Ansprechen eines Softairsnipers

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Da, wo die Jungs unterwegs waren, kann er kaum Ansehen, Achtung oder Vertrauen schaden. Da ist niemand, außer vielleicht dem Landwirt oder einem Jäger.
Wir sollten von unserem hohen Ross runterkommen. Sicherlich ist sowas für die Jagdausübung alles andere als ideal. Wir sind in unserer Kulturlandschaft allerdings nicht die einzigen. In meinem Revier habe ich viele Reiter und durch Stadtnähe viele andere Naturnutzer. Sollen alle anderen zurückstecken, nur weil ich mal jagen möchte und Geld für Pacht und Wildschaden zahle? Die Spaziergänger drücken in Summe deutlich mehr Steuer für ihre Kotpumpen ab als ich für die gesamten Revierkosten.
Andersherum würde ich der Jägerschaft einen großen Dienst erweisen würde ich be uns morgens in Camo mit AR15 von Ansitz und Pirsch zurück zum Auto gehen.
 
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Es gibt einen Grund, warum Anscheinswaffen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden dürfen und warum solche Kriegsspiele in der freien Natur nicht erlaubt sind. Das hat m.E. sehr viel mit Unfällen in diesem Zusammenhang zu tun. Lass den Kollegen auf einen anderen Jäger treffen, der den Eigenschutz höher aufhängt, der sich mit Softairwaffen nicht auskennt. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte. Schalli abschrauben ist in dieser Situation m.E. keine Option. Evtl Warnschuss, aber wenn die Projektile bereits in der Umgebung einschlagen...?

Ich hab keine Lust, den Rest meines Lebens damit leben zu müssen, auf einen Menschen mit seltsamen Spieltrieb geschossen zu haben, selbst wenn ich mich auf den Notwehrparagraphen beziehen könnte, es bleibt eine Scheißsituation. Und schon deswegen hätt ich da nicht gelacht, sondern einen lauten gemacht.

Wenn der Kollege wirklich ein BW Soldat ist, gehe ich davon aus, dass ihm bei Anzeige ein Disziplinarverfahren gedroht hätte.

Das ganze im Nachhinein bagatellisieren zu wollen halte ich für verfehlt. Der Sniper war m.E. in Lebendgefahr und man sollte ihm das auch klar machen. Damit das anderen auch klar wird, was ihnen bei Ihren Kriegsspielchen im öffentlichen raum passieren kann, sollte man das auch entsprechend breittreten. Was wär denn in der Zeitung gestanden, wenn das böse eskaliert wäre? Jäger erschießt Bundeswehrsoldaten?!? Und schon haben wir die Vorverurteilung dieses Jägers und gleich aller Jäger mit, obwohl in Notwehrsituation gegeben war.

Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn der legale Waffenbesitz gleich wieder eingeschränkt wird.
 
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Wurde da nicht schonmal eine Person an bzw erschossen weil die mit so einer Spiel AK in der Öffentlichkeit rumgerannt ist? Bei Ulm, wenn ich mich nicht irre.
 
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Hallo,
nicht ohne Grund melden wir unsere Krähenjagden hier im Ballungsgebiet der Polizei an. In der heutigen Zeit gibt es wahrscheinlich auch andere Menschen als Jäger, die in dem Fall keinen Hobbysniper sondern einen Terroristen wähnen. Und dann kommt das SEK und für die ist das auch kein Spaß. Und so ein Polizist möchte auch nicht einen Hobby-snyper auf dem Gewissen haben…
Wmh
Peter
 
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Ganz andere Frage, diese Pellets die die verballern, sind die nicht aus Plastik? Oder müssen die jetzt auch "bleifrei". Plastik in die Umwelt wird ja auch ungern gesehen.
 
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"Da lag ein Kerl im Tarnanzug und Nachtsichtgerät und zielte mit einem Gewehr auf mich. Fuck…was ist hier jetzt los."

Da kann es für mich nur eins geben: So schnell wie möglich in Deckung. Dann Abstand schaffen und 110.
Liest sich für mich entweder als nette Story für WO oder total dummes Verhalten.
 
