ASP in Deutschland aktuell

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ich weiss nicht wie oft Du DDR Grenzanlagen besichtigt hast? aber Sauen die eine 3 m hohe Betonmauer überwinden hatten wir hier nicht
Dumme Menschen versuchen Schweine mit Lneitern zu lenken und wundern sich dann über geprellte Waden, oder schlimmeres...
Das ist ein Totalversagen , keine Ahnung wo die Grenze zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz ist:unsure:
 
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Ein nicht einbetonierter 2m hoher Zaun mit Toren an Straßen kann nicht 100% Wanderung verhindern. Gut gemacht, kann aber auch ein mobiler E-Zaun hilfreich sein.
Das, was da in BB steht ist allerdings mehr als jämmerlich und es ist erstaunlich, wie amateurhaft man dort an der Grenze zur ASP herumfuhrwerkt.
Nachdem ich hier dem Landratsamt im Falle der ASP helfen werde, Sauen zu bergen kann ich Dir heute schon zusagen, daß man von den Zäunen, die das Land Baden-Württemberg beschafft hat, nicht mehr verlangen können wird.

P.S.: was hast Du eigentlich immer gegen Böblingen?
 
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Ich habe wenig Erfahrung mit Wildschaden, aber die meisten Jäger zäunen doch sauengefährdete Maisschläge mit zwei oder drei Litzen ein und dann ordentlich Saft drauf. Wäre das hier nicht praktikabler gewesen ?
Ja und das ist auch sehr aufwendig.
Wir Zäunen jedes Jahr viele Kilometer,und immer mit zwei Litzen.
Aber alles Miss täglich kontrolliert werden,gemessen werden,und vor allem darf nichts einwachsen oder an Hecken zB nichts Anliegen.
Denn dann verschwindet der Strom 😜
In BB wurde der Zaun teilweise hohes Gras oder Kraut gestellt.
Das funktioniert eben nicht.
Und tägliche Kontrolle ist unabdingbar.
Es geht auch mal Rotwild durch und zerreißt den Zaun .
Dann ist das viel Gerenne.
Wir machen das mit Motorrad.
Zaun defekt ... fahren und Gerät ausschalten,fahren und Zaun reparieren,fahren und Gerät einschalten,fahren und kontrollieren ob überall Saft da ist. Weiter fahren und testen ob Saft da ist,und meist das ganze Spiel von vorn.
Das kostet Zeit und Nerven,hilft aber nix.
Und da geht es darum Wildschaden zu verhüten,also bis der Mais etwa 20 cm raus ist,dann ist kein Korn mehr unter,und für Sauen nicht mehr interessant.
Rotwild kommt dann,naja da muss man reagieren.
Hier geht es aber um eine Seuche ,die wirtschaftliche Konsequenzen haben wird und sicherlich Existenzen kostet.
Aber was da in BB passiert kann eigentlich nur ein Witz oder eine Übung sein.
Da müssen Köpfe rollen. Auch wenn es Beamtenköpfe sind und ja ,bekanntlich eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.
Das geht gar nicht.
 
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ich weiss nicht wie oft Du DDR Grenzanlagen besichtigt hast? aber Sauen die eine 3 m hohe Betonmauer überwinden hatten wir hier nicht
Dumme Menschen versuchen Schweine mit Lneitern zu lenken und wundern sich dann über geprellte Waden, oder schlimmeres...
Das ist ein Totalversagen , keine Ahnung wo die Grenze zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz ist:unsure:

Ich bin sicher, deine erwähnten "3 m hohe Betonmauer" werden die Sauen auch noch überwinden oder auch untergraben;); ansonsten laufen die solange, bis sie eine Lücke im System finden.
Aber du weisst genauso gut wie ich, das die Grenzanlagen niemals 100 % hermetisch abriegelbar und/oder dicht waren (auch nicht für Wildtiere) und das jetzt dort ein auch nur annähernd vergleichbarer Aufwand wie damals bei den Grenzanlagen wohl vollkommen illusorisch ist.
Ob dort in BRB aktuell, wie von dir oben so plakativ rausgehauen ("Totalversagen"), vorliegt, kann ich jedenfalls aus der Ferne nicht beurteilen.
Da sind Andere und v.a. besser informierte Beteiligte und Betroffene, die vor Ort aktiv und involviert sind, gefragt.
Ich bin nur sehr vorsichtig mit den hier häufig gelesenen Schnellschüssen und plakativen Verurteilungen aus der Entfernung!
 
