Asches allerletzter Bissen

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Welche großen klimatischen Veränderungen? Die Verschiebungen bei den phänologischen Phasen sind je nachdem, welche der phänologischen Indikatorarten man nimmt, nur 2 bis etwa 10 Tage (hier nachzulesen), die Spreitung, also die Schwankung von Jahr zu Jahr, kann bis zu 6 Wochen betragen. Das ist auch in etwa die Spreitung der Setztermine beim Rehwild, ohne Verschiebung des mittleren Setztermins. Im einen Jahr haben es frühe Kitze besser, dann fallen vielleicht die späten 20% "hinten runter", im nächsten Jahr trifft es die ersten 20% besonders, weil da alles später blüht. Und dann sagt das Einsetzen der Blüte ja nichts darüber aus, was wann insgesamt als leichtverdauliche pflanzliche Biomasse für die Rehe erreichbar ist. Rein aus den Angaben im Artikel eine Verminderung des Zuwachses um 40% zu konstruieren ist deshalb - um es vorsichtig auszudrücken - unseriös.
 
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27 Sep 2006
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Das Thema "Klimawandel" ist halt etwas komplexer als die Miller darstellt (und, um auf den Threadtitel zurückzukommen, auch der Asche hatte da Informationsdefizite).
 
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17 Jun 2013
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Aber auch Wissenschaft hat nicht das Privileg gepachtet,immer im Recht zu sein ! Beispiele erspare ich mir in Anbetracht der Vielfältigkeit !
Das Recht nimmt sie sich auch überhaupt nicht heraus. Seriöse Wissenschaft bleibt den eigenen Ergebnissen kritisch eingestellt, evaluiert und stellt die Erkenntnisse der Prüfung und Diskussion zur Verfügung. Sie argumentiert zumindest immer mit ausreichend Belegen und markiert die These, die Erkenntnis und die Meinung ausreichend kenntlich.

Für mich ist die WuH aber keine Fachliteratur, kein ernstzunehmendes wissenschaftliches Medium, sondern eine Jagd-Illustrierte. Sie soll unterhalten und auf niederschwelligem Niveau unterrichten. Die fachliche und wissenschaftlich fundierte Qualität eines "Fachartikels" in der WuH dürfte dem einer Diät in der Brigitte oder eines botanischen Artikels in der Landlust gleichen. Da erwartet auch niemand echte Wissenschaft. Nur falsch darf es nie sein.


Die starke politische Ausrichtung führt aber dazu, dass ich die WuH mittlerweile binnen 10min durch habe. Ich blättere gezielt Artikel an, lese sie quer und nur bei Interesse einzelne Artikel genau durch.
 
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6 Nov 2013
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Die starke politische Ausrichtung führt aber dazu, dass ich die WuH mittlerweile binnen 10min durch habe. Ich blättere gezielt Artikel an, lese sie quer und nur bei Interesse einzelne Artikel genau durch.

Politische Ausrichtung? Egal!
Das mit den 10 min hab ich hinter mir. In ein paar Wochen hab ich Urlaub da schaue ich vielleicht in die Ausgaben des letzten halben Jahres rein, dann ist´s um.
 
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27 Jan 2006
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Das Recht nimmt sie sich auch überhaupt nicht heraus. Seriöse Wissenschaft bleibt den eigenen Ergebnissen kritisch eingestellt, evaluiert und stellt die Erkenntnisse der Prüfung und Diskussion zur Verfügung. Sie argumentiert zumindest immer mit ausreichend Belegen und markiert die These, die Erkenntnis und die Meinung ausreichend kenntlich.

Für mich ist die WuH aber keine Fachliteratur, kein ernstzunehmendes wissenschaftliches Medium, sondern eine Jagd-Illustrierte. Sie soll unterhalten und auf niederschwelligem Niveau unterrichten. Die fachliche und wissenschaftlich fundierte Qualität eines "Fachartikels" in der WuH dürfte dem einer Diät in der Brigitte oder eines botanischen Artikels in der Landlust gleichen. Da erwartet auch niemand echte Wissenschaft. Nur falsch darf es nie sein.


