Anfängerfrage:

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#47
Das kann man so nicht sagen!
Der Rückstoß ist direkt proportional zur Querschnittsfläche des Kalibers und zum vorherrschenden Druck oder Druckverlauf über die Zeit!
Ok, kann man denn sagen, dass dieser Effekt neben allen anderen zu vernachlässigen ist?
In den gängigsten Modellen zur ermittlung des Rückstoßes findet das keine Beachtung.
Bei den meisten Modellen findet aber auch der nach vorne gerichtete Gasdruck an der Mündung auch keine Rolle. Wäre da nicht der Durchmesser des Stoßbodens aussagekräftiger als das Kaliber?
Nur mal so laut gedacht....

Grüße
 
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#48
Keiner will etwas über die Größe Eures Anhängsel wissen. Macht das bitte per PN aus.
da bin ich ganz auf deiner Seite. Zumal P226 sowieso den längsten hat. Da brauche ich mich gar nicht zum Vergleich stellen.
Daraus kann man ableiten, dass in der Regel Kaliber mit größeren Durchmesser einen höheren Rückstoß haben werden als Kaliber mit kleineren Geschossdurchmesser - wenn sie mit ähnlichen Druckverläufen operieren.
ahhh, nett von dir das du deine ursprüngliche Aussage leicht, aber entscheidend abgeändert hast und das gleich auch noch fett makiert hast. Im Gegensatz zu deiner Aussage, wo du von gleicher Treiblandung ausgegangen bist hast du jetzt gemerkt, dass dies nicht ganz funktionieren kann, oder wie bekommst du bei doppeltem Querschnitt und gleicher Treibladung nen ähnlichen Druckverlauf hin?
Vielleicht denkst du das nächste mal länger drüber nach, ob das was du schreibst auch dem entspricht was du denkst. Ich hab ja oben schon geschrieben - ich weiß jetzt wie du es meinst. War halt falsch von dir formuliert. Also belassen wir es dabei. Kann jedem passieren. Musst dich deswegen nicht mit mir Dilettanten rumstreiten.
Für mich und wahrscheinlich für die meisten anderen ist das Thema eh durch.
 
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#50
Ok, kann man denn sagen, dass dieser Effekt neben allen anderen zu vernachlässigen ist?
Vernachlässigen kann man diesen Effekt nicht, denn ich würde sagen, dass dies der Löwenanteil des Impulses bzw. des Rückstoßes ist.
Das Integral in der obigen Formel ist der Impuls bei Mündungsdurchgang, der durch die Beschleunigung des Geschosses entsteht. Die Beschleunigung der Gase bis zur Mündung ist noch nicht berücksichtigt, auch der Nachwirkimpuls ist nicht berücksichtigt. Dennoch, denke ich, lohnt sich das tiefere Verständnis der physikalischen Zusammenhänge, um ein besseres Gefühl für die Abläufe zu bekommen.
In den gängigsten Modellen zur ermittlung des Rückstoßes findet das keine Beachtung.
Das ist richtig. Der Grund dafür ist die viel einfachere Berechnung. Weiß man die Geschossgeschwindigkeit an der Mündung und die Geschossmasse, kann man sich die Ermittlung der Druckfunktion und das Integrieren sparen. An der Mündung ist sozusagen bereits alles integriert.
Bei den meisten Modellen findet aber auch der nach vorne gerichtete Gasdruck an der Mündung auch keine Rolle.
Die meisten Modelle nehmen an, dass beim Mündungsdurchgang ungefähr die Hälfte der Pulvermasse mit dem Geschoss beschleunigt wurde. Dies lässt sich durch Messungen in empirischen Versuchen annähernd aus den Druckunterschied entlang des Laufes berechnen.
Der Nachwirkimpuls ergibt sich aus dem Impuls der ausströmenden Gase, nachdem das Geschoss die Mündung bereits verlassen hat.
Bei der Berechnung wird die mittlere Mündungs-Strömungsgeschwindigkeit der Pulvergase berücksichtigt (diese wiederum ist abhängig von der mittleren Schallgeschwindigkeit der Pulvergase). Auch muss berücksichtigt werden, dass die Hälfte der Pulvergase bereits in dem Impuls bei Mündungsdurchgang enthalten ist.
Wäre da nicht der Durchmesser des Stoßbodens aussagekräftiger als das Kaliber?
Nein, es werden nur die Kräfte berücksichtigt, die irgendeine Masse in Richtung Mündung beschleunigen. Mit anderen Worten: Würde im Lauf, trotz Abbrand des Pulvers, das Geschoss nicht beschleunigt, würde es im Inneren zwar zu einem immensen Druckanstieg kommen, der, obwohl er den Stoßboden extrem belasten würde und angenommen die Waffe hält dem Druck stand, sich nach außen gar nicht fortpflanzen oder sichtbar werden würde.