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Es gibt seit langem eine Handlungsempfehlung dazu. Ich glaube aus 2016 oder 2017. wurde damals vom DJV und dem FLI erarbeitet. Müsst Ihr mal googeln, ist leicht zu finden. Ich glaube u.a. Auf der Seite des LK HI. Angenommen wurden Totfunde in drei verschiedenen Revieren. MV, Salzgitter/Braunschweig und nördliches Münsterland. Klar empfohlen wurde schon damals für die unübersichtliche Landschaft in MV mittels Forstmulcher etwa 100 m Breite Schneisen zu mulchen in deren Mitte die Elektrolitzen gespannt werden. Gleichzeitig mit intensiver Bejagung der offenen Steifen. Zu Nutze machen soll man sich hier das leichte Schießen der Schweine beim Verlassen der Kernzone auf den Schneisen und das anschließende Meidungsverhalten derselben auf der offenen Fläche.
 
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Es gibt seit langem eine Handlungsempfehlung dazu. Ich glaube aus 2016 oder 2017. wurde damals vom DJV und dem FLI erarbeitet. Müsst Ihr mal googeln, ist leicht zu finden. Ich glaube u.a. Auf der Seite des LK HI. Angenommen wurden Totfunde in drei verschiedenen Revieren. MV, Salzgitter/Braunschweig und nördliches Münsterland. Klar empfohlen wurde schon damals für die unübersichtliche Landschaft in MV mittels Forstmulcher etwa 100 m Breite Schneisen zu mulchen in deren Mitte die Elektrolitzen gespannt werden. Gleichzeitig mit intensiver Bejagung der offenen Steifen. Zu Nutze machen soll man sich hier das leichte Schießen der Schweine beim Verlassen der Kernzone auf den Schneisen und das anschließende Meidungsverhalten derselben auf der offenen Fläche.
https://www.landkreishildesheim.de/media/custom/1905_3238_1.PDF?1510571140
 
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Es scheint offenbar so zu sein, dass der Zaun in Brandenburg, diplomatisch ausgedrückt, suboptimal ist. Allerdings das was hier im Forum als notwendig erachtet wird, ist auch nicht ganz korrekt. Ein gut stromführender Elektrozaun reicht aus, der braucht auch keine 1,5 m hoch sein. Man darf das Einzäunen eines großen Gebietes nicht mit dem kleinräumigen Einzäunen einer Futterquelle oder dem möglichen Einschließen der Sauen auf einer kleinen Fläche verwechseln. Wenn Sauen die Wahrnehmung haben, nur an der Stelle in ein Gebiet hinein oder hinaus zukommen, dann gehen die durch den Zaun. Wenn sie den Stromschlag vermeiden können, suchen sie einen anderen Weg.
Was den Zaun in Brandenburg betrifft.
Es gibt zwei Dinge die nie passieren dürfen:
Erstens: Es dürfen keine Frischlinge durch den Zaun laufen können, ohne einen Stromschlag zu bekommen, und der Stromschlag darf nicht erst erfolgen, wenn der Frischling den Kopf schon durch den Zaun gesteckt hat, dann gibt der nämlich Gas nach vorne, und traut sich nicht zurück. Dann kommt die Rotte hinterher, egal wie viel Saft auf dem Zaun ist.
Zweitens:
Der Zaun muss immer aber wirklich immer Strom führen, ansonsten konditioniert man die Sauen falsch. Wenn die zwei- dreimal einfach so durch den Zaun sind, machen die das beim nächsten Mal mit Schwung. Ab da wird es schwierig. Wenn die erstmal die vorsichtige Neugier verloren haben, wirft der Zaun sie nicht zurück, sondern beschleunigt sie beim Durchbrechen des Zaunes ohne das sie da lernen woher der Schlag kommt.
 
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Bei aller Diskussionsfreude und der damit zusammenhängenden Frage, ob die ASP hätte durch zuwanderndes Schwarzwild verhindert werden können, möge man sich an Frankreich orientieren, als die ASP in Belgien, nahe der französischen Grenze, ausbrach. Da wurde umgehend ein fester Zaun errichtet, ich meine 80cm tief eingegraben und rel. sauensicher, ohne die anderen drastischen Maßnahmen, die Frankreich ergriffen hat, um das Übergreifen der ASP auf nationales Gebiet zu verhindern. Luxemburg dagegen hat erst gar nichts unternommen, unter grüner Führung übrigens, und hat nur auf Druck aus den angrenzenden Ländern einen mobilen Zaun errichtet und hatte das große Glück, dass die belgischen Behörden ihren Job gemacht haben. BRB ist das deutsche Luxemburg und die maßgeblichen Ministerien sind wie geführt? Sorry, aber was dort gerade abläuft ist geradezu dilettantisch…die (offizielle) Begründung der Landesregierung auf Nachfrage bei der Agrarministerkonferenz weshalb dort nichts rundläuft sei eine Haushaltssperre der zuständigen Landkreise und es würden nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen…hüstel…es ist eigentlich alles nur unfassbar.
 
