ASP in Belgien: der Anfang vom Ende

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Politik von Fachleuten und nicht von Ideologen gemacht und wenn man zuläßt dass Pflanzen so verändert werden, dass diese zu einem nicht aufzuhaltendem Anstieg der Bestände führen, dann müssen die Anbauer verpflichtet werden zu zäunen etc, das würde die Anbaufläche schon mal deutlich reduzieren. Natürlich gilt für den Schexxx Biogas Mais das Gleiche.
 
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Nun, wenn das unausgegorener Quatsch ist, dann darf man sich doch hier auf gute Vorschläge hoffen?
Oder nur auf gegorenen Quatsch?
Nein, nicht mal gegorenen Quatsch.
Wer aber als Politiker erklärt er hätte die Lösung und wäre gewappnet der muß auch das Equipment und die Leute haben. Stell Dir doch einfach mal vor in einer Samtgemeinde 3 Tote Schweine. Da hast Du nichteinmal genug Leute für Mohawks Dekon-Wannen. Die Dinger müssen 24/7 überwacht und instand gehalten werden. Und das nicht über Tage sondern so lange bis in einem Kreis von 30km Durchmesser keine Sau mehr lebt.
 
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Peng,Bezug Prämie, ich bin kein Gegner der Erlegungsprämien für Schwarzwild. Wer sich aber
mal das Formular für Thüringen ansieht (kriege es nicht verlinkt) kann dir ob des unausgegorenen
Quatsches nur zustimmen. Mit dem Antrag stimmt man umfangreichen Prüfrechten
des FoA, der Lebensmittelüberwachung, der Veterinär- und Finanzämter zu.
Was Dekontamination angeht sehe ich aus Erfahrung schwarz.
 
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Gegner der Prämie hin oder her, von mir aus kann Brandenburg auch Prämien zahlen. Nur was soll es bringen?
Ich kann ja mal mit meinem Betriebsrat reden, ich denke aber nicht daß ich Sonderurlaub für die Jagd bekomme. Und wenn, besteht noch lange keine Garantie daß ich auch etwas vor die Büchse bekomme.
 
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Peng,Bezug Prämie, ich bin kein Gegner der Erlegungsprämien für Schwarzwild. Wer sich aber
mal das Formular für Thüringen ansieht (kriege es nicht verlinkt) kann dir ob des unausgegorenen
Quatsches nur zustimmen. Mit dem Antrag stimmt man umfangreichen Prüfrechten
des FoA, der Lebensmittelüberwachung, der Veterinär- und Finanzämter zu.
Was Dekontamination angeht sehe ich aus Erfahrung schwarz.
Moin, ich bin Grundsätzlich ein Gegner von "Prämien". Du bemängelst das Formular, sieh Dir das Beantragungsverfahren für Landwirte und andere Beispiele an. Auf ein paar Euro bin ich nicht angewiesen, ich gehe jagen, weil es mir Spaß macht, wenn man es Ernst meinen würde, sollte Bundesweit die Jagdsteuer abgeschafft werden und die Trichenschaugebühren übernimmt die Tierseuchenkasse.
Aber keine Anträge und Prämien. Das bringt nur mehr Bürokratie, Kontrolle und letztlich Gängelung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 9073

Guest
Es mäg Wälder geben die den Einbick von oben ermöglichen, andere tun das nicht.
Und die Flächen, Zaunlängen etc. sind auf keinen Fall zu schaffen. Auch nicht mit Prämie für Jäger.
Arbeitslose Jäger sind eher selten. Wen will man denn mit Prämien locken, die Rentner?
Das ganze ist völlig unaugegorener Quatsch.
Ich bezweifele mal, daß der Einzelne das aus seiner Ameisen- und regionalen Sicht umfänglich bewerten kann.

