Apport aus dem Wasser...….

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#46
Genau - mit Übungsapporteln wird in sofern nicht gespielt, als das der Vierläufer nicht mehr Kontrolle/Besitz daran hat, als zum Bringen und korrekten Ausgeben benötigt wird. In diese Klasse fällt ja auch die Reizangel, da Du dort ja immer Kontrolle hast und den begeisterten Hund jedoch schwungvoll ins Wasser locken kannst (ohne selber dort reinzusteigen).
Kannst ja auch ne Enten-Schwinge an die Reizangel hängen. Dann ist die Verbindung zu "Wild" auch geruchstechnisch schon da.

Bei Spielzeugen hingegen darf der Hund von mir aus auch mal "gewinnen" und daran rumkauen etc.
 
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#47
Ich hätte in dem Zuge mal eine andere Frage..
Momentan habe ich das Problem, dass mein Hund nicht mehr gerne bzw. so gut wie gar nicht mehr ins Wasser geht, und das verstehe ich nicht.
Bisher hat er sauber aus dem Wasser apportiert, was er nach wie vor auch macht, wenn er dann rein geht bzw. ich ihn dazu bringe.
Ist das auch ein "Gehorsamsproblem" bzw. eine Frage der Rangordung, dass er jetzt grundlegend verweigert?
Ich tippe eher auf was anderes, da er auch ohne Zwang bzw. die Aufforderung zum apportieren selbständig im Moment nicht mehr gerne ins Wasser geht, wo er fürher nicht zu bremsen war.
Daher die spannende Frag, wie bringe ich ihn dazu, wieder selbständig und vorallem gerne und mit Spaß ins Wasser zu gehen? Selber mit rein gehen?
Oder gibts sonst noch Tipps und Tricks?
Was führst du für einen Hund? Wie alt ist der?
 
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#48
Was führst du für einen Hund? Wie alt ist der?
Ist ein DW Rüde und knapp 15 Monate alt.

Gestern Abend war ich an einem anderen Wasser und sah ein völlig anderes Bild.
Hatte ihn frei laufen und bin mit ihm einfach in Richtung dem kleinen Weiher gelaufen und wollte mal sehen was passiert. Da ich den gleichen Eindruck gewonnen habe wie Black Grouse, nämlich das am Wasser mit Druck und Zwang gar nichts geht, hab ich ihn einfach mal machen lassen.
Ohne Kommando und von ganz allein nahm er sofort freudig das Wasser und begann umgehend den umliegenden Uferbereich und sämtliche Schilfinseln zu durchstöbern.
Da ich mit dem Verhalten fast gerechnet hatte bzw. mir dies zumindest erhofft hatte, hatte ich im Rücksack was zum apportieren dabei.
Apport aus tiefem Wasser und auch die freiverloren Suche absolut problemlos und mit sichtbarer Freude beim Hund.

In dem Fall scheint es tatsächlich so, dass er das andere Übungsgewässer nach wie vor noch so negativ mit der Maßregelung verbindet, dass er tatsächlich Angst davor hat.
Am WE bin ich beim Wasserübungstag wieder an einem anderen Gewässer und bin gespannt, wie das Verhalten dann an dem neuen noch unbekannten Gewässer so aussieht.
Aufgrund gestern Abend bin ich aber guter Dinge und hoffe das alles entsprechend klappt.

Danke Euch!
 
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#49
Das ist heute das Problem bei vielen Hunden, die durch den Apport sollen, die haben in ihrer Jugend nie gelernt mit Druck umzugehen. Die erste Zeit klappt alles ganz gut, aber wenn es in die Endphase geht und der Hund funktionieren muß, brechen die irgendwo ein. Beim Apport an Land, am Wasser oder auch gerne beim Schießen. Für mich ein Klassiker!
 
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#50
Das ist heute das Problem bei vielen Hunden, die durch den Apport sollen, die haben in ihrer Jugend nie gelernt mit Druck umzugehen. Die erste Zeit klappt alles ganz gut, aber wenn es in die Endphase geht und der Hund funktionieren muß, brechen die irgendwo ein. Beim Apport an Land, am Wasser oder auch gerne beim Schießen. Für mich ein Klassiker!
Wie vermeidest du das bzw. was sollte man in der Ausbildung beachten?
 
