Allround-Waffe für Jungjäger?

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Gute Schrankwaffen in die man nicht noch hunderte Euro investieren muss kosten richtig Geld.
Da kann man höchstens mal ein Schnäppchen machen wenn jemand im Bekanntenkreis verstirbt.

Die oben verlinkte Savage 111 habe ich (in .270win allerdings). Das Ding ist tadellos, keine Schönheit, aber schießt Loch in Loch, ist robust und idiotensicher. Jedem der ein knappes Budget hat und eine solide Jagdwaffe sucht empfehle ich dieses Modell wärmstens. Im Gegensatz zur Sauer 101 oder M12 ist das KEINE Wegwerfknarre, da kann man (eigentlich selbst) den Lauf austauschen wenn der mal ausgeschossen oder anderweitig defekt ist.

Kaufen, ZF anschrauben und jagen gehen. Dauert 30 Minuten (beim ersten Mal). Da brauchts auch keinen Büma. Das machst Du nicht so einfach mit ner 40 Jahre alten Büchse mit proprietärer Montage.
 
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Da bin ich nach einer Phase des "ich möchte gerne Holzschaft und Schlabo-Sicherung und, und, und" auch angekommen - nachdem ich die Erfahrung durch habe, dass die Umrüstung älterer, gut erhaltener Gebrauchtwaffen auf die eigenen Bedürfnisse schnell ein Groschengrab werden kann.
Ich kenne aber auch Kollegen, die wollen keinen Dämpfer und sind überzeugte Stecherschützen - wer das mag, der kann natürlich fein aus dem Gebrauchtmarkt schöpfen.

An sich kann ich der Wertigkeit z.B. einer Steyr oder was auch immer schon einiges abgewinnen - möchte aber die Vorzüge einer geraden Schäftung, der Dämpferoption oder auch Stainless für mieses Wetter und auch der günstigen Montageoption mittels Picatinny nicht mehr missen.
Vor allem Picatinny ist für mich super: ZF einmal ordentlich in die Ringe montiert (vlt. noch in eine solide Blockmontage) und dann kann ich die auf jede andere Waffe packen, wenn sich die Notwendigkeit ergibt.

Mehr oder weniger Beute ergibt sich dadurch aber zugegebenermaßen nicht (oder kaum - lichtstarkes ZF mit LP für die Sauenjagd mal etwas außen vor) - hier spielen Erfahrung, Revierkenntnis und dergleichen die wesentlich größere Rolle.
 
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...
Deutsche Waffenhersteller wollen vermutlich immer noch ein elitäres Publikum ansprechen, siehe die Werbung von Blaser und Sauer. Werte für Generationen und technische Überlegenheit sind ja schön und gut, aber die 3 Stück Rehwild und 2 Sauen kriegt Otto Normaljäger auch mit der Ruger American gestreckt.
"Werte für Generationen"... na ja. Wenn man dann auch nur einen Plastikschaft bekommt und auch nicht sicher vor Mängeln ist, dann schmerzen 5000 Euro doch mehr als 1000.
Zumal man einfach mal was neues will, entweder aus Spaß oder aus Neugier, oder weil sich die Ansprüche verändert haben, oder oder.
 
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Zeig mir mal einen der es schafft bei einer jagdlich geführten Büchse in seinem Jägerleben den Lauf auszuschießen.
Gähn....

Zunächst einmal hast du mich falsch zitiert, der Satz ging weiter. Sowas ist unfein.

Ferner muss man nicht immer gleich von sich auf andere schließen.

Es kommt definitiv vor dass Läufe getauscht werden müssen, weshalb auch immer.
Wenn hier schon von "Werthaltigkeit" und Qualität gesprochen wird ist das definitiv auch ein Punkt den man beachten sollte.

S101 und M12 sind Wegwerfprodukte wie Sirius die erwähnte. (Unabhängig davon dass der Rest seines Beitrags seiner Fantasie entsprungen ist.)

Allerdings hat mein scheinbar dazu gelernt, die billige M18 hat diesen Makel schonmal nicht.