Die starke politische Ausrichtung führt aber dazu, dass ich die WuH mittlerweile binnen 10min durch habe. Ich blättere gezielt Artikel an, lese sie quer und nur bei Interesse einzelne Artikel genau durch.
Na wenn Du schon die starke Politische Ausrichtung der WuH ansprichst,dann ist es doch verwunderlich ,daß der geringste Anflug dessen hier im Forum zensiert wird.Kontrere Meinungen und Auffassungen wurden noch nie dadurch beseitigt,indem man sie ignoriert oder wegstreicht.Das ergibt gerade in der heutigen Zeit lediglich eine Frustverstärkung.Gerade die letzten offiziellen Statistiken dazu lassen aufhorchen.Es gibt weder eine unpolitische Wissenschaft,noch unpolitische Medien,was jedoch nicht heißen darf ,daß sich der Informationsprozeß einheitlich am jeweils herrschenden Weldbild ausrichtet.
 
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@waldgeist Du hast Recht, dass es im Forum wenig Politik geben soll. Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich vermute, dass liegt an zwei Gründen.

1. Es ist sehr viel Disziplin und gegenseitige Wertschätzung notwendig, um wirklich gute politische Debatten führen zu können. Man muss die Regeln der Fairness beherrschen, sich Argumenten nicht verschließen, seinen eigenen Standpunkt zwar verteidigen, aber auch offen für Änderungen sein, man muss ehrlich bleiben und darf nicht persönlich werden. Man sollte sicher und fachlich argumentieren können, aber auch Argumente und Hinweise auf eigene Fehler/Unlogik einstecken können. Diese Tugenden findet man heute kaum noch. Die Politische Debattenkultur ist verkümmert und politische Diskussionen arten in meinen Augen viel zu schnell aus.

2. Der Verlag die möchte Deutungshoheit in politischen Fragen behalten. Man möchte nicht in den Ruf geraten, das Sammelbecken für rechts, links oder geradeaus zu sein. Die Richtung bestimmt die Redaktion und die hat ihre eigene Farbe zum Feind erkoren. Mir ist klar, dass Jagd ohne Politik nicht geht, aber mir ist das zu tendenziös. Dieses Sandkasten-Niveau geht mir gehörig auf die Nerven. Das habe ich im realen Leben schon zu Genüge, dass brauche ich in einer Unterhaltungsillustrierten nicht auch noch.
 
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quercus, das Sandkasten-Niveau welches du beklagst orientiert sich vielleicht an der Qualität des politischen Spitzenpersonals! Man möchte schließlich auch verstanden werden. Namen
nenne ich jetzt nicht.

Edit vielleicht
 
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Man kann untereinander über die größten Idioten höflich und fair reden, aber das klappt hier regelmäßig nicht, weil zu viele eine Diskussion damit verwechseln, endlich mal den verbalen Müllkübel ausschütten zu können und dabei zeigen, dass sie in ihrem Niveau noch um Klassen unter denen stehen, über die sie reden.
 
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Man kann untereinander über die größten Idioten höflich und fair reden, aber das klappt hier regelmäßig nicht, weil zu viele eine Diskussion damit verwechseln, endlich mal den verbalen Müllkübel ausschütten zu können und dabei zeigen, dass sie in ihrem Niveau noch um Klassen unter denen stehen, über die sie reden.
So kann man es natürlich auch sehen,wobei noch zu beachten ist,daß der von Dir beschriebene Fall ja hier gar nicht eintreten kann,da solche mißliebigen Müllposts ja sofort verschwinden.Die von Dir beschriebene Diskussion zu jagdpolitischen Themen kann so ja gar nicht zustande kommen.Daß damit die Situation nur um einen Deut besser wird,stelle ich mal stark in Zweifel.Wenn das dann noch zum journalistischen "Stilmittel" erhoben und begrüßt wird,sehe ich Schwarz für eine Zukunft in unserer Gesellschaft.Der Blick in andere Foren und auf den Umgang mit der Problematik zeigt doch,daß es auch anders geht. Als Studierter und Wissenschaftler müßtest Du doch wissen,wie man mit kontreren Meinungen umgeht. Ignorieren war noch nie ein guter Ratschlag und fällt irgendwann auf die eigenen Füße...
 
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