Alte Jäger was ein Graus, alte Jägerprüfer sind im Aus

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Ich hab selten so gelacht wie gestern, als ich die verzweifelte Mail gelesen hab ....

Bevor man die Hälfte seiner Leute rausschmeisst, sollte man halt schauen ob man dafür auch Ersatz hat. Und man sollte nach Kompetenz schauen und nach nichts anderem...dann klappts auch mit den Prüfern.
Und immer schön auf die gleichmäßige Verteilung von Männlein und Weiblein mit Kompetenz achten.😉

Gruß Seppel
 
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Das ist Sache des LJV - es gibt Weiterbildungen für Prüfer, die macht man zur Pflicht, ev. sogar mit Nachweis, dann hat man geprüfte Prüfer. Ist ja in anderen Bereichen nicht anders.

Wie man aktuell sieht, gibt es wohl net genug Vettern und Cousinen für den Job.

Das Ehrenamt kämpft in allen Lebensbereichen um Nachwuchs, immer weniger sind bereit sich zu engagieren... wenn ich in der KJV alle über 70 aussortiere, kann ich den Laden schliessen.
Landesjagdgesetz kommt über das Ministerium da wird dann entschieden ob eine und welche Regel für die Jägerprüfung gilt. Sowohl für Ausbildung z.B. Mindeststunden o.Ä. sowie auch für Prüfungsausschuss und Prüfer. Ob dann wie in NRW der LJV zuständig ist oder sonst wer regelt eben das LJG. Lehrgänge / Weiterbildung gibt es in NRW ebenfalls. Ist für Neumitglieder sogar Pflicht, allerdings ohne Prüfung oder anderweitige Kompetenznachweise. Hinsetzen, zuhören nach Hause gehen und du bist Prüfer. Bevor ich selbst Prüfer wurde habe ich mich auch über 15 Jahre mit um die Ausbildung gekümmert. Da gab es noch genug Spezies und Vettern die aufrücken konnten so das ein Ahnungsloser den anderen Ablösen konnte. Die Fragen waren immer die gleichen, so das unsere Ausbilder genau wussten was unterrichtet werden muss. Prüfungen mit 100% bestandener Teilnehmer kamen vor. Seit dem die Prüfungen jedes Teilnehmers schriftlich dokumentiert werden, haben doch einige altgediente den Ausschuss verlassen. Ist halt ein Unterschied nur Mr. Wichtigprüfer zu sein, oder plötzlich Arbeit mit dem Kram zu haben. Natürlich ist es hier extrem schwierig den Mittelweg zu finden, Hürde zu hoch keine Prüfer, zu tief keine Qualität.
Man könnte durchaus auch über hauptberufliche Prüfer nachdenken, damit würde man auch den Filz aus den Jägerschaften bekommen. Ich habe es selbst miterlebt, das ein Vorsitzender eines Prüfungsausschusses dem Prüfer eines Sachgebietes angewiesen hat eine Ersatzfrage zu stellen, damit der Prüfling noch den nötigen Punkt zum bestehen bekommt. Ist halt ein Freund der Familie gewesen.
Ich bin mal gespannt ob da wirklich Veränderungen gewünscht und umgesetzt werden. Glücklicherweise ist in unseren Ausschuss das Durchschnittsalter noch gut unter 60J. und wir haben noch ein bisschen Zeit uns das anzusehen.
 
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Das Prüfer mal übers Ziel hinausschießen hat es immer schon gegeben und wird es immer geben. Maßgeblich verantwortlich ist da die vorgesetzte Prüfungsbehörde. Wenn das natürlich "alles ein Sumpf ist" dann hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus. Aber ich denke das da unsere Prüfungsbehörde in Landshut schon einen guten Job macht und bei berechtigter Kritik auch einschreitet. Insgesamt hatten manche Prüfer mehr Rückendeckung als noch die Bezirksregierung zuständig war. Aber das ist Schnee von Vorvorgestern.
Lange hat es gedauert bis in Bayern auch Ausbilder als Prüfer zugelassen wurden, natürlich nicht bei den eigenen ausgebildeten Teilnehmern.
Bei der heutigen Ausbildung in Sachen Allgemeinbildung brauch ich nur eine Mais- oder Kartofffelpflanze (natürlich unfairerweise nicht in der Verpackung vom Schachtelwirt) auf den Tisch legen. Dann kommt das Gemaule die Jägerprüfung ist schwer.
 
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zunächst muß die Prüfungsbehörde allerdings benachrichtigt werden, was ob der erwarteten Schwierigkeiten in der kommenden Prüfung oft unterlassen wird.
Aber ich denke das da unsere Prüfungsbehörde in Landshut schon einen guten Job macht und bei berechtigter Kritik auch einschreitet.


Lange hat es gedauert bis in Bayern auch Ausbilder als Prüfer zugelassen wurden, natürlich nicht bei den eigenen ausgebildeten Teilnehmern.
das hörte sich bei der Landesausbilderbesprechung von Herrn St. aber anders an. Der wollte ausdrücklich keine Ausbilder vorgeschlagen bekommen. Auf Nachfrage, wer soll wissen was ausgebildet wurde kam keine Antwort.( :cautious: womöglich ein För...)
 
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Wann kommt endlich mehr vom Wolf in die Jagdausbildung, wenn der doch bald wieder im Jagdrecht ist ?
 
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16 Jul 2001
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Bei der heutigen Ausbildung in Sachen Allgemeinbildung brauch ich nur eine Mais- oder Kartofffelpflanze (natürlich unfairerweise nicht in der Verpackung vom Schachtelwirt) auf den Tisch legen. Dann kommt das Gemaule die Jägerprüfung ist schwer.

man kann "natürlich" auch die Tierärztin seines Vertrauens beauftragen die Föten eines überfahrenen Dachses als Exponat vorzulegen und die Prüflinge damit zu konfrontieren. "Ach, wie überlegen der Prüfer doch ist" und die Keimproben der sieben Getreideproben erst.... der Prüfling (!) muß die doch bei evtl. Wildschaden bestimmen können...
 
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Ich war öfter bei der Prüfung dabei. Tatsächlich ist der Prüfer ja zu 95 % an einem Stand tätig.

Hatte immer den Eindruck, wenn er selbst an anderen Ständen Rede und Antwort stehen

sollte würde das ein Problem werden.

Hat aber wenig mit dem Alter zu tun.

Aber ich würde sagen 75 oder 80 dann ist es gut gewesen. Dazu muss er aber fit sein.

Schwieriger sehe ich es als Hegeringleiter oder Kreisvorsitzender.

Dazu gehört aus meiner Sicht auch eine gewisse Größe an Aktivität, die Grundkenntnisse

von E-Mail , Internet usw und da kann es dann schon mal eng werden im Alter.

Ganz wichtig aber auch, er muss einen Nachfolger selber aufbauen und nicht die

ewig alte Leier es gibt keinen.
 
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7 Jul 2019
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treten hier zur Prüfung Jagdscheinanwärter an, oder Landwirtschaftsgehilfen?

Sorry, aber selbst hier im Forum gibt es öfters Leute, welche mit ihren Minderkenntnissen ausgebildeten Landwirten (teilweise mit Studium) die Kompetenz absprechen - da sollten dann wenigstens die Grundkenntnisse im Landbau drin sein. Dazu gehören nun einmal auch die Feldfrüchte, Bodenkunde und Kenntnisse über die landwirtschaftlichen Grundlagen.

Gleiches gilt übrigens auch für den forstwirtschaftlichen Teil. Wer Mitreden will, soll auch sein Wissen beweisen.
 
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