Ansprechen eines Softairsnipers

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Ich bin mehrfach erschüttert.
Egal ob Softair oder nicht, jemand schiesst auf eine menschliche Gestalt, die er nicht genau erkennen kann

Was haben wir gelernt?

ANSPRECHEN.

Man schiesst nicht auf was, was man nur schemenhaft erkennt und vermutet was es sein könnte.

Wer so etwas in der heutigen Zeit macht ist saublöde. Ich verstehe durchaus, dass die gassigehende Frau sofort die GSG9 anrufen würde. Zu recht, bei dem Aufzug.

Zudem, ich kenne das Waffenrecht im Bereich Softair nicht, aber darf der mit einer Anscheinswaffe draussen so rum rennen? Ich bin mir sicher, dass die Polizei den Colt nicht im Holster gelassen hätte.

Ich weiss, dass es Ärger gegeben hätte, aber ein Schuss in den Boden neben dem Stand und ein lautes „Waffe Weg das war ein Warnschuss, der nächste trifft“ hätte evtl. für des Beginn eines Denkprozesses gesorgt.

Sorry, so etwas macht mich echt wütend.
 
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Zudem, ich kenne das Waffenrecht im Bereich Softair nicht, aber darf der mit einer Anscheinswaffe draussen so rum rennen?
Nein, darf man nicht. Handling ist nur auf Schießständen oder im befriedeten (umzäunten) Bereich gestattet.
Einfach so in Wald und Wiese damit rumrenne ist ist.

Je nachdem wie "ländlich" der Bereich ist, geht das sicher auch noch nach dem Motto: "Wo kein Kläger da kein Richter", sofern man sich sich entsprechend benimmt.

Und zu diesem Benehmen zählt eben auch, nicht einfach auf eine Person zu ballern wenn man sich nicht sicher ist, dass es der Kumpel ist.

Ich will niemanden sein Hobby verleiden aber einfach auf jemanden zu schießen geht eben nicht.
Die tragen ja nicht umsonst Gesichtsmasken/Schutzbrillen, niemand will so ein Ding ins Auge kriegen.
 
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Zuerst mal, Du hast richtig und besonnen reagiert. Die Situation hätte auch ganz anders und mit schlimmen Folgen ausgehen können. Dass sich das Ganze dann so aufgelöst hat, ist Deiner besonnenen Reaktion zu verdanken. Gut gemacht.
ja, hat er gut gemeistert, aber meinem Gegenüber hätte ich im nachhinnein nicht mit einem lächeln im Gesicht begrüßt!
Eine ordentliche "Kopfwäsche" hätte der "Soldat" verdient.

Ich hätte Ihm die tötliche Gefahr seines handelns verdeutlicht!
D.T.
 
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Also bevor ich da still und leise abbaume und rübergehe, hätte ich doch schon vom Hochsitz mal ne deutliche verbale Ansprache getätigt.
Was soll das? Wer sind Sie? Dabei kann man ja auch erwähnen was man selbst hier macht, da kann dann jeder selber so weit denken, dass ich bewaffnet bin.

Ein Warnschuss über und neben jemanden hinweg der mich im Visier hat wäre sicher vertretbar.

Das die technische Ausrüstung des Möchtergern-Rambo dann auch noch so schlecht ist, dass er dich auf die paar Meter nicht als Nichtkombattanten identifizieren konnte, ist ja auch arm. Der arbeitet wohl auch in der Freizeit mit dem Euqipment der Bundeswehr.
 
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Alter Finne, das kann aber auch sehr viel unglücklicher für alle Beteiligten ausgehen. Lass da mal jemand anderen auf der Kanzel sitzen, der vielleicht schon mal schlechte Erfahrungen mit auf ihn gerichtete Waffen gehabt hat. Was einem alles so passieren kann auf der Jagd überrascht mich immer wieder.
 
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Haarsträubende Geschichte!

Ich hab vor Jahren mal mit der Metalsonde mitten im Wald ein eingegrabenes HT Rohr gefunden.
Da waren rund 1000 Schuß 7.62x39 und einige Päckchen 9mm drin.

Der Kripobeamate meinte, sowas findet man schonmal, ich solle weiter suchen und melden wenn noch was wäre.
War allerdings so 1999-2000
 
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sowas findet sich wirklich ab und mal. Hinterlassenschaften aus dem kalten Krieg oder der RAF. Im Hambacher Forst wurde vor nicht allzulanger Zeit noch ein neuwertiges russisches Kurzwellenfunkgerät gefunden, dass da in den 80iger Jahren rum deponiert worden ist.
 
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Wie kommt man dazu vom Hobby eines Menschen auf seine berufliche Qualifikation zu schließen?
Soldaten stehen in einem besonderen Dienst- und Treueverhältnis zu ihrem Dienstherren. Mit der Begründung des Treueverhältnisses bringt der Soldat seine gesamte Persönlichkeit in das Rechtsverhältnis ein. Zu den soldatischen Pflichten gehören des Weiteren die Pflichten als Vorgesetzter, die Pflicht zum Gehorsam, zur Kameradschaft, zur Wahrheit, zur Ansehens-, Achtungs- und Vertrauenswahrung, zur Gesundheiterhaltung sowie zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft und Teilnahme an Gemeinschaftsverpflegung aufgrund besonderer Anordnung.
In diesem Fall darf sicher mindestens hinterfragt werden, ob das Verhalten im Sinne der Ansehens-, Achtungs- und Vertrauenswahrung angemessen ist. Ich persönlich denke: Nein.
 
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Es ist seine Freizeit und wenn er sich in seiner Freizeit damit beschäftigt finde ich das erst einmal in Ordnung. Er war mit seinen Freunden unterwegs, hatte den Jäger nicht auf dem Schirm und hat sich am Ende sogar noch Ablichten lassen, in dem Vertrauen, dass er nicht unverblendet im Internet auftaucht. Also ist doch alles gut. Wie man seine "Spielerei" bewertet bleibt jedem selbst überlassen, aber in meinem Augen hat er sich sonst gut verhalten.
Davon mal ab, ist es wie bereits erwähnt, seine persönliche Freizeit. Da könnte er in den Puff gehen, sich an der Bierbude friedlich den Kanal vollhauen und dbaei Zigaretten rauchen oder vielleicht sogar (das muss man sich mal vorstellen, dass es solche Leute gibt!) auf Jagd gehen. Das sind alles drei Dinge, an denen sich genügend Bundesbürger den Kopf stoßen könnten.
 

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