ASP global: aktueller Stand

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Ist vermutlich der Bereich für Abonnenten...

Kurz zum Inhalt:
Im Lausitzer Forst wurde südöstlich von Cottbus ein infiziertes Wildschwein gefunden. Dieser Fundort liegt nur noch 12 km von der deutschen Grenze entfernt.
Gestern gab es daher eine Brandmeldung vom Bundesagrarministerium an alle Agrarminister der Länder
polen.png
Quelle: TopAgrar
 
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Der Link geht wieder (hat er vorhin bei mir auch nicht getan, aber Leviathan war schneller mit der Meldung).
 
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Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Um die Wildschweinbestände mit Blick auf die an den Grenzen Deutschlands stehende ASP zu reduzieren, sind den Jagdbehörden derzeit viele Mittel recht: Die Jagd mit Scheinwerfern oder Nachtzieltechnik sind ebenso wenig ein Tabu wie Prämien auf den Abschuss von Wildschweinen. Die oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg hat nun einen noch deutlich weitergehenden Vorschlag gemacht, durch den unter der Bedrohung durch die ASP allerdings nicht die Jagd auf Wildschweine intensiviert werden soll – sondern die auf Rehe und Hirsche. „Mit Begründung der ASP-Prävention möchte das grün-geführte Landwirtschaftsministerium in Potsdam die Jagdzeit auf Reh-, Rot- und Damwild um anderthalb Monate bis zum 29. Februar verlängern“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz bei der Deutschen Wildtier Stiftung. In einem Schreiben an die Jagdverbände in Brandenburg heißt es dazu lapidar, dass es „tierschutzrechtlich bedenklich“ sei, Rehe und Hirsche bei der Jagd auf Wildschweine nicht gleich mit zu erlegen, von denen es ja im Land sowieso zu viele gäbe. „Es ist schlicht unanständig, die ASP als Vorwand für eine intensivierte Jagd auf die von vielen Förstern ungeliebten Tierarten zu nutzen“, so Kinser weiter.

Mit Beginn der Setzzeit der Wildschweine etwa im Januar steigt auch die Gefahr von Fehlabschüssen führender Muttertiere, die ein Verwaisen und damit einen qualvollen Tod der Frischlinge zur Folge haben. Diese Gefahr ist gerade bei den sogenannten Drückjagden, die von der obersten Jagdbehörde im Land Brandenburg favorisiert werden, groß. Denn bei dieser Jagdart verlassen die Bachen häufig ihre gerade erst geborenen Frischlinge und kommen so einzeln und vermeintlich ohne Frischlinge vor die Schützen und werden erlegt. Die Deutsche Wildtier Stiftung empfiehlt zur ASP-Prävention dagegen in den Monaten Februar bis April vor allem die Jagd an sogenannten Kirrungen, an denen selektiv die nicht-führenden bzw. männlichen Tiere erlegt werden können. Ganz im Gegensatz zu den Vorschlägen der obersten Jagdbehörde in Brandenburg sollte aus Sicht der Deutschen Wildtier Stiftung die Jagd auf reine Pflanzenfresser wie Reh- oder Rotwild ruhen, da jeder erhöhte Energieverbrauch der Tiere automatisch zu einem erhöhten Nahrungsbedarf und damit zu erhöhten Fraßeinwirkungen an der Waldvegetation führt.

Quelle: https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/asp-wahnsinn-in-brandenburg
 
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Sachsen hat gestern entschieden seinen gesamten Grenzverlauf zu Polen zu zäunen. 128km, Kosten mindestens 250.000€, Abschussprämien für SW auf Landesebene gibt es aber weiterhin nicht.
 
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Aktuelle Zahlen aus Belgien!

https://ec.europa.eu/food/sites/food/files/animals/docs/reg-com_ahw_20200116_asf_bel.pdf

Speziell für OVS:

"Recent cases in wild boar only in old carcasses (> 3-6 months after death)"

Confirmed cases in wild boar On 13 January 2020 :
• 4 355 wild boars sampled the restricted zones
• 831 confirmed cases of AVP in wild boar (799 found dead) – 830 in the areas in Part II of the annex of Decision 2014/709/EU, 1 in the areas in Part I, close to part II
• 1 051 wild boar culled: 7 positive for ASF (last one 11/08/2019)
• 1 130 wild boar captured: 4 positive for ASF (last one 21/06/2019)
• 307 wild boar shot at night: 2 positive for ASF (last one 15/04/2019)

Interessant für mich die sehr hohe Anzahl der durch Saufänge entnommener Sauen, ganz im Gegensatz zu Tschechien!

Prinzengesicht
 
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Die ganze Wahrheit in einem kurzen Absatz:

Zitat: "Eigentlich. Im Tierschutzgesetz steht, kein Tier darf ohne vernünftigen Grund sterben. Für die Wirtschaft ist dieser Grund klar: Die Fleischindustrie bangt um den Handel mit China. 2018 forderte der Deutsche Bauernverband, 70 Prozent aller Wildschweine zu töten. Zu groß ist die Angst vor der Schweinepest."

Man macht sich zum Schussknecht einer tierverachtenden Industrie und viele Jäger sind auf einer Art ungehemmten Vernichtungsfeldzug um eine nicht aufzuhaltende Entwicklung bestenfalls etwas zu verlangsamen.
Scharf bejagen? Ja! Um jeden Preis, mit allen Mitteln zusammenschießen? Teils sogar den Muttertierschutz diskutieren? Nein!

Traurig, rahbart
 
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....Man macht sich zum Schussknecht einer tierverachtenden Industrie und viele Jäger sind auf einer Art ungehemmten Vernichtungsfeldzug um eine nicht aufzuhaltende Entwicklung bestenfalls etwas zu verlangsamen.
Scharf bejagen? Ja! Um jeden Preis, mit allen Mitteln zusammenschießen? Teils sogar den Muttertierschutz diskutieren? Nein!

Traurig, rahbart
(y)
....aber lass das nicht "prinzengesicht" lesen! ;)
 
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