Und um das zu verstehen, ist es wichtig, ein Gefühl für die wirkenden Kräfte, die in der Formel des Impulses p=m*v nicht sofort sichtbar sind, zu bekommen. Denn es sind letztlich Kräfte, die über eine gewisse Zeit auf ein Objekt einwirken, und, indem sie es bewegen, letztlich den Impuls verursachen. Die Formel p = m*v ist nur das Endprodukt dieser Wirkung, die aber über den Verlauf keine Aussage macht.
 
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#51
Würde im Lauf, trotz Abbrand des Pulvers, das Geschoss nicht beschleunigt, würde es im Inneren zwar zu einem immensen Druckanstieg kommen, der, obwohl er den Stoßboden extrem belasten würde und angenommen die Waffe hält dem Druck stand, sich nach außen gar nicht fortpflanzen würde.
wieder nur schwammig formuliert?? Beispiel: Platzpatrone....
 
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#52
Scheiß egal welches Kaliber du nimmst, pack ne MB oder einen SD drauf und die Waffe wird nahezu handzahm.
 
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#53
wieder nur schwammig formuliert?? Beispiel: Platzpatrone....
Du, mir scheint, ich habe es hier, mit einem „Digital Native“ zu tun.
Da muss ich dann, wegen meines bescheidenen Wissens, natürlich passen und mich der überragenden Ausbildung und geistigen Brillanz beugen oder gleich ganz und gar unterwerfen.
 
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#54
Du, mir scheint, ich habe es hier, mit einem „Digital Native“ zu tun.
Da muss ich dann, wegen meines bescheidenen Wissens, natürlich passen und mich der überragenden Ausbildung und geistigen Brillanz beugen oder gleich ganz und gar unterwerfen.
du musst weder das eine noch das andere. Das was du jetzt beschrieben hast gilt für ein geschlossenes System. Der Lauf ist aber vorne offen. Damit wären wir beim simplen Raketenprinzip. Mir ist inzwischen schon klar, dass du das so nicht gemeint hast, aber du hast es mal wieder so geschrieben, das es eben den Schluß zulassen würde, dass eine Platzpatrone keinen außen spübaren Rückstoß erzeugt.
So jetzt Ende mit der Erbssenzählerei. Für mich persönlich ist der Thread nun abgeschlossen.
Vielleicht macht ihr nen neuen auf, wenn ihr das Thema weiter ausweiten wollt.
Schönen Abend. Ich geh jetzt raus in die Natur.
 
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#60
Es gibt sicher noch eine Formel aus der man aus dem Verhalten eines Users im Forum berechnen kann, wie leicht er im realen Leben...
Wenn es die gäbe, würde uns viel Spaß entgehen. ;)

Es ist doch faszinierend im Internet zu beobachten, dass wirklich viele Leute glauben, mangels eigener Fähigkeiten, aus geschriebenem Text Kompetenzen erkennen zu können, auch anderen ohne Mühe Kompetenzsimulation unterjubeln zu können. Dunning und Kruger müssen in Internet-Studien schwelgen können.
 
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