagerfähig, so dass der Umstand im Ergebnis dazu führt, dass Sojabohnen nur bei Absatz des Öls geschlagen werden. Sollte das Schrot unverkäuflich sein blieben allerdings der Ölbedarf weltweit gleich,bedeutet das, dass das Öl wohl teurer würde, aber auch ohne den Absatz des Schrots geschlagen würde. Das hatten wir bei Raps früher, heute wird beim Raps zu wenig Öl geschlagen um den Bedarf für Gentechnik freies Rapsschrot zu decken. Alles hängt am Ölmarkt, Schrot bleibt das Nebenprodukt.
 
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Hast Du da bitte mal Quellen dazu? Das würde mich wirklich sehr interessieren. Gerade dieser Zusammenhang zwischen Ölgewinnung und „Abfall Sojaschrot“ ist mir nicht klar. Ich finde das so nicht, kann aber am Suchen liegen. Hier eine kleine Auswahl, wobei ich weiß, dass bei diesem Thema alles mit Vorsicht zu genießen ist.
https://www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/umwelt/soja-nahrungsmittel-fuer-tier-und-mensch

https://de.statista.com/themen/6916/soja-und-sojaprodukte/

https://www.wwf.de/themen-projekte/...soja-wunderbohne-mit-riskanten-nebenwirkungen

https://www.nzz.ch/panorama/montags...echlich-fuer-tierfutter-produziert-1.18335485

Vielleicht hilft Dir das schon ein wenig weiter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sojaöl
Unter "Anwendung" findest Du meine Aussagen bestätigt.

Die Produktion von Sojaöl hat sich über 20 Jahre praktisch verdoppelt:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/442856/umfrage/produktion-von-sojaoel-weltweit/
 
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Liest sich in den von mir direkt über Dir #290 verlinkten Artikeln aber anders, wenn ich Deinen Kommentar so verstehe, dass das Öl der Treiber ist. Da steht überall, dass 80-90 % für Tierfutter verwendet werden. Mir geht es überhaupt nicht um „Recht haben“, ich würde es gerne verstehen, weil es mich sehr interessiert. Ernährung und die damit verbundenen Zusammenhänge sind immer ein Thema bei uns.

Du kannst Dir das hier

mal anhören und etwas mehr dazu hier nachlesen. Ansonsten findest Du im Buch "Don't go veggie", Herausgeber Udo Pollmer vom E.U.L.E., Zusammenfassungen zum Sojaanbau und -gebrauch (= Biosprit) nebst ausführlichen Literaturhinweisen.

Es wird ungeheuer viel Stuss über Soja verbreitet, aber Wissen um die historische Sojaverwendung hilft, einiges zu verstehen.

Gruß,

Mbogo
 
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Das so tolle Fleisch aus der Pampa, mit Freilauf und qualitativ hochwertig bekommt offenbar langsam die Presse die es tatsächlich verdient! Ich behaupte mal, daß deutsches Rindfleisch mit zu den besten der Welt gehört - sowohl qualitativ, aus Umweltgesichtspunkten als auch von der Hygiene. Gilt genauso für deutsches Schweinefleisch...
Aber da wo der Pfennig geschlagen wird, gilt er nichts!

https://www.travelbook.de/weltspeis...ere-wahrheit-ueber-argentinisches-rindfleisch

Und wer jetzt auf die Idee kommt, der Sojaanbau geschieht ja nur wegen der Tierhaltung der sollte einfach mal die Frage stellen, wo das wertvolle Sojaöl hin verschwindet! Das Öl (Primärprodukt) ist monetär wertvoller als der Sojaschrot (Rest bei Erzeugung des Primärprodukts) in der Tierfütterung, was nur die ausgepresste Sojabohne ist.

Der Artikel betet ein paar Allgemeinplätze daher,

nennt aber keinerlei Fakten. Und um deutsches Rindfleisch gut zu machen, müssten die deutschen Landwirte erst mal Fleischrinder auf die Weide stellen oder ihre Milchvieh-Jungbullen kastrieren lassen, damit gutes Ochsenfleisch entsteht. Warum sie das nicht tun, weißt Du möglicherweise besser, als ich. Aber das, was in der durchschnittlichen Metzgerei angeboten wird, ist schlecht - schlechter Zuschnitt, schlechte, nicht marmorierte Fleischqualität, schlecht abgehangen.

Die Brasilianer haben verschissen, weil sie ihr Fleisch mit Wasser gepimpt haben, die Argentinier nicht. Der Sojaanbau in der Pampa ist ein Hirngespinst der Artikelschreiber - in der Pampa fällt dazu nicht ausreichend Niederschlag. Da wächst nur Gras, sonst nix, ohne Bewässerung. Dass man den Rindern noch ein paar kg aufmästet, bevor sie geschlachtet werden, wird wohl stimmen, das minderwertige Getreide (Mais v.a.) und eben Sojaschrot sind ja billig zu haben.