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Ich hatte so eine Situation auch schon, unser ehemaiges russisches Revier wurde auch von der dortigen Fallschirmjägereinheit zum Üben genutzt.
Die Holde hat dort Behördenhunde ausgebildet und der Tester durfte dabei nicht fehlen und am Tag der Armee ausgiebig die aus DDR Zeiten wohlbekannten Gerätschaften bedienen.
Der Brigadekommandeur meldete eigentlich immer seine Übungen an und in einem 100.000 Ha großen Revier geht man dann halt woanders hin.
Nun begab es sich, das der Anruf wohl unterbliebt und der Tester "bewaffnet" mit einer DSH und einem eher mannscharfen PP das Revier durchstreiften, beide Hund nachtschwarz.
Es war schon recht dämmerig, das Sichten der Hunde eher schwierig und in Vertrauen der Nasenleistung und Ortskenntnisse der Hunde machte so jeder sein Ding.
Auf einmal in einiger Entfernung, ein mächtiges Gebell = Standlaut vom PP und Stelllaut von der DSH (so noch nie im freien Feld gehört) und nach Gehör in die Richtung gestürmt.
Lange Rede kurzer Sinn: Sniper und Spotter lagen wohl optisch getarnt im Feld , aber gut zum winden für die Hundl.
Die hatten sie wohl erfasst und auch in Unkenntnis der Sachlage gleich mal verbellt, gut das die Soldaten auch so überrascht waren , das sie sich nicht regten und auf Hilfe hofften.
Ich gab den Befehl down (auf russisch) und alle reagierten , auch auf das Kommando (komm zu mir) und dann hatte ich zwei schwerbewaffnete Soldaten und zwei sehr wachsame Hunde im Schein meiner Taschenlampe
Den Kommandeur hatte ich dann angerufen und ihn auf den Vorfall angesprochen , ich sollte dann das Telefon an den Sniper weiterreichen, der putzte ihn wohl dann richtig runter und die beiden liefen mehr oder weinger angefressen in Richtung Sammelplatz davon.
 
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Aua… da ist einer ziemlich lebensmüde… hoffentlich hat er begriffen, dass sowas nicht nochmal passiert. Normalerweise müsste man ihn zum Selbstschutz anzeigen, vielleicht fährt er beim nächsten mal mit dem Panzer durchs Revier…
 
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"Da lag ein Kerl im Tarnanzug und Nachtsichtgerät und zielte mit einem Gewehr auf mich. Fuck…was ist hier jetzt los."

Da kann es für mich nur eins geben: So schnell wie möglich in Deckung. Dann Abstand schaffen und 110.
Liest sich für mich entweder als nette Story für WO oder total dummes Verhalten.

Spätestens wenn Du auf der Leiter bist, wird er Dich erkennen und könnte Dich ins Visier nehmen, und Du wärst ziemlich exponiert. In Deckung gehen ? Schwierig. Auf dem Hochsitz bleiben, wenn der andere ein NSG / WBK hat ? Auch schwierig.

Rein hypothetisch:
Eigentlich müsste man erst den Notruf absetzen. Eigentlich kannst Du dann nur zum Selbstschutz den Unbekannten von oben ins Visier nehmen und dann ansprechen („Kommen Sie mit erhobenen Händen raus !“), ABER wer zielt schon mit einer Waffe auf einen Menschen?????? Was, wenn der Softairspieler das als Teil des Spiels sieht ????

Ich will keinesfalls in solch eine Situation kommen !!
 
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Wheelgunner_45ACP

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Ganz andere Frage, diese Pellets die die verballern, sind die nicht aus Plastik? Oder müssen die jetzt auch "bleifrei". Plastik in die Umwelt wird ja auch ungern gesehen.
Die Pellets sind biologisch abbaubar, das ist kein Thema. Ist seit ei paar Jahren eine gesetzliche Vorgabe.

Unter 0,5J gilt das erst mal als Spielszeug. Wobei es da auch bis etwa 7J gehen kann. Und das wird auch bei deren Wettkämpfen überprüft, verschiedene Waffentypen haben da unterschiedliche Maximalenergie.

Wenn das ein Scharfschützengewehr war, darf es bis zu 7J haben, fällte dann allerdings unter das WaffG. Und so liest sich der erste Beitrag. Und damit gelten bezüglich Führen andere Auflagen und wäre in der geschilderten Situation einfach nicht zulässig, da beisst die Maus keinen Faden ab. Und hätte blöd ausgehen können, für beide Seiten . .
 
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21 Feb 2006
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Alles Theorie...
Wenn dich einer schon im Visier hat (bei dem man durchaus einen Wilderer vermuten darf), erübrigt sich abbaumen oder weglaufen, sondern der überlebt, der den ersten Schuss absetzt. Eingezwängt in einen Sitz kann man ja wohl kaum ein besseres Ziel bieten.
Gottes Tiergarten ist groß...
 
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Ein älterer Jäger aus dem Nachbarrevier der leider nicht mehr unter uns weilt ist mal beim Reviergang auf einen niederländischen Soldaten gestoßen, der getarnt auf einem Holzstapel lag. Er so zum Soldaten: was bistn du für ener? 😅 Jedenfalls waren da niederländische Soldaten zu Übungszwecken hier. Aber hat keiner was gewusst, dass die sich im Revier aufhalten. Da hätte man sich auch eine Information gewünscht.
 

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