Ich auch nicht, aber:

Jagdprämien gab es auch in der Vergangenheit schon und da hat das immer ausgezeichnet funktioniert. Natürlich kann man jetzt nicht davon ausgehen, daß 380.000 Jagdscheininhaber auf Prämien ansprechen, müssen sie auch nicht und >300.000 könnten das aufgrund ihrer individuellen Beziehung zu Jagd und Jagdgelegenheit auch überhaupt nicht. Das ist auch meist die Klientel die mit großen Worten öffentlich Jagdanreize und Prämien schon immer abgelehnt hat, weil sie diese ohnehin nicht so einfach kassieren kann und eigentlich den Jäger beneidet, der einfach rausgeht, jagt und noch dazu die Jagdanreize kassiert. Freilich gibt es auch immer Jäger die moralische Skrupel haben Prämien anzunehmen, die zwingt ja auch niemand.

Riesige jagdliche Einzäunungen haben besonders in Deutschland lange Tradition. Mit neuer Zaun- und Bautechnik lässt sich das heute bestimmt viel eleganter und schneller gestalten als in Schorfheide o.ä.
 
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Wenn es Ernst wird und das wird es vielleicht auch ohne ASP, dann ist das keine Jagd zur Erbauung des Jägers, sondern pures Management.
Eine Überflussgesellschaft kann sich viel leisten, auch viel Moral. Werden die Zeiten härter oder der Seuchenfall tritt ein, dann spielen irgendwelche Weidgerechtigkeitsgedanken keine Rolle mehr.
Wenn Prämien motivieren, warum sollte man sie nicht bezahlen?
Ob Äsungsfläche wohl eine Eigenjagd im Portfolio hat?
 
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Da es Dir, Lieber Oberförster, wahrscheinlich in die Ökojagddenke passt und endlich der Begriff Jagd durch Management abgelöst wird... Sei Dir verraten, dass Äsungsfläche eine Feldjagd mit u.a. reichlich SW gepachtet hat und die böse Entwicklung seit Jahrzehnten verfolgt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 9073

Guest
Die Moral wurde schon beim Waldumbau abgeschafft und mir ist nicht bekannt, daß es dabei an Jägern mangelte. Ganz im Gegenteil, je großzügiger die Freigabe desto mehr Teilnehmer. Und das ist auch nur Management, bei dem der Teilnehmer nur abdrücken und oft nicht mal nicht bergen oder versorgen. geschweige denn verwerten muss.

Man muss das einfach ganz nüchtern betrachten, ob das dem Einzelnen nun gefällt oder nicht, ob er mitmachen will oder nicht. Weder mangelt es an Jägern die Gelder gern mitnehmen, noch an erlegungswilligen Schützen, die nicht so viele Fragen stellen.

Ich persönlich bin mir völlig sicher, daß es mit dem Sprudeln öffentlicher Gelder und entsprechender Berichterstattung über Seuchenabwehr, wirtschaftliche Schäden usw. nicht an motivierten Jägern mangelt und ich glaube schon, daß mit entsprechenden Aufwand 7/24 personell und finanziell LOKAL der Sauenbestand recht schnell abgesenkt werden kann. In der großen Fläche nicht, aber auf 15-20km ist das machbar, wenn entsprechend mobil gemacht wird.
 
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Brandenburg hat sich jetzt auch gegen die Schweinepest gewappnet.
https://www.morgenpost.de/brandenbu...ndenburg-wappnet-sich-gegen-Schweinepest.html
Ich weiß nur nicht so ganz genau wie das funktionieren soll.
Wer hat die 25km Zaun rumliegen oder werden da alle geförderten Wolfsschutzzäune wieder eingesammelt?
Wie werden die Leute aus dem Kreis rausgehalten, vor allen wenn sie in dem Kreis wohnen?
Wer soll auf 2500 ha alle Schweine tot schießen und wer hat die einzusetzenden Drohnen mit Wärmebild?
Hallo.