Aber die Polemiken deutscher Viehhalter gegen argentinisches Rindfleisch sind aus Konkurrenzneid entstanden, nicht aus wirklichen Qualitätsgründen. Die Argis können halt billiger produzieren, ist ihr Heimvorteil. Und solange deutsche Bauern nicht die Qualität produzieren und entsprechend anbieten können - marmoriertes Fleisch aus Weidehaltung, mehrjähriges Vieh, das Geschmack gebildet hat, vernünftigen Zuschnitt in der Metzgerei- kaufen Kunden und Restaurants, die Wert auf Qualität und Geschmack legen, eben ihr Fleisch woanders, eben aus Argentinien, Irland oder Frankreich.

Gruß,

Mbogo
 
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da lob ich mir das Rindfleisch vom Bauern aus dem Revier. da leben die Rinder das ganze Jahr auf knapp 1200 m Seehöhe, sind auch im Winter draussen (bei Schönwetter, wenns stürmt und schneit wollens gar ned raus) und werden vor Ort geschlachtet. Fleckvieh hat nicht die schlechteste Fleischqualität. Da weiß ich auch wie und was gefüttert wurde und wie die Haltung war.
 
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Der Artikel betet ein paar Allgemeinplätze daher,

nennt aber keinerlei Fakten. Und um deutsches Rindfleisch gut zu machen, müssten die deutschen Landwirte erst mal Fleischrinder auf die Weide stellen oder ihre Milchvieh-Jungbullen kastrieren lassen, damit gutes Ochsenfleisch entsteht. Warum sie das nicht tun, weißt Du möglicherweise besser, als ich. Aber das, was in der durchschnittlichen Metzgerei angeboten wird, ist schlecht - schlechter Zuschnitt, schlechte, nicht marmorierte Fleischqualität, schlecht abgehangen.

Die Brasilianer haben verschissen, weil sie ihr Fleisch mit Wasser gepimpt haben, die Argentinier nicht. Der Sojaanbau in der Pampa ist ein Hirngespinst der Artikelschreiber - in der Pampa fällt dazu nicht ausreichend Niederschlag. Da wächst nur Gras, sonst nix, ohne Bewässerung. Dass man den Rindern noch ein paar kg aufmästet, bevor sie geschlachtet werden, wird wohl stimmen, das minderwertige Getreide (Mais v.a.) und eben Sojaschrot sind ja billig zu haben.

Aber die Polemiken deutscher Viehhalter gegen argentinisches Rindfleisch sind aus Konkurrenzneid entstanden, nicht aus wirklichen Qualitätsgründen. Die Argis können halt billiger produzieren, ist ihr Heimvorteil. Und solange deutsche Bauern nicht die Qualität produzieren und entsprechend anbieten können - marmoriertes Fleisch aus Weidehaltung, mehrjähriges Vieh, das Geschmack gebildet hat, vernünftigen Zuschnitt in der Metzgerei- kaufen Kunden und Restaurants, die Wert auf Qualität und Geschmack legen, eben ihr Fleisch woanders, eben aus Argentinien, Irland oder Frankreich.

Gruß,

Mbogo

Letztendlich ist es beim Rindfleisch wie bei allem anderen auch - wer die Wünsche des Kunden ignoriert und ihm stattdessen sagt, was er gefälligst kaufen soll (aus was für Gründen auch immer), der erlebt die geballte Macht des Marktes.
Damit können hierzulande viele Leute, die meisten einer bestimmten politischen Klientel zugehörig, nicht umgehen.
Beispiel gefällig: in Baden-Württemberg erblödet sich der grüne Verkehrsminister Herrmann (böse Zungen behaupten, es sei nur ein Radwegminister) öffentlich, indem er die in seinem Bundesland ansässigen Autohersteller Daimler, Porsche und Audi beschimpft - die wollten ja nichts anderes bauen als SUV`s und Diesel......

Ja. Die wollen einfach die Autos bauen, die sie verkaufen können. Aus den unverkäuflichen Dreiliterautos (Verbrauch, nicht Hubraum!) haben die ihre Lektion gelernt.
Und so ähnlich wird es den deutschen Bauern ergehen - wenn sie nicht das produzieren, was die Kunden haben wollen, dann kaufen die Kunden eben woanders. Das betrifft aber nicht nur die Qualität der Steaks, das wird weitergehen beim Tierwohl in der Massentierhaltung, bei den Eiern von Freilaufhühnern, gentechnisch versauten Milchprodukten (Weihenstephan!!!) und vielem mehr.
 
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müssten die deutschen Landwirte erst mal Fleischrinder auf die Weide stellen

Ist vielleicht nur regional so, hier im Havelland stehen relativ viele Rinder auf der Weide, nicht nur Mutterkuh- und Milchviehherden. Das Fleisch gibts aber auch nicht beim 0-8-15- Fleischer, sondern nur bei wenigen oder im Hofladen der Landwirte.


CdB
 
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