PS: Ich könnte dir sogar 2 Leute zeigen die den Lauf einer Jagdwaffe gewechselt haben (also natürlich keine Waffen mit "Wechsellauf")
 
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ehem. Militär-Stufenläufe, die schon eine 5-stellige Anzahl an Schüssen vor dem Umbau zur Jagdwaffe durchhatten, zählen da aber nicht, ebensowenig Läufe in "heißen" Kalibern wie 5,6x61vHofe, 6x62Frerés, 6,5x68, .257Wby.Mag., .264Win.Mag. die weder in M12/S101 noch in Savage 111, Rem. 783 oder Ruger American serienmäßig eingelegt werden. ;)
Den Neulauf in 8x57JS, 9,3x62 .30-06, evtl. auch noch von Walther, Heym, Steyr, Hart oder Shilen, möchte ich mal sehen, der innerhalb von 20-30 Jahren jagdlich "ausgeschossen" wurde.
 
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Im Gegensatz zur Sauer 101 oder M12 ist das KEINE Wegwerfknarre, da kann man (eigentlich selbst) den Lauf austauschen wenn der mal ausgeschossen oder anderweitig defekt ist.
Herrlich, da ist es wieder - mein liebstes Argument:ROFLMAO: Leute das ist doch lächerlich. Dann ist also auch jede Waffe mit verlöteten Läufen eine Wegwerfknarre? Ich glaube nicht das unser Büma hier jemals einen Lauf an einer Tikka, Savage oder X-Bolt getauscht hat...

Im übrigen scheint sich das Thema wohl erledigt zu haben, oder hat der TS sich noch mal geäußert?
 
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Zudem ist der Lauftausch eines mit dem System festverbunden Laufes (egal ob geschraubt oder geschrumpft) waffenrechtl. eine "Veränderung eines wesentl. Teiles" und unterliegt erstens der Arbeit eines Sachkundigen (Bümas) und zweitens der erneuten Beschußpflicht.
Mit "selbermachen" ist da nix. :sneaky:
 
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Und genau dafür werden sie (billig) gebaut: Für eine "season" (wenige Wochen) zwei/drei Stk. "Lizenzwild" zu strecken.
Nächstes oder spätestens übernächstes Jahr kommt ´ne andere Schaftfarbe, ein anderes Oberflächenfinish oder ein anderes Kaliber in Mode und man käuft sich unterwegs, zum zweiwöchigen Jagdausflug, schnell bei Walmart die aktuelle Billigplempe (soll ja auch nur 14 Tage funktionieren).

Das steht alles genau contraire zu unserem mitteleurop. Reviersystem und Jagdzeiten von 6-9 Monaten.
Da fährt man auf Dauer besser, wenn man sich was hochwertigeres an Waffe und Optik zulegt und wenn´s auch ´ne gepflegte Gebrauchtwaffe ist.
Wenn man hier im Forum so mitließt, gibt´s bei nicht wenigen der Neuwaffenfreunde doch auch alle zwei/drei Jahre ein neues, billiges "Spielzeug", daß dann seitenweise in div. Trööts ausdiskutiert wird, wie die Kniffte gepimpt werden soll, oder welches Geschoß aus dem Modell XY "die besten Streukreise" bringt.
Also auch die wenigsten, die so eine Billigplempe dauerhaft über Jahrzehnte führen.
Die Billigteile aus dem ehem. Ostblock (CZ, Brünner, Zastava, Baikal) wurden wenigstens noch auf Dauerhaftigkeit hin gebaut und so findet man sie auch noch zahlreich, 30, 40, 50, 60 Jahre alt, auf dem Gebrauchtmarkt, gepflegte Stücke auch noch in fast "neuwertigem" Zustand.
Wenn die Savage, Ruger u.a. doch schon ebenfalls seit 50-60 Jahren gebaut und preisgünstig verkauft werden (man muß nur in ältere Kataloge der Jagdausstatter sehen), wo sind denn da die Massen an Gebrauchten auf dem Markt?
Oder rentiert sich bei denen evtl. ein Gebrauchtwaffenverkauf gar nicht mehr.
Selbst die ehem. "Flaggschiffe" der Premiumhersteller (Weatherby Mk.V, Rem.700) sind deutl. zahlreicher dort vertreten.
Wie schnell hat man bei div. Plattformen (Egun, Auctronia, VDB, Progun etc. oder den zahllosen Homepages des Bümas/Kleinhändler) zehn Mauser 66, Krico 700 oder Steyr Mannlicher L/M gefunden und wie lange bräuchte man für zehn gebrauchte Ruger M77 oder Savage 110er, wo doch angeblich jährlich hunderttausende davon gebaut werden (und das seit 50-60 Jahren)? :unsure:
Also ich glaube, meine Savage 24 ist aus den 50er oder 60er Jahren, müsste ich noch Mal gucken. Und die hält auch noch 100 Jahre ;)
 
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Herrlich, da ist es wieder - mein liebstes Argument:ROFLMAO: Leute das ist doch lächerlich. Dann ist also auch jede Waffe mit verlöteten Läufen eine Wegwerfknarre? Ich glaube nicht das unser Büma hier jemals einen Lauf an einer Tikka, Savage oder X-Bolt getauscht hat...

Im übrigen scheint sich das Thema wohl erledigt zu haben, oder hat der TS sich noch mal geäußert?
Du, das muss jeder für sich entscheiden ob es relevant ist oder nicht.
Es bleibt jedoch ein Fakt dass ein Austausch bei den Modellen nicht geht, das muss doch erlaubt sein das zu erwähnen. Verstehe gar nicht weshalb sich die Fanboys dabei gleich so angepieselt fühlen...

Ich glaube auch nicht dass irgendein BüMa um die Ecke mal nen Lauf einer verhältnismäßig neuen Waffe getauscht hat, wenn man mal bedenkt wer oder was sich heute alles BüMa schimpft. Meiner wollte die Knarre um ein Gewinde zu schneiden weg schicken.
 
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Es geht nicht darum das die Gewehre relativ neu sind, sondern darum das sich der Aufriss preislich überhaupt nicht lohnen würde... Es ist kein Argument, denn dann darf man auch keine kombinierte mehr empfehlen! Und das die "Fanboys" sich dazu äußern, liegt an der Ausdrucksweise. Wegwerfknarre/-produkte ist halt eine Provokation.
 
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Es geht nicht darum das die Gewehre relativ neu sind, sondern darum das sich der Aufriss preislich überhaupt nicht lohnen würde... Es ist kein Argument, denn dann darf man auch keine kombinierte mehr empfehlen! Und das die "Fanboys" sich dazu äußern, liegt an der Ausdrucksweise. Wegwerfknarre/-produkte ist halt eine Provokation.
War nicht als Provokation gemeint, den Begriff habe ich von oben übernommen, da wurden "Amiwaffen" als Wegwerfartikel bezeichnet. Was sogar doppelter Blödsinn ist.

Naja ob sich das lohnt ist auch immer ne frage wie gierig der BüMa ist.
Gerade mal nur aus Interesse gedadelt.

Wechsellauf Lothar Walter für ne Savage
.308win Normallager, Sondermaß 20" mit Gewinde und Taget Crown, Matchbehandlung. +- 560€
Das Ding einzusetzen ist mit dem richtigen Werkzeug schnell passiert. Mit Beschuss sollte das für +-900€ drin sein. Finde ich nicht zuuuu teuer für nen Custom-Lauf von ausgezeichneter Qualität.

Shilen Läufe bekommt mal drüben für +- 375$. Irgendwie bekommt man die auch hierher....
 
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Ich glaube die Kosten für Laufaustausch an einer Ruger American oder Savage die neu 600 Euro kosten käme einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich. Hier ist es also egal ob es eine Sauer 101 oder Mauser M12 oder Savage oder Ruger ist. Jagdlich geführte Waffen sind nicht jagdlich und sportlich geführte Waffen mit entsprechenden Schusszahlen.
Man kann sich auch Waffen schön oder schlecht reden.
 
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