Alles über Coronavirus Teil 2 (COVID-19)

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#32
Weil im anderen Faden sehr seltsame Zahlen über Beatmungskapazitäten in den Raum gestellt wurden - ein Forist glaubte ergoogelt zu haben, dass im gesamten Uniklinikum Freiburg gerademal 16 Beatmungsplätze vorhanden sei (er hatte aber nur die neurologischen Intensivbetten erklickt): das hiesige Klinikum, ein größeres Haus aber keines der Maximalversorgung, hat inzwischen 133 Beatmungsplätze. Derzeit wird ein Coronapatient dort behandelt. Deshalb können wir derzeit durchaus schwerkranke Patienten aus dem europäischen Ausland behandeln. Das mag in zwei Wochen anders sein, aber jetzt gibt es Kapazität.
 
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#33
Schade, dass der alte Thread weg ist - war eine schöne Zeitkapsel. Auch gerade im Hinblick auf wechselnde Meinungen oder Einschätzungen...

Damit es auch hier steht, poste ich das WHO-Rezept für selbstgemischtes Desinfektionsmittel mit einigen Anmerkungen hier (erneut) rein:

Für 1 Liter:

833 ml Ethanol (96 % Vol.) – alternativ 752 ml Isopropylalkohol (99,8 % Vol.) (Desinfiziert)
42 ml Wasserstoffperoxid (3-prozentig) (entkeimt das Gefäß, soll nach Möglichkeit 72h rumstehen)
15 ml Glycerin (Für die Haut/ als Feuchthaltemittel)
110 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser / bei Isopropylalkohol 192 ml (verdünnt Alkohol)

Edit: und hier eine Anregung für selbst genähte Masken. Ich persönlich würde nicht tackern und vielleicht ein Hosengummi nehmen. Stoffempfehlung Hotelbettwäsche (kochbar) oder alte Laborkittel (kochbar)
 

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#37
Ich hab gerade mal bei Facebook gesurft. Da ist ein Geschwurbel an Verschwörungstheorien im Hange, das glaubt man nicht.

Die böse Pharmaindustrie will mit Zwangsimpfungen reich werden, alles nur ne Grippe usw.
Blödsinn! Es ist alles von langer Hand geplant. Die Ausgangssperren dienen einzig und allein dazu, dass die Regierung unbemerkt die Batterien in den Vögeln wechseln kann.
 
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#39
Was ich nicht so ganz verstehe:
weshalb das Peroxid um das Gefäß zu entkeimen, wenn doch der Alkohol desinfiziert?
Man darf nicht vergessen, dass das Rezept auch für Länder der Dritten Welt gemacht worden ist. Da ist es nicht schlecht, nochmal H2O2 reinzuhauen, damit was auch immer nochmal oxididiert wird. Ich vermute, dass du das Peroxid in Deutschland auch weglassen kannst.

Edit: Ich vermutete falsch, Peroxid NICHT weglassen! :giggle:
 
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#40
Was ich nicht so ganz verstehe:
weshalb das Peroxid um das Gefäß zu entkeimen, wenn doch der Alkohol desinfiziert?
Wasserstoffperoxid richtig sich vorrangig gegen Bakterien - die überstehen alkoholbasierte Mittel ggf. sehr gut. je nachdem welchen Alkohol oder welches andere Desinfektionsmittel man nimmt, wirkt es gut gegen bestimmte Ziele und gegen andere wiederum weniger. Eine Mischung verschiedener Wirkstoffe stellt in aller Regel eine größere Bandbreite an Wirksamkeit sicher. Viele Erreger von Lebensmittelvergiftungen kriegt man z.B. nur mit Chlor - das ist der Grund für die amerikanischen Chlorhühnchen. Deshalb sind in kommmerziellen Desinfektionsmitteln in aller Regel verschiedene Alkohole und "Wirkverstärker" etc... zu finden, je nachdem, gegen was sie primär und sekundär wirken sollen.

@BeagleBrigade hat recht - die WHO-Rezepturen sind in aller Regel auf "günstig/verfügbar/einfach herzustellen" ausgerichtet, damit sie überall funktionieren. Weglassen sollte man von diesen Minimalrezepturen nichts mehr.