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Ja und das ist auch sehr aufwendig.
Wir Zäunen jedes Jahr viele Kilometer,und immer mit zwei Litzen.
Aber alles Miss täglich kontrolliert werden,gemessen werden,und vor allem darf nichts einwachsen oder an Hecken zB nichts Anliegen.
Denn dann verschwindet der Strom 😜
In BB wurde der Zaun teilweise hohes Gras oder Kraut gestellt.
Das funktioniert eben nicht.
Und tägliche Kontrolle ist unabdingbar.
Es geht auch mal Rotwild durch und zerreißt den Zaun .
Dann ist das viel Gerenne.
Wir machen das mit Motorrad.
Zaun defekt ... fahren und Gerät ausschalten,fahren und Zaun reparieren,fahren und Gerät einschalten,fahren und kontrollieren ob überall Saft da ist. Weiter fahren und testen ob Saft da ist,und meist das ganze Spiel von vorn.
Das kostet Zeit und Nerven,hilft aber nix.
Und da geht es darum Wildschaden zu verhüten,also bis der Mais etwa 20 cm raus ist,dann ist kein Korn mehr unter,und für Sauen nicht mehr interessant.
Rotwild kommt dann,naja da muss man reagieren.
Hier geht es aber um eine Seuche ,die wirtschaftliche Konsequenzen haben wird und sicherlich Existenzen kostet.
Aber was da in BB passiert kann eigentlich nur ein Witz oder eine Übung sein.
Da müssen Köpfe rollen. Auch wenn es Beamtenköpfe sind und ja ,bekanntlich eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.
Das geht gar nicht.
Eure Weidezaunsparversion ist mit viel Arbeit verbunden, weil sie eine Sparversion ist. Ein gutes Gerät brennt den Grünkram weg. Ein gutes Gerät lässt sich per SMS fernsteuern. Ohne gute Erdung bringt das beste Gerät nichts. 4 Erdstäbe mit jeweils ordentlich Abstand zueinander sollten es schon sein.
 
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Vor allem, dass die ASP offenbar so überraschend wie Weihnachten kam und man nun da steht, wie das Kind am Dreck.
Wie mehrfach geschrieben, mindestens 5 Jahre hatte man Zeit. Aber was ist das schon im Angesicht der Ewigkeit.
Das kommt davon, wenn der Fisch von oben stinkt und natürlich weiter unten dafür sorgt, dass ähnlich tickende Stinkfische in Amt und Würden kommen, Auswahlverfahren, vor allem für leitende Positionen, in erster Linie von Gesinnung und Quote abhöngen.
Zieht sich quer durchs Land, teils sogar völlig unverhohlen.

ich hab jahrelang Mais gezäunt. 3 Litzen, weil 2 sich als völlig uneffektiv erwiesen haben. Tw. täglich Litzen kontrolliert, stundenlang nach Fehlerquelle in Form von runtergefallenen Ästen, aufgespleisten Litzen etc oder eben Wildschaden gesucht, oft repariert, freigemäht spätestens alle 14 Tage.
Ohne Schneisen ist das in freier Landschaft nicht zu leisten.
Und genau DAS weiß jeder LW und jeder, der mal für so einen Zaun zuständig war. Da braucht man gar keinen Amtsleiter, Ministerialsekretär oder gar einen Landwirtschaftsminister. Weil die wissen offenbar noch nicht mal, dass Zitronenfalter keine Zitronen falten, dafür aber, dass sie Toiletten fürs 3. Geschlecht bauen und noch die Frauenquote erhöhen müssen.

Ach und Wegbrennen ist im trockenen Wald ne geile Idee. Mit einem Schlag auch den bösen Käferwald erledigt.
 
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Heute stand bei uns in der Zeitung, dass der Wildschweinbestand in Dänemark auf zehn Stück zusammengeschossen wurde.
Durch den installierten FESTEN Zaun wird Zuwanderung aus Deutschland offensichtlich sehr wirkungsvoll verhindert.

Und wenn man schon Litzen spannt, dann kann man auch gleich mit Roundup (!!!) rechst und links vom Zaun die Vegetation beseitigen, damit es funktioniert.
 
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Erstmal gehört so ein Teil an jeden Zaun, dann kann der Kreisveterinär die Zäune vom Büro aus auf Spannung kontrollieren.
 
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