Alte Jäger was ein Graus, alte Jägerprüfer sind im Aus

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Ein bisschen frischer Wind in den Prüfungskommissionen schadet gar nichts. Und auch den meisten KJVs und deren Vorstandsschaft würde eine generelle Verjüngung gut tun.

Auf jedenfall Wünschenswert, aber ob man sich das ganze so auferlegen muss ist die andere Frage.
 

Fex

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Bei uns musste über ein Jahr kommissarisch geführt werden, weil sich - nach Ankündigung des Ausstieges des damals 69jährigen HR-Leiters - keiner gefunden hat. Dann liess sich endlich einer breitschlagen, das Amt zu übernehmen. Die Nachwuchskraft wird 58. Von der Gruppe der 40-50jährigen - gut im HR vertreten - hatten alle gute Ausreden, warum sie das nicht machen wollen.
 

Fex

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Passend dazu - vor drei Jahren wurde eine neue Mannschaft im HR gewählt, alle zwischen 30 und 40, das ideale Alter also. Ein Jahr später war aus verschiedenen privaten Gründen keiner mehr im Amt.

Ich erlebe das nicht nur im jagdlichen Bereich, auch bei anderen Vereinen ist es nicht anders.
 
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Wo ist jetzt eigentlich genau das Problem?
Wir reden hier ja nicht von einer Altersgrenze von 50 oder 60, sondern von 75 Jahren.
Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, aber auch im Jagdbereich gibt es Neuerungen und eine gewissen Modernisierung - zwar nicht in der Form wie in irgendwelchen technischen Bereichen - aber die gibt es.
Ich weiß nicht, ob ein 75 oder 80 jähriger da immer up-to-date ist.
 
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Ein Knieper ist ein Knieper, eine Rabenkrähe ist eine Rabenkrähe und eine Sicherheitsüberprüfung ist eine Sicherheitsüberprüfung und dass etliche nicht im grünen Hemd zur Prüfung erscheinen ist seit 20 Jahren so, also wo sollte ein Prüfer mit 70 Lebensjahren nicht up to date sein?

Horrido
 
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Es gibt mehrere Wege in Amt und Würden zu kommen. Um eine gravierende Komponente kommt man nicht drum rum: "Überdurchschnittliches Engagement". Dazu sind die wenigsten bereit! Das Meckern aus dem Hintergrund ist da wesentlich einfacher, führt aber in der Regel zu keiner adäquaten Änderung!
 
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Schon immer jagdlich organisiert, muss die Frustrationsschwelle sehr hoch liegen, wenn ein mit Arbeit verbundenes "Amt" ausgeübt wird.
Das gilt insbesondere für erste Vorstände, Schriftführer, Schatzmeister und HR-Leiter.
Bei vielen JJ-Kursen unterrichten heute Leute, die selbst noch keine 3 Jahre den JS haben und das in Fächern, die eigentlich Praxis voraussetzen. Macht aber nix, denn die Prüfung wird trotzdem geschafft. Selbst erarbeitete Vorträge sind Fehlanzeige, allenfalls werden DVDs oder Filme gezeigt, wenn nicht als "Beitrag" Industriewerbung organisiert wird. Mein Anspruch ist schon ein anderer.
 

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Yumitori

Guest
Das ist nicht richtig. Ob Kreisjägermeister oder Vorsitzender beide sollten mit spätestens 62 sich zum letzten Mal zur Wahl stellen und dafür sorgen, dass jüngere dann dafür bereit stehen.
Wenn sich ein 80 jähriger wieder zur Wahl als Stellvertreter des Hegeringsleiters in einer Kampfabstimmung gegen einen guten Mann 40 Jahre stellt und gewinnt da seine Altersklasse deutlich stärker ist, dann hat das nichts mit sind keine da zu tun. Wer lässt sich denn aufstellen wenn der Alte nicht sehr schlecht gearbeitet hat um zu verlieren oder einfach aus Respekt.
Dann kommt das Argument ist ja keiner da ich muss ja noch mal.
Ich erlebe es nicht, das keiner da ist, wenn der Alte ein Jahr im Rundschreiben vorher klar zum Ausdruck bringt : Ich werde nicht weitermachen und auch dann nicht, wenn der Posten nicht besetzt wird. Oft kommt es zu einer Kampfabstimmung.
Tatsächlich wissen viele nicht was sie danach tun sollen.
Zum Gruße,
mal abgesehen davon, dass ich die Zahl der jagdlichen Nichtwisser und Idioten bei jung und alt ziemlich gleich empfinde, stellt sich für mich die Frage, wie man sicher dafür sorgen kann, dass Nachfolger in den Startlöchern stehen.

