Antikörper

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#1
Ich habe mal eine Frage an die Veterinäre und/oder Pharmaversteher im Forum; sind Impfantikörper in einer Blutprobe von ,,natürlichen" Antikörpern unterscheidbar?


CdB
 
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#2
Gute Frage! Ich habe mir auch schon den Kopf darüber gerieben. Denn wenn eine covid-19 Infektion durch gebildete Antikörper überstanden ist, man sich aber nach ein paar Monaten wieder durch Rückbildung der Antikörper anstecken kann, wie lange hält dann der Impfschutz durch externe Antikörper?
Hmm....
 
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#3
Auch wenn sich das Beispiel anbietet, ich möchte ausdrücklich nicht in den Corona- Bereich verdriften, es geht um eine Frage aus dem ,,Tierreich" darum auch bei Hunde>Krankheiten> eingestellt.


CdB
 
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#4
Unterscheiden kann man diese wenn die Antikörper genetisch manipuliert wurden
 
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#5
Manchmal ist es möglich. Nicht am Antikörper selbst, aber weil man auf verschiedene Antikörper testet, und manche nur bei Impfung kommen und andere nur bei Erkrankung. Hepatitis ist so ein Beispiel.
 
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#6
Gute Frage! Ich habe mir auch schon den Kopf darüber gerieben. Denn wenn eine covid-19 Infektion durch gebildete Antikörper überstanden ist, man sich aber nach ein paar Monaten wieder durch Rückbildung der Antikörper anstecken kann, wie lange hält dann der Impfschutz durch externe Antikörper?
Hmm....
"Externe Antikörper" nutzt man aber nicht, oder wenn überhaupt nur temporär bei sehr schwer Erkrankten (Stichwort: Plasmatherapie).
Bei Impfung baut der Körper eigene Antikörper, genau wie bei Erkrankung. Der Vorteil bei Impfung: man kann die Antikörperbildung intensivieren/aktivieren, potenziell sogar mehr als die Erkrankung selbst das vermag.
 
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#7
Ich habe mal eine Frage an die Veterinäre und/oder Pharmaversteher im Forum; sind Impfantikörper in einer Blutprobe von ,,natürlichen" Antikörpern unterscheidbar?


CdB
Es gibt ja unterschiedliche Impfungen - aktive und passive, wobei bei in letztem Fall Antikörper, die extern "produziert" wurden in einen Organismus zugeführt werden. Wir behandeln damit einen Großteil unserer metastasierten Tumorerkrankungen, Antikörpertherapien werden in vielen Autoimmunerkrankungen verwendet (beides dann keine Impfung im engeren Sinne sondern eher eine Immuntherapie. Die klassische passive Impfung wird z.B. zur Neutralisierung eines Infektionserregers, wenn der Körper aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Aufbau einer eigenen, spezifischen immunologischen/Abwehr-Reaktion in der Lage ist (Zeit, Schwächung etc) verwendet.

Du wirst vermutlich nach in einem Organismus entstandenen Antikörpern fragen, die durch eine aktive Impfung mit einem Virus etc. entstanden sind. Diese sind von einer natürlichen Antikörperproduktion (zB zur Prüfung einer vorherigen Exposition) nicht unterscheidbar.
Allerdings gibt es bei einer natürlichen Antikörüerproduktion i.d.R. verschiedene Antikörper die zu unterschiedlichen Zeiten nach einer Infektion produziert werden und darüber kann man schon auch etwas an weiterführender Information gewinnen.

Hoffentlich habe ich Dich nicht komplett verwirrt ;)

Wenn Dich der Schuh irgendwo drückt, bitte PN.

 
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#8
Wenn ich mich recht erinnere war doch die Begründung in Mastbetrieben nicht gegen Schweinepest (die normale) zu impfen, dass man dann nicht mehr unterscheiden könne, zwischen echter Infektion und geimpften Tieren.
 
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#9
Ja, das hab ich selbst vor einigen Tagen in einem ASP - Faden geschrieben.

Dank, an die Beteiligten in diesem Faden, ihr gebt mir Denkansätze.

Der Hintergrund ist etwas heikel.


CdB
 
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#10
Wenn man will, kann man künstlich hergestellte Antiköper mit Markern versehen. Dann sind die einfach zu unterscheiden. Halte ich für ne schwache Ausrede bei den Mastbetrieben. Gleichzeitig aber z.T. Reserveantibiotika verabreichen :rolleyes:
 
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#11
Alles nicht so einfach, kommt immer auf den Impfstoff an.
In einer natürlichen Immunantwort auf einen Virus produziert das Immunsystem Antiköper gegen die meisten Proteine, gelegentlich erst schrittweise, Hep B mit anti HBs, anti HBc, etc ist ein Beispiel. Es gibt auch Veränderungen abhängig vom Erfolg der Immunantwort (auch wieder gut Beschrieben bei Hep B, aber auch bei HIV, EBV)
Ist der Impfstoff dagegen z.B ein einzelnes Protein oder ein Cocktail von wenigen Proteinen, gibt es Antikörper nur gegen diese.
Ist der Impfstoff ein attenuiertes oder totes vollständiges Virus gibt es Antikörper gegen alle Proteine. Theoretisch ist es möglich, dass sich die erkannten Epitope durch die Denaturierung ändern, praktisch scheint das nicht relevant zu sein.
Bei HPV z.B. ist die Impfung ein Cocktail verschiedener Virus-subtypen (6,11,16,18), so dass man eine Impfung vermuten kann, wenn nur AK gegen diese Subtypen vorliegen.
Gegn ASP ist die Impfung M.W. nach eine Totimpfung. Wobei dann abgeheilte Infektion und Impfung nicht unterschieden werden koennen.
 
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#12
Es gibt Krankheiten, bei denen mehrere Oberflächenstrukturen (Antigene, Ag) bekannt sind, gegen die Antikörper (Ak) gebildet werden. Wenn Du Ak gegen alle Ag hast, kannst Du von einer abgeheilten Infektion ausgehen. Wenn Du nur Ak gegen das Ag hast, dass im Rahmen der Impfung verwendet wurde, spricht das für eine Impfantwort.
Dazu musst Du aber in der Lage sein, Ak gegen verschiedene Ag zu differenzieren. Bei der Hepatitis B des Menschen geht das beispielsweise, bei der Hepatitis A nicht.
 
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