Ansteckende Lungenentzündung?

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Ich habe derzeit drei Hunde. Vor ca. drei Wochen fiel unsere älteste Hündin dadurch auf, dass sie recht kurzatmig wurde. Wir haben sie röntgen lassen, beide Lungenflügel erschienen zu hell - also unzureichend belüftet. Eine Antibiotika-Kur über zwölf Tage, und der Hund war wieder fit. Während der Behandlung erbrach die immer wieder weisse Schleimklumpen. Nach ein paar Tagen hörte das auf, der Husten auch. Danach hustete die eine der beiden jungen Hündinnen, ohne weiter zu erkranken. Der Husten hörte nach ein paar Tagen wieder auf, Hund ist wieder fit. Die dritte Hündin hat seit ca. zwei Wochen Symptome, Husten und Kurzatmigkeit und wird aktuell mit Antibiotika behandelt.
Ich habe heute an einer Drückjagd trilgenommen mit der alten Hündin, die wieder genesen ist und der jungen Hündin, die nicht erkrankte. Beide Hunde haben ordentlich gejagt. Die alte Hündin hat nach der Jagd gefressen wie immer, liegt jetzt auch ihrem Platz und ist kurzatmig. Mit einem Ruhepuls von 120, das macht mir jetzt doch Sorgen. Möglicherweise habe ich sie zu früh wieder eingesetzt. Gibt es irgendwas, mit dem ich den hohen Puls und die Atemfrequenz herunterbringe bis morgen vormittag, bis in der Tierklinik wieder jemand da ist?
 
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Ich weiß nicht, ob das Pulsdrücken eine gute Idee ist. Der Körper reagiert so ja schließlich auf etwas.
Wenn dir gar nicht wohl ist, ruf in der Tierklinik an und geh vorbei. Die haben Notfallsprechstunden mit telefonischer Voranmeldung. Wenn du da anrufst und dich ins Auto setzt, ist da auch jemand - wird halt wochenends mehr kosten...
Die nächste bei dir dürfte AniCura Heilbronn sein...

Ist bei dir wohl einmal im Ring rumgegangen. Bei sowas würd ich eventuell die anderen prophylaktisch mit Antibiotika mitbehandeln. Kann sich ja mal einer unserer Tierärzte hier dazu äußern...
 
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Den Puls runterbringen als nicht Veterinär ist immer bedenklich, auch wenn es dafür "Medikamente" und "Hausmittel" gibt. Gerade bei Hunden, das kann dann zur nächsten Katastrophe an einer Sollbruchstelle bei unseren Haustieren führen.

Auch ich empfehle Dir den Weg so schnell wie möglich in die nächste Tierklinik mit Notdienst.

Furosemid und Pimobendan sind so oder so verschreibungspflichtig!

Mach Dich auf die Feut!

Wir sind auch schon mitten in der Nacht nach Bremen und Oldenburg gefahren für unsere Vierbeiner, und ich habe auch schon einmal den Fahrdienst für den Hund eines Freundes mitten in der Nacht übernommen - ich hatte Urlaub und Kumpel leider Frühschicht.

Keine Experimente, bitte!
 
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Es ist tatsächlich die offenbar immer noch nicht ausgeheilte Lungenentzündung. So lange der Schleim nicht aus den Atemwegen draussen ist, ist der Hund nicht gesund und nicht einsatzfähig - auch, wenn wie in unserem Fall, schon etliche Tage keine Symptome mehr erkennbar waren. Der Tierarzt sagte, so viele Hunde mit Lungenproblemen wie dieses Jahr habe die Tierlklinik noch nicht gesehen.
 
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Dacht ich schon. Bei uns dauert das komplette Ausheilen einer Lungenentzündung zwischen 2 Wochen und 3 Monaten.
Beim Hund kenn ich es so, dass Antibiotika gegeben wird und sobald Symptomfreiheit besteht, kriegt er es noch eine Woche weiter. Danach noch zwei Wochen Schonung.
Dieses Jahr war bei uns hier unten tatsächlich zu feucht, weshalb schon im August unglaublich viele Pilzsporen unterwegs waren. Das ganze Zeug hat der Hund natürlich voll in der Lunge. Das schwächt das System über die Zeit. Von daher glaub ich deinem Tierarzt die Aussage unbesehen...
 
