Allround-Waffe für Jungjäger?

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Achso, Howa 1500 (1979) und Savage 110 (+-1963) sind schon sehr sehr lange am Markt und definitiv no nonsense. Neue Waffen sind nicht unbedingt besser, aber auch nicht unbedingt schlechter. Es wurden früher auch schon bescheidene Modelle gebaut und auch gute. 1500 und 110 gehören definitiv zu den guten, Jahrzehnte bewährt, solides Material, mit Verstand konstruiert.

Die neueren Modelle sind i.d.R einfacher in großer Stückzahl zu bauen und entsprechend günstig beim Verbraucher. Runde Systeme mit externem Rückstoßstollen, Barrel Nut....sowas, was die maschinelle Produktion vereinfacht. Im Grunde sind die meisten modernen Repetierer alle Rem700 Derivate. Die Geradezugrepetierer jetzt mal ausgenommen obwohl da auch Ähnlichkeiten bestehen. Eine weitere Ausnahme sind Ruger Hawkeye, Win 70, Kimber und Mauser. Da gibt's noch aktuelle Systeme im 98er Stil. Die kann man definitiv alle nehmen.

Ich mache nur nen großen Bogen um Systeme mit externem Rückstoßstollen (wie Tikka) und einem zu knappen Auswurffenster (wie Tikka t3, jetzt verbessert mit t3x). Das funktioniert zweifellos, ich finde aber, dass ein Rückstoßstollen ans System gehört und nicht an den Schaft und dass man bei ner Jagdwaffe durchs Auswurffenster an die Murmel heran kommen muss um eventuelle Störungen zu beseitigen.

Also pauschal zu sagen neu ist scheiße ist Blödsinn.

Aber nichts gegen nen alten Kettner. Solange nichts kaputt geht oder der Wunsch nach Individualisierung aufkommt.
 
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18 Okt 2018
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Das mag so beim Kauf von Privat sein. Beim Gebrauchtwaffenkauf via Händler muß der auch die ihm gesetzl. vorgeschriebene Gewährleistungspflicht bei Mängel einhalten.
Zudem dürfte das Handling bei einer 70er/80er-Jahre Steyr Mannlicher, Sauer 80/90 oder Mauser 66(S) deutl. besser sein, als bei einer klobigen, verstümmelten Neuwaffe im <1000€-Bereich und an die Schußleistung z.B. der gehämmerten Steyr-Läufe (die mit dem Spiralmuster) muß eine Low-Buget-Knarre erst mal (dauerhaft) rankommen.
Ich schätze dich und deine fachkundigen Beiträge sehr, bitte dich aber mir den Begriff Low-Budjet-Knarre mit konkreten Beispielen auszufüllen.

Ich selbst führte eine Steyr M .30-06 mit dem gehämmerten Lauf und 60 cm und war sehr zufrieden. Trat nur wie ein Esel.

Einen modernen Steyr mit Spirallauf hatte ich im selben Kaliber 1 Monat im Gebrauch. Auch fein.

Die Rösslerin kommt mit Lothar Walter Läufen und hat allen beiden in Sachen Präzision locker das Wasser gereicht.

Die Haenel kommt mit Merkel Lauf und ist etwas weiter vom Streukreis 2 eur - aber dafür kannst du wild zwischen Billigmun und Jagdmun hin und herwechseln - bei der Knarre Wurst...
 
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Schnäppchen sind immer Ansichtsache
Ich würde für die Sauer 54 keine 2000€ mehr ausgeben (wie gesagt, ich habe eine im Schrank)
Eigentlich kauft man sich ne gute Optik mit hoffentlich Schwenkmontage, die Sauer gibts dann gratis dazu.

Für 2000€ stelle ich dir ebenfalls was zusammen, was qualitativ über jeden Zweifel erhaben ist.
Pass auf:

-Winchester 70 Extreme Weather SS 1250€
(Oder halt ne X-Bolt für 1000€ ich stehe aber auf Stainless bei ner Gebrauchswaffe)
-Nikon Monarch VII 2,5-10x50 SF IL MR 650€ (das wird gerade echt verramscht, dabei ist das ein phantastisches Glas)
-HMS Weaver- Picatinny-Montage Zeiss Schiene 100€
-Warne Maxima Stahlbase +-30€
2030€

Ensthaft, das sind wirklich ausschließlich Top Komponenten. Alles neu. Da kann ne T3x mit nem Conquest für deutlich mehr Geld sowas von einpacken (obwohl das sicherlich nicht die schlechteste Wahl ist). Wirklich, das ist ein mega Schnäppchen. Gut, man muss n bisschen schauen und selbst den Kram zusammen bauen, das macht aber auch nicht gerade dümmer.