Es wird sicher nicht jeder Landkreis entsprechendes Equipment auf Vorrat halten. Allerdings landesweit wird entsprechend vorgesorgt. Dies dürfte für Zaun und Kühlhäuser und Aufbrechräume etc. gelten. Es macht sicher Sinn, bereits jetzt entsprechende Örtlichkeiten zu lokalisieren, wo dann alles Schwarzwild versorgt und gelagert werden kann. So wird es jedenfalls bei uns in NRW geplant. Aktuell ist entsprechende Ausrüstung allerdings vergriffen, wodurch Lieferzeiten entstehen.
Es steht auch nirgendwo, dass die Jagdpächter die Abschüsse (alleine) leisten sollen. Die geänderten Gesetze auf Bundesebene lassen auch Bejagung durch bestellte Jäger zu. Diese könnten auch technisch aufgerüstet an den Start gehen. Ob ein Totalabschuss möglich ist, bezweifel ich aber dennoch.
Alle, die Vorsorgemaßnahmen mit abwertenden Kommentaren abtun, rate ich dringend, sich einmal etwas intensiver mit der Materie auseinanderzusetzen. Hilfreich sind sicher auch entsprechende Kontakte zu den örtlichen Veterinärämtern. Bei uns gibt es seit Monaten eine entsprechende Arbeitsgruppe mit Behörden, Landwirten und Jägern. Damit erst anzufangen wenn die Seuche da ist halte ich gelinde gesagt für sehr leichtfertig.
Ob das dann alles noch mit Jagdausübung betitelt werden kann ebenfalls. Aber wir stehen dann in einigen Bereichen auch "hinten an".

wipi
 
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Wetten daß im Falle eines Ausbruchs jeder, auch jeder Politiker sich auf die Fahne schreibt alles menschenmögliche getan zu haben und eine Minderheit findet der er die Schuld in die Schuhe schieben kann?
 
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Es wird sicher nicht jeder Landkreis
In Belgien war es ein Schwein, daß ist nicht das, was man unter dem Ausbruch der Schweinepest versteht.
Du meinst wirklich, das Land hat. Katastrophenschutz ist zuerst Sache der Gemeinden, das bedeutet, das Dekonmaterial steht bei den Gemeinden in den Feuerwehrgerätehäusern und da steht nicht viel. Wenn der komplette Landkreis zusammen schmeißt kann man vielleicht Deconstationen für 2 Dörfer bauen.
Das Land hat auch keine 15km Zaun. Wenn die Zaun brauchen wird ein Vertrag mit Bauzeugverleiher gemacht. Und selbst wenn Land 15km Zaun hätte, die reichten grad fürs erste Schwein.
Das Land hat nichts als einen riesigen Haufen Behörden und die allerwenigsten da von sind für praktische Arbeit gedacht. Die, die es sind haben ihre täglich Arbeit die auch nicht so einfach liegen bleiben kann.
Sobald irgendetwas größeres schief geht ist unser Staat ganz massiv auf Freiwillige angewiesen. Die werden nicht nur täglich weniger, die können auch nicht 24/7 eine Dekonstation betreiben.
 
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Katastrophenschutz ist erstmal Sache des Bundes und der Länder. Die delegieren das teilweise auf die Landkreise runter. Und die greifen auf die kommunalen Einheiten zur Gefahrenabwehr zurück.
In RLP sind die Gefahrstoffzüge Regieeinheiten der Landkreise und meistens auf mehrere Einheiten verteilt.
Bei einer Lage wie der ASP in einem Bezirk kommt man nicht drumrum auf Einheiten aus Nachbarkreisen/Städten zurückzugreifen, da hast du Recht.
Unser Staat ist fast ausschließlich auf Freiwillige angewiesen, allerdings bin ich schon der Meinung das die 24/7 eine Dekonstation betreiben können. Auch über eine längere Zeitspanne.
Man muss halt Personal durchtauschen und das Pesonal das im öD beschäftigt verstärkt einsetzen.
 
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