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Sonderbar bei dem Ganzen ist: sowohl meine Frau als auch der Sohn haben ebenfalls heftige Bronchitis. Möglichwerweise ist es der gleiche Erreger, der vom Hund auf den Menschen oder umgekehrt übertragen wurde.
Die Symptome haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Covid 19 (bei den beiden Menschen ausgeschlossen; Sohn ist Genesener, Frau ist geimpft). Ich selber bin ebenfalls vollständig geimpft und derzeit der einzige im Haus, der keine Beschwerden hat.
 
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Ohne dass es das sein muss: Coronaviren, die Atemwegserkrankungen machen, sind schon lange bei Hund und Mensch bekannt. Es wird sogar diskutiert, dass häufiger Hunde- (und Rinder-) Kontakt eine gewisse Resistenz gegen Covid 19 bedingen kann.
 

z/7

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Sonderbar bei dem Ganzen ist: sowohl meine Frau als auch der Sohn haben ebenfalls heftige Bronchitis. Möglichwerweise ist es der gleiche Erreger, der vom Hund auf den Menschen oder umgekehrt übertragen wurde.
Die Symptome haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Covid 19 (bei den beiden Menschen ausgeschlossen; Sohn ist Genesener, Frau ist geimpft). Ich selber bin ebenfalls vollständig geimpft und derzeit der einzige im Haus, der keine Beschwerden hat.
Wie, ausgeschlossen? habt ihr getestet? Nur weil man geimpft oder genesen ist, heißt das nicht, daß man's nicht doch kriegen kann.

Ohne dass es das sein muss: Coronaviren, die Atemwegserkrankungen machen, sind schon lange bei Hund und Mensch bekannt. Es wird sogar diskutiert, dass häufiger Hunde- (und Rinder-) Kontakt eine gewisse Resistenz gegen Covid 19 bedingen kann.

Hunde waren doch zu Anfang sogar als Überträger im Gespräch, hat sich da noch was draus ergeben?

In dem Zusammenhang ne interessante Untersuchung über Kreuzimmunitäten mit anderen Coronaviren:
 
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Rinder bekommen seit Jahren eine Kombiimpfung gegen Rota und Coronaviren, meistens vor dem Abkalben im Zeitpunkt der Trockenstellung. Durch die Impfung wird das Kalb covacciniert.

Rota und Corona sind gerade für junge Rinder einer der Hauptgründe für Nückertum, und daher ist die Impfung eine Notwendigkeit - wäre gut wenn die Menschen das auch mal einsehen würden... Denn der Coronavirus ist nicht erst seit 2020 ein Problem.
 
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Denn der Coronavirus ist nicht erst seit 2020 ein Problem.
naja, die bisherigen humanen Coronaviren, von denen auch in der zitierten Studie die Rede ist, für den gesunden Menschen nicht wirklich. Es wird bei den Kälbern und Hunden auch nicht anders sein. Den einen triffts mehr, den andern weniger. Letztendlich sind das alles natürliche Selektions- und Populationsbegrenzungsmechanismen, die wir da mit medizinischen Mitteln beeinflussen.
 
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Hi,
gute Besserung für die Familie und deinen Hund.
Um auch mal in eine andere Richtung zu deuten:
Ich bin Allergiker und habe in den letzten 35 Jahren 2 Desensibilisierungen hinter mir damit der Heuschnupfen nicht in Asthma umschlägt. Bis auf ein/zwei Tage im Jahr, in denen Altanaria (Schimmelpilze, die Asthma auslösen - aber draußen, gerne nach Gewitter etc) fliegt, bin ich symptomfrei bzgl Asthma.
Dieses Jahr sind nach einem Bockansitz so schlimme Symptome aufgetreten, dass ich jetzt über Monate mit Kortison behandelt werde… das Wetter scheint dieses Jahr diese Pilze recht heftig begünstigt zu haben.
Peter
 
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Beim Abgehen eines Maisfeldes mit dem Hund Anfang September war mein Hosenbein bis zum Knie hoch komplett rotbraun... Ich dacht noch, nanü, das sind aber komische Pollen und so spät... Hat mir dann irgendwie keine Ruhe gelassen und ich hab tiefer nachgeforscht: Alles Rostpilzsporen...
 
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Erste heiße Spur: Ein Erreger namens Bordetella bronchiseptica. Heute vormittag geht die beste Ehefrau von allen zum Hausarzt, um sich eine Probe aus den Bronchien holen zu lassen - zur Abklärung.
Hat schon mal jemand was von diesem Erreger gehört?
 
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