Die 54, 3000 oder Brno sind leider bald aus dem Rennen es sei denn man kauf die wirklich teure Wismuth Munition. Das ist leider alles keine Dauerlösung. So gut die Waffen auch sind.
Kannst du ein paar Ausführungen zu dem ZF machen? Ich wollte schon einmal danach greifen... aber... naja. 😅
 
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Man sollte dazu sagen, dass Nikon die Produktion von ZFR eingestellt hat, was der Grund für den Preisverfall sein dürfte. Sind Restbestände. Was nichts gegen die Qualität sagen soll, die kann ich nicht beurteilen.
 
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16 Seiten und 230 Beiträge. Wie immer alle Waffensysteme durch (Rep., BB, HA, Drilling, BBF ....) sogar "Exotenkaliber". ZF´s aller coloeur. Vieles davon eher eigene Vorlieben. Wenn man jetzt keine Erfahrung hat, ist man eher verwirrt als gut beraten. :rolleyes:(y)

Vielleicht was zum Thema Gebrauchtkauf JJ:
Bei uns gehen die soliden, ehrlichen Gebrauchtwaffen über persönliche Kontakte (Mund zu Mund) über den Tisch. Ein bekannter Jäger fragt für einen JJ ihm bekannte Jäger/-WA Gruppen ob sie gute solide Waffen zum Verkauf haben. Wenn ja wird der Kontakt hergestellt. Vorteile:
- Kein Kernschrott (man kennt sich ja)
- die Waffe kann ortsnah besichtigt werden
. der örtliche Büxner kennt in der Regel die Waffe, den JJ (aus der JJ Ausbildung) und kann diese auch auf Wunsch kurz durchschauen
- in der Regel geben die Jäger dem Jungjäger noch viel nützliches Zubehör dazu (Munition, Reinigungszeug, Gewehrriemen, ,,,,,)
- keine Mondpreise aber auch kein Verramschen.
 
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Was willst du bei einer BBF umstellen und einstechen für ein FLG?

Und dann gibt es noch moderne BBF....

Weiter bleifrei ist kein Problem. Gibt alles von flg über Schrot.
Meinte beim Umschalten keine BBF sondern Drilling .

Bei BBF und Drilling muss dann auch noch eine Kombination gefunden werden , bei der Kugel und FLG zusammen schiessen um zwei Schüsse raus zu bekommen .
Und das auf mehr als 50 Meter.
 
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Meinte beim Umschalten keine BBF sondern Drilling .

Bei BBF und Drilling muss dann auch noch eine Kombination gefunden werden , bei der Kugel und FLG zusammen schiessen um zwei Schüsse raus zu bekommen .
Und das auf mehr als 50 Meter.
Moderne BBF kein Problem, da kannst du es einstellen.
Bei klassischen Suhlern meist auch nicht.
Bei anderen Glück.
 
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Und auch dort, wirst du für 3000€ als passendes Komplettpacket, nichts mit thermostabilen, verstellbaren Läufen bekommen .
Dazu noch in einem Kaliber in dem es noch ausreichend Fabrikmunition gibt.
Zudem hat der Themenersteller nach Repetierern gefragt. Von Kombinierten hat er doch nichts erwähnt.

Das ist wie einem Führerscheinanfänger , der nach einem günstigen Gebraucjtauto gefragt hat, ein Mopped zu empfehlen .
Klar kommt er von A nach B . Aber nicht wie er das möchte .
 
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Und auch dort, wirst du für 3000€ als passendes Komplettpacket, nichts mit thermostabilen, verstellbaren Läufen bekommen .
Dazu noch in einem Kaliber in dem es noch ausreichend Fabrikmunition gibt.
Zudem hat der Themenersteller nach Repetierern gefragt. Von Kombinierten hat er doch nichts erwähnt.

Das ist wie einem Führerscheinanfänger , der nach einem günstigen Gebraucjtauto gefragt hat, ein Mopped zu empfehlen .
Klar kommt er von A nach B . Aber nicht wie er das möchte .
https://www.vdb-waffen.de/de/waffen...u_bender_lp-sattelmontage.html?s=1&s_t=Blaser bbf&o=neu
2.400 mit SuB Glas in 7x65R.
 
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In welchem der seit 1950 üblichen Standardkaliber (gemeint sind wohl Randpatronen) 7x57R, 7x65R, 8x57JRS, 9,3x74R gäbe es denn keine ausreichende Fabrikmuni?
Keine meiner vielen Bekannten, die nicht wiederladen und auf Kaufmunition angewiesen sind, haben sich in den letzten 25 Jahren beklagt, für ihre Drillinge/BBF/DB keine oder nicht ausreichend Munition mehr zu bekommen.
Sind doch nur 5,6x52R und 6,5x57R ins Hintertreffen geraten sind, wovon erstere in Dtl. eh nur auf NW inkl. Rehwild erlaubt ist und daher die Kombi TM/VM auch vollauf genügt.
Bei Schrotkaliber 12/70 und 16/70 ebenso. Hier sind nur 20/70 und 20/76 spärlich bei Fabrikmunition, wobei mit etwas Suche auch hier schnell und preiswert mind. ein halber Lebensvorrat an Schrotpatronen (wenn man nicht gerade ein Top-Niederwildrevier im Emsland, in Rheinhessen oder am Niederrhein gepachtet hat) zu beschaffen wäre.

Nochwas zum Wismutschrot für Flinten ohne Stahlschrotbeschuß (würde schon aus UVV-Gründen eher zu Wismut als zu Stahl greifen): Eine Wismut-Schrotpatrone im Kal. 12 oder 16 kostet rd. 2-2,50€. Das wären für 20Stk. rd. 40-50€, also auch nicht mehr als für Büchsenmunition in einem mittleren 7-8mm Standardkaliber, im preislich unteren Mittelfeld.
Wenn man sich selber natürl. die Patronenkosten in Relation mit der Trophäenstärke setzt, geht die Rechnung freilich nicht auf. :sneaky:
 
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Es ging um Jungjäger . Keine Wiederlader . Also auf Fabrikmunition angewiesen .
Je nach Bundesland oder Jagdmöglichkeit dazu noch Bleifrei Pflicht .
Da fällt die 6,5x57r und 9,3x72r schon raus.
Die 7x57r ist auch nicht die optimale Drügkjagdpatrone.
Die 9,3x74r als Jungjägerempfehlung zu nennen war doch wohl nicht dein Ernst ?
Ansonsten kannst du bei deiner Aufzählung noch gerne ein paar Afrikapatronen mit Rand dazu nehmen .

In 308Win und 30-06 gibt es halt ein viel größeres und günstigeres Angebot an Munition .
Und da der Themenstarter nach Repetierern gefragt hat, ist das bejubeln von kombinierten Waffen hier fehl am Platz.
Ich käme auch nicht auf die Idee hier ein Repetierer in 8,5x63 zu empfehlen .
Deshalb verwundert es auch nicht, das der Themenstarter sich hier nicht mehr meldet.
 
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raze4711
Der große Vorteil bei einer Kombinierten ist ja, dass man nicht nur von A nach B kommt, sondern diese taugt für viel mehr, sie reicht für von A bis Z !
Und was einen jagdlich noch erwartet, lässt sich nicht so leicht zu Beginn des JuJä-Lebens abschätzen.
Für den Schrotlauf wird es immer Verwendung geben, Fuchs, Marder, Waschbär, Marderhund und der gesamte Luftverkehr - da ist das ganze Jagdjahr über was im Angebot.
Und schließlich - sollte der Schrotlauf wirklich kaum benutzt werden können, kann immer noch ein EStl für wenig Geld hinein.
Beim Kugellauf ist es schon etwas schwieriger: je nach Revier bleibt gar nicht soviel Schalenwild für den JuJä übrig, wenn noch andere Mitjäger im Boot sind und nichts von ihrem Kuchen abgeben oder der zugeteilte Revierteil in dieser Hinsicht kaum was bieten kann. Und wenn die Sauen sich dann noch rar machen, ist möglicherweise sogar der Kugellauf derjenige, der die meiste Zeit kalt bleiben muss. Es gibt so viele unterschiedlichen Reviere und Revierverhälnisse -selbst in Gegenden, die für besonders üppige Schalenwildbestände bekannt sind - dass man im Voraus nicht selten nur schlecht vorhersagen kann, was einen erwartet und wie man am Ende unterkommt.
Als Student habe ich übrigens die extreme Reisefreudigkeit von Bbfs sehr genossen- zerlegt in jedem Zug unauffällig im Musikinstrumentköfferchen mitzutransportieren, bequeme Wochenend-Jagdtrips zu Freunden mit sehr unterschiedlichen Revierverhälnissen quer durch die Republik kein Problem - egal ob Dj, Fuchsdrückerchen, abendlicher Entenstrich oder nächtlicher Sauen- oder RW-Ansitz - man war nicht unpassend angezogen. Mit der R8 wird’s auf dem Entenstrich schwierig - oder gibt’s noch einen 28er WL dafür, wobei das mit 28 vielleicht nicht ganz das Ideale ist.
Und was die Auswahl von Fabrikmunition angeht, sollte das Angebot nicht reichen, kann man sich über Gewerbliche Wiederlader eindecken - so viel teurer ist das nicht, wenn man nicht nur 3 Schachteln ordert.
 
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