Jagdliches Wissen allein - da finde ich sicher Zustimmung - macht noch keinen guten Prüfer aus. Und wann kommt einer auf die Idee und findet heraus, wie man Prüfer prüfen kann und wann man zu alt ist, Prüfer zu prüfen usw. .
Damit ich nicht falsch verstanden werde: Es ist n i c h t s dagegen einzuwenden, wenn man an Prüfer gewisse Anforderungen stellt, keine Frage - meinetwegen auch eine Verpflichtung zur Fortbildung - aber müssen wir Deutsche eigentlich für alles eine gesetzliche oder in einer Satzung verankerte Vorschrift haben, an der mehr oder minder krampfhaft sich der Dümmste festzuklammern vermag, damit er sich bestens dahinter verstecken kann ?

Zum "frischen Wind": Lüften ist in jedem Zimmer eine feine Sache, man muss nur aufpassen, dass man nicht in jedem
Zimmer und der Haustür ein Fenster aufreißt - sonst zerschlägt es Scheiben....
Immer mal wieder erlebe ich es, dass die "jungen Wilden" ausschließlich wild sind, weil sie meinen, es besser zu können.
I c h sag' immer, dass man die ruhig mal machen lassen soll, erlebe aber die meisten dadurch, dass sie ihr Fachgebiet schick vor die Mauer fahren - nicht, weil ihnen Fachwissen im engeren Sinne fehlt, vielmehr etwas, was nur schwer vermittelbar ist: Fingerspitzengefühl.
Es ist ein Unterschied, ob ich aus dem Prüfling raushole, was er weiß oder ob ich ihm vor Augen führe, was er n i c h t weiß.
Wenn man einen Beruf hat, der einen fordert und eine Familie, dann ist Jagd eine Passion, die - richtig ausgeübt - sehr viel der Freizeit in Anspruch nimmt. Nach dem Rentenalter hat man meist etwas mehr Zeit, die wird allzu oft durch häufigere Arztbesuche eingeschränkt.
Mögen die in B./Wbg. machen, was sie wollen, für mich ist die Eignung des Prüfers nicht altersabhängig.... aber "... wenn's schee macht"...........................................................................................
 

Fex

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Bezüglich Fortbildung: Die Mitglieder der für 4 Jahre bestimmten Prüfungskommission müssen in diesem Zeitraum an den speziell angebotenen Fortbildungen teilnehmen.

Die PK-Mitglieder aus dem Jahrgang 1947 haben im vergangenen und diesem Jahr diese Fortbildungen besucht und nun erfahren, dass sie 2019 gar nicht mehr dabei sein dürfen.
 

Fex

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Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, aber auch im Jagdbereich gibt es Neuerungen und eine gewissen Modernisierung - zwar nicht in der Form wie in irgendwelchen technischen Bereichen - aber die gibt es.
Ich weiß nicht, ob ein 75 oder 80 jähriger da immer up-to-date ist.

Der Ausbildungs- und Prüfungsstoff ist weitestgehend festgelegt und wird per Pflicht-Fortbildung auch an die Mitglieder der PK vermittelt.
 
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...
Bei vielen JJ-Kursen unterrichten heute Leute, die selbst noch keine 3 Jahre den JS haben und das in Fächern, die eigentlich Praxis voraussetzen. Macht aber nix, denn die Prüfung wird trotzdem geschafft. Selbst erarbeitete Vorträge sind Fehlanzeige, allenfalls werden DVDs oder Filme gezeigt, wenn nicht als "Beitrag" Industriewerbung organisiert wird. Mein Anspruch ist schon ein anderer.

Wieviele JJ-Kurse gibt es in denen die Lehr- und Ausbildungskräfte noch keine 3 Jahre den Jagdschein haben? Wie groß ist die Gesamtzahl der Ausbilder? Wie hoch ist denn der Durchschnitt der Anzahl der bereits gemachten Jagdjahre unter allen Ausbildern?

Wieviele Vorträge sind nicht selbst erarbeitet und selbst erarbeitet? Wie oft werden DVD´s und Filme gezeigt? Wie ist der Anteil dabei gesehen auf alle Jagdschulen und die Prüfungsfächer?

In welchen Jagdschulen wird Industriewerbung organisiert?

Ist es immer automatisch so, dass die Lehrkräfte, welche mehr Jagdjahre haben auch die besseren gegenüber den mit wenigen sind?

Wie sind da deine Erfahrungen?

Mein Anspruch sind Zahlen, welche ich sehr interessant finden würde.

----

Ich finde es gut, wenn sich Jäger aller Altersklassen engagieren können und für die jeweiligen Positionen die entsprechenden Anforderungen erfüllen. Wenn Nachwuchs fehlt und aber ein 78 Jähriger da wäre, der das Amt top machen würde, dann wäre es doch doof, wenn eine 75-Jahre-Verbotsregel das große Ganze behindert. Ansonsten finde ich Nachwuchsförderung vollkommen richtig, damit später junge mit den entsprechenden Atributen nachziehen können.
 
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Gelöschtes Mitglied 4585

Guest
Quali am Alter festmachen??

Schlechte Lösung.

Gestern gut, morgen untauglich?

Vereinsarbeit // Verbandsarbeit... da sollte man über jede Fachkompetenz froh sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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In Bayern ist auch eine Altersgrenze für Prüfer eingeführt. Denke 70 sogar.
 
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