ASP in Deutschland aktuell

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Wer glaubt, dass jetzt eine Stelle für ASP ausgeschrieben und dadurch Personal eingestellt werden könne, das das Problem bekämpft, ist IMHO mit "naiv" noch gelobt. Alleine die Vorbereitung der Stellensausschreibung dauert, die Formalia zur Auswahl und Einstellung auch und bis das durch ist ... Entweder das wird mit bestehemdem Personal bekämpft oder es werden Leute umgesetzt und deren Stellen dann neu besetzt (auf Zeit). Sollte irgendwann absehbar sein, dass das eine Daueraufgabe wird, dann könnte man Personal einstellen, aber jetzt? Nein.

Bei aller sicherlich auch z.T. berechtigter Kritik!
Als kleine Ergänzung ein kleiner, aber konstruktiver Vorschlag:
Man könnte man vielleicht den beteiligten und betroffenen Behörden in BRB eine schnelle Eingreiftruppe von Freiwilligen anbieten, rekrutiert ausschließlich aus hier unter den im Faden an der Diskussion teilnehmenden und offensichtlich sehr erfahrenen Beteiligten! ;)
Ich warte dann gerne auf die freiwilligen Meldungen, Verbindungen für die Umsetzung konkreter Hilfsangebote erfahrener Praktiker aus dem Forum für zukünftige ASP - Ausbrüche liessen sich sicherlich auch außerhalb von Brandenburg in anderen Bundesländern herstellen.
 
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Die Brandenburger Posse scheint noch lange nicht zu Ende, jetzt hat der brandenburgische Nachbarkreis an der polnischen Grenze Märkisch-Oderland den von der Landesregierung beschlossenen Bau eines festen Zauns zu Polen abgelehnt.

Begründung: Macht bei dem aktuell bestehenden bereits massiven Auftreten der ASP in Deutschland jetzt keinen Sinn mehr, kostet nur sinnlos Geld und schwächt die Oderdämme. Geld, Mensch und Material sollten lieber um die deutschen Fundorte zur Abriegelung eingesetzt werden.

Gut, kann man kann irgendwo auch verstehen, der südliche Nachbarkreis ist schon Sachsen und da ist momentan auch kein fester Zaunbau zu Polen geplant.

Föderalismus as its best.

Bis heute Mittag waren es 34 FLI bestätigte Funde. Damit hat BB die kurzfristigen Zahlen im polnischen Nachbarkreis aus dem Stand getoppt. Wahrscheinlich bauen die Polen jetzt bald einen Zaun zu uns.
 
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Das sogenannte Gefährdete Gebiet, also das Gebiet in dem ASP Funde angenommen werden müssen und was deshalb zwecks Eingrenzung abgesucht werden sollte und müsste, umfasst nach neuestem Datenstand bereits etwa 110.000ha.

Das ist deutlich mehr als die Gesamtfläche von Berlin.

Die Gesamtfläche von Kernzone und der gestern ausgewiesenen Weißen Zone (5km um Kernzone), also das Gebiet in dem BB alle Sauen erlegen will, läuft aktuell auf ca. 45.000 ha hinaus.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, was von den politischen Verlautbarungen zur Suche, Zaunbau und Abschuss rein technisch und personell überhaupt noch umsetzbar ist. Über den Zeitfaktor braucht man sicherlich gar nicht mehr reden.

Diese Karte hat der RBB veröffentlicht. Sie ist aus den von den Landkreisen veröffentlichten Seuchenkarten zusammengefasst.

asp.jpg
 
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Das sogenannte Gefährdete Gebiet, also das Gebiet in dem ASP Funde angenommen werden müssen und was deshalb zwecks Eingrenzung abgesucht werden sollte und müsste, umfasst nach neuestem Datenstand bereits etwa 110.000ha.

Das ist deutlich mehr als die Gesamtfläche von Berlin.

Die Gesamtfläche von Kernzone und der gestern ausgewiesenen Weißen Zone (5km um Kernzone), also das Gebiet in dem BB alle Sauen erlegen will, läuft aktuell auf ca. 45.000 ha hinaus.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, was von den politischen Verlautbarungen zur Suche, Zaunbau und Abschuss rein technisch und personell überhaupt noch umsetzbar ist. Über den Zeitfaktor braucht man sicherlich gar nicht mehr reden.

Anhang anzeigen 134990
Danke für die eingefügte Karte - ich bin ein Augentier ! :giggle:

Totalabschuß auf 45000 ha ?? ...Mahlzeit...(n)! Mit "normal-jagdlichen" Mitteln (selbst aller Technik) wohl nicht möglich.

Ich glaube, die Katz is de Baum nuff !
 
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Der Tagebau Jänschwalde liegt am Rand des Gefährdeten Gebiet. In der aktuellen Kernzone + Weiße Zone liegen meiner Meinung nach keine Tagebauflächen.

Hier mal die detaillierte Karte des Landkreises Spree-Neiße in der jedoch die Restriktionsflächen anderer Landkreise fehlen. Weil der Hintergrund eine scrollbare Topokarte ist, kann man an ihr auch ganz gut abschätzen, wie die Topografie des Gebietes aussieht, auch im nördlich angrenzenden Landkreis Oder-Spree.

https://lkspn.maps.arcgis.com/apps/..._gallery=true&disable_scroll=true&theme=light
 
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110.000ha o_O innerhalb von 14 Tagen.

Allerdings wundert mich die Rasanz doch schon ein bissel. Oder es demonstriert eindrücklich, wie groß die Schnärcherei wirklich ist, im Vergleich zu Belgien/Polen.
Zumindest gibt es nun eine weitere Formel in der Darstellung von Verwaltungs- und Regierungsversagen.
ha/d
 
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