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#51
Wie vermeidest du das bzw. was sollte man in der Ausbildung beachten?
Ich mache viele Dinge erst spielerisch mit den Hunden, fange nach der VJP allerdings an, die Ausbildungsinhalte konsequent durchzusetzen. Da gibt es dann kein nach rechts oder links laufen mehr am Wasser, da geht es nur noch geradeaus! Und das wird so lange geübt, bis das klappt!
 
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#52
Ich arbeite meinen DW zur Zeit auf GP ein. Ferndiagnosen sind schwierig...wenn er im Apport durch ist gibt es eigentlich kein wenn und aber, er muss rein. Du musst aufpassen das Du Arbeit und Spiel nicht durcheinander bringst. Als Belohnung spielen und toben ist ok. Wie wurde der Hund zum Apportieren eingearbeitet? Apportiertisch oder Dutsi dutsi leckerli? Fakt ist das die höchste Durchfallquote bei der EPB im Apport ist, weil die Hunde nicht konsequent und oft zu wenig eingearbeitet wurden.
 
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#53
Das ist ein altes Problem gerade bei apportierfreudigen Hunden. Man muß schon sehr viel fordern, um frühzeitig zu dem Punkt zu kommen, wo der Hund verweigert.
Ich geh lieber von vornherein den Weg des systematischen Aufbaus des Apports. Da komm ich gar nicht erst in diese Situation.

Leider steht man mit dieser Einstellung wider den Zeitgeist. Ich war und bin noch immer ziemlich entsetzt, daß sogar bei der KJS kein vernünftiger Apport gelehrt wird. Statt dessen steckt man viel Energie und Zeit hinein, den Hunden einen Spaßapport schmackhaft zu machen. Und dann werden Hunde auf die Schleppe geschickt, die lieber totschütteln, knautschen und selberfressen. Haarsträubend.
 
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#56
Das ist der aktuelle Zeitgeist, der Weg ohne Zwang und Druck ist wichtiger, als der zuverlässige Hund.
Inzwischen gibt es für jeden - ähm meist Hundeführerin - die maßgeschneiderte Abrichtemethode.
Wer einmal im Leben mit der Leberwurst drei mal um den Labbi getanzt ist worauf er das gemacht hat was gewünscht war, der hat eine neue Abrichtemethode erfunden.
 
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#58
Als Erstlingsführer eines kontinentalen Vorstehers wollte ich meinem Jagdkameraden auch einen möglichst sanften Apport-Lehrpfad anbieten. Als ich keinen Lernfortschritt konstatierte, suchte ich Hilfe bei einer erfahrenen DK-Führerin, die klassisch nach Tabel arbeitet. Die Lernfortschritte waren atemberaubend. Methodik, Konsequenz und tägliches Üben fördern den Abrichteerfolg mehr als alles klickern und leberwursteln.
 
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#59
Der jetzige Trend in der Jagdhundeausbildung ist für mich ein Anfang zur Abschaffung der Niederwildjagd, denn ohne gute Hunde wird sie aussterben.


Ohne gute Jäger auch aber anscheinend geht das Hand in Hand.
Beim " Übungsfortschritt" mit der neuesten Leckerli,- und Klangschalenmethode muss das ja auch gleich gepostet oder bei YouTube hochgeladen werden, da bleibt keine Zeit mehr für Fangjagd, Blühfläche und Heckenpflege.
 
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#60
"Die NW Jagd wird ohne gute Hunde aussterben." Nein, wer ernsthaft Niederwild bejagen will, der tut viel mehr, als das Ganze auf das Thema "Hund und Beute machen" zu beschränken (Hege, Raubwildbejagung, Biotopverbesserung etc.). Und dann wählt dieser Mensch sicher eine geeignete Rasse, bildet den Hund (wie auch immer) gut aus. Mit einem "schlechten" Hund kriegt man zumindest hier keine (erneute) Einladung, mit so einem Tier kann man höchstens im eigenen Revier vor sich hin stümpern. Die NW Jagd wird ohne gute Jäger aussterben. Und wer bei der Nachsuche auf welches Wild auch immer, ungeeignete und oder schlecht ausgebildete Hunde zum Einsatz bringt oder bringen lässt oder womöglich nichtmal weiss, wie ein guter Hund arbeitet, der ist höchstens Jagdscheininhaber und mit seinem Tun dann vielleicht verantwortlich für den Untergang der Jagd. Die gibt es aber in allen Hundeausbildungsstilrichtungen, gibt doch genügend, die wenn überhaupt nur BP und die mehr schlecht als recht absolvieren.
 
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