Edit: Am ehesten kommt man in der Rezeptur noch ohne Glyzerin aus - auch wenn das momentan selbst am Amazonas oder der Bucht zu finden ist. Notfalls könnte man sogar E-Zigaretten-liquid nehmen, das ist in der Regel aromatisiertes Glyzerin.
 
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#41
Die Statistiken im In- und Ausland sind ein Witz. Sie geben keine Rückschlüsse auf die Anzahl Infizierter sondern nur auf die Anzahl durchgeführter Tests. Man muss nur mal einen Tag etwas weniger testen und kann im TV melden, daß die Maßnahmen wirken und sich die Infektionsrate abflacht.
Na, ich konnte bisher leider keine Anzahl durchgeführter Tests nachlesen. Dies wäre sehr interessant im Zusammenhang mit den gemeldeten Neuinfektionen.
Für Deutschland habe ich den Eindruck, dass die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen keinen exponentiellen Anstieg mehr aufweisen. Dies wäre allerdings nur dann aussagekräftig, wenn gleichzeitig die Zahl der durchgeführten Tests erkennbar wäre. Es kann nämlich auch daran liegen, dass die Kapazitäten der Auswertung erschöpft sind und deshalb immer nur annänhernd die gleiche Anzahl an Neuinfizierten gemeldet wird. Vielleicht wurden die Vorgaben zur Indikation eines Tests auch evaluiert, sodass Personen, die vor drei Wochen noch getestet worden wären heute raus sind.
Von daher halte ich es für ratsam, die Deutung der Zahlen dem RKI zu überlassen, da dort halt alle Zahlen und sonstigen Informationen vorliegen. Alles andere wären wieder Mutmaßungen, die niemandem Information bieten, sondern der allgemeinen Verunsicherung zuträglich sind.


Schweden fährt aktuell den Kurs fortschreitender Durchseuchung und sagt sich, die 0,x, oder 0,0x oder 0,00x Totesrate ist schicksalhafter Verlauf. Der Rest geht einfach weiter arbeiten oder kommt ausgeheilt in 14 Tagen zurück.
Auch in den Niederlanden hat man diese Variante gewählt, wobei ich nicht sagen kann, ob sie heute noch verfolgt wird.
Schlussendlich wird der ganze Spuk nur beendet sein, wenn knapp 70% der Bevölkerung Antikörper aufweisen. Dies geht aber aktuell nur über ehemals Erkrankte, da zur Zeit kein Impfstoff vorhanden ist.
Den Weg zu den knapp 70% gestaltet die Politik in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Es hängt u.a. von den Maßnahmen, dem Zeitpunkt deren Einleitung und den vorhandenen Resourcen ab. Fakt ist, dass ohne eine Steuerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit in Deutschland mindestens eine 6-stellige Zahl an Bürgern an den Folgen des Virus sterben würde, da die Kapazitäten zur intensivmedizinischen Betreuung hier wie überall begrenzt sind.
In welchem Umfang Maßnahmen ergriffen werden können/müssen bleibt ebenso abzuwarten, wie deren Dauer.
Das Prozedere wird aus meiner Sicht in folgendem Link (Quarks & Co) ganz anschaulich aufgearbeitet:

https://www.youtube.com/watch?v=uz1gBTLdIGE

wipi
 
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#42
Man darf nicht vergessen, dass das Rezept auch für Länder der Dritten Welt gemacht worden ist. Da ist es nicht schlecht, nochmal H2O2 reinzuhauen, damit was auch immer nochmal oxididiert wird. Ich vermute, dass du das Peroxid in Deutschland auch weglassen kannst.
Sollte nicht weggelassen werden. Alkohole haben Wirklücken gegen bestimmte Bakterien/-sporen.
Deshalb H2O2.
Nur Peressigsäure ist nach heutigem Stand ohne Wirklücken aber nicht zur Handdesinfekion geeignet.

@GMV war schneller
 
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#44
Danke @GMV und @Knalltrauma für die Klarstellung zum Peroxid. Ein Ethanol-Wasser-Gemisch mit ca. 80 % Ethanol soll ja schon mal besser sein als nichts. Würde es denn helfen, noch Zitronensäure (Pulver zum Entkalken) oder Essig beizumischen? Nur für den Fall, man hätte die Zutaten für das WHO-Rezept